Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Zecken sind dieses Jahr besonders böse



Zecke, Untersuchung (Symbolbild)

Bild: Shutterstock

Noch nie haben sich in der Schweiz nach einem Zeckenbiss so viele Menschen mit dem Zeckenenzephalitis-Virus (FSME) infiziert wie in den letzten zwölf Monaten. Mit 272 Fällen ist der bisherige Rekord übertroffen.

In der gleichen 12-Monatsperiode 2016/17 (August - Juli) waren es 269 bestätigte FSME-Fälle. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres wurden 262 Fälle registriert, im mehrjährigen Vergleich «der höchste je verzeichnete Wert», wie es im neusten Bulletin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) heisst.

Zecken fallen übrigens nicht einfach von den Bäumen

abspielen

Video: srf

Zudem nimmt die Zahl der schwer verlaufenden Fälle jedes Jahr zu. In den letzten zwölf Monaten haben sich statistisch gesehen 5,39 von 100'000 Personen mit dem FSME-Virus angesteckt. Das ist ebenfalls ein neuer Rekord. Allein im Juli kamen 70 neue Fälle hinzu. 2015 waren es noch 1,42 FSME-Neuerkrankungen pro 100'000 Einwohner.

Bis Ende Juli wurden hochgerechnet 28'600 Arztbesuche wegen Zeckenstichen sowie 10'800 akute Fälle der weniger schwerwiegenden bakteriell verursachten Borreliose gemeldet. Auch hierbei handelt es sich im mehrjährigen Vergleich um sehr hohe Werte, wie das BAG schreibt.

Allen Personen, die in Risikogebieten leben, empfiehlt das BAG die Impfung gegen FSME. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Diese muss mit Antibiotika behandelt werden.

Die Saison, in der Zecken besonders aktiv sind, beginnt je nach Witterung im März und endet im November. Rund ein Prozent der FSME-Fälle verläuft tödlich. (sda)

Gefrässige Spinnen

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 13.08.2018 17:07
    Highlight Highlight Weiss man eigentlich warum es zu einer Ausbreitung der Erreger kommt?
    • SJ_California 13.08.2018 17:48
      Highlight Highlight Weil das Wetter überdurchschnittlich gut war und die Leute sich somit vermehrt draussen aufhalten..?
    • Loe 13.08.2018 18:33
      Highlight Highlight Klima.
  • Rhabarber 13.08.2018 16:14
    Highlight Highlight Wir sind beim Hund von Kokosfett wieder auf Scalibor umgestiegen. Kokosfett reicht nur, wenn es sehr wenige Zecken gibt. Aber dieses Jahr ist krass. Scalibor bringts.
    • Snowy 13.08.2018 18:24
      Highlight Highlight Beim Menschen „bringt’s“ einzig und allein Vorbeugung und die FSME-Impfung - für Borreliose sogar nur Ersteres.
  • Maya Eldorado 13.08.2018 16:14
    Highlight Highlight Dieses Jahr hat mich bisher ein Zäck erwischt. Und zwar hat der unter dem rechten Auge angedockt. Ein bisschen eine ungewöhnliche Stelle, finde ich. Aber gut sicht- und entfernbar.....
  • roger_dodger 13.08.2018 15:28
    Highlight Highlight Lustig, weniger schwerwiegende Borreliose. Stirbt man nicht dran, aber chronische Nerven-, Gelenkschäden sind auch nicht gerade zum Scherzen. Vor allem da häufig die Diagnose nicht einfach ist.
    • Amboss 13.08.2018 15:57
      Highlight Highlight Mein Arzt hat mir gesagt (hab mir diesen Sommer auch Borreliose eingefangen), dass die Diagnose insofern schwierig ist, weil es kein Test gibt, um es zu prüfen. Man hat also keine 100% Sicherheit.

      Aber eigentlich ist es dennoch ganz einfach.
      - Zum Arzt gehen
      - Auf den Arzt hören, seiner Diagnose vertrauen, wenn er sagt, es ist höchstwahrscheinlich Borreliose (auch wenn Dr. Google noch x hundert andere Vorschläge macht).
      - Die Behandlung (Antibiotika) machen
      - FSME impfen.

      Wenn man das umsetzt kann eigentlich gar nichts passieren mit diesen Zecken
    • thatvphissue 13.08.2018 16:08
      Highlight Highlight Borreliose:
      Folgen vielfältig, auch mal bleibende Schäden.
      Therapie via Antibiotika.

      FSME:
      Folgen vielfältig, von bleibenden Schäden bis Tod.
      Therapie nicht vorhanden.


      Dann doch lieber die Borreliose...

      Die Diagnose ist nicht schwer (PCR, Zeckenanamnese), man muss halt nur daran denken.
    • Snowy 13.08.2018 18:26
      Highlight Highlight Immerhin kann man sich mit einer sehr gut erforschten Impfung zu 100% gegen FSME impfen.

      Rate ich jedem, der viel Outdoor unterwegs ist.
    Weitere Antworten anzeigen

Dieses Testgerät könnte Tierversuche reduzieren – entwickelt wurde es in der Schweiz

Ein Gerät in der Grösse eines Rubikwürfels könnte helfen, Tierversuche zu reduzieren. Eawag-Forschende haben es entwickelt, um die Aufnahme von Duftstoffen im Darm von Fischen zu testen. Es könnte aber auch der Pharmaforschung dienen.

Da Duftstoffe aus Kosmetika, Wasch- und Putzmitteln in Kläranlagen nicht immer vollständig abgebaut werden, müssen Hersteller sie auf ihr Umweltrisiko testen. Ob sich die Duftstoffe in Fischen anreichern, soll nun ein neues Testgerät klären helfen.

Entwickelt hat es …

Artikel lesen
Link zum Artikel