bedeckt
DE | FR
17
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Wetter

Das sind die 10 schlimmsten Nebellöcher der Schweiz

Das Wetter praesentiert sich truebe, grau, nass und kalt, am Freitag, 25. Februar 2011, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Trübe Aussichten: der Winter in der Stadt, hier Zürich.Bild: KEYSTONE

Das sind die 10 grössten Nebellöcher der Schweiz

Es ist der bisher trübste Winter seit 30 Jahren. An manchen Orten der Schweiz haben die Bewohner die Sonne wochenlang nicht mehr gesehen. 
22.02.2018, 09:3708.05.2018, 15:20
Lea Senn
Folge mir

Aschfahle Gesichter, schlecht gelaunte Pendler, Schneuz-Konzert im Büro: Willkommen im Winter 2018. Ist es nur dieses Jahr so schlimm oder haben wir einfach verdrängt, dass es schon letztes Jahr, vorletztes Jahr und sowieso immer zu dieser Jahreszeit derart trostlos ist? War es letztes Jahr auch schon so kalt? War es jemals so kalt? Und wie sieht eigentlich der Himmel schon wieder aus, wenn er nicht gerade grau-weiss-schwarz ist?

Bestimmt gibt es Ärzte, die bestätigen: den Winter unterhalb der Nebelgrenze zu verbringen, ist gesundheitsschädigend. Alles an dieser Jahreszeit macht krank. Der Moment, in dem gefühlt mitten in der Nacht der Wecker klingelt und man sich aus dem warmen Nest in die Eiseskälte quält und dabei jedes Mal ein wenig weinen muss. Das Dasein im Büro, das nur dank drei ums Pult aufgestellten Luftbefeuchtern überlebbar ist, weil uns sonst die trockene Luft zum wandelnden Gesichts- und Kopfschuppen-Monster macht. Die unsäglichen Bürokollegen, welche die Luftbefeuchter überflüssig machen, weil sie alle paar Stunden lüften müssen (geht's noch?!). Und der Moment, wenn wir abends nach Hause gehen, es draussen schon wieder stockfinster ist und uns ein lebensmüder Jogger mit Stirnlampe fast über den Haufen rennt.

Ein bewährtes Mittel, das gegen Winterdepression helfen kann, ist Alkohol der Gedanke, dass es anderen Leuten noch viel schlechter geht als uns. Schauen wir also auf jene Orte der Schweiz, die derzeit am tiefsten in der Nebelsuppe stecken.

In den folgenden zehn Ortschaften haben die Messstationen von Meteo Schweiz im Februar praktisch nie Sonnenschein aufgezeichnet. In Wynau (BE) wurden insgesamt 17,6 Sonnenstunden gemessen. In Würenlingen (AG) waren es 19,4 Stunden.

Anzahl Sonnenstunden vom 1. bis 20. Februar

Sonnenlöcher Schweiz Infografik
grafik: lea senn

Die Bewohner von Wynau haben in den vergangenen zwanzig Tagen nur sechs Mal die Sonne gesehen. An den restlichen 14 Tagen war da nur ein graues Nichts, wenn sie in den Himmel schauten. 

Die 10 grössten Schattenlöcher der Schweiz

Kalender Schattenlöcher Schweiz im Februar 18
Anzahl Sonnenstunden vom 1. bis 20. Februar.grafik: lea senn

Und schon geht es uns ein wenig besser und wir hintersinnen uns, wie es wohl um die Menschen steht, die jetzt gerade in Koppigen, Obergösgen oder Giswil sind?

Wohnst du in einer der oben genannten Ortschaft und willst uns deine Gefühlslage mitteilen?

Der trübste Winter seit 30 Jahren

Der bisherige Winter ist tatsächlich aussergewöhnlich düster. Selbst hartgesottenen Winterliebhabern muss aufgefallen sein, dass in diesen Wochen Rekorde gebrochen werden. Das sagt auch Stephan Bader, Klimatologe bei Meteo Schweiz: «Bisher gehört dieser Winter zu den zehn trübsten seit Messbeginn 1961.» Zuletzt habe es 1987 derart wenig Sonnenschein in einem Winter gegeben. 

Vom Dezember bis zum jetzigen Zeitpunkt seien im Flachland 50 bis 70 Prozent der normalen Sonnenscheindauer erreicht worden. In der Region Zürich beispielsweise scheint die Sonne durchschnittlich 178 Stunden während dieser Zeit. Bisher gemessen wurden nur 113 Stunden, 37 Prozent weniger.

Wird es besser? «Zurzeit sieht es nicht danach aus», sagt Bader. Er erwartet weitere Sonnenarme Tage. Wer dem Loch raus will, dem bleibt nichts anderes übrig, als über die Nebelgrenze zu flüchten.

Zum Beispiel in diese Ortschaften, die im bisherigen Winter die höchste Sonnenschein-Dauer verzeichneten.

Anzahl Sonnenstunden vom 1. bis 20. Februar

Sonnenlöcher Schweiz Infografik
grafik: lea senn

Je kälter, desto mehr Canada-Goose-Jacken in Zürich

Video: watson/Can Külahcigil

61 Gründe, weshalb es im (!) Nebel schöner ist als über dem Nebel

1 / 63
61 Gründe, weshalb es im (!) Nebel schöner ist als darüber
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Norbert Riedi
22.02.2018 10:08registriert März 2017
"nebel" liest sich rückwärts besser.
1987
Melden
Zum Kommentar
avatar
nickmiller
22.02.2018 10:19registriert März 2014
Leibstadt und Gösgen? I see what you did there 😁
16116
Melden
Zum Kommentar
avatar
Roman Stanger
22.02.2018 10:29registriert Februar 2018
"Die unsäglichen Bürokollegen, welche die Luftbefeuchter überflüssig machen, weil sie alle paar Stunden lüften müssen (geht's noch?!)"

Liebe Watson-Redaktion, dieser Artikel ist mehr als blosse Information. Er ist ein Hilfeschrei und eine Anklage. Nehmt ihn ernst!
522
Melden
Zum Kommentar
17
Schulbesetzung in Zürich – warum die Klimajugend morgen eine Schule besetzen will
Am Dienstag will die Klimajugend der Schweiz eine Schule in Zürich besetzen. Ziel ist es, einzelne Klassenzimmer zu besetzen, um verschiedene Workshops durchzuführen. Was der Protest bewirken soll – und wer alles dahinter steckt.

Die Klimajugend der Schweiz besetzte am Freitag das ehrwürdige Gymnasium am Münsterplatz in Basel. Als Nächstes plant die «letzte Generation» eine weitere Schulbesetzung an einer Zürcher Schule.

Zur Story