Schweiz
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Hat Blocher es auf den «Blick» abgesehen?

Der ehemalige SVP-Nationalrat Walter Frey soll dem Ringier-Verlag ein Angebot für die «Blick»-Gruppe unterbreitet haben. Bei Ringier vermutet man hinter der Offerte einen anderen Namen.



Christoph Blocher, Komitee-Praesident und alt-Bundesrat, spricht an der Medienkonferenz des Komitees

Steckt Christoph Blocher hinter der Offerte für den «Blick»? Bild: KEYSTONE

Dem Medienunternehmen Ringier liegt eine Kaufofferte für die «Blick»-Gruppe vor. Wie zwei Mitglieder des oberen Ringier-Kaders unabhängig voneinander gegenüber der NZZ am Sonntag berichten, hat der Basler Wirtschaftsanwalt Martin Wagner das Angebot der Konzernspitze unterbreitet. Er nannte eine Kaufsumme von 230 Millionen Franken für «Blick», «Sonntags-Blick», «Blick am Abend» und die dazugehörigen Onlineportale.

Hinter der Offerte stehe als Hauptinvestor der vormalige SVP-Nationalrat Walter Frey, sagte Wagner gegenüber Ringier. Neben ihm soll es weitere Investoren geben, die unbekannt sind. Frey besitzt bereits mehrere Zürcher Lokalblätter.

Marc Walder, CEO der Ringier AG, hat inzwischen via Twitter jede Verkaufsabsicht dementiert: 

Bei Ringier vermutet man laut «NZZ am Sonntag» hinter der Offerte Christoph Blocher. Martin Wagner, der Rechtsvertreter von Blochers «Basler Zeitung» ist, gab dafür einen Hinweis: Er sagte der Ringier-Spitze, dass das Projekt einer Gratis-Sonntagszeitung vorangetrieben werde, falls es zu keinem Verhandlungsabschluss komme.

Von einem solchen Projekt spricht Blocher seit Mitte 2016. Eine Gratis-Sonntagszeitung würde dem «Sonntags-Blick» enorm schaden. Der Plan wird nun also als Druckmittel eingesetzt, um anderen Medienhäusern Unternehmensteile abzukaufen – zum Beispiel die ganze «Blick»-Gruppe.

Wagner will laut «NZZ am Sonntag» als neuen «Blick»-Sportchef den Ex-Fifa-Sprecher Walter de Gregorio einsetzen. Mit ihm und PR-Berater Aloys Hirzel gründete der Anwalt kürzlich eine Kommunikationsagentur. (aargauerzeitung.ch)

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Richu 06.03.2017 18:45
    Highlight Highlight Wieder einmal mehr eine "Presse-Lüge". Herr Walter Frey hat heute mitgeteilt, dass er weder direkt noch indirekt kein Angebot für den Kauf von "Blick" abgegeben hat!
    • Noschi 07.03.2017 06:28
      Highlight Highlight Bitte mal deinen Kommentar gründlich durchlesen. Meinst du das wirklich so?
    • Richu 07.03.2017 12:25
      Highlight Highlight Divana Commedia: Ja, SRF informierte, dass alt-Nationalrat Walter Frey Berichte zurückweist, über einen Anwalt Ringier ein Kaufangebot für die Blick-Gruppe gemacht zu haben.
  • piedone lo sbirro 06.03.2017 08:42
    Highlight Highlight die blocher-boys wollen die relative macht in einer rechtsnational-konservativen schweiz.

    dazu setzen sie überlegene mittel ein, auch wenn die investition nicht selbsttragend sein kann. dazu gehört das medienimperium, welches blocher seit einigen Jahren aufbaut&ausbaut: weltwoche (köppel), basler zeitung (somm), blocherTV (ackeret), einfluss bei NZZ-tageszeitung (eric gujer), einfluss bei diversen weiteren teitungen (auto-inserate)

    entweder gibt ringer nach bzw. räumt ihnen mehr wohlwollen ein, oder die SVP lanciert ihre eigene sonntagszeitung, um ringier zu schwächen.
  • piedone lo sbirro 06.03.2017 08:25
    Highlight Highlight russland, italien, die türkei und osteuropäische länder machen es vor, die SVP miliardäre wollen nachziehen. wer die medien kontrolliert, kann die öffentliche meinung beeinflussen und gleichschalten. trump verfolgt genau das gleiche ziel, in dem er die seriösen medien diskreditieren und ausschalten will.
  • Wolfsblut 05.03.2017 22:46
    Highlight Highlight Blocher folgt nur Trumps Aufruf, die unabhängigen Medienhäuser endlich aufzukaufen.
  • Asmodeus 05.03.2017 20:52
    Highlight Highlight Passt doch. Das Klientel von Blick und SVP ist ja dasselbe. Leicht zu manipulierende, nicht sonderlich intelligente Wutbürger.

    Aber die Folgen für die Demokratie in der Schweiz wären extrem.
  • äti 05.03.2017 19:00
    Highlight Highlight Blochers haben 7.5 Mrd Vermögen (Schweiz), zwischen 2015-2016 deren 2 Mrd zugelegt (Bilanz). Da kann ich mir eine komische Drückserei wegen in paar hundert Mio. nicht vorstellen.
  • R&B 05.03.2017 18:33
    Highlight Highlight Jetzt ist Blocher diese Woche zum zweiten Mal auf die Nase gefallen!
    🤕
  • Romeo Anderes 05.03.2017 17:58
    Highlight Highlight FAKE NEWS ...im Blick um den Blick...
    egal, hauptsache viel Blutt...😆
    • Romeo Anderes 07.03.2017 19:45
      Highlight Highlight So, seit gestern lese ich in allen medien : " habe kein Angebot gemacht , habe kein Angebot bekommen ". also FAKE NEWS um den Blick...hat mir 23 blitze eingebracht 😂😂😂. Gebts mir nochmal ich brauche das 😄😄😄
  • Richu 05.03.2017 16:59
    Highlight Highlight Tatsache ist aber, dass Ringier den BLICK auf keinen Fall verkaufen will, wenn die Reputation von BLICK auch schlecht ist! Die Diskussionen, die zurzeit geführt werden, bringen nichts und sind komplett "daneben" über eine Boulevard-Zeitung, welche nicht verkauft wird (wurde heute Sonntag erneut vom Ringier-Konzern bestätigt)!
  • Pitsch Matter 05.03.2017 12:39
    Highlight Highlight Die SVP will sich die Deutungshoheit kaufen, der Blick wäre perfekt. Für den Büezer gross gegen Ausländer, Flüchtlinge Moslems und Burkas predigen und dann zwischen den Zeilen die wahren interessen folgen und dem Büezer Rentenalter 67, Deregulierung und Steuersenkungen für Vermögen als alternativlos verkaufen.
  • Walter F. Sobchak 05.03.2017 12:35
    Highlight Highlight Kann ja nur besser werden für den Blick!
    • FrancoL 05.03.2017 14:29
      Highlight Highlight Ob noch mehr Desinformation besser ist?
  • klugundweise 05.03.2017 12:28
    Highlight Highlight Ein weiteres Argument für einen starken Service public mit SRG ! Die Anti-SRG no Billag Initiative kommt ja aus der gleichen Ecke.
    • bcZcity 05.03.2017 13:28
      Highlight Highlight Dann ist meine Billag Rechnung also eine Direktzahlung an eine Anti SVP Medien Kampagne? Ich pfeiff drauf, jeder soll selber entscheiden was er konsumiert und für was er bezahlt.
    • FrancoL 05.03.2017 14:31
      Highlight Highlight @bcZcity; Deine Frage zeigt dass Du besser nicht drauf gepfiffen hättest.
    • SemperFi 05.03.2017 17:10
      Highlight Highlight @Vrenelis Gärtli: Das ist eben genau der Unterschied: mit einer Zeitung kaufen Sie ein Produkt, während die Billag-Gebühr ein Solidaritätsbeitrag ist, der es ermöglicht, dass auch Rätoromanen in ihrer Muttersprache Informationen bekommen und unsere italienischsprachigen Mitbürger sich nicht vom Berlusconi-Medieneintopf ernähren müssen. Dies ist ein wichtiger Beitrag für den Zusammenhalt der Schweiz. Da nehme ich es (nicht gerne, aber trotzdem) in Kauf, dass da auch seichte Unterhaltung mitfinanziert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 05.03.2017 12:21
    Highlight Highlight Der grosse SVP-Traum ist eine nationale Zeitung die das Volch, also die Wähler, anspricht und man mit Propaganda Wahlen und Abstimmungen gewinnt. Die anderen Parteien können zuschauen (verlieren) oder auch einen Milliardär oder Mäzen, anzapfen, der ein mediales Gleichgewicht erhält. Ansonsten wird mit Billag-Nein das staatliche Medienhaus zusammengedampft und die SVP gewinnt massiv an wertvoller Medienpräsenz. Wer denkt, dass ihn der Blick nicht interessiert, unterschätzt, dass damit Massen beeinflusst werden und man damit bei politischen Entscheidungen im Vorteil ist.
    • gesetzesbecher 05.03.2017 13:58
      Highlight Highlight Selbst wenn es ein Gegengewicht zu einem rechtsnationalen Blick geben würde, wäre der Schaden an der Demokratie angerichtet: Zusammen mit einem Billag-Nein würde die Medienlandschaft der Schweiz gespalten, wie dies Amerika seit Jahren vormacht. Linke und rechte Medien, die ihr jeweiliges Publikum in ihren Überzeugungen nur bestärken und keinen Austausch ermöglichen, sind Gift für jede Demokratie.
  • demokrit 05.03.2017 12:14
    Highlight Highlight "Er sagte der Ringier-Spitze, dass das Projekt einer Gratis-Sonntagszeitung vorangetrieben werde, falls es zu keinem Verhandlungsabschluss komme."

    Harte Bandagen. Da der Blick heute mit eindeutig linker Schlagseite berichtet nicht weiter verwunderlich. Der Sektenguru der SVPler lässt sich sowas nicht einfach gefallen.
    • demokrit 05.03.2017 19:18
      Highlight Highlight Ach komm', der Blick ist sehr links, das geben sogar alle SPler zu, die ich kenne. Im Übrigen bin ich Mitte. ;)
    • Asmodeus 05.03.2017 20:57
      Highlight Highlight Blick und links? Seit wann?
    • demokrit 06.03.2017 00:14
      Highlight Highlight Publizistisch jetzt bestimmt schon 10 Jahre. Einfach einmal die Kolumnen im Blick am Abend lesen, Werner Vontobel, Andi Stutz und Co.

      Die heutigen Schlagzeilen im Blick sind:
      "Trump-Effekt bremst Rechtspopulisten in Europa - Auf dem linken Fuss erwischt"

      "Der grössten Warenhauskette der Schweiz geht es mies - Versteckte Massenkündigung bei Manor"

      "Zukunftsfahrt mit Bastien Girod «Computer fahren besser Auto als der Mensch»"

      "Hohe Tiere und ihre animalischen Pendants
      Ziegler, das Rhinozeros – Dreifuss, die Wölfin"

      Ein Gewerkschaftsblatt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 05.03.2017 11:58
    Highlight Highlight B&B
    Blick und Blocher.
    Das könnte passen...
  • Adrian Habegger 05.03.2017 11:49
    Highlight Highlight Unglaublich dreist... Von Lügenpresse zu sprechen und auf der anderen Seiten den Versuch zu starten die Medienlandschaft der Schweiz unter einem einzigen Strippenzieher zu vereinen .... Als ob dann differenzierter Journalismus zu erwarten wäre... Es wird endlich Zeit für Medienkunde als Pflichtfach in der Schule
  • philosophund 05.03.2017 11:47
    Highlight Highlight Kauf dir die Boulevardmedien und du hast das Volk..äh... Volch.
  • _kokolorix 05.03.2017 11:40
    Highlight Highlight Was sind denn das für Geschäftsmethoden: Wenn du mir nicht verkaufst, mache ich dich mit meinem Reichtum fertig!
    Das deutet schon auf Blocher als Urheber.
    Aber es zeigt auch exemplarisch wie primitiv die Welt der Superreichen funktioniert. Die glauben ernsthaft alles kaufen zu können und falls es mal nicht funktioniert machen sie aus Frust alles kaputt, wie kleine Kinder
    • Wolfsblut 05.03.2017 22:44
      Highlight Highlight @Kokolorix: Genau das machte die Tamedia, als sie 20Minuten kaufen wollte. Da hat diese Geschäftsmethode geklappt und niemand regte sich über dieses Wie auf.
    • _kokolorix 06.03.2017 06:59
      Highlight Highlight Und das macht es jetzt besser?
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 05.03.2017 11:36
    Highlight Highlight Ich hasse Monopolbildung
  • DerTaran 05.03.2017 11:18
    Highlight Highlight Auch bei uns wird versucht, die freie Presse mundtod zu machen.
    • pachnota 06.03.2017 00:50
      Highlight Highlight Wo?
  • jones 05.03.2017 11:09
    Highlight Highlight Berlusconi lässt grüssen!
  • TheDude10 05.03.2017 11:06
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