Schweiz
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Eine unterirdische Rohrpost

Der Bundesrat will die U-Bahn für den Gütertransport



Der Bundesrat ist bereit, das privatwirtschaftliche Projekt für ein unterirdisches Gütertransportsystem mit einem Spezialgesetz zu unterstützen. Er stellt aber Bedingungen. Eine finanzielle Beteiligung des Bundes schliesst er aus.

Das Projekt «Cargo sous terrain» (CST) ist ein Projekt von Unternehmen des Detailhandels, der Logistik und weiterer Branchen. Es sieht ein alternatives, unterirdisches Transportsystem für Güter vor.

So funktioniert «Cargo sous terrain»

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Video: YouTube/Cargo sous terrain

«Cargo sous terrain»: Der Plan einer unterirdischen Rohrpost

«Cargo sous terrain» ist ein automatisiertes Gesamtlogistiksystem von Genf bis St.Gallen mit Zwischenstoppen in Basel, Luzern und Thun. Vollautomatisiert sollen darin Güter transportiert werden. Nach den Vorstellungen der Initianten soll eine erste Teilstrecke ab 2030 die Logistikzentren rund um Härkingen SO und Niederbipp BE mit der Stadt Zürich verbinden – Kostenpunkt: Rund 3,55 Milliarden Franken. Erstmals informiert wurde über das Projekt im Januar 2016. Im Sommer kündigten mehrere Schweizer Unternehmen wie Coop, Swisscom und SBB sowie die Stadt Zürich an, dass Projekt finanziell nicht zu unterstützen. (gin/sda)

Der Bund hat auf Anfrage der Investoren nun geprüft, ob er das Projekt unterstützen will. Er kam zum Schluss, dass die Allgemeinheit einen «leicht positiven Nutzen» aus dem Projekt ziehen könnte, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Deshalb hat sich der Bundesrat nun bereit erklärt, das Projekt mit einem Spezialgesetz zu unterstützen. Mit einem neuen Gesetz könnte anstelle von kantonalen und kommunalen Vorschriften für den Bau des gesamten Projekts eine einheitliche Rechtsgrundlage zur Anwendung kommen, schreibt das UVEK. Das würde es erleichtern, die Planungs- und Bewilligungsphase voranzutreiben.

Mindestens 100 Millionen

Der Bundesrat knüpft diese Unterstützung aber an Bedingungen. Er verlangt, dass der Förderverein CST in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird. Die Träger sollen zudem finanzielle Mittel in der Höhe von mindestens 100 Millionen Franken zusichern, die zu mindestens 50 Prozent von Schweizer Investoren eingebracht werden.

Zudem müssten die zukünftigen Betreiber verbindliche Verpflichtungen abgeben, namentlich zur Reorganisation der Logistik- und Transportkette in den betroffenen Gebieten. Weiter müssten sich die Kantone Zürich, Aargau und Solothurn, die von der ersten Teilstrecke betroffen wären, einverstanden erklären und das Projekt in ihre regionale Verkehrsplanung aufnehmen. Der Zugang zum System CST soll diskriminierungsfrei gewährt werden. (gin/sda)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blinddursland 24.11.2016 15:33
    Highlight Highlight Wahnsinnig inovativ – Doch wieso in den untergrund?
    Führerlose Auto-Kabinen die man mit Paketen oder Personen beladen kann – das ist doch die Zukunft.
    Stellt euch nur mal den Platz vor den man sparen könnte...
  • philosophund 24.11.2016 14:15
    Highlight Highlight Irgendwie fehlt da das Getöse von Giezendanner.. :-)
  • demokrit 24.11.2016 13:25
    Highlight Highlight Vermutlich müsste man analog zum Container ein Standardmass für die Pakete übernehmen. Die zeitraubende Beladung und Entladung könnte ein kritischer Punkt werden.
    • gnp286 24.11.2016 13:40
      Highlight Highlight Das habe ich auch gedacht. Das muss irgendwie standardisiert sein, sonst wirds schnell Probleme geben, auch wenn das System selber top ist. Masse, welche an die Frachtcontainer angelehnt sind, wären schön...
  • demokrit 24.11.2016 11:18
    Highlight Highlight Good news!
  • fischbrot 24.11.2016 10:49
    Highlight Highlight Der Bund unterstützt tatsächlich ein innovatives, zukunftsweisendes Projekt? Lasst die Korken knallen, ein Wunder ist geschehen *gg*
  • Evan 24.11.2016 10:42
    Highlight Highlight Hoffen wir, dass das Projekt nicht wie die Swissmetro versandet.
  • NewsHunter 24.11.2016 10:39
    Highlight Highlight Find ich wahnsinnig interessant.
    Gerade in einem kleinen Land mit vielen Einwohner, ist dieses Logistikkonzept sinnvoll. Sehr innovativ und zukunftgerichtet.
    Gefällt mir wirklich gut!
    Hoffe wird umgesetzt und die Unternehmen kommen gut voran 💪👌
  • Theophilus Carter 24.11.2016 10:36
    Highlight Highlight Simpler ist die Tatsache dass in ca. 5-10 Jahren die LKWs (ev. elektrische?)autonom fahren können und dies die ganze Nacht durch. Es braucht so eine U-Bahn nicht. Da zu teuer und umweltschädlich.
    • Füdlifingerfisch 24.11.2016 12:24
      Highlight Highlight Also die Sonnenkollektoren auf dem Dach der Zentrale sind Umweltschädlich?
    • demokrit 24.11.2016 12:58
      Highlight Highlight Schon einmal an die Lärmemissionen von LKWs in der Nacht gedacht? Cargo sous terrain fährt auch elektrisch, von wegen umweltschädlich.
    • c_meier 24.11.2016 13:14
      Highlight Highlight Der Vorteil ist sicher, dass man das Cargo-Netz auch Nachts bewegen kann, wenn es für Lastwagen ein Nachtfahr-Verbot gibt.
      Zudem ist es sicher sinnvoll wenn es weniger Lastwagen auf der Autobahn hat sondern die Ware möglichst unterirdisch verteilt wird.
  • E. Regiert 24.11.2016 10:12
    Highlight Highlight Der Bund verspricht einen leichten Vorteil für die Allgemeinheit.
    Übersetzt vom Bundesratsprech in die Sprache der Steuerzahler, heisst das: "Ihr werdet gigantische Summen an Steuergeldern verlochen und bringen wird Euch das Ganze gar nichts, während andere sich eine goldene Nase daran verdienen."
    • demokrit 24.11.2016 13:00
      Highlight Highlight Da sich der Bund nicht finanziell beteiligt, ist diese Selbstinterpretation sowieso egal.
    • Maett 24.11.2016 13:19
      Highlight Highlight @E. Regiert: "mir gebet nix" ist das Motto des Bundes, wie im Artikel erwähnt. Wenn's gebaut werden sollte, ist es wohl tatsächlich rentabel zu betreiben.
    • E. Regiert 24.11.2016 14:56
      Highlight Highlight Wer glaubt, dass hier alles privat finanziert werden wird, der täuscht sich.
      Im Verlauf des Projektes wird plötzlich die Situation entstehen, wo dem halbfertigen Projekt die privaten Mittel ausgehen werden, und es dann heisst, dass es schade wäre, dass Loch wieder zuzubuddeln. Spätestens dann wird dem Steuerzahler die hohle Hand entgegengestreckt. Vielleicht wird mit der anderen Hand noch gleichzeitig eine Keule geschwungen: Arbeitsplatzverlust, Standortvorteil, Klimakatastrophe, ö.ä.
      Wer hier die Salamitaktik der Initianten und ihrer Lobby nicht wittern kann, der ist jung oder dumm.
  • Donald 24.11.2016 10:11
    Highlight Highlight 30km/h... so 80 sollte eigentlich schon gehen oder?
    • Maett 24.11.2016 13:20
      Highlight Highlight @Donald: heute warten Güter z.T. mehrere Stunden auf den Spediteur und werden unter Umständen ein- bis mehrmals umgeladen. Einen mehr oder weniger direkten Transport ist schneller, auch bei nur 30km/h.
    • Donald 24.11.2016 14:07
      Highlight Highlight Ah sorry. Man verbessert es lieber nicht zu fest. Schliesslich war ja früher auch alles gut...
    • Fabio74 25.11.2016 07:28
      Highlight Highlight Man kann einen Text auch nicht verstehen wollen. Mit 30 km/h sind die Güter schneller unterwegs als heute weil 24 Std und nicht nur zwischen 5 und 22 Uhr. Mit Ruhezeiten und Staus etc
  • Eine 24.11.2016 10:05
    Highlight Highlight Salopp gesagt Post 2.0, nur effizienter und automatisch. In gewissen Bereichen machst es halt durchaus Sinn Synergien zu nutzen
  • w'ever 24.11.2016 09:58
    Highlight Highlight wie wärs, wenn der gütertransport für den nachtverkehr freigegeben werden würde, dieser aber ein tagfahrverbot bekommt?
    • Wilhelm Dingo 24.11.2016 12:23
      Highlight Highlight Sehr schlecht wärs
    • w'ever 24.11.2016 15:14
      Highlight Highlight weil?
    • Wilhelm Dingo 24.11.2016 16:42
      Highlight Highlight @w'ever: Krach auch in der Nacht.
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