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Schweiz
Wirtschaft

Steuern sparen: So hoch liegt der Steuerfuss 2023 in deiner Gemeinde

Kilchberg Steg Schiff
Wer hier anlegt, betritt die steuergünstigste Gemeinde des Kantons Zürich.Bild: Shutterstock

47 Gewinner, 11 Verlierer: Das sind die Steuerfüsse aller Zürcher Gemeinden

Sagenhafte 47 Gemeinden senken im Kanton Zürich ihren Steuerfuss. Im letzten Jahr waren es deren nur 12. Nur 11 Gemeinden hoben den Steuerfuss an (2022: 27). Die Sorge vor hohen Corona-Folgekosten ist verschwunden. Das sind die aktuellen Steuerfüsse.
24.01.2023, 10:0327.01.2023, 07:23
Reto Fehr
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So etwas gab es im Kanton Zürich schon länger nicht mehr: Fast ein Drittel aller 160 Gemeinden senkt den Steuerfuss für das neue Jahr. Nur bei elf Gemeinden musste der Steuerfuss erhöht werden.

In vielen Fällen geht es dabei nur um einen oder zwei Prozentpunkte. Eigentlich nicht so dramatisch, wenn ein Steuerfuss-Prozentpunkt des statistischen Durchschnittsverdieners doch nur rund 33 Franken ausmacht.

Steuerfüsse im Aargau und Luzern
Du wohnst im Aargau oder Luzern? Die Steuerfüsse deiner Gemeinde im Kanton Aargau gibt's hier, diejenigen von Luzern findest du hier.

Aber schauen wir uns die Veränderungen der Steuerfüsse im Kanton Zürich an:

Gemeindesteuern ohne Kirchensteuer.

In 47 Gemeinden wurde der Steuerfuss gesenkt (blau), im letzten Jahr waren es deren noch 12. Erhöht wurde der Steuerfuss dagegen in 11 Gemeinden (2021: 27). Wobei einzig Aesch und Stadel zweimal in Serie erhöhten. Bei den restlichen Gemeinden blieb der Steuerfuss gleich.

Doch wieso gab es so viel Bewegung? Zum einen ist die Furcht vor Corona-Nachwirkungen gewichen. Einige Gemeinden warteten mit Steuersenkungen. Die Arbeitslosigkeit blieb tief, die Steuereinnahmen der Gemeinden bleiben hoch.

Regensberg
Erhöhte Lage, erhöhter Steuerfuss: In Regensberg nahm der Steuerfuss um fünf Prozentpunkte zu.Bild: Shutterstock

Mit Regensberg erhöhte eine Zürcher Gemeinde den Steuerfuss um 5 Prozentpunkte. Das Städtchen mit knapp 500 Einwohnern muss schnell auf Veränderungen reagieren. In den letzten Jahren verschärfte sich die finanzielle Lage. Lange war klar, dass eine Steuererhöhung in Betracht gezogen wird.

Die Aufnahme von vier ukrainischen Flüchtlingen und eine Prämie in den Sonderschultopf des Kantons sind der Grund für den Anstieg. An der Gemeindeversammlung gab es im Dezember hitzige Diskussionen, wo weiter gespart werden soll.

Dägerlen
Die 1100 Einwohner von Dägerlen konnten sich über eine massive Steuerfussabnahme freuen.Bild: Google Maps

Über die grösste Abnahme des Steuerfusses darf sich derweil Dägerlen freuen. Zwölf Prozentpunkte sind im ganzen Kanton die mit Abstand grösste Senkung. Dahinter folgen sechs Gemeinden mit einer Abnahme von 5 Prozentpunkten, drei weitere mit deren vier.

Gemeindesteuern ohne Kirchensteuer. Teilweise sind die Budgets noch nicht definitiv.

Dägerlen (105 Prozent) rückt damit vom kantonalen Rang 124 auf Platz 61 der steuergünstigsten Gemeinden. Ganz vorne gibt es allerdings keine Veränderung. Am steuergünstigsten lebt man im Kanton Zürich weiterhin in Kilchberg (72 Prozent). Auf dem zweiten Rang liegen neu drei Gemeinden (Küsnacht, Rüschlikon und Herrliberg), weil Herrliberg aufgeschlossen hat.

Weiterhin steuergünstig bleiben Winkel (Rang 5), Neerach (Rang 6), Stäfa (Rang 7), Erlenbach, Uitikon und Zumikon (alle Rang 8).

Am anderen Ende liegt weiterhin Maschwanden (130 Prozent, Bezirk Affoltern) alleine auf dem letzten Rang. Vom vorletzten Rang konnten sich Wila und Wildberg verabschieden. Wila senkte den Steuerfuss um 3 Prozentpunkte, Wildberg um 2. Weil Bachs um einen Prozentpunkt erhöhte, ist die Gemeinde im Bezirk Dielsdorf mit 128 Prozent neu die zweitteuerste Gemeinde im Kanton Zürich.

Winterthur lohnt sich abgesehen von den Steuern durchaus:

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60 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Andi Weibel
24.01.2023 13:22registriert März 2018
Wenn Steuern gesenkt werden, dann sind die Reichsten die Gewinner. Die Verlierer sind alle jene, die unter dem überlasteten Gesundheitssystem, dem teuren Wohnraum und der sinkenden Kaufkraft leiden.
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Chätzlipfötli
24.01.2023 11:25registriert Juni 2022
Bei uns wurde vor einiger Zeit die Steuern gesenkt. Geld für neue 30er Zonen oder Velowege ist aber keines da. Jetzt habe ich 100 Fr gespart. Wo kann ich mir nun damit einen Veloweg kaufen?
Der Titel ist also falsch. Bei Steuersenkungen gibt es vor allem Verlierer und ganz ganz wenig sehr reiche Gewinner.
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Hadock50
24.01.2023 13:37registriert Juli 2020
Ich wäre ja dafür dass in jeder Gemeinde/ Kanton der gleiche Steuersatz gilt.
DAS wäre gerecht.
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