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Birdlife kritisiert Verschleppung des Insektenschutzes

Birdlife kritisiert Verschleppung des Insektenschutzes

27.08.2024, 12:2327.08.2024, 12:23

Fünf Jahre nach dem Ja der nationalrätlichen Umweltkommission und weiteren Vorstössen für mehr Insektenschutz kritisiert die Umweltorganisation Birdlife das zögerliche Handeln des Bundesrats gegen das Insektensterben. Der Verlust an wertvollen Lebensräumen für Insekten setze sich ungebremst fort.

Adrain Hirschmueller of the environment organization Nature And Biodiversity Conservation Union, or NABU, shows the counting of beetles on a flower through a magnifying glass during a meeting with The ...
Gesamthaft sind knapp 60 Prozent der Insektenarten in der Schweiz gefährdet oder potenziell gefährdet.Bild: keystone

Am Dienstag vor genau fünf Jahren habe die Umweltkommission des Nationalrats (Urek-N) eine Motion zur Rettung der Insektenvielfalt eingereicht, schrieb Birdlife. Der Bundesrat anerkannte den Handlungsbedarf. National- und Ständerat hiessen diese und andere Motionen zugunsten den Insekten gut.

Zudem gab die Urek-N einer von 165'000 Personen unterschriebenen Petition gegen das Insektensterben Folge. Das Parlament forderte den Bundesrat gemäss Birdlife auf, das Problem anzugehen. Trotzdem sei nichts geschehen.

Die Landesregierung habe immer wieder auf andere politische Geschäfte verwiesen, zuerst auf die Agrarpolitik ab 2022 (AP22+), später auf den vom Parlament abgelehnten indirekten Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative. Nun sollten es die AP30+ und der Aktionsplan Biodiversität richten.

Dabei wäre der Insektenbestand auf einen raschen und konzentrierten Rettungsplan angewiesen, wie die Wissenschaft bewiesen habe, schrieb Birdlife. Die Vielfalt und Grösse der Insektenbestände sind demnach vor allem im Mittelland stark zurückgegangen.

Dieser Rückgang setzt sich im Jura und in den Alpen fort. Gesamthaft sind knapp 60 Prozent der Insektenarten in der Schweiz gefährdet oder potenziell gefährdet. Bei den Wildbienen sind 59 Arten (9,6 Prozent) bereits ausgestorben, wie die Rote Liste von 2024 zeigt. (cst/sda)

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