Schweiz
Tier

Waadtländer Schlachthöfe wegen Tierquälerei angezeigt

Zwei Schlachthöfe in Avenches VD und Moudon VD wurden wegen Tierquälerei angezeigt.
Zwei Schlachthöfe in Avenches VD und Moudon VD wurden wegen Tierquälerei angezeigt.Bild: shutterstock

Angst, Stress und unnötiges Leiden – Waadtländer Schlachthöfe wegen Tierquälerei angezeigt

16.10.2018, 00:0916.10.2018, 08:23

Schockierende Aufnahmen von zwei Waadtländer Schlachthöfen machten bereits Anfang 2018 die Runde. Den Tieren wurde teilweise ohne fachmännische Betäubung die Kehle aufgeschnitten – auch in Anwesenheit von Artgenossen. Zudem zeugen die Aufnahmen von einem sehr brutalen und nicht artgerechten Umgang. Die Lebewesen sind ständiger Angst und Stress ausgesetzt und leiden unnötig, wie der Blick berichtet. 

Das Videomaterial aus den beiden Schlachthöfen in Avenches VD und Moudon VD wurde der Tierschutzorganisation «Pour l'Égalité Animale (PEA)» gemäss eigenen Angaben anonym zugeschickt. Der Zusammenschnitt von PEA kann im Internet angeschaut werden – allerdings sind die Aufnahmen nichts für zarte Gemüter und könnten verstörend wirken. Zu den skrupellosen Aufnahmen gelangst du hier.

Die Tierschutzorganisation «Tier im Recht» (TIR) hat die beiden genannten Betriebe nun angezeigt. Vorgängig musste abgeklärt werden, ob eine Anzeige überhaupt möglich ist, «denn nicht alle Handlungen, die gezeigt werden, verstossen gegen das Tierschutzgesetz. Das Betäuben und Ausblutenlassen der Tiere mittels Kehlschnitt gehört zum Schlachtablauf», sagt Christine Künzli von TIR. Allerdings sei der Umgang mit den Tieren «unverhältnismässig und entspricht nicht dem schonenden Umgang, wie er im Tierschutzgesetz gefordert wird». Zudem sei der Umgang mit den Betäubungsgeräten schlicht unprofessionell. 

Bei TIR erhofft man sich, dass die Verantwortlichen durch das Strafverfahren ermittelt werden. Für PEA hingegen ist klar: Die beiden Schlachthöfe müssen geschlossen werden – oder am besten gleich alle Schlachthöfe in der Schweiz, wie der Blick berichtet. (vom) 

Tierquälerei in Russland – gezähmter Bär im Fussballstadion:

Video: watson

Grausiger Fund – 40 tote Tigerbabys in Thailand gefunden:

1 / 11
Grausiger Fund: 40 tote Tigerbabys in Thailand gefunden
Bei einer Razzia im Tiger-Tempel Kanchanaburi haben die Behörden in einer Tiefkühltruhe 40 tote Tigerbabys, ein Wildschwein und Körperteile von anderen Tieren gefunden.
quelle: epa/epa / str
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wer im Fokus für die Parmelin-Nachfolge steht — eine hat schon abgesagt
Das Kandidaten-Karussell drehte sich schon lange vor der Rücktrittsankündigung von Guy Parmelin. Das sind die Namen der möglichen Nachfolgerinnen und Nachfolger.
Folgt auf den SVP-Bundesrat Guy Parmelin erstmals eine SVP-Bundesrätin? Man könnte es meinen, werden in den Medien doch schon seit Monaten drei weibliche Namen als mögliche Nachfolgerinnen des Waadtländers herumgereicht.
Zur Story