Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ständerat warnt vor Experimenten mit der Vollgeld-Initiative



Als Berufsleute, Willhelm Tell, Helvetia und anderes verkleidete AktivistInnen reichen bei der Bundeskanzlei nach eigenen Angaben ueber 111'000 Unterschriften fuer die Vollgeld-Initiative ein, am Dienstag, 1. Dezember 2015, in Bern. Die Eidgenoessische Volksinitiative

Ob Tell das gewollt hätte? Der Ständerat  Bild: KEYSTONE

Der Ständerat lehnt die so genannte Vollgeld-Initiative ab. Auch von einem Gegenvorschlag, mit dem die Minderheit für systemrelevante Banken die Eigenkapitalquote erhöhen wollte, wollte die Mehrheit der kleinen Kammer nichts wissen.

Der Ständerat befasste sich am Donnerstag eingehend mit der Volksinitiative «für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank!». Die Redner in der kleinen Kammer warnten vor einem Experiment mit unsicherem Ausgang für den Finanzplatz. Noch kein Land habe ein Vollgeld-System in der Praxis gesteuert.

Die Initiative lasse für den Gesetzgeber riesigen Spielraum, warnte Ruedi Noser (FDP/ZH) namens der Wirtschaftskommission (WAK). Problematisch nannte er auch die vorgeschlagene Umsetzung. «Die Schweiz wäre das einzige Land, das eine Währungsreform zwei Jahre im Voraus ankündigt.»

SP-Vertreter wollten die Vorlage an den Bundesrat zurückweisen mit dem Auftrag für einen indirekten Gegenvorschlag, unterlagen aber mit 29 zu 11 Stimmen. Sie wollen systemrelevanten Banken eine Eigenkapitalquote von zehn Prozent vorschreiben.

Die Drei-Prozent-Vorgabe der Banken sei erfüllt, sei aber zu wenig für den nächsten Finanzsturm, begründete Anita Fetz (SP/BS) den Antrag. Es sei zwar einiges getan worden in dieser Richtung, sagte auch ihr Fraktionskollege Paul Rechsteiner (SG). «Aber den Druck für eine genügende Eigenkapital-Ausstattung zu erhöhen, ist richtig.»

Der Bundesrat empfiehlt, die Initiative abzulehnen und auch keinen indirekten Gegenvorschlag dazu vorzulegen. Zunächst ist nun aber der Nationalrat am Zug. (sda)

Rund ums Geld

Bist du ein Geldfuchs? Wenn nicht, gibts Negativzinsen!

Link zum Artikel

11 Tipps damit du beim Zügeln nicht ins Schwitzen kommst

Link zum Artikel

Und ... es ist weg – was mit deinem Geld passiert, wenn deine Bank hops geht

Link zum Artikel

Januarloch: 8 Geld-Tipps, damit du darin nicht stecken bleibst

Link zum Artikel

Feilschen: Mit diesen 11 Tipps ziehst du den Verkäufer über den Ladentisch

Link zum Artikel

Ich bin dann mal weg: 8 Tipps, wie du einen besonders günstigen Flug buchst

Link zum Artikel

Ab auf die Piste! Bist du richtig versichert? Die 5 wichtigsten Tipps

Link zum Artikel

10 Tipps, wie du mit der 3. Säule Steuern sparst

Link zum Artikel

Fehler im Krankenkassen-System: Mit einer mittleren Franchise wirst du abgezockt

Link zum Artikel

Laurent* gibt jeden Monat 11'000 Franken aus – «Worauf soll ich denn sparen?»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Hast du dieses Wochenende gebumst?»: Empörung beim RTS über das Insta-Konto der Schande

Die Sexismus- und Mobbing-Enthüllungen beim Westschweizer Fernsehen ziehen weitere Kreise. Auf einem neuen Social-Media-Kanal teilen Angestellte ihre negativen Erfahrungen. Der Druck auf SRG-Generaldirektor Gilles Marchand nimmt zu.

Die Sexismus-Debatte rund um das RTS nimmt kein Ende. «Le Temps» hatte über die Missstände beim Westschweizer SRF-Pendant berichtet, und seither kommen regelmässig neue Erkenntnisse an den Tag, welche die heutige Spitze unter Druck bringt – aber insbesondere auch Gilles Marchand, der von 2001 bis 2017 als RTS-Direktor amtete und inzwischen die Dachorganisation SRG führt.

Seit einigen Tagen erregt ein neues Instagram-Konto die Gemüter im Fernsehturm in Genf. «Swiss Media Too» heisst der Kanal, …

Artikel lesen
Link zum Artikel