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Weinsteins Ferien in Lugano sind eine Erfindung eines italienischen Provokateurs

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Bild: Richard Shotwell/Invision/AP/Invision

Weinsteins Ferien in Lugano sind die Erfindung eines italienischen Provokateurs

Die Medien sind auf den Stunt eines italienischen Geschäftsmannes hereingefallen. Die Nachricht, dass der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein Ferien in Lugano machen will, ist falsch.
03.12.2017, 13:0903.12.2017, 17:32

Mehrere Tessiner Medien und die Schweizerische Depeschenagentur SDA berichteten am Sonntag Abend, der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein habe sich in Lugano abgesetzt. Nachdem er beschuldigt wurde, mehrere Frauen sexuell belästigt zu haben, wolle er dort einige Monate Ferien machen und dem Medienrummel entkommen. 

Dieser Nachricht lag eine E-Mail zugrunde, die mutmasslich von Weinsteins Anwälten in New York stammte. Auch watson hat über den Aufenthalt des Produzenten in Lugano berichtet. 

Nun stellt sich heraus: diese Nachricht ist falsch. Die E-Mail von Weinsteins Anwälte ist eine Fälschung. Dies konnte nach einer Überprüfung der Domain festgestellt werden. 

Laut rsi.ch führt die Domain zu Alessandro Proto. Der italienische Geschäftsmann ist im Tessin kein Unbekannter. Er verkauft Villen an Prominente und prahlte bereits im Oktober damit, dass er Weinstein eine Tessiner Bleibe für eine horrende Summe verkauft habe. Kürzlich publizierte er seine Biografie mit dem Titel «Io sono l'impostore» (deutsch: «Ich bin der Betrüger»). Zudem behauptet Proto, er sei die Inspiration für die Romanfigur Christian Grey aus der Erotik-Trilogie «Fifty Shades of Grey». (sar)

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