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Verliert das Arbeitszeugnis an Bedeutung? bild: shutterstock

Interview

Chefs holen Referenzen ungefragt ein – «Falls das stimmt, wäre es erschreckend!»

60 Prozent der Arbeitgeber holen persönliche Referenzen ohne explizites Einverständnis von Bewerbern ein, wie eine aktuelle Studie zeigt. «Erschreckend» findet Headhunter Frank Zwicky diese hohe Zahl. 



Herr Zwicky, haben Sie als Headhunter auf der Suche nach einem passenden Arbeitnehmer auch schon informelle Quellen angezapft und ungefragt Ex-Chefs angerufen? 
Frank Zwicky:
Wir holen nur bei den Personen Referenzauskünfte ein, die offiziell angegeben sind. Um auch noch inoffizielle Drittpersonen zu befragen, hätten wir gar keine Zeit. 

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Frank Zwicky ist Headhunter und Geschäftsführer der international tätigen Personalberatungs-Gruppe IESF mit Sitz in Zürich. bild: zvg

Eine aktuelle Studie zeigt: 60 Prozent der Arbeitgeber holen persönliche Referenzen auch ohne explizites Einverständnis von Bewerbern ein. Haben die Arbeitgeber ihren Anstand verloren?
Ich bin sehr überrascht von dieser hohen Zahl. Ich erlebe es in der Praxis mit Kunden anders. Falls dies aber tatsächlich stimmt, wäre es erschreckend. 

Studie zum Schweizer Arbeitsmarkt

Die Studie «HR Today Research Survey» wurde von April bis August 2018 vom Karriereberatungsunternehmen von Rundstedt in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift «HR Today» durchgeführt. Insgesamt nahmen 536 Personalfachkräfte aus der Schweiz an der Befragung teil. Themen der Untersuchung waren unter anderem der Arbeitsmarkt-Trends, Fachkräftemangel und die Wirksamkeit von Blindbewerbungen.  

Die Arbeitgeber machen sich mit diesem Handeln strafbar und verstossen gegen das Datenschutzgesetz. Hängt diese Dreistigkeit womöglich auch mit den sozialen Medien und dem gläsernen Bürger zusammen?
Das kann gut sein. Hinzu kommt, dass die Schweiz ein sehr kleines Land ist. Hier kennt praktisch jeder jeden. Da ist schnell einmal eine inoffizielle Referenz eingeholt. Im Ausland und besonders im EU-Raum geht man wegen der neuen Datenschutzverordnung wesentlich sensibler mit den persönlichen Daten der Bewerber um. Völlig legitim hingegen ist, den zukünftigen Arbeitnehmer zu googlen oder dessen Profile in den sozialen Medien zu sichten.

Aber auf den sozialen Kanälen zeige ich mich als Privatperson. Was geht es meinen Arbeitgeber an, welche Bilder ich von mir online stelle?
Privates und Geschäftliches sollte man eigentlich auseinanderhalten. Mit der Digitalisierung und besonders Social Media verfliessen die Grenzen jedoch. Den Arbeitgeber interessiert längst nicht mehr nur der Geschäftssinn einer Person. Soziale Kompetenzen und Persönlichkeit sind genauso wichtig. Und darüber erfährt man einiges auf Facebook und Co. 

Wie sollte ich mich auf den sozialen Kanälen denn verhalten, damit ich die besten Jobaussichten habe?
Selfie um Selfie schiessen und sich als der/die Schönste und Beste zu inszenieren, ist eher kontraproduktiv. Wer jung ist, sein Netzwerk ausbauen und sich auf dem Markt behaupten möchte, der sollte aber auf den sozialen Kanälen im normalen Mass präsent sein. Manager und CEO haben bereits ein gutes Netzwerk, da spielt Social Media nicht mehr so eine wichtige Rolle. 

Die aktuelle Untersuchung zum Schweizer Arbeitsmarkt zeigt auch, dass die Aussagekraft von Zeugnissen abnimmt. Stirbt das Arbeitszeugnis bald aus?
In der Schweiz ist das Arbeitszeugnis nach wie vor wichtig. Es ist eine Schweizer Eigenheit. In den angelsächsischen Ländern kennen die Leute die Institution des Arbeitszeugnisses gar nicht. Man bewirbt sich mit dem Lebenslauf und gibt Referenzen an. Ich denke, dass das Arbeitszeugnis in der Schweiz noch über längere Zeit bestehen bleibt. Tatsache aber ist, dass viele Arbeitnehmer Teile ihrer Zeugnisse selber schreiben. Das ist auch in grossen Konzernen der Fall. Oft weiss die Personalabteilung nicht genau, was die konkreten Tätigkeiten des Mitarbeiters waren. Deshalb sind Referenzauskünfte so wichtig. Im Zeugnis sieht man, welche Aufgaben die Person im Job ausführte. Mit der persönlichen Referenz lernt man den Kandidat besser kennen. Bei uns geht niemand durch den Bewerbungsprozess, ohne dass wir persönliche Referenzen eingeholt haben.  


Wie sieht es eigentlich umgekehrt aus. Holen sich auch Arbeitnehmer Referenzen über den neuen Arbeitgeber ein?
Das passiert sehr viel, vor allem in der Schweiz. Die Kleinräumigkeit führt dazu, dass man sich häufig Infos über Geschäftsvorfälle steckt. Und die sozialen Medien spielen auch hier eine wichtige Rolle. Die meisten Firmen sind dort vertreten und geben einiges preis. Einzig mittlere und kleinere Unternehmen bleiben häufig eine Blackbox für den Bewerber. 

Wird Ihr Job nicht anstrengender, wenn nebst Ihren Kunden neu auch die Kandidaten immer wählerischer werden?
Natürlich gibt es unter den Arbeitnehmern eine Firmenwunschliste. Die Bewertungskultur ist aber begrüssenswert. Schliesslich kann man heute im Netz auch jedem Hotel ein paar Sterne verleihen, wieso also nicht auch dem Arbeitgeber? So müssen die Firmen noch stärker darauf achten, dass die Mitarbeiter zufrieden sind. Das sorgt dafür, dass das Mitarbeiterkapital wieder höher gewichtet wird. Und das ist eine gute Entwicklung. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • maricana 30.08.2018 19:36
    Highlight Highlight Solange codierte Arbeitszeugnisse "toleriert" werden, müssen potenzielle Arbeitgeber eben nachfragen. In meinem letzten Arbeitszeugnis steht wortwörtlich: "Sein Geschäftsinteresse entsprach demjenigen eines Arbeitnehmers". Klartext: Ich war nicht länger bereit Fehlentscheidungen des Arbeitgebers mitzutragen. Die Firma wurde nach meinem Abgang liquidiert und ich geniesse seither meinen wohlverdienten Ruhestand.
    • Fabio74 31.08.2018 09:48
      Highlight Highlight Und das legitimiert ungesetzlich zu handeln? Frag mich wirklich wie man jedes Handeln rechtfertigen kann
  • demokrit 30.08.2018 13:19
    Highlight Highlight Logisch telefonieren wir mit Firmen, die im Lebenslauf von Bewerbern aufgeführt wurden. Dafür braucht es sicher kein Einverständnis des Bewerbers.
    • fcsg 30.08.2018 13:27
      Highlight Highlight Doch, das braucht ihr. Respektive darf die angerufene Firma keine Auskunft geben, sofern sie nicht explizit die Genehmigung des Bewerbers hat.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.08.2018 13:39
      Highlight Highlight Wäre jetzt noch lustig wenn das deine Angestellten herausfinden würden. Dann wäre es schnell fertig mit auf dem hohen Ross sitzen. 😈
    • x4253 30.08.2018 15:21
      Highlight Highlight @demokrit
      Solchen Anrufe habe ich auch schon erhalten. Wenn der (ehemalige oder noch) Mitarbeiter mich nicht gefragt hat bzw. ich nichts davon weiss, dann gibts keine Auskunft. Ich Informiere den Mitarbeiter jedoch im Anschluss darüber, und empfehle ihm den Laden am besten gleich zu meiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smeyers 30.08.2018 13:14
    Highlight Highlight Völlig normal, habe ich auch schon erlebt. Ohne Erlaubnis den ehemaligen Vorgesetzten angefragt-ist rechtswiedrig!
  • Butschina 30.08.2018 12:26
    Highlight Highlight Dass sie ungenehmigte Referenzen einzuholen versuchen ist eines, die Infos ohne Autorisierung herauszugeben ist für mich weit schlimmer. Eigentlich müsste dies den Auskunftgebenden bekannt sein. Welche Folgen könnte es haben, wenn Verweise angezeigt werden?
  • walsi 30.08.2018 12:15
    Highlight Highlight Arbeitszeugnisse seien in angelsächsischen Ländern nicht üblich. Ich habe 15 Jahre Erfahrung in der Personal Rekrutierung und ich bekomme regelmässig Arbeitszeugnisse aus dem angelsächsischen Raum auf den Tisch. Wenn ich also solche Aussagen höre stellt ich mir die Frage wie kompetent ist der Mann?
  • Kalsarikännit 30.08.2018 11:27
    Highlight Highlight Ach ja, das Bewerbungsprozedere. Ein Wechselspiel aus Motivation, Frust und purem Hass, geträufelt mit ein wenig Zukunftsfantasien. Ich darf mich gerade diesen Gefühlen ergötzen und eine Stelle suchen, ach, wie ich das hasse.
    • freakykratos 30.08.2018 12:38
      Highlight Highlight Welchen Beruf in welcher Region darf es denn sein? Mit mehr Infos könntest du ein paar tipps bekommen welche Firma noch eine Stelle offen hat.
    • Kalsarikännit 30.08.2018 13:02
      Highlight Highlight In meinem Gebiet gibt es unzählige Stellen, also das ist nicht das Problem, danke trotzdem. Mühsame Firmendatenbanken, teilweise auch verbuggt, machen die ganze Prozedur zum Spiessrutenlauf. Aber das sind "first world problems", jammern auf oberem Niveau ;)
    • ben_fliggo 30.08.2018 21:23
      Highlight Highlight Wenn du deinen Papierkram ebenso eloquent verfasst wie deine Kommentare, sehe ich da kein Problem für deine Zukunft ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geisslein 30.08.2018 11:17
    Highlight Highlight Diese Ausführungen stimmen so nicht. Als Arbeitgeber dürfen nur Informationen zu Bewerbern eingeholt werden, welche für das Arbeitsverhältnis relevant sind. In der Praxis bedeutet das, dass man zB Karriereportale wie Xing und Linkedin anschauen darf, jedoch sind Facebook und co tabu!
    • balzercomp 31.08.2018 07:44
      Highlight Highlight Trotzdem wird dort gesucht.
  • Madison Pierce 30.08.2018 11:13
    Highlight Highlight Viele Referenzen werden wohl inoffiziell beim Apéro des Branchenverbandes oder ähnlich eingeholt.

    Wobei, ob offiziell oder nicht: wenn man in der Bewerbung nicht den Vorgesetzten der letzten Stelle als Referenz angibt, hat man wohl eh schlechte Karten.

    Dass Arbeitszeugnisse nicht verlässlich sind, kann ich bestätigen. Man ist den Mitarbeiter ja eh los, also schreibt man positiv, damit es keine Diskussionen gibt.
    • Madison Pierce 30.08.2018 11:55
      Highlight Highlight Stimmt, das ist ein guter Grund.
    • Pillepale 30.08.2018 12:18
      Highlight Highlight Zur Aussage

      Man ist den Mitarbeiter ja eh los, also schreibt man positiv, damit es keine Diskussionen gibt.

      Schreibt man was negatives muss das auch klar belegbar sein. Also nur was negatives schreiben und dies nich belegen können ist auch ein heisses Eisen. Denn das ist Rufschädigung und kann Strafrechtlichenfolgen haben. Also einfach was schlechtes schreiben um was Mitzugeben würde ich auch nicht so machen. Anstänig korrekt
    • Madison Pierce 30.08.2018 13:37
      Highlight Highlight @Schlange12: Genau das meinte ich.

      Bevor man einem Mitarbeiter kündigt, muss normalerweise einiges vorgefallen sein. Man hätte also Belege, um ins Zeugnis zu schreiben, dass man sich von ihm trennt wegen Grund XY.

      Bis jetzt habe ich noch nie so ein Zeugnis gesehen. Entweder man schreibt, man trenne sich aus wirtschaftlichen Gründen oder man bietet dem Mitarbeiter sogar an, selbst zu kündigen.

      Eben genau, weil solche Aussagen heikel sind und es ein Aufwand ist, diese vor Gericht zu beweisen. Gewinnen kann man nichts damit (ausser der Gewissheit, ehrlich geblieben zu sein).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerschmetterling 30.08.2018 11:08
    Highlight Highlight Habe ich überhaupt noch eine Chance auf einen Job wenn ich kein Facebook habe? Und wenn ein bekannter Fussballer gleich heisst wie ich und ich bei Google erst auf Seite 241 erscheine? Damn, das wars wohl mit meiner beruflichen Karriere...
    • dmark 30.08.2018 21:27
      Highlight Highlight Naja, ich war in den letzten 30 Jahren auch ohne Facebook und so Zeugs nicht einen Tag ohne Arbeit. Warum sollte ich das jetzt noch anfangen? Beziehungen im "Real-Life" der Arbeitswelt sind da weit wertvoller, als irgend welches "soziales Medien Gesülze" und auch Xing usw. - da geben die Meisten sowieso mehr an, als sie in Wirklichkeit leisten können.
      Ich kenne da so einige richtige Nullen, welche sich ein perfektes Bild gezaubert haben. Der arme AG, welcher solche Leute einstellt ;)
  • Hierundjetzt 30.08.2018 10:42
    Highlight Highlight Den Arbeitgebern ist aber schon bewusst, dass falsche Referenzauskünfte einklagbar sind? Das ist gemäss Arbeitsgesetz nicht einfach ein normales Telefongespräch...

    Ich wäre einfach uuuuuunglaublich vorsichtig informationen ohne Einwilligung des MA rauszugeben. Es kommt eh immer aus, dann ist der Referenzgeber seine Stelle los.

    Ein falsches Wort des neuen Arbeitgebers auf Basis des „neu erworbenen Wissens“, voilà, Du hast dermassen Probleme, dass es tätscht

    Wenn ich ein ungutes Gefühl bei einem Kandidaten habe, dann lass ich es einfach sein.

    Aber rumtelefonieren? Viel zu heikel!
    • MacB 30.08.2018 10:53
      Highlight Highlight 1. glaube ich nicht, dass jemand ungefragt Referenzen einholt, sicher nicht 60%.
      2. sollte mich jemand anrufen bzgl. eines ehemaligen Angestellten, gehe ich prinzipiell davon aus, dass ich Auskunft geben darf (ansonsten wäre ich nicht bei Referenzen aufgeführt, wozu er mich ja vorgängig fragt)
      3. ist niemand seine Stelle los, so ein Quatsch! Komm mal in die Realität zurück. Denn a. ist meine Meinung nicht verboten, solange ich nichts persönliches weitergebe und b. werden Tel.gespräch nicht aufgezeichnet und es ist schlicht nicht beweisbar. Dreamer, du :)
    • MacB 30.08.2018 11:15
      Highlight Highlight @Schurke: Solche Räubergeschichten glaub ich einfach nicht. Wieso sollte jemand vom HR ohne WIssen des Vorgesetzten sowas tun. Ich bin oft in Unternehmen unterwegs und hab sowas absurdes noch nie gehört.

      Abgesehen davon ist fehlbares Verhalten von HR Leuten natürlich nicht zu tolerieren.
    • Hierundjetzt 30.08.2018 11:49
      Highlight Highlight MacB: gerne nehme ich dazu Stellung:

      - Du schreibst wie ein Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung.

      - Ich war über 10 Jahre lang Abteilungsleiter mit einer Leitungstiefe von 3 und einer Leitungsspanne von 40. Ich weiss von was ich spreche.

      - HR / "CEO" die mich einfach anrufen obwohl ich vom ehemaligen Mitarbeiter gar nicht als Referenz angefragt wurde? Klaaar. Das gibt ein NEIN.

      - Siehe Arbeitsgericht Zürich /Literatur. Falschauskunft, ungebetene Auskunft. Wir sind im ArG!

      - Was denkst Du eigentlich was mit Dir als MA passiert, wenn Du eine Anzeige erhälst, weil Du daherredest?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 30.08.2018 10:39
    Highlight Highlight Leider ist es tatsächlich so, dass neue Arbeitgeber (und auch Vermieter) versuchen heimlich Referenzen einzuholen. Als ehemaliger Arbeitgeber bestätigen wir nur den letzten Jobtitel und die Anstellungsdauer, falls eine Einverständniserklärung vorliegt. Sobald aber ein Chef keine Arbeitsgesetzkenntnisse hat, kommt man sehr einfach an Infos ran. Die wissen teilweise nicht, was sie sagen dürfen und was nicht.

    Dass man als Bewerber gegoogelt wird, kann man nicht verhindern. Haltet eure Internet Visitenkarte sauber und gebt nicht zu viel Preis.
    • Hierundjetzt 30.08.2018 10:50
      Highlight Highlight Uh ja, Arbeitgeber die noch nachtreten, Arbeitgeber die irgendwas erzählen, dass nichts mit dem Arbeitszeugnis zu tun hat. Sehr sehr mühsam. Vorallem in KMU vorhanden. Wo sich der Chef als Weltenretter gebärdet. Ich habe schon ein paar Mal (Nicht Paar) das Referenz-Gespräch abgebrochen weil der andere 0 Plan hatte
    • MacB 30.08.2018 10:54
      Highlight Highlight deswegen sollte man seine Referenzen auch klug aussuchen!
    • Frausowieso 30.08.2018 11:19
      Highlight Highlight @MacB

      Es geht nicht um die offiziellen Refernzen. Nehmen wir an, Bewerber bewirbt sich bei Firma XY. Firma XY ruft bei all seinen ehemaligen Arbeitgebern an und verlangt den ehemaligen Chef. Chef ist zwar in seinem Beruf gut, aber Arbeitgesetze gehen ihn nichts an und er erzählt frisch fröhlich aus dem Nähkästchen. Ein HR würde so einen Anruf abfangen und abweisen, aber nicht jede Firma hat ein HR.

      Auch möglich- neuer Chef und alter Chef kennen sich. Auch HR's kennen sich oft. Da gehen auch mal Informationen "unter dem Tisch" durch.

    Weitere Antworten anzeigen
  • johnnyenglish 30.08.2018 10:22
    Highlight Highlight Solange es AN gibt die ihre AG mit einem «wohlwollend» zu schreibenden Arbeitszeugnis unter Druck setzen (und die praktische Rechtssprechung das auch noch unterstützt), kann ich jedem nur empfehlen die Aussagekraft eines Zeugnisses auf Ramschniveau herabzustufen. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung.

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