Saharastaub – das war nur der Anfang: «Grosse Teile Europas werden richtiggehend geflutet»
Am Dienstag erreichte der Saharastaub die Schweiz. Der Himmel färbte sich orange und das Licht wurde trüb. Ein weiterer Effekt: Jacken, Fensterscheiben und besonders die Autos wurden dreckig, weil sie mit dem Staub aus der Wüste bedeckt wurden.
Der #Saharastaub ist in der #Schweiz angekommen. Dies ist z.B. auf den roundshot Webcams von #Montreux, Lac Derborence und Morgins eindrücklich zu sehen. Mehr Webcams: https://t.co/2lv0pkxXAz, weitere Infos zum Saharastaub: https://t.co/hmaANlIjkR (ss) pic.twitter.com/kO3VTEXLsL
— MeteoNews Schweiz (@MeteoNewsAG) March 15, 2022
Wer nun gleich zum Schwamm greifen und seine Sachen auswaschen will, sollte sich besinnen, denn der Wüstenstaub wird uns die nächsten Wochen noch etwas begleiten. Wir werden uns also an den Anblick von gefleckten Autos gewöhnen müssen.
Wann verschwindet der Saharastaub wieder?
Laut MeteoNews wird uns der Staub die nächsten Tage noch sichtbar begleiten: «Am Donnerstag geht es freundlich und mild weiter, nach wie vor ist reichlich Saharastaub vorhanden.» Der Staub wird von Windstürmen in Nordafrika aufgewirbelt und gelangt wegen eines Tiefs über der Iberischen Halbinsel und Marokko nach Europa. Diese Lage wird noch einige Zeit andauern und uns noch mehr gelborangene Lichteffekte bringen.
Laut MeteoNews-Meteorologe Klaus Marquardt dürfte die Staublage zunächst weiter zunehmen: «In den kommenden Tagen wird die Staubkonzentration noch deutlich ansteigen. Grosse Teile Europas werden richtiggehend geflutet», sagt er gegenüber der Aargauer Zeitung. Erst gegen Ende der Woche, also Freitag, dürfte es wieder besser werden. Immerhin wird es wohl bis dahin keinen Blutregen geben, da in den nächsten Tagen nicht mehr mit Niederschlag gerechnet wird.
Wie befreie ich meine Sachen vom Saharastaub?
Vor Freitag ist eine Putzaktion also verschwendete Liebesmüh. Doch wie werde ich den Staub dann gegebenenfalls wieder los? Und was gilt es dabei zu beachten? Auf Oberflächen wie Autolack oder Fensterscheiben muss man die Sandkörner unbedingt zuerst mit fliessendem Wasser abwaschen. Wer hier bereits zum Tuch greift, riskiert, Kratzer zu hinterlassen.
Weil dies jedoch sehr viel Wasser verbraucht, empfiehlt der Deutsche ADAC eine Fahrt in die Autowaschanlage. «Zwar wird auch dort pro Auto viel Wasser eingesetzt, aber das wird anschliessend erneut aufbereitet», so der Deutsche Automobil-Club auf seiner Website.
Weitere eindrückliche Bilder des Saharastaubs
- Der Mond sagt «Halo» – so schön sieht das Phänomen am Nachthimmel aus
- Adieu Schnee: Auf das Schneechaos folgt der Föhn – und 15 Grad in den Alpen
- Das Omega-Hoch beschert der Schweiz viel Sonne – doch es ist Saharastaub im Anmarsch
- Nein, das ist kein Fluss, sondern eine Strasse – 11 Bilder zum überfluteten Australien
