Schweiz
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Die Detektiv-Gegner haben die Lufthoheit über die Stammtische vergeigt

Das Referendum gegen die Sozialdetektiv-Vorlage scheitert mit Ansage. Es ist schwieriger, die Problematik der Verhältnismässigkeit zu vermitteln, als haarsträubende Einzelfälle anzuführen. 



Gross war die Euphorie der Initianten des Sozialdetektiv-Referendums, als die nötigen Unterschriften beisammen waren. Tatsächlich haben sie Aussergewöhnliches geleistet und ein vom mit Versicherungslobbyisten durchsetzten Parlament abgenicktes Gesetz dem Stimmvolk zur Wiedervorlage empfohlen. Ohne Lobby, ohne viel Mittel, allein mit Crowdsourcing, Social Media und tollen Testimonials. 

Von da an ging es dann südwärts. Ausser der linken Internetpopulation konnte das Referendum keine nennenswerte Anzahl Follower mehr gewinnen. Oder im herkömmlichen Politologen-Jargon:  Es ist nicht gelungen, die Stimmbevölkerung über das linke Kernpublikum hinaus zu erreichen. 

Womit wir bei der Kernproblematik linker Kampagnenführung wären. 

Die Befürworter der Vorlage haben mit wohldosierter Publikation von trefflich diskutierbaren, konkreten und haarsträubenden Betrugs-Einzelfällen in jeder Phase des Abstimmungskampfes die Lufthoheit über Stammtische behalten. Dort zieht «Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten» relativ zuverlässig.  

Derweil haben die Sozialdetektiv-Gegner Whataboutism in Richtung Steuerhinterzieher betrieben («Warum werden die nicht im Schlafzimmer überwacht?») und sich in Detailfragen verloren, wie etwa, ob das neue Gesetz Schlafzimmer-Observation zulasse oder nicht

Während die Befürworter also simpel die in allen Schichten vorhandenen Ur-Emotionen Neid und Empörung fütterten, führten die Gegner ihre Kampagne mit den abstrakten Grössen Verhältnismässigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Privatsphärenschutz. 

Erst zuletzt hat man sich darauf besonnen, dieselben Methoden wie die Sozialdetektiv-Befürworter anzuwenden und einen haarsträubenden Einzelfall einer betrügenden Versicherung zu veröffentlichen, die eine falsche Person überwacht, dann zu Unrecht eine Rente gekürzt und eine grosse Summe bereits bezahlter Leistungen zurückgefordert hatte. 

Ein Stakkato solcher Berichterstattung wäre ohne Zweifel möglich gewesen und hätte deutlich gemacht, dass man vor Versicherungen nicht unbedingt etwas zu verbergen haben oder latent invaliditätsgefährdet sein muss, um Objekt ihrer Überwachung und Schikane zu werden.

Denn Versicherungen urteilen nicht nach moralischen, sondern nach streng betriebswirtschaftlichen Massstäben und gemäss denen lohnt es sich auf lange Sicht, alle ein paar Monate lang zu observieren und in juristische Händel zu verwickeln, von denen zu erwarten ist, dass sie ein Leben lang Rentenleistungen oder sonstige hohe Versicherungsleistungen beziehen werden.  

Dieser Zusammenhang wäre auch in der bürgerlichen Mitte gut verstanden worden. Und diese hätte es gebraucht, um dieses Referendum zu gewinnen. 

Das wäre den Detektiven mit dem neuen Gesetz erlaubt

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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Switch_On 26.11.2018 09:22
    Highlight Highlight Sehr geehrter Herr Thiriet
    Ich gebe ihnen inhaltlich sogar recht obwohl ich ja gestimmt habe, mir hat die Ja Kampagne, welche auf Einzelfällen aufgebaut war, auch nich gefallen.

    Ich finde es aber spannend, dass sie das so sehen, da es sie waren der vor einigen Monaten auch einige Einzelfälle zum Anlass genommen hat um alle Fussballfans in einen Topf zu werfen und extreme Massnahmen zu fordern.
  • Xonco 26.11.2018 08:12
    Highlight Highlight Lustigerweise kann keiner der Befürworter, etwas gegen die Überwachung sagen, der wir Tür & Tor geöffnet haben.

    1 Richterlicher Beschluss, damit das ganze nicht willkürlich stattfindet.

  • Ohniznachtisbett 26.11.2018 07:55
    Highlight Highlight 3/2 ;) Es ging in dieser Diskussion nie um Neid. Niemand ist jemandem die IV-Rente neidig. Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich nie eine brauche. Es geht hier darum, dass häufig öffentlich-rechtliche Anstalten, die uns allen gehören, die Möglichkeit haben, ihre Leistungspflicht zu überprüfen. Und die Argumentation mit den Steuerhinterzieher ist dann schon fast lächerlich. Steuerämter machen hier ihren Job schon. Nur, weist man Steuerhinterziehung halt eher mit Bankbelegen u.Ä. nach, nicht mit Videos wie jemand "im Rollstuhl" seinen Garten umgräbt. Da brauchts eine andere Beweisführung.
  • Ohniznachtisbett 26.11.2018 07:49
    Highlight Highlight 2/2 Ich bin auch sehr kritisch gegenüber Überwachung durch den Staat. Wer aber lebenslang Versicherungsleistungen bezieht, der muss diesen Anspruch auch begründen und er hat die Pflicht, wenn sich sein Zustand bessert, sich mit dem Versicherer (meistens die IV, die dann mit der zweiten Säule abstimmt) in Kontakt zu treten und ihn zu informieren, dass es ihm besser geht. Mit diesem Gesetz haben wir nicht Tür und Tor für Willkür geöffnet, sondern wir haben eine jahrelange Praxis, die im gesetzlichen Graubereich war, auf eine rechtsstaatliche Basis gestellt. Hier von Neid zu reden ist gugus.
  • Ohniznachtisbett 26.11.2018 07:42
    Highlight Highlight 1/2 Die Argumentation, dass die ach so bösen Versicherungen, so unglaublich betriebswirtschaftlich denken, ist halt eben nur die halbe Wahrheit. 1. handelt es sich bei allen Versicherungen, ob privat- oder öffentlichrechtlich, die davon gebrauch machen, um Sozialversicherungen. D.h. sie sind eben auch der Allgemeinheit verpflichtet. Betriebswirtschaftliches Geschäftsgebahren legen insofern nur die privaten Unfallversicherer, sowie die privaten Risikoträger der beruflichen Vorsorge (2. Säule, Invalidität durch Krankheit). IV und SUVA sind öffentlich-rechtlich und nicht gewinnorientiert.
  • Monica001 26.11.2018 02:36
    Highlight Highlight Ich frage mich was passieren wird, wenn ein erwischter Betrüger seinen Fall vor den europäischen Gerichtshof zieht und Recht bekommt, dass die Überwachung nicht rechtens war. Die Selbstbestimmungsinitiative wurde abgelehnt und somit wäre das Schweizer Recht nicht mehr gültig. Also wäre die Überwachung trotz dem hohen „Ja“ des Volkes ungültig. Weiß jemand Bescheid wie es in diesem Fall dann geregelt werden müsste? Gilt dann die Abstimmung oder das Urteil vom europäischen Gerichtshofs? Diese zwei Abstimmungen widersprechen sich doch?!?
  • Rabbi Jussuf 26.11.2018 02:32
    Highlight Highlight Es ist schon billig, die Befürworter als Stammtischler hinzustellen.
    Es ging bei dieser Vorlage nur um eine gesetzliche Grundlage. Um nichts anderes. Wäre sie abgelehnt worden, hätte sich nichts geändert. Es gäbe trotzdem "Versicherungsdetektive". Nur die Beweisbarkeit wäre etwas aufwändiger geworden.
    Was Verfehlungen der Versicherungen hier zu suchen haben, ist mir schleierhaft. Das tangiert das Referendum nicht. Das Argument gegen das Referendum zu bringen, wäre der gleiche Whataboutism, wie die Sache mit dem Steuerbetrug gewesen. Es zeigt nur, dass die Gegenseite keine Argumente hatte.
  • Henzo 25.11.2018 23:28
    Highlight Highlight Ich sitz an keinem Stammtisch und habe "ja" gestimmt.
  • Follower 25.11.2018 21:23
    Highlight Highlight Danke für diesen guten Artikel. Wenn eine Versicherung einen teuren Kunden plagen will... Hoffen wir, dass die Versicherungen ein wenig sozial denken.
    • amRhein 25.11.2018 23:00
      Highlight Highlight Werden sie nicht. Geld regiert die Welt.
    • Rabbi Jussuf 26.11.2018 02:34
      Highlight Highlight Eine Versicherung ist ein soziales Konstrukt. Ich sehe nicht ein, warum sie über ihre Bedingungen hinaus noch sozialer sein sollen. Die hätten schnell kein Geld mehr.
    • Menel 26.11.2018 08:19
      Highlight Highlight Nein, eine Versicherung ist ein Wettbüro; ich wette darauf, das mir was passiert, sie halten dagegen 😉
  • 7immi 25.11.2018 20:49
    Highlight Highlight ein meinungsforschungsinstitut klärt jeweils auf, weshalb was wie angenommen oder abgelehnt wurde. dieser artikel zeigt eindrücklich, weshalb diese analyse nicht den medien zusteht...
  • Roterriese 25.11.2018 20:44
    Highlight Highlight Tja, das Volk ist nicht auf die Gaga-Kampagne der «Linken» hereingefallen.
  • Kimelik 25.11.2018 20:09
    Highlight Highlight Also so ein lächerlicher Komentar, ich habe sichernicht ja gestimmt, weil ich neidisch bin. Ich denke die Leute haben JA gestimmt, weil es leider nötig ist solche Personen zu überwachen um die Sozialsysteme nicht plötzlich ganz zu verlieren. Bestes Beispiel Schleudertrauma, wurde schamlos ausgenützt und jetzt wird es auch bei echten Fallen von der IV kaum noch übernommen...
    • peeti 26.11.2018 00:02
      Highlight Highlight Dann hast du den Kern der Initiative nicht verstanden: Es ging nicht um für oder gegen Überwachung. Sondern einen starken Ausbau mit Überwachungsinstrumenten, für die die Polizei sonst einen Gerichtsbeschluss benötigt. Das Rechtssystem wurde ganz klar für Bezüger von Sozialleistungen verschärft.
    • Rabbi Jussuf 26.11.2018 02:36
      Highlight Highlight Nein, es wurde nicht sehr verschärft. Und mit der Polizei hat das Ganze nichts zu tun.
      peeti, du hast den Kern nicht begriffen.
    • Roterriese 26.11.2018 06:15
      Highlight Highlight @peeti

      1. Es war keine Initiative, sondern ein Referendum.

      2. Die Polizei kann bis zu einem Monat selbständig überwachen, danach braucht sie das Einverständnis der Staatsanwaltschaft (nicht Gericht!)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Redly 25.11.2018 20:06
    Highlight Highlight Komm wir machen noch schnell die Befürworter nieder und sprechen von „Stammtischen“, „haarsträubend“ etc.
    Dass meistens beide Seiten Argumente haben, ignorieren wir - und entlarven uns selber als soooo überlegen allerdings auch ein kleines bisschen als „Wutbürger“.
  • Rednerpult Tester 25.11.2018 19:53
    Highlight Highlight Wir Fichen verfolgten Schweizerlein wussten was droht.
    Leider wissen wir auch wie gutgläubig wir sind.
    Die direkte Demokratie ermöglicht Fehler zu korrigieren.
  • pascii 25.11.2018 19:51
    Highlight Highlight Und wer überwacht die, die überwachen? Seit heute stehen Leistungsbezüger unter Generalverdacht. Ein trauriger Tag für die Gerechtigkeit, für die Schweiz.

    …während sich an den Stammtischen die üblichen Verdächtigen beglückwünschen schraubt gerade eine Gemeinde den Steuerfuss aufs absolute Minimum, ein Fabrikant vlässt geld verschwinden und bei der FIFA knallen Korken.
    User Image
  • PPP 25.11.2018 19:18
    Highlight Highlight Wie man sich als erwachsener Mensch ernsthaft für Sozial-Kriminelle einsetzen kann, ist mir schleierhaft.
  • Muselbert Qrate 25.11.2018 19:14
    Highlight Highlight „...und gemäss denen lohnt es sich auf lange Sicht, alle ein paar Monate lang zu observieren und in juristische Händel zu verwickeln, von denen zu erwarten ist, dass sie ein Leben lang Rentenleistungen oder sonstige hohe Versicherungsleistungen beziehen werden. “

    Das können sie nicht im ernst meinen oder..!!!?? 🤭
  • olmabrotwurschtmitbürli 25.11.2018 18:47
    Highlight Highlight Betroffenen empfehle ich den Versicherern keine Entbindungserklärungen für Ärzte und Behörden zu unterzeichnen ohne den Vorbehalt anzubringen, dass diese Entbindungserklärung erst wirksam wird, nachdem der Versicherer schriftlich zugesagt hat, auf unabgesprochene Beweiserhebungen zu verzichten.
    • lucasm 25.11.2018 18:54
      Highlight Highlight Natürlich steht es dir offen, dich im krankheitsfall nicht bei der IV anzumelden. Zwingt dich niemand dazu. Dann bist du frei von untersuchungen, formularen und kontrollen.
    • olmabrotwurschtmitbürli 25.11.2018 19:13
      Highlight Highlight @lucasm

      Natürlich wird der Versicherer auf der Mitwirkungspflicht des Leistungsempängers insistieren. Dann ist es aber wohl angebracht, die Entbindungserklärung zeitlich und thematisch einzugrenzen. Insbesondere Vorzustände sind von der Mitwirkungspflicht nicht erfasst.

      Sry, aber wenn Versicherer ihre Kunden wie Kriminelle behandeln wollen, dürfen diese wohl auch etwas vorsichtig reagieren?
    • lucasm 25.11.2018 19:21
      Highlight Highlight Wenn du dich nicht bei der IV anmeldest, wird sie auch nix von dir wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Agnos ~ 25.11.2018 18:45
    Highlight Highlight Den AHV Rentner geht es wohl auch an den Kragen, denn ihre Renten sind auch Sozialleistungen, und wer will schon über den Fenstersims hinein spioniert werden, gleich wie ein Überwachungsstaat jenseits der Ukrainer.
    • Aglaya 26.11.2018 08:35
      Highlight Highlight Die AHV ist aber nur an Bedingungen gebunden, die man kaum vorspielen kann, nämlich das Alter, die eingezahlten Beiträge und die Beitragsjahre. Du darfst AHV beziehen und trotzdem weiterarbeiten. Daher ist für die Versicherung durch eine Überwachung nichts zu gewinnen, weshalb sollten sie es also tun?
    • Agnos ~ 26.11.2018 12:10
      Highlight Highlight Die SVP sieht auch in der AHV die Betrüger, und will die Rente auch da kürzen, weil nach ihrer Fassion nach, auch da gespart werden muss, so wie in Deutschland, Frankreich und Italien, dass mit weniger Beiträge der Firmen an die AHV, mehr finanzielle Mittel zu Verfügung zu stellen, um mit einer Konjunktur gegenüber dem Konkurrenten im Ausland zu bestehen.
    • Rabbi Jussuf 26.11.2018 14:39
      Highlight Highlight Agnos
      Es ist einfach mühsam, wenn jemand nicht beim Thema bleibt. Die AHV ist eine ganz andere Baustelle, als die Sozialdetektive. Und alles auf die SVP abzuwälzen, zeugt eigentlich nur auf eine Fixierung deinerseits.
  • Areus 25.11.2018 18:38
    Highlight Highlight Als Gegner der Initiative sollte man sich jetzt aktiv für den Schutz der Privatsphäre einsetzen. In der Schweiz wird sie ja mit Art. 13 BV geregelt. Dort steht aber nirgends (auch nicht im neuen angenommenen Bundesgestz), dass ein Eingriff in die Privatsphäre nur durch eine Behörde erlaubt wird. Das verstösst gegen Art. 8 EMRK. Der Bundesrat muss jetzt also dafür sorgen, dass eine (staatliche) Behörde die Observationen durchführt.

    Wurde dieses "Problem" schon einmal angesprochen, oder interpretiere ich die Gesetzeslage falsch und man wendet die Schubert-Praxis an?
  • Jockerman 25.11.2018 18:22
    Highlight Highlight Das passt ja super,ein Land das alles tut um neutral zu sein sich kämpferisch gibt und an Tradition en hällt und behauptet die beste Demokratie zu haben, sagt ja zu bespitzelung. Willkommen in Nordkorea.
  • Platonismo 25.11.2018 18:02
    Highlight Highlight Lieber Herr Thiriet, die bürgerliche Mitte sitzt nicht am Stammtisch. Sie kann allerdings recht gut Statistiken lesen, zB den signifikant überproportionalen Anstieg des Sozialhilfebezugs seit Anfang der 1990er Jahre. Das Gesetz passt einfach die regulatorischen Rahmenbedingungen einem veränderten gesellschaftlichen Umfeld an. Eine Trivialisierung der Position der BefürworterInnen scheint mir da nicht angemessen. Vielleicht hätte ja Links in solchen Abstimmungen bessere Gewinnchancen, wenn man das politische Gegenüber nicht konsequent als dumm oder uninformiert darstellen würde?
    • foe (1) 25.11.2018 18:14
      Highlight Highlight Nun, die Sozialhilfe ist von diesem Gesetz aber gar nicht betroffen. Und ansteigen wird die Sozialhilfequote weiterhin. Vor allem dann, wenn man IV-Bezügern - aus was für Gründen auch immer - die Rente streitig macht.
    • lucasm 25.11.2018 18:25
      Highlight Highlight Den statistiken ist zudem auch zu entnehmen, wo die ganzen neuen bezüger hergekommen sind.
    • Hiker 25.11.2018 18:55
      Highlight Highlight Da stimmt leider nur zu gut. Man sollte nie mit der Dummheit der anderen Seite argumentieren. Leider haben wir mit der Annahme dieser Initiative der Schnüffelei der Versicherungen Tür und Tor geöffnet. Und es wird mitnichten nur Sozialbertüger betreffen. Das kann mir jedermann bestätigen der jemals Leistungen von Versicherungen einfordern musste die ein gewisses Mass überschreiten. Lebt jetzt damit, die Schadenfreude wird einigen von Euch Befürwortern im Hals stecken bleiben wenn Ihr dereinst die volle Auswirkung dieser Einbusse an Privatsphäre am eigenen Leibe erfahren werdet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sowhat 25.11.2018 18:01
    Highlight Highlight Es hätte Watson gut angestanden, wenn das VOR der Abstimmung hier zu lesen gewesen wäre. Es nun nach der Abstimmung als Analyse zu bringen... naja, isch e chli billig
  • meine senf 25.11.2018 17:58
    Highlight Highlight Es war halt auch ein schwieriges Thema. Darüber, dass nicht betrogen werden soll, sind sich ja grundsätzlich fast alle einig. Und für jemand, der sich nicht tiefer damit befasste, war das auch schon das Ende der Diskussion.

    Die Vergleiche mit Steuerhinterzieher würde ich aber nicht nur als Whatabouthism abtun. Es geht darum, auf Widersprüche in der rechtspopulistischen Rhetorik hinzuweisen.Bei der SBI, wo nun die SVP plötzlich von ihren Gegnern Finanztransparenz verlangt,klappte das ja ganz gut.

    Vielleicht wäre es aber eine gute Idee gewesen,extreme Überwachungsfälle genau so auszuschlachten
    • Barracuda 25.11.2018 20:03
      Highlight Highlight Und wieder ein Widerspruch von dir. Genauso lenkst du wieder auf andere ab. Steuerbetrüger sind genauso zu bestrafen wie kriminelle Sozialversicherungsbetrüger. Nur werden sich diejenigen, die hier andauernd Whataboutism betreiben, bei den Steuerbetrügern dann nicht mehr über eine angebliche übertriebene Überwachung beklagen. Siehst du die verlogenen Widersprüche in der Argumentation?
  • Ökonometriker 25.11.2018 17:56
    Highlight Highlight Man hätte einfach mit der Tatsache argumentieren können, dass die Detektive ihr Geld nur Wert wären, wenn die unrechtmässigen IV-Fälle arbeiten gehen wenn sie auffliegen. Da die meisten dieser Fälle aber danach einfach Sozialhilfe beziehen, verschiebt man die Kosten nur vom Bund an die Kantone. Die Detektiven rechnen sich in den wenigsten Fällen.
    Den meisten Leuten war dies leider nicht klar. Aber immerhin gibt es jetzt wieder ein paar zusätzliche Jobs in der Sozialindustrie auf Kosten des arbeitenden Mittelstandes.
    • lucasm 25.11.2018 18:23
      Highlight Highlight Ausländische personen müsste man konsequent ausweisen, aber das geschieht leider nur sehr zurückhaltend.
    • Dominik Treier (1) 25.11.2018 23:03
      Highlight Highlight Das tut man schon da man es ja seit dem SVP-Straffkatalog muss... Aber erzähl du nur weiter deine Ammenmärchen lucasm...
  • Barracuda 25.11.2018 17:52
    Highlight Highlight Klar zwei Drittel der Schweizer gehören zu den Naiven, die man am Stammtisch überzeugen muss. Tendenziöser geht es nicht, und Rösti wirft man vor er gäbe den anderen schuld. Und von haarsträubenden Einzelfällen zu reden bei hunderten Millionen Franken, zeigt die "Ausgewogenheit" von watson.
    • meine senf 25.11.2018 18:10
      Highlight Highlight Rein mathemisch könnte man argumentieren, dass er nicht 2/3 der Schweizer meinte, sondern 1/6. Das hätte ja für die Hälfte gereicht.
    • Roman h 25.11.2018 18:19
      Highlight Highlight Eines von vielen Beispielen wie neutral Watson doch ist.
      Auch wenn es noch weniger haarsträubende Einzelfälle wären, ja auch wenn es null Fälle wären
      Das ganze spielt keine Rolle.
      Wenn jeder weiss das es keinen Schutz gibt, dann kommen die Verbrecher
    • psylo 25.11.2018 19:38
      Highlight Highlight Kurze Frage zu den Zahlen: woher hast du diese? Ich fand nirgends einen solchen Wert, ausser vielleicht, man rechnet das über mehrere Jahre...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triple A 25.11.2018 17:43
    Highlight Highlight Ich war für die Vorlage. Wichtig ist nun, dass Observationen wie bis vor einem Jahr äusserst zurückhaltend eingesetzt werden. Auch die Äusserung im Artikel, dass Versicherungen nicht moralisch, sondern betriebswirtschaftlich funktionieren ist nur halb richtig. Es geht ja nur um die Sozialversicherungen. Jeder Sozialversicherung liegt ein Gesetz zugrunde und an dieses muss sie sich halten, was periodisch und peinlich genau kontrolliert wird. Eine Observation wird deshalb regelmässig nur bei Renten- oder Taggeldern überhaupt möglich sein. Schön, dass die Panikmache nicht erfolgreich war!
    • Oban 25.11.2018 18:54
      Highlight Highlight Mein Problem dabei ist, das diese Überwachung irgendein GL Mitglied der Versicherung abnickt und keine Staatliche Stelle.
      Wenn also Private Firmen mehr Kompetenzen besitzen als Staatliche Stellen dann läuft was falsch. Aber vieleicht klagt dann mal ein „Opfer“ zivil, so das es den Versicherungen so richtig wehtut, wenn die Amateure mal einen Falsch verdächtigen.
    • hävi (the return) 25.11.2018 20:14
      Highlight Highlight Oban
      Wo ist das Problem ?
      Wer die IV nicht bescheisst, hat rein gar nichts zu befürchten.
      IV Überwachung ist zum Schutze aller.
    • Dominik Treier (1) 25.11.2018 23:07
      Highlight Highlight Leider eben nicht... Ich hätte dieser Vorlage ao nur unter einer Auflage zugestimmt und zwar, dass die Versicherung massiv Schadenersatz zahlen müsste, sollte herauskommen, dass das Material nicht aussagekräftig ist oder es sich um einen unbegründeten Verdacht handelt. Nur mit Geldverlust oder neutralität kann die Rechnung zugunsten der Versicherten angepasst werden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 25.11.2018 17:42
    Highlight Highlight Köbi und Ueli wollen ja das all die Vics und Ics geschnappt werden. Dass sie evtl mal ein Burnout, oder eine andere, nicht sichtbare Arbeitsunfähigkeit erleiden können, daran denkt der stolze Büezer vom Stammtisch nicht. Auch sein Alkoholkonsum ist schliesslich kein Problem, er verträgt ja mehr als die anderen.
    • lucasm 25.11.2018 18:16
      Highlight Highlight Komisch, dass menschen gewisser nationalitäten doppelt so oft krank werden und eine IV brauchen. Ihr text hat gerade eher stammtischniveau. Meine aussage entnimmt sich der IV-Statistik.
    • Max Dick 25.11.2018 19:15
      Highlight Highlight Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass gewisse Nationalitäten viel öfters harte körperliche Arbeit (z.b. Bau) machen, als die Schweizer im Durchschnitt. Ich bezweifle, dass die von Ihnen angesprochenen Nationalitäten auch mehr IV beziehen, wenn Akademiker, Kaufmänner, etc. verglichen werden.
    • hävi (the return) 25.11.2018 20:17
      Highlight Highlight Max
      Liegt wohl auch daran, dass man einen ungeliebten Job, nur allzugetne gegen eine komfortables Rente eintauschen möchte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 25.11.2018 17:38
    Highlight Highlight Vielsagend, die unterschiedliche Tonalität zur verloren SBI und dem verlorenen Referendum zu den Sozialdetektiven. Häme auf der einen, Respekt auf der anderen Seite...
    • Cédric Wermutstropfen 25.11.2018 19:45
      Highlight Highlight Die Artikel sind immerhin als Kommentare gekennzeichnet, man weiss also das tendenziös geschrieben wird. Mir ist neutrale Berichterstattung auch lieber als soetwas, aber immerhin ist es klar deklariert.
    • Barracuda 25.11.2018 20:09
      Highlight Highlight Eigentlich hätte ich nicht zu klagen, da der heutige Abstimmungstag in meinem Sinn verlaufen ist. Aber die von dir beschriebene Unausgewogenheit und unprofessionelle Berichterstattung bringt mich auch auf die Palme und lässt jegliche Glaubwürdigkeit vermissen.
  • P. Silie 25.11.2018 17:32
    Highlight Highlight Beg pardon?! Zitat: "Womit wir bei der Kernproblematik linker Kampagnenführung wären."

    Bei der SBI hat es doch die linke Kampagnenführung super geklappt. Noch ist nicht alles verloren.. vielleicht kommt ja jetzt der EGMR oder nach der Unterzeichnung des Rahmenvertrags mit der EU gar der EUGR und wird diese Initiative wieder kippen.

    Gebt bloss die Hoffnung nicht auf!
    • Hashtag 25.11.2018 18:10
      Highlight Highlight Silie, die Gegemkampagne zur SBI war nicht links sondern auch von der Wirtschaft getragen.
    • dickmo 25.11.2018 18:23
      Highlight Highlight Bei der SBI hat vor allem die Kampagnenführung von Thomas Matter NICHT geklappt 😂
    • P. Silie 25.11.2018 18:59
      Highlight Highlight Oh Dickmo, ich schrieb bereits zuvor, dass die SVP Kampagnenleitung komplett versagt und das seit ca. 8 Jahren. Dass der Wahlkampf der SBI Gegner nach perfektem AgitProp Schema ablief, lässt sich trotzdem nicht wegweisen. Perfekt gemacht! Ehrliche und professionelle Gratulation meinerseits.
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