Schweiz
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epa08298444 (L-R) Swiss Federal councillors Viola Amherd, Karin Keller-Sutter, Swiss Federal president Simonetta Sommaruga, Swiss Federal councillor Alain Berset and Vice chancellor and government speaker Andre Simonazzi brief the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, in Bern, Switzerland, 16 March 2020.  EPA/ANTHONY ANEX

Am Montagabend informierte der Bundesrat, dass für die Schweiz die «ausserordentliche Lage» erklärt wird. Bild: EPA

«Jetzt muss ein Ruck durchs ganze Land!» – Die wichtigsten Lockdown-Zitate des Bundesrates

Der Bundesrat erklärte am Montagabend die «ausserordentliche Lage» für die Schweiz. Sie dauert von Mitternacht bis 19. April. Alle Einkaufsläden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden geschlossen. Das sind die wichtigsten Zitate der Medienkonferenz.



>>> Die Entwicklung im Liveticker

Simonetta Sommaruga

Notstand in der Schweiz: Der Bundesrat unter Führung von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga übernimmt die Kontrolle. (Archivbild)

Am Montagabend informierte der Bundesrat, dass für die Schweiz die «ausserordentliche Lage» erklärt wird. Bild: KEYSTONE

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat die Medienkonferenz eröffnet und sich mit klaren Worten an die Bevölkerung gewandt:

«Wir müssen jetzt, sofort, handeln. Es muss ein Ruck durch das Land gehen, ansonsten kann die Ausbreitung des Virus nicht verlangsamt werden. Das ist die einzige Möglichkeit, diese Krise zu bewältigen.»

Das Umsetzen der drastischen Massnahmen sei «im Interesse von uns allen», so Sommaruga. Viele Massnahmen seien bisher ungenügend eingehalten worden.

«Jeder Einzelne muss sich daran halten. Sonst kommt es in den Spitälern zu einem Engpass.»

«Der Bundesrat ist sich sehr bewusst, dass diese Massnahmen für die Bevölkerung und für die Wirtschaft eine enorme Belastung sind.»

«Wir wollen alle unterstützen, wir sind da, wir haben die Mittel. Wir sind ein reiches Land. Wir können das tun.»

Alain Berset

Swiss Federal councillor Alain Berset briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, on Friday, March 13, 2020 in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Auch der Innenminister Alain Berset betont, dass man die Massnahmen und deren Umsetzung analysiert habe und sie mit der Einhaltung unzufrieden waren. Deshalb sagte er an der Medienkonferenz:

«Es gibt keine Alternative. Wir müssen jetzt die Regeln einhalten. Sofort.»

«Dies ist ein Appell an die ganze Bevölkerung: Bleiben Sie zuhause und meiden Sie den Kontakt mit anderen Personen.»

«Abstand halten kann Leben retten.»

«Wir führen in der Schweiz mehr Tests als anderswo durch. Wir sind aber jetzt einer Welle ausgesetzt. Wir sind nicht mehr in der Lage, diesen Virus abzutöten.»

«Es ist nicht nötig, Notvorräte anzulegen. Das Leben geht weiter – langsamer und auf engerem Raum, aber es geht weiter.»

«Eine Ausgangssperre wie in Spanien oder Österreich gilt in der Schweiz aber nicht.»

Die Bundespräsidentin Sommaruga sagt dazu: «Wir wollen nicht den totalen Stillstand im Land. Dazu gibt es im Moment keinen Grund.» Es sei aber ein laufender Prozess. Man werde auch diese Massnahmen bald wieder überprüfen müssen.

Karin Keller-Sutter

Swiss Federal councillor Karin Keller-Sutter briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, in Bern, Switzerland, Monday, March 16, 2020.(KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Die Justizministerin Karin Keller-Sutter äusserte sich an der Medienkonferenz zu den Grenzkontrollen und Einreiseverboten.

«Der Bundesrat ruft Schweizerinnen und Schweizer im Ausland dazu auf, in die Schweiz zurückzukehren.»

«Der Bundesrat hat entschieden, Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern wieder einzuführen.»

Viola Amherd

Swiss Federal councillor Viola Amherd briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, in Bern, Switzerland, Monday, March 16, 2020.(KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Verteidigungsministerin Viola Amherd informierte über den Einsatz der Armee während der «ausserordentlichen Lage».

«Eine Mobilmachung [der Armee] in diesem Ausmass hat es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gegeben.»

«Wir werden 8000 Soldaten mobilisieren, um Spitäler mit logistischen Arbeiten zu unterstützen.»

Daniel Koch

Daniel Koch, head of the Communicable Diseases Division at the Federal Office of Public Health, brief the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, in Bern, Switzerland, Monday, March 16, 2020.(KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Auch der Leiter des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) war an der Medienkonferenz anwesend. Er beantwortete Fragen der Journalisten. Wie die Frage: Müssen die Einwohner Schutzmasken tragen?

«Schutzmasken sind nur für betroffene Menschen und Mitarbeitende sinnvoll. Wenn uns dort die Masken ausgehen, gibt es Tote.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Name_nicht_relevant 17.03.2020 14:57
    Highlight Highlight Ich Respektiere alle Regelungen und helft auch gerne wenn eine Risikogruppe nicht mehr einkaufen kann, jedoch wurde mir das Recht genommen dank all den Hamstereinkäufern. Danke ihr Egoisten, ebenfalls gehe ich trotzdem arbeiten auch wenn andere Zuhause arbeiten können und jammere nicht das ich es muss. An alle Grenzgänger, nehmt euch ein Hotel, Zimmer anstatt zu jammern es dauert länger um zu kommen oder nehmt Ferien, nicht mein Problem das ihr soweit fahren müsst. Wir können es nur zusammen schaffen, reisst euch zusammen seid dankbar für all die die arbeiten ohne Sie seid ihr am A***
  • D(r)ummer 17.03.2020 10:34
    Highlight Highlight «Dies ist ein Appell an die ganze Bevölkerung: Bleiben Sie zuhause und meiden Sie den Kontakt mit anderen Personen.»

    Und meine Geschäftsleitung (300+ Personen am Standort, Industrie) interessierts nicht gross.

    Homeoffice? "Die Infrastruktur ist zu schwach, deswegen werden Risikogruppen, Eltern usw. im Detail abgeklärt."
    Und die Firma steht finanziell auf der sicheren Seite.

    Was will die GL? Vorsprung der Konkurrenz gegenüber?
    Haben die den Schuss nicht gehört?

    Kurz: Wenn ich meinen Arbeitgeber frage, ob ich Zuhause arbeiten kann heissts: "Nein"
    Toll. -.-
  • Füürtüfäli 16.03.2020 21:54
    Highlight Highlight Schade dass Alter und Vorerkrankung einen in die Hochrisikogruppe rutschen lassen und nicht Dummheit...
  • feuseltier 16.03.2020 21:42
    Highlight Highlight Wo ist der bussenkatalog, wenn man sich nicht daran haltet? ? 😂😃😅
    • nokom 17.03.2020 00:22
      Highlight Highlight Ich will dies, ich will das, ich habe keine Angst vor Corona, deshalb scheiss ich auf die Massnahmen, ich, ich, ich....

      Du bist ein wohlstandsverwöhnter, ignoranter, ahnungsloser Egoist.
    • So en Ueli 17.03.2020 05:57
      Highlight Highlight @feuseltier please stop
  • Normal 16.03.2020 21:19
    Highlight Highlight Ich hoffe die Spielplätze sind ab morgen etwas leerer. Heute war der vor meinem Bürofemster überfüllt.
  • Who Cares 16.03.2020 21:13
    Highlight Highlight Also meine Damen und Herren

    JETZT: Reisst euch zusammen. Die Ego Show ist vorbei. Jeder nimmt sich selber zurück.

    SPÄTER: Können wir uns tagelang darüber unterhalten was Sinn und was Sinnlos war.

    Und es ist schnurzegal ob Du dafür bist oder dagegen. Es wird gemacht. Punkt Schluss!!
  • H. L. 16.03.2020 19:24
    Highlight Highlight «Lockdown in der Schweiz»

    Beinhaltet ein Lockdown nicht eine Ausgangssperre?
    • Kekzus 16.03.2020 20:36
      Highlight Highlight Für das fällt den Medienschaffenden dann schon noch ein ‚krasseres‘ Wort ein😉

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

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