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epaselect epa08154528 A cyclist crosses an empty street in Wuhan City, Hubei Province, China, 23 January 2020. The streets of Wuhan are empty after authorities imposed a complete travel ban on residents of Wuhan 23 January in an effort to contain the spread of the coronavirus. Two more Chinese cities, Huanggang and Ezhou have been locked down as well affecting millions of people. The outbreak of the coronavirus has so far claimed 17 lives and infected more than 550 others, according to media reports.  EPA/STRINGER CHINA OUT

Leere Strasse in Wuhan, Februar 2020. Bild: EPA

Wie effizient ein Lockdown das Virus bremst, zeigt das Beispiel China



Das Coronavirus breitet sich aus, in der Schweiz steigen die Fallzahlen steil an. Mehrere Schweizer Kantone haben bereits den Notstand erklärt. Appelle an die Bevölkerung, möglichst zuhause zu bleiben, scheinen indes nicht volle Wirkung zu entfalten. Dabei ist gerade dies enorm wichtig – wie uns das Beispiel Chinas zeigt, wo das Virus zuerst auftrat.

>>> Die Entwicklung im Liveticker

China war also zuerst mit dem neuen Erreger konfrontiert. Der Ausbruch fand in Wuhan in der Provinz Hubei statt. Dort kam es zu einem extremen Anstieg der Infektionen – nicht aber in den anderen chinesischen Provinzen. Warum?

Die Antwort gibt eine – noch nicht durch Fachleute überprüfte – Studie der Universität Harvard, die Wuhan mit Guangzhou vergleicht. Beide chinesischen Städte reagierten mit massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf das Auftreten des Coronavirus. Der Unterschied liegt jedoch im Zeitpunkt, zu dem sie dies taten. Die Studie zeigt, welch enormen Einfluss rechtzeitig ergriffene Massnahmen auf die Verbreitung des Virus hatten.

Guangzhou, Kanton, China

Guangzhou liegt in Südchina. Die Metropole hat über 14 Millionen Einwohner. Bild: Shutterstock

In Wuhan trat das neuartige Virus im Dezember erstmals in Erscheinung (der erste Fall konnte später auf den 17. November zurückverfolgt werden). Die Behörden konnten oder wollten allerdings erst nach mehreren Wochen erkennen, womit sie es zu tun hatten. Es dauerte bis zum 23. Januar, bis sie weitgehende Massnahmen ergriffen; zuerst wurde Wuhan abgeriegelt, dann nahezu die gesamte Provinz Hubei unter Quarantäne gestellt. Zu diesem Zeitpunkt belief sich die Zahl der täglich neu festgestellten Fälle in der 11-Millionen-Stadt auf rund 400.

Grafik: Bestätigte Fälle nach Beginn der Infektion und nach Diagnosestellung in der Provinz Hubei.
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2762130

Die Zahl der bestätigten Fälle in Hubei nach Beginn der Symptome (blaugraue Säulen) und Diagnosestellung (gelbe Säulen). Als Wuhan abgeriegelt wurde, registrierten die Behörden in Hubei täglich etwa 400 neue Fälle. In Wirklichkeit waren es aber 2500 Neuinfektionen, von denen die Behörden jedoch nichts wussten. Diagramm: Wu & McCoogan in JAMA (2020)

In Guangzhou dagegen verhängten die Behörden die Restriktionen bereits eine knappe Woche nach dem ersten positiven Test in der Stadt – der erste Fall in Guangzhou trat am 19. Januar auf.

Bestätigte Coronavirus-Fälle in China (ohne Hubei), Südkorea, Italien und im Iran.
https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-act-today-or-people-will-die-f4d3d9cd99ca

Anstieg der Coronavirus-Fälle in den chinesischen Provinzen (ohne Hubei), in Südkorea, Italien und im Iran. Ausserhalb von Hubei verlief die Kurve in allen chinesischen Provinzen (inklusive der Provinz Guangdong, in der Guangzhou liegt) erstaunlich flach – was der Vergleich mit anderen Ländern verdeutlicht. Diagramm: Tomas Pueyo / Johns Hopkins University

Die unterschiedliche Verbreitung des Virus in den beiden Städten zeigt sich in den Fallzahlen: Zwischen dem 10. Januar und dem 29. Februar lagen in Wuhan im Durchschnitt jeden Tag 637 Corona-Patienten auf einer Intensivstation und 3454 in allgemeiner Spitalpflege. Während des Höhepunkts der Epidemie lagen jeden Tag im Schnitt 19'425 Corona-Patienten im Krankenhaus, von denen 9689 schwer erkrankt waren und 2087 auf der Intensivstation lagen.

In Guangzhou indes benötigten zwischen dem 24. Januar und dem 29. Februar im Schnitt 9 Patienten pro Tag intensive Pflege, 20 weitere Patienten lagen in der allgemeinen Abteilung. Als der Ausbruch seinen Höhepunkt erreichte, waren es täglich 38 Schwererkrankte und 15 Patienten auf der Intensivstation.

Animiertes Virus

Die «Washington Post» hat eine Reihe von Animationen erstellt, die die Ausbreitung eines Virus unter verschiedenen Umständen bildhaft darstellen. Sie zeigen eindrücklich, welchen Effekt es hat, wenn die Mehrzahl der Leute während einer Pandemie zuhause bleibt.
>>> Zum Artikel

Hier ein Beispiel: Ansteckungsverlauf bei «Social Distancing»

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Video: extern / rest/Washington Post

Extrem unterschiedliche Mortalität

Die Fallsterblichkeit lag in Wuhan bei etwa 4,5 Prozent aller Corona-Patienten. In Guangzhou waren es lediglich ca. 0,8 Prozent. Der Grund für diese massive Diskrepanz liegt gemäss der Studie darin, dass die Spitäler in Wuhan extrem überlastet waren, was dazu führte, dass Patienten nicht zum richtigen Zeitpunkt die Pflege erhielten, die sie benötigten. Zudem waren auch bei vielen Patienten, die an sich gepflegt werden konnten, die nötigen Mittel – beispielsweise Beatmungsgeräte – nicht vorhanden.

Das überlastete Gesundheitswesen in Wuhan dürfte laut der Studie nicht nur für die höhere Zahl der Toten verantwortlich sein, sondern vermutlich auch für einen Anstieg der Ansteckungen. Da zahlreiche Leute für ihre erkrankten Angehörigen kein Spitalbett fanden, fuhren sie mit ihnen auf der Suche nach einem Krankenhaus, das noch Platz hatte, in der Stadt herum – und verbreiteten so das Virus weiter.

Die Hauptgefahr, die vom Virus und von der von ihm verursachten Krankheit ausgeht, ist nach den Erfahrungen in China die Überlastung des Gesundheitswesens. Aus diesem Grund ist es so wichtig, die Anzahl der Ansteckungen so niedrig wie möglich zu halten – und damit auch die Anzahl der Patienten, die Spitalpflege benötigen.

Zum Vergleich: Der erste bestätigte Fall in der Schweiz trat am 25. Februar auf. Hätten die Schweizer Behörden wie jene in Guangzhou eine knappe Woche danach kompromisslose Restriktionen verhängt, hätte sich das Virus in der Schweiz höchstwahrscheinlich nicht so schnell verbreiten können.

Spanische Grippe als Beispiel

Selbstredend bestimmen noch weitere Faktoren den Verlauf der Pandemie in einem Land; dazu zählen harte Fakten wie etwa die Anzahl der verfügbaren Spitalbetten, aber auch «weiche Faktoren» – etwa, ob man sich öfter berührt, wie schnell man üblicherweise zum Arzt geht und dergleichen. Dessen ungeachtet zeigt die Studie sehr deutlich, dass es bei der Eindämmung der Pandemie enorm wichtig ist, die Kontakthäufigkeit in der Bevölkerung und damit die Zahl der Ansteckungen zu vermindern.

Ein Beispiel, das dies illustriert, ist der Verlauf der Spanischen Grippe, die 1918 rund um den Globus Millionen von Toten forderte. Damals war die rechtzeitige Schliessung von Schulen einer der bestimmenden Faktoren, die den Verlauf der Pandemie an einem Ort beeinflussten.

Unterschiedlicher Verlauf der Spanischen Grippe 1918 in Philadelphia und St. Louis. 
https://www.pnas.org/content/104/18/7582#F1

Die unterschiedliche Todesrate der Spanischen Grippe in Philadelphia und St. Louis beruht im Wesentlichen darauf, dass Philadelphia die Schulen nicht rechtzeitig schloss. Diagramm: PNAS.org

Spanische Grippe – die Mutter aller Pandemien

Epidemiologen sind sich dieser Zusammenhänge bewusst. Es ist daher kein Wunder, dass dieser Experte uns beinahe flehentlich dazu aufruft, zuhause zu bleiben:

«Bleiben Sie zuhause»: Unispital-Prof erklärt zusammengefasst, was jetzt angesagt ist

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Video: watson/lbe

(dhr)

Wegen Coronavirus sind in Italien Schulen geschlossen

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Video: srf/SRF

Coronavirus: Was du wissen musst

«Ich habe keine Angst» – Diese Leute waren an der Langstrasse

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117Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 17.03.2020 10:07
    Highlight Highlight Die saisonalen Grippewellen der letzten Jahre haben bisher mehr Todesfälle verursacht als Corona. China "opfert" eine Stadt und der Westen streicht die Segel. Ein genialer Schachzug.
  • Karl Marx 17.03.2020 06:36
    Highlight Highlight Könnt ihr bitte aufhören den Chinesischen Shutdown (wo die Leute zuhause bleiben mussten) mit dem Schweizer Shutdownli vergleichen (wo die Leute weiter zur Arbeit müssen). Nicht die gleiche Massnahme, nicht das gleiche Resultat.
  • wicki74 17.03.2020 05:08
    Highlight Highlight Chinas Kommunikation ist auf den Erhalt des Systems ausgelegt.
    Die aktuelle Reaktion Chinas ("Schuld sind die anderen, die Versager"), macht mich echt wütend. Ich hoffe der Westen erinnert sich nach Corona daran.
  • Enzian034 16.03.2020 23:53
    Highlight Highlight Also ich werde in einem Monat früh pensioniert und nehme diesen Virus sehr ernst, da ich drei Lungenentzündungen hinter mir habe, zudem Asthma und zwei weitere Krankheiten, habe alle Verpflichtungen abgesagt und bleibe in meiner Wohnung, das seit letzten Freitag. Ich möchte meine Pension noch erleben und genießen.
  • EvilBetty 16.03.2020 23:36
    Highlight Highlight Wie man erfolgreich eine Pandemie startet, in dem man tausende Fabriken auf einem anderen Kontinent aufbaut und seine Arbeiter dahin schickt nur um «Made in Italy» auf Produkte drucken zu können, zeigt uns China!

    Wie man das ganze noch effizienter macht, in dem man besagte Fabriken auch in Iran eröffnet, zeigt uns China!

    Wie man erfolgreich Propaganda verbreitet und von westlichen Schreiberlingen dann auch noch gefeiert wird, zeigt uns China!

    Wie man Menschen foltert, weil diese sich negativ über die Regierung äussern, zeigt uns China!
  • Erklärbart. 16.03.2020 21:30
    Highlight Highlight Kann mir jemand den Zusammenhang der geschlossenen Schulen mit dem Verlauf der Ausbreitung erklären? Herr Koch vom BAG hat gesagt, dass Kinder das Virus wenig bis gar nicht aufnehmen und es auch entsprechend wenig auf andere übertragen. Wieso hatte die Schliessung der Schulen dennoch schon bei der spanischen Grippe so positive Auswirkungen?
    • Âventiure 16.03.2020 21:59
      Highlight Highlight Sie sind der Erklärbär, segen Sie es uns.
    • DanielaK 16.03.2020 22:28
      Highlight Highlight Soweit ich das verstanden habe, geht man aufgrund der bekannten Patientendurchmischung davon aus, dass sich die heutigen Viren wenig für Kinder interessieren. Wenig bedeutet aber nicht ganz. Bei der Spanischen Grippe war das wohl nicht so, die hat wohl die Kinder eben so erwischt wie alle Andern.
    • Erklärbart. 16.03.2020 22:42
      Highlight Highlight Daniela: trotzdem hat sie ihre Wirkung bei der spanischen Grippe nicht verfehlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clank 16.03.2020 21:27
    Highlight Highlight Der Lockdown hätte ja noch bei den ersten Fälle seinen Zweck optimal erfüllt. Der Zug ist jetzt aber schon lange abgefahren.
    Was wir tun ist eher verzweifeltes Schadensbegrenzung.
    • Charlie7 16.03.2020 21:44
      Highlight Highlight Das ist ja auch das Ziel, Zeit gewinnen.
  • Name_nicht_relevant 16.03.2020 19:43
    Highlight Highlight Also ich kann euch eines sagen, die Zahlen stimmen auf keinen Fall in keinem Land. Ein Kollege hat verdacht auf Covid19 ist über 60 und Vorerkrankungen sind da, ruft beim Hausarzt an dieser sagt wir schreiben Sie 14 Tage krank kommen Sie ja nicht zu uns, Spital sagt kein Termin frei. Alle die nicht in die Risikogruppe fallen und arbeiten müssen geben es nicht zu und viele behaupten ist nur eine Grippe und fahren trotzdem ÖV oder gehen einkaufen, also wurde auf dem Weg trotzdem viele angesteckt. Genau so Tickt der Mensch, niemand nimmt es ernst und am ende ist das Kaos Perfekt.
    • jjjj 17.03.2020 09:13
      Highlight Highlight Wer mit Grippe zur Arbeit geht hat auch nix verstanden.
  • Eiswalzer 16.03.2020 19:27
    Highlight Highlight Mmmh ok, alles verständlich. Aber gibt es auch Expertisen und Pläne, wie lange so ein Shutdown gehen muss? Und wann er gelockert wird und auf welche Weise?
    Denn sind wir ehrlich, mehr als 1-3 Monate kann man das unmöglich ohne Kollaps aufrecht erhalten... Würde mich sehr interessieren, macht gerne mal ein paar Artikel mit solchen Zukunftsperspektiven.
    • Kevegoal 16.03.2020 21:13
      Highlight Highlight Genau das frage ich mich auch. Ich verstehe denn lockdown und bin mir bewusst, dass der nötig ist. Aber wie lange geht das Ganze?
      Die Zustände in den Spitälern sind ja schon prekär... wie lange kann das getragen werden?
      Da wären sicherlich auch alle direkt Betroffenen froh über eine Antwort...
    • Marquis18 17.03.2020 12:30
      Highlight Highlight Die Zustände in den Spitälern sind noch nicht prekär. (Ich arbeite in einem) Es ist eher „die Ruhe vor dem Sturm“...
  • leu84 16.03.2020 17:54
    Highlight Highlight Ich würde die Schweiz nicht mit China vergleichen. Man weiss nicht, wie verlässlich die Daten sind. Man hat selbst den Fall mit dem Arzt verheimlichen wollen.
    Andererseits hat China ein Druckmittel um die Leute ruhig zu stellen. Man wil jal keine Cumulus-Punkte verlieren.
    In einer Diktatur können gewisse Dinge rascher durchgeführt werden.

    Ob der BR zu langsam oder zu streng ist, kann man nicht beantworten. Da hat wohl jeder eine eigene Meinung.
    • Gigi,Gigi 16.03.2020 18:04
      Highlight Highlight Um Himmelswillen, ich will meine vielen Cumuluspunkte nicht verlieren, und die Coop-Punkte, mir fehlen nur noch 4 für das Reisegepäck für die Sommerferien!
      (Ist Ironie im Fall)
    • FrancoL 16.03.2020 18:11
      Highlight Highlight es geht nicht um das vergleichen, sondern um die Auswirkung eines Lockdowns und auch wenn die Chinesen nicht offen kommunizieren traue ich Dir zu dass Du einen Vergleich zwischen einer exponentiellen und eher flacheren Verbreitungskurve anstellen kannst und mit einem einfachen Rechner berechnen kannst wiesele Fälle die Chinesen hätten wenn sie die europäische Verbreitungskurve hätten. es wäre soviel, dass man sie nicht übersehen würde.
  • Locutus70 16.03.2020 17:44
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt glaube ich nicht an die Zahlen, die China da vermeldet. Ebenso wenig wie bei denen aus Russland oder der Türkei.
    • Garp 16.03.2020 19:18
      Highlight Highlight Das ist doch grad irrelevant, wir müssen unsere Kurve in den Griff kriegen.
  • weekender 16.03.2020 17:35
    Highlight Highlight Der Lockdown kann das Virus verlangsamen, ja. Aber was passiert, wenn er wieder gelockert wird? Das werden wir jetzt dann in China sehen. Das kann so gehen bis September... Und da kann man sich schon fragen, ob man nicht besser die Risikogruppen konsequent schützen sollte...
  • Erklärbart. 16.03.2020 17:21
    Highlight Highlight "Stay at home" einfach erklärt, hoffe das begreift jeder:
    Benutzer Bild
    • Petrum 16.03.2020 18:12
      Highlight Highlight Ziemlicher Schwachsinn, soziale Kontakte sind eher als Kreis anzusehen. Wenn Du jetzt einen Kreis bildest mit den Streichhölzer, reicht einer alleine nun mal nicht. Erst wenn sich 2-3 zurückziehen. Also es nützt nichts, wenn sich einer von zehn an die Regeln hält.
    • Antinatalist 16.03.2020 21:29
      Highlight Highlight Das sind aber 14 und nicht 10. ☝🏻
  • Magnum 16.03.2020 17:13
    Highlight Highlight Zwei gewichtige Einwände:
    1. China ist ein totalitärer Einparteienstaat mit hoher Kontrolldichte. In der aktuellen Notlage wurden die Nachbarschaftswächter aus der Mao-Ära reaktiviert.
    2. Die Zahlen, die China liefert, sind mit grosser Vorsicht zu geniessen. Das ist Output der angeworfenen Propaganda-Maschine, die Volksführer Xi's Triumph im Volkskrieg gegen das «amerikanische Virus» verherrlichen soll.

    Aber klar: In China fragt keiner, ob Massnahmen verhältnismässig waren. Und ob das pflegebedürftige Kind wirklich sterben musste, weil man dessen Vater in Quarantäne gesetzt hatte.
  • Kruk 16.03.2020 17:04
    Highlight Highlight Ohne mir irgendwelche Sachkenntnisse anzumassen, glaube ich, jeden Tag den wir jetzt noch warten werden wir bereuen.

    Bleibt Zuhause.
  • FrancoL 16.03.2020 16:35
    Highlight Highlight Einige zweifeln an den Zahlen auch China (zB. Imfall, Leon1), das ist berechtigt. Aber man auch so gut annehmen, dass wenn die Verbreitung in China wie in Italien und vermutlich wohl auch in anderen europäischen Ländern, erfolgt wäre könnten dies die Chinesen nicht mehr verheimlichen. Also kann man daraus schliessen, dass in China mit dem Lockdown doch einiges richtig gemacht wurde.
    • Locutus70 16.03.2020 17:48
      Highlight Highlight @FrancoL - Vergleichen kannst du das eh nicht mehr. Weil zum einen kam der Lockdown in China ja in einem viel früheren Stadium als in europäischen Ländern.
      Ich denke mal ob die drastischen Maßnahmen in Italien, Spanien oder auch Deutschland oder der Schweiz fruchten, wird man frühestens in drei bis vier Wochen sehen.
      Vorher werden die Zahlen rapide steigen, da sollte man sich nix vormachen und auch keine Panik schieben.
    • El Vals del Obrero 16.03.2020 17:48
      Highlight Highlight Ausserdem sieht die Entwicklung in Taiwan und Südkorea ja ähnlich aus.
    • Kenshiro 16.03.2020 17:50
      Highlight Highlight Sorry aber das kann schlichtweg nicht sein, die haben gestern 16 neu infizierte gemeldet in verschiedenen Regionen. Wie soll das gehen? Wenn das Virus hier in Europa sich dermassen schnell verbreitet, kann die gemeldete Zahl nicht stimmen.Die testen wahrscheinlich überhaupt nicht so intensiv wie wir es in Europa machen.Schneiden uns so ins eigene Fleisch, aber wenigstens nehmen wir die Sache ernster als die Chinesen, somit bestünde weiter die Gefahr dass sich das ganze in die Länge zieht.Falls es dem Westen gelingt die Situation in den griff zu bekommen,dann muss China dafür gerade stehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Resche G 16.03.2020 16:17
    Highlight Highlight Menschen haben allgemein mühe eine exponentielle Gefahr einzuschätzen. Dazu das bekannte Glass Beispiel:

    Es wird der Inhalt eines Glasses jede Minute verdoppelt so dass dieses nach 60 Minuten voll ist.

    Nach 55 Minuten ist es nicht einmal zu 1% gefüllt.
    -> Problem von was sprichst du überhaupt ?

    Nach 59 Minuten ist es erst halb voll.
    -> Problem ? Ach du übertreibst doch

    Nach 61 Minuten, das Glas ist 2 mal überlaufen
    -> Ach du scheisse, alles zu spät !!

    Nach 120 Minuten, das Glas ist 570000000000000000 mal überlaufen.
    -> ?!
    • Junges Blut 16.03.2020 17:29
      Highlight Highlight Das hat auch den Erfinder des Schachspiels reich gemacht, in dem er für das erste Schachfeld ein Reiskorn verlangte, für das zweite zwei, für das Dritte vier etc.
      Unsere Gehirne sind offenbar nicht für exponentielle Rechnungen gemacht...
    • 00892-B 16.03.2020 18:41
      Highlight Highlight In meiner Berechnung ist das Glas wie folgt voll:

      55': 3.125%
      56': 6.25%
      57': 12.5%
      58': 25%
      59': 50%
      60': 100%

      Nach 55' also nicht weniger als 1%, sondern über 3% gefüllt.
    • Ueli der Knecht 16.03.2020 19:23
      Highlight Highlight Hier sind die empirischen Daten, Resche G.

      https://www.worldometers.info/coronavirus/

      Wie du siehst, passt deine Rechnung gar nicht zu den empirischen Zahlen. Wir haben heute nicht Milliarden Infizierte, sondern weltweit weniger als 200'000, obwohl der Fall 1 bereits im Dezember 2019 auftrat.

      Eine Epidemie verbreitet sich nicht exponentiell. Eine exponentielle Kurve ist gegen oben offen. Die Fallzahlen einer Epidemie bilden aber eine Glockenkurve mit einem Peak/Maximum.

      Insofern solltest du deine Mathematik der Realität anpassen, Resche G. Es besteht kein Grund zur Panik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 16.03.2020 16:16
    Highlight Highlight Ein Lockdown ist die letzte Möglichkeit, um eine weitere Verbreitung noch einigermassen einzudämmen. Ab Mitternacht müssen auch in der Schweiz drastische Massnahmen gelten! Wird dieser Moment jetzt verpasst, dann haben wir in spätestens zwei Wochen solche chaotischen Zustände in den Schweizer Spitälern wie in der Lombardei.

    Ich will das nicht erleben! Ich verlange als Bürger vom Bundesrat, dass er jetzt klar handelt! Mit allem, was es braucht. Geld hat die Schweiz genug, die Ressource Armee ist für den Ernstfall vorhanden und bereit für den Einsatz.

    Ich fordere eine Ausgangssperre in der CH!
    • DuhuerePanane 16.03.2020 16:27
      Highlight Highlight Es werden sich leider wenig Leute wirklich dran halten. Hoffe, dass dann die Schweiz so konsequent wie Italien gegen diese Idioten vorgeht.
    • Rolf stühlinger (1) 16.03.2020 16:29
      Highlight Highlight Die armee hat genau 100 beatmungsgeräte mein bester 😂😂 dazu gibs noch ein einziges militärspital das funktionstüchtig ist.
      Die spitbats sind ein witz und ohne zivile resourcen schnell am ende.
    • Pukelsheim 16.03.2020 16:35
      Highlight Highlight Was ich nicht verstehe ist, warum der starke Anstieg der Anzahl Infizierten überhaupt überrascht. Die haben sich ja alle noch vor den neuen Massnahmen angesteckt? Sprich, die Verordnungen vom BR konnten gar noch nicht in Effekt treten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imfall! 16.03.2020 16:09
    Highlight Highlight Ich glaube einfach nicht so richtig daran, dass wir aus China korrekte Zahlen erhalten... wie in einem vorherigen Artikel steht, MUSS China dieses Virus bezwingen, damit das Land nicht zusammenbricht.

    Ich habe das Gefühl, dass China der Wirtschaft zuliebe uns mit falschen Zahlen füttert.

    Ich hoffe ich irre mich!
    • Garp 16.03.2020 16:30
      Highlight Highlight Wir könnten es laufen lassen, die Riskopatienten einfach sterben lassen zu Hause, damit das Gesundheitssystem weiter funktioniert. Dann wäre die Wirtschaft gerettet, aber ethisch vertretbar ist das nicht.

      Möchtest du das wirklich? Damit wird eine Schleuse geöffnet, wenn man etwas weiterdenkt.
    • Dong 16.03.2020 16:42
      Highlight Highlight Bis jetzt waren die Chinesen transparenter und realistischer als unsere Halbschuhe. Es gibt m.E. keine Indizien dafür, dass Du Dich nicht irrst. Leider.
    • mmmmm 16.03.2020 16:54
      Highlight Highlight Ja genau - bei aller Skepsis, die auch angebracht ist: Einen ungebremsten exponentiellen Anstieg würde man auch ohne statistische Zahlen sehen. Dieser ist offenbar gebremst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • feuseltier 16.03.2020 16:05
    Highlight Highlight Und wann ist frühestens alles wieder beim normalen? ?
    • Normi 16.03.2020 16:21
      Highlight Highlight Wenn die gefälschten Zahlen mit den Effektiven Zahlen wieder übereinstimmen 🕵️‍♀️
    • gedankensimulant 16.03.2020 16:26
      Highlight Highlight Nie mehr. Stell dich auf ein neues Leben ein Feuseli.
    • DuhuerePanane 16.03.2020 16:28
      Highlight Highlight Wieso, ist dir bereits langweilig?
    Weitere Antworten anzeigen
  • FRILIE 16.03.2020 15:49
    Highlight Highlight Mann kann es nicht fassen, das die Bundesräte so unvernünftig handeln. Mann hat ja Statistiken und alle Professoren sowie Wissenschaftler die es am besten wissen was zu tun wäre und man tut es nicht. Jetzt lockdown und leben retten.
  • Astrogator 16.03.2020 15:43
    Highlight Highlight Und trotz all dieser Fakten, trotz den Warnungen der WHO lange vor dem ersten Fall in der Schweiz und den Experten mit ausgewiesener wissenschaftlicher Reputation hier im Land, gibt es immer noch Leute die finden unsere Regierung und das BAG machen eine guten Job.

    Nach der Krise wird es wohl eine PUK brauchen und womöglich auch strafrechtliche Ermittlungen um festzustellen wie es zu diesem Versagen auf höchster Regierungsebene kommen konnte.
    • Mario Conconi 16.03.2020 16:25
      Highlight Highlight Der lange Arm der Wirtschaftslobby. Der Wirtschafts zuliebe wird gewartet bis es zu späz ist....
      Der gleiche Grund warum das EDA keine Reisewarnungen ausspricht, den Versicherungen zuliebe!
    • Magnum 16.03.2020 17:22
      Highlight Highlight Die WHO hat selber lange verharmlost und vor Reisebeschränkungen gegen China gewarnt, weil dies unverhältnismässig sei und der Wirtschaft schade.

      Leider hat der Bundesrat auf die WHO gehört, im Unterschied zu Taiwan. Das Resultat ist an den Fallzahlen abzulesen.

      Die schärfste Untersuchung hat der WHO und insbesondere deren Präsidenten Tedros Adhanom zu gelten - dort ist einiges schief gegangen, weil niemand China in irgendeiner Weise verärgern wollte.
    • Ueli der Knecht 16.03.2020 19:27
      Highlight Highlight "Nach der Krise wird es wohl eine PUK brauchen und womöglich auch strafrechtliche Ermittlungen um festzustellen wie es zu diesem Versagen auf höchster Regierungsebene kommen konnte."

      Ein Versagen wäre es dann, wenn die Kapazitäten des Gesundheitswesens nicht ausreichen (wenn man zB. Infizierte sterben lassen muss, weil keine Beatmungsgereäte mehr zur Verfügung stehen).

      Das lässt sich aber nach dem Abflauen der Pandemie/Epidemie klären. Wir werden dann sehen, ob es ein PUK braucht. Ich glaube übrigens nicht, weil ich dem BAG zutraue, die Lage richtig einzuschätzen.

Frankreich und Deutschland blockieren weiter Schutzmasken für die Schweiz

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten angewiesen, Lieferungen von Schutzmaterial in die Schweiz nicht mehr zu blockieren. Doch in der Krise zählt das Machtwort aus Brüssel wenig.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin konnte Ende letzter Woche einen Erfolg vermelden: Nach seiner mehrmaligen Intervention beim EU-Handelskommissar Phil Hogan hat die EU-Kommission eine Regelung abgeändert, die den Export von Schutzmaterial wie Masken oder Handschuhen in Drittländer beschränkt. Lieferungen in die Schweiz sollten von Deutschland oder Frankreich nicht mehr am Zoll blockiert werden können, wie das zum Beispiel bei einem Lastwagen mit 240'000 Schutzmasken der Fall war.

Nun zeigt sich: …

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