Schweiz
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Silja Häusermann, Professorin Politik Sozialstaat Universität Zürich IPZ

Silja Häusermann ist Professorin für Schweizer Politik an der Universität Zürich. Die Rentenpolitik zählt zu ihren Forschungsschwerpunkten.   bild: zvg

Interview

«Je länger keine Renten-Reform mehr durchkommt, desto radikaler muss die nächste sein»

Höheres Frauenrentenalter, weniger Geld aus der Pensionskasse, dafür ein Zückerchen für Neurentner: Im September stimmen wir über die Rentenreform ab. Politik-Professorin Silja Häusermann sagt im Interview, wer welche «Kröten schlucken» muss – und warum es keinen logischen Plan B gibt.



Frau Häusermann, Sie sind 40 Jahre alt. Glauben Sie, dass Sie im Alter eine Rente bekommen werden, die zum Leben reicht?
Silja Häusermann:
Ja, das glaube ich. Wahrscheinlich wird meine Rente weniger grosszügig ausfallen als jene der heute pensionierten Professoren und Professorinnen. Und vielleicht werde ich noch nicht mit 65 pensioniert. Aber die Lebenserwartung meiner Generation ist auch höher als jene meiner Eltern und Grosseltern. Renten, «die zum Leben reichen», sind in erster Linie eine Frage des politischen Willens.

Im September stimmt das Stimmvolk über die Altersreform 2020 ab. Welche Chance geben Sie dem Paket von Bundesrat Alain Berset an der Urne?
Die Reform ist inhaltlich mehrheitsfähig – das haben Befragungen unseres Instituts gezeigt. Allerdings dürfte es nun stark von der Dynamik des Abstimmungskampfs abhängen, ob es für ein Ja an der Urne reicht.

«Es stimmt: Bei der Rentenreform müssen alle Bevölkerungsgruppen gewisse Kröten schlucken.»

Es gibt viele Kreise, die potenziell gegen die Reform sein könnten: Frauen, weil sie länger arbeiten müssen. Junge, weil sie mehr zahlen müssen. Die heutigen Rentner, weil sie im Gegensatz zu den Neurentnern keinen AHV-Zustupf erhalten. Die Angriffsfläche ist damit doch riesig!
Es stimmt: Bei der Rentenreform müssen alle Bevölkerungsgruppen gewisse Kröten schlucken. Gleichzeitig weist die Vorlage aber auch für alle Gruppen positive Aspekte auf. Frauen müssen zum Beispiel länger arbeiten – Teilzeitarbeitende erhalten aber höhere Pensionskassen-Renten, was wiederum vielen Frauen nützt. Die Abstimmungskampagne wird einen starken Einfluss darauf haben, ob die Stimmbürger unter dem Strich bereit sind, ihre persönliche Kröte zu schlucken.

Für die Jungen geht die Reform ins Geld, das ist ein Fakt. Wird es an der Urne zu einem Kampf der Generationen kommen?
Unsere Erhebungen zeigen, dass die politischen Präferenzen in dieser Frage wichtiger sind als das Alter. Ein junger SP-Wähler wird also eher wie ein alter SP-Wähler stimmen, nicht wie ein junger Bürgerlicher. Ich rechne daher nicht mit einem Generationenkampf an der Urne. Die Jungen haben ja im Vergleich zu den Alten auch länger Zeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen und für das Alter zu sparen.

Umfrage

Glaubst du, dass du noch eine Rente bekommen wirst?

  • Abstimmen

3,207

  • Ja, da bin ich zuversichtlich.25%
  • Schon, aber eine tiefere als die heutigen Rentner.33%
  • Nein, da würd ich mich nicht drauf verlassen.30%
  • Ich bin schon pensioniert.11%

Besonders umstritten ist, dass Neurentner mit der Reform 70 Franken mehr AHV erhalten sollen. Ist es nicht widersprüchlich, wenn man Milliarden-Defizite ausbügeln will, und dabei gleichzeitig einen Ausbau beschliesst?
In den letzten zwanzig Jahren sind drei Anläufe, die Altersvorsorge zu reformieren, gescheitert. Die Gemeinsamkeit der drei gescheiterten Vorlagen ist, dass sie versucht haben, die Renten zu kürzen, ohne dies ausreichend zu kompensieren. Nun kann man sicher darüber streiten, ob die 70 Franken der richtige Weg sind, um das Rentenniveau zu halten. Aber letztlich geht es dabei um eine Kompensation der gleichzeitig beschlossenen Kürzungen.

«Die Tragik der Rentenreformen ist: Je länger keine mehr durchkommt, desto radikaler muss die nächste sein.»

Glauben Sie, dass es gelingen würde, im Falle eines Volks-Neins rasch eine bessere Reform aufzugleisen?
Die Alternativen, die im Parlament besprochen wurden, haben in unseren Umfragen weniger Zustimmung erhalten als die vorliegende Variante. Die Tragik der Rentenreformen ist: Je länger keine mehr durchkommt, desto radikaler muss die nächste sein. Und umso schwieriger wird es dann wiederum, sie an der Urne durchzubringen. Dazu kommt, dass sich der Hauptwiderstand aus der Bevölkerung gemäss den Befragungen vor allem gegen Renten-Kürzungen richtet. Die bürgerlichen Gegner kritisieren jedoch die zu starke Kompensation – sie wollen eine sogenannt «mutigere» Sparvorlage. Das ist für eine künftige Reform eine ziemliche Zwickmühle, weil die Motive vieler Gegner diametral auseinanderliegen.

Bereits jetzt ist klar, dass uns auch ein Ja nur eine kurze Verschnaufpause verschafft. Schon bald braucht es eine nächste Reform. Verstehen Sie jene, die sich darüber ärgern, dass im Schweizer Politsystem keine grossen Würfe möglich sind?
Ja, das verstehe ich, aber es ist ein typisches Merkmal des ausgeglichenen Schweizer Systems, inklusive direkter Demokratie. Aber abgesehen davon: Für eine langfristige Reform ist auch die Ausgangslage zu komplex: Fällt die Zuwanderung tiefer aus als erwartet, wird der Reformbedarf plötzlich grösser und umgekehrt. Auch das Wirtschaftswachstum und das Zinsniveau sind volatil. Es muss möglich sein, auf solche Entwicklungen zu reagieren – darum braucht es zwangsläufig immer neue Reformen.

«In Dänemark etwa ist bereits beschlossen, dass das Rentenalter angehoben wird, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung steigt.»

Gewisse Kreise liebäugeln damit, das Rentenalter zu entpolitisieren. Es soll nicht mehr jedes Mal mühsam ausgehandelt werden, wie lange die Menschen arbeiten müssen. Man könnte die Leute auch einfach dann pensionieren, wenn sie 80 Prozent der Lebenserwartung erreicht haben. Was halten Sie davon?
In Dänemark etwa ist bereits beschlossen, dass das Rentenalter angehoben wird, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Auch andere europäische Länder machen das so. Ich glaube, dass viele Leute in der Schweiz dieser Logik etwas abgewinnen könnten. Aber es muss natürlich berücksichtigt werden, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eben nur ein Durchschnitt ist. Eine Akademikerin tritt später ins Berufsleben ein, leidet weniger unter körperlichen Belastungen und hat eine höhere Lebenserwartung als eine Putzfrau. Ich denke, dass wir diese Diskussionen in den nächsten Jahren führen werden.

Blicken wir noch etwas weiter in die Zukunft, Stichwort Digitalisierung: Was, wenn plötzlich die Roboter einen Teil unserer Arbeit erledigen? Brauchen wir dann ein komplett neues System?
Angenommen, es kommt wirklich so weit, dass die Arbeit nicht mehr von Menschen verrichtet wird: Dann ist ein Sozialstaat, der Leistungen an Erwerbsarbeit knüpft, natürlich überholt. In diesem Fall erhielte wahrscheinlich die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen Auftrieb. Bisher zeigte die Erfahrung jedoch, dass der technologische Fortschritt die Nachfrage nach Arbeit nicht sinken liess. Die Menschen verrichten einfach andere Arbeiten als früher. Ich glaube darum nicht, dass wir das System demnächst ganz auf den Kopf stellen müssen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • G. Schmidt 28.08.2017 05:51
    Highlight Highlight Ist interessant das sich die meisten nicht bewusst sind, dass durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer die Ärmsten am meisten bezahlen müssen.

    Während alle Güter proportional teuerer werden, ist die Auswirkung vor allem bei den Ärmsten überproportional, da diese ihre Grundausgaben nicht senken können.
  • Urs Minder 28.07.2017 16:10
    Highlight Highlight Das nicht auffällt,das die Einwanderer sich nicht einkaufen müssen, sondern mit Ergänzungsleistungen am Schluss das selbe bekommen wie jene die 47 Jahre lang einbezahlt haben, ist schon ein Skandal. Besonders da man sich die Mühe macht zu vertuschen, das ein richtig grosser Anteil der Bevölkerung nie die vollen Beiträge bezahlt hat. Das betrifft ja auch die anderen Sozialversicherungen. Nun möchte man auch die abgewiesenen Asylbewerber für Jobs legitimieren. Damit werden sie augenblicklich zu künftigen Vollbezügern in der AHV.
  • Colourreader 27.07.2017 13:53
    Highlight Highlight Alle, die radikalere (Spar-)Reformen fordern, haben hiermit den Beweis: Kommt die moderate AV2020 nicht durch, kommt keine einschneidendere Reform durch.

    Die AV2020 ist ein Kompromiss mit Ecken und Kanten, ich mag auch nicht alles. Aber unter dem Strich sichert sie unser Rentensystem bis 2030 und senkt die Umverteilung von Jung zu Alt in der zweiten Säule um zwei Drittel. Das sind wichtige Schritte.

    Dass weitere Reformen folgen müssen, ist so ziemlich allen klar. Die AV2020 gibt uns Zeit und macht einen Schritt vorwärts, so dass wir in der nächsten Reform noch einen weiter kommen.
    • Elpolloloco 27.07.2017 17:16
      Highlight Highlight was magst Du denn an der AV2020? Ich eigentlich nur die Angleichung des Rentenalters...
  • Elpolloloco 27.07.2017 08:46
    Highlight Highlight ich finde es falsch, die AHV über andere Abgaben querzufinanzieren (MwSt. etc.).
    Ich würde ein System, das sich aus den Beiträgen der Bevölkerung sowie dem Kapitalgewinn finanziert bevorzugen. Inkl. Automatismus, der das Pensionierungsalter anhebt, sobald eine Unterdeckung droht - was aber durch höhere Beiträge (Arbeitgeber und -nehmer) kompensiert werden könnte ( -> Volksentscheid). Mehr Rente und weniger Arbeiten (beides in Relation zur höheren Lebenserwartung) geht m.E. nicht.
    Die AV2020 ist ein Pflästerli. Lasst uns endlich ehrlich diskutieren, auch wenn es politisch schwierig ist.
  • Schneider Alex 27.07.2017 07:21
    Highlight Highlight AHV neu finanzieren statt Rentenalter erhöhen!

    Die AHV sollte in Zukunft nicht wie bisher weitgehend über Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanziert werden. Ergiebige neue Finanzquellen wie zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer sind neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu prüfen. Aber auch eine Umlagerung der bestehenden Ausgaben von Bund und Kantonen zugunsten der AHV ist diskutierbar.
  • reaper54 26.07.2017 21:30
    Highlight Highlight Der Kanton Genf prüft eine Strafsteuer für Self checkout Kassen. Da mit Self checkout Kassen Personal und somit auch AHV einzahler weggespart werden, wäre eine solche Steuer Bundesweit unter umständen ein gutes Mittel um Geld für die AHV zu bringen.
  • Walter F. Sobchak 26.07.2017 19:15
    Highlight Highlight Früher haben 5 für 1 bezahlt.
    Bald zahlen 2 für 1 Rentner
    In 30 Jahren 1 für 1?

    Wie kann man das überwinden?
    • werner weber 27.07.2017 14:39
      Highlight Highlight Muss man nicht, solange die Produktivität weiter so steigt.
  • walsi 26.07.2017 17:54
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass niemand die wirklichen Themen zur Rentenreform ansprechen will. Heute gibt es Unternehmen die Produzieren, dank der Automation, doppelt so viel Umsatz wie vor 20 Jahren und das mit der Hälfte der Belegschaft. Die zahlen logischerweise heute im Verhältnis zum Umsatz weniger in die AHV als vor 20 Jahren. Es bräuchte also eine Maschinensteuer für die AHV. Wenn man das nicht will könnte man bei den vererbten Vermögen mal hinschauen, das will der Souverän aber auch nicht. Es gibt genug Geld für die AHV man muss es nur holen wo es ist.
    • Pasch 26.07.2017 18:49
      Highlight Highlight Jap damals war manpower gefragt und die alten haben quasi für sich eingezahlt, und die unternehmer so oder so in die tasche gewirtschaftet. Jetzt stehen wir da sollen das ausbaden und werden es am ende auch... Dazu noch finanzielle Belastung durch wachsende Umweltabgaben und soweiter und sofort! Habt ihr gut gemacht ihr alten Säcke, nach euch die Sintflut. Es ist nicht mehr weit bis zum Zustand Deutschland, wo die die mit nichts kommen, besser versorgt werden wie die die schon immer da waren. Arbeit lohnt sich doch kaum mehr selbst oder gerade wenn man en anständigen lohn heim bringt.
  • VVS 26.07.2017 17:43
    Highlight Highlight Hätte man früher einfach denen Nichts bezahlt die nie was gezahlt haben, hätte man das Problem nicht, würde jeder sein Geld für sich einzahlen!

    Ist zwar asozial aber sorry.
    Die Gesellschaft schaut sowieso nur auf sich!
  • blueberry muffin 26.07.2017 17:24
    Highlight Highlight Die Jungen sollen mehr für die AHV zahlen und gleichzeitig mehr fürs Alter sparen.

    Tolle Sache.
    • walsi 26.07.2017 17:46
      Highlight Highlight Von nichts kommt nichts.
    • blueberry muffin 26.07.2017 19:54
      Highlight Highlight @Walsi

      Naja, scheinbar schon. Die Babyboomer haben uns 30 Jahre Lohnstagnation eingebrockt und wir dürfen sie jetzt auch noch durchfüttern.

      Vermutlich zum Dank das sie die Welt zerstörten und uns Schuldenberge hinterlassen?
    • Brummbaer76 27.07.2017 08:08
      Highlight Highlight Die Babyboomer haben uns zum Teil auf die Welt gebracht.
      Sie können wie du nichts für ihre Geburt. Da müsstest du dich be einer Generation vorher Beschweren.
      Die Welt zerstören auch die jetztigen Generationen, mann muss nur mal in den Parks, Wäldern und Seen den Abfall anschauen und die Plastiktüten Disskussion zeigt das wir nicht wirklich weiter sind als die Generationen vor uns. Die trotz mehr Möglichkeiten.
  • Beobachter 26.07.2017 17:11
    Highlight Highlight "bei der Rentenreform müssen alle Bevölkerungsgruppen gewisse Kröten schlucken".... Nicht ganz. Die bestehenden Rentner eben nicht. Und das ist einer der wesentlichen Haken des Systems (sowohl des Bestehenden wie auch des Künftigen).
    • Maracuja 26.07.2017 17:46
      Highlight Highlight Diejenigen, die bereits in Rente sind, müssen das Krötchen "Erhöhung" der Mehrwertsteuer schlucken. Mehr müssen sie nicht beitragen.
    • werner weber 27.07.2017 14:47
      Highlight Highlight Und bekommen keine höhere AHV.
  • Karl33 26.07.2017 16:45
    Highlight Highlight Gleiches Rentenalter für beide Geschlechter ist längst überfällig. Nur Ewiggestrige können gegen diese Korrektur sein.
  • Toerpe Zwerg 26.07.2017 15:54
    Highlight Highlight Und wieder eine Expertin, die bewusst keinen reinen Wein einschenkt, weil sie genau weiss, dass sie sonst die Zustimmung gefährden würde.

    Alle, welche jünger sind als Jahrgang 1973 werden mit dieser Reform brutal über den Tisch gezogen. Es gibt eine Generation, deren Renten in der Summe gar aufgebessert werden mit dieser Reform: Die Babyboomer. Aber deren Stimmen erkauft man sich. Zulasten der Jungen.

    Nein zu dieser Reform. http://erhöht
    • forest hill 26.07.2017 16:17
      Highlight Highlight Machst du mal wieder auf Wahrsager und Hellseher !! Sie hat ja gesagt, dass diese Diskussion nie enden wird und kann, weil sich die Gegebenheiten laufend verändern. Also mach dir mal nicht schon präventiv in die Hosen.
    • Triumvir 26.07.2017 16:19
      Highlight Highlight Je länger wir Reformen hinausschieben, desto brutaler wird die zwingend notwendige Reform eines Tages ausfallen. Deshalb ist es jetzt notwendig einen kleinen Schritt in die richtige Richtung - also Sanierung - zu tun! Wer jünger als Jahrgang 1973 ist, der hat erstens eine höhere Lebenserwartung und zweitens auch viel länger Zeit rechtzeitig noch privat ausreichend vorzusorgen.
    • Wambolium 26.07.2017 16:43
      Highlight Highlight Ich kann deine Argumentation gut verstehen, dass Problem der AV2020 ist, dass die verschiedenen Generationen unterschiedlich profitieren (Übergangsgeneration profiert doppelt). Man muss sich aber auch im Klaren sein, dass mit einem Nein die AHV sehr schnell sehr hohe Defizite machen würde, denn die wichtigen zusätzlichen Einnahmenquellen, wie die Erhöhung der MwSt. oder die Erhöhung des Frauenrentenalters gingen dann verloren. Natürlich ist die Vorlage nicht perfekt, doch mit einem Ja verschaffen wir uns Luft für ein paar weitere Jahre und gefährden den Fortbestand der AHV nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hanspeter97 26.07.2017 15:53
    Highlight Highlight Staatlich gefördertes Zwangsabgabeschneeballsystem nenn ich die AHV.
    Indivividuelles Vorausdenken hilft auch in dieser Angelegenheit.
    • infomann 26.07.2017 16:23
      Highlight Highlight Immer noch um Welten besser wie die 2.Säule
      In der 2.Säule hängen zu viele am Topf,Banken, Versicherungen und all die Manager, jeder will und kann sich daran eine goldene Nase verdienen.
    • Posersalami 26.07.2017 17:06
      Highlight Highlight Einen Fensterplatz in der VWL gehabt?

      Davon abgesehen ist die Ahv um Grössenordnungen effizienter und auch sicherer. Ich gehe soweit und sage, dass alles Geld aus der Säule 2 in die AHV umgeleitet werden sollte. In Österreich zB bekommt man so eine sehr anständige Rente. Die 3 Säule kann man ja behalten für diejenigen, die es sich leisten können.
    • walsi 26.07.2017 17:22
      Highlight Highlight Nur wer nicht versteht wie die AHV funktioniert bezeichnet diese als Schneeballsystem.
    Weitere Antworten anzeigen

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