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Wetter: So (un)gewöhnlich sind die hohen Temperaturen an Weihnachten

Der Wintersturm Burglind zieht ueber den Alpnachersee in Stansstad am Mittwoch 3. Januar 2018. (KEYSTONE/Urs Flueeler)..Winter storm Burglind blows over the Lake of Alpnach in Stansstad, Switzerland,  ...
Nein, echte Weihnachtsstimmung kommt so nicht auf.Bild: KEYSTONE

So (un)gewöhnlich sind die hohen Temperaturen an Weihnachten

Temperaturen jenseits der 10-Grad-Marke: Wer in diesem Jahr auf weisse Weihnachten gehofft hat, wird bitter enttäuscht. Das Tauwetter über die Festtage hat schon fast Tradition, doch so warm wie in diesem Jahr ist es eher selten.
24.12.2022, 06:0825.12.2022, 08:21
Philipp Reich
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Ein böiger Wind, viel Regen und hohe Temperaturen – auch in diesem Jahr entpuppt sich das berühmt-berüchtigte Weihnachtstauwetter als Spielverderber für weisse Weihnachten im Flachland. Und sogar in den Bergen werden die Festtage eher grau-grün statt reinweiss. Schuld ist einmal mehr eine milde Südwest- bis Westlage mit atlantischen Luftmassen, die eine Schneeschmelze bis in höhere Lagen bewirkt.

Dieses Jahr hat sich diese milde Phase bereits ein paar Tage vor Weihnachten eingestellt und im Flachland Temperaturen von bis zu 15 Grad gebracht. Auch an den drei Weihnachtstagen kühlt es nicht ab: Bis am Montag fällt das Quecksilber in tieferen Lagen tagsüber kaum unter 10 Grad.

Das klingt schon sehr ungewöhnlich. Aber wie ungewöhnlich ist es wirklich? Um das herauszufinden, haben wir bei Meteo Schweiz die Durchschnittstemperaturen der drei Weihnachtstage seit 1931 für die fünf Standorte Bern, Basel, Davos, Einsiedeln sowie Zürich angefragt und diese in drei Kategorien eingeteilt:

  1. 🥶 = Durchschnittstemperaturen unter 0 Grad
  2. 😳 = Durchschnittstemperaturen zwischen 0 und 5 Grad
  3. 🥵 = Durchschnittstemperaturen über 5 Grad

Das Fazit: Das Weihnachtstauwetter lässt sich tatsächlich statistisch erhärten. In Bern war es an 133 von 273 Weihnachtstagen seit 1931 im Schnitt über 0 Grad Celsius. In Zürich gar an 158 Tagen und in Basel an 183 Tagen. Tagesdurchschnittswerte von über 10 Grad sind allerdings eine absolute Rarität: In Bern war dies nie der Fall, in Zürich zweimal und in Basel fünfmal.

Bern

Wärmster Weihnachtstag in Bern seit 1931:
26. Dezember 1974: 9,6 °C im Schnitt; 14,3 °C max

Anzahl Tage mit einer Maximaltemperatur über 10 Grad:
18

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Zürich

Wärmster Weihnachtstag in Zürich-Fluntern seit 1931:
26. Dezember 1974: 11,2 °C im Schnitt; 14,0 °C max

Anzahl Tage mit einer Maximaltemperatur über 10 Grad:
19

Bild

Basel

Wärmster Weihnachtstag in Basel seit 1931:
26. Dezember 1974: 13,2 °C im Schnitt; 15,7 °C max

Anzahl Tage mit einer Maximaltemperatur über 10 Grad:
37

Bild

Davos

Wärmster Weihnachtstag in Davos seit 1931:
25. Dezember 2013: 3,6 °C im Schnitt; 6,8 °C max

Anzahl Tage mit einer Maximaltemperatur über 10 Grad:
0

Bild

Einsiedeln

Wärmster Weihnachtstag in Einsiedeln seit 1931:
25. Dezember 2013: 8,1 °C im Schnitt; 13,7 °C max

Anzahl Tage mit einer Maximaltemperatur über 10 Grad:
13

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Im letzten Jahr haben wir die Schneehöhe unter die Lupe genommen:

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56 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Violett
24.12.2022 09:23registriert Juni 2020
🥵immer häufiger und trotzdem wollen viele die Problematik nicht verstehen. Wir haben nur ein Klima und dieses zu Retten kann nicht warten. Der Klimawandel muss in jedem einzelnen stattfinden ansonsten wird die Zukunft für künftige Generationen zur Katastrophe.
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tristesseonie
24.12.2022 09:23registriert Oktober 2022
Gestern Abend im Regen roch die Luft ähnlich, wie an einem kühlen regnerischen Sommerabend...

Ende fking Dezember.

Wie man da nicht wirklich einfach langsam Angst kriegen kann und merkt, wie krass 'wir' Menschlein das natürliche Gleichgewicht auf dem ganzen Planeten vernichten, kann nur mit maximaler Ignoranz und Ausblenden der Faktenlage erklärt werden.

Himmeltraurig auch für die - wenigen übriggebliebenen - Tiere in Freiheit, welche durch den viel zu warmen Herbst schon so verwirrt waren. Sie wachen aus Winterschlaf auf, denken es sei Frühling und verhungern oft...
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