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Nie mehr seit 1932 sind die Grosshandelspreise in der Schweiz so stark gesunken wie 2015

19.01.2016, 11:2219.01.2016, 13:34

Die Grosshandelspreise sind in der Schweiz im vergangenen Jahr massiv gefallen. Im Jahresdurchschnitt sanken die Produzenten- und Importpreise um 5,4 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren.

Letztmals fielen die Produzenten- und Importpreise im Jahre 1932 (-12,5 Prozent), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bekannt gab. Im Dezember 2015 sank der Produzenten- und Importpreisindex auf 90,8 Punkte (Dezember 2010 = 100 Punkte).

Preiszerfall beim Erdöl

Während die Produzentenpreise um 3,7 Prozent nachgaben, sackten die Importpreise gar um 9,1 Prozent ab. Grund für den Taucher ist unter anderem der Preiszerfall bei Erdöl und Erdölprodukten, die um rund 27 Prozent und mehr billiger wurden als im Vorjahr. Auch Pharmaprodukte und Maschinen wurden günstiger.

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Tiefere Preis gab es zum Beispiel bei Zitrusfrüchten, Gemüse und Kartoffeln.
Bild: ABHISHEK CHINNAPPA/REUTERS

Bei den Produzentenpreisen sanken die Preise für den Inlandabsatz um 3 Prozent. Noch deutlicher ist der Rückgang bei den Exportpreisen, die um 4,3 Prozent fielen. Hier sahen sich die Unternehmen wegen dem starken Franken zu Preissenkungen gezwungen, um mit der ausländischen Konkurrenz mithalten zu können.

Rückgang auch im Dezember

Im Vergleich zum Vormonat gaben die Produzenten- und Importpreise im Dezember um 0,4 Prozent nach. Während die Produzentenpreise um 0,3 Prozent sanken, ermässigten sich die Importpreise um 0,8 Prozent.

Bei den Produzentenpreisen gab es Rückgänge insbesondere für Mineralölprodukte. Billiger wurden auch Produkte der Bauschreinerei und des Innenausbaus. Teurer wurden dagegen Schlachtschweine und Rohmilch.

Bei den Importen zeigten vor allem Treibstoff, Heizöl, Erdöl und Erdgas tiefere Preise. Dasselbe gilt für Kupfer und daraus hergestellte Produkte, Zitrusfrüchte, Gemüse, Kartoffeln sowie Roheisen und Stahlprodukte. Höhere Preise gab es dagegen bei Textilien, Lederwaren und Schuhen, Fleisch und Rohaluminium. (whr/sda)

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