Schweiz
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Bereits Dutzende Anmeldungen für das bedingungslose Grundeinkommen in Rheinau



Schon Dutzende von Rheinauerinenn und Rheinauern haben sich für das bedingungslose Grundeinkommen angemeldet. Noch während der Informationsveranstaltung vom Freitagabend haben viele von ihnen das Anmeldeformular ausgefüllt.

Eine der ersten, die sich angemeldet haben, ist Martina Kunz, eine junge Mutter von drei Kindern, die als Schneiderin selbständig ist. Sie weiss jetzt schon, was sie mit den 2500 Franken Grundeinkommen machen würde: «Ich würde das Geld nutzen, um die Kinder mehr in die Betreuung zu geben. Dann könnte ich mehr arbeiten.»

Eine ältere Rheinauerin, die sich mit Agnes vorstellte, war anfangs gar nicht begeistert, als sie vom bedingungslosen Grundeinkommen hörte. «Geht es noch? So verrückt.» Sie sei skeptisch, räumte sie ein. Doch wenn man es nicht probiere, wisse man nie, ob es funktioniere oder nicht. Deshalb mache sie mit.

Formulare im Sekundentakt

So wie diese beiden Frauen denken viele der rund 400 Rheinauerinnen und Rheinauer, die ihren Freitagabend in der Mehrzweckhalle verbrachten, um mehr über das Experiment zu erfahren.

Im Sekundentakt landeten nach dem Anlass die Anmeldeformulare in der Abstimmungsurne, welche die Gemeinde beim Ausgang bereitstellte. Wie viele sich bereits anmeldeten, kann noch nicht gesagt werden.

Damit mit dem Experiment gestartet wird, muss etwa die Hälfte der Gemeinde mitmachen. Nötig sind also etwa 650 Anmeldungen. Die Anmeldefrist beträgt zwei Wochen. Fehlen dann nur noch einige wenige Mitstreiter, wird die Frist aber noch etwas verlängert.

Gemeindeverwaltung Rheinau (ZH) am Mittwoch, 6. Juni 2018. Ein Jahr lang soll im Zuercher 1300-Seelen-Dorf jeder, der will, ein

Kinder können auch dann angemeldet werden, wenn ihre Eltern mehr als 2500 Franken verdienen Bild: KEYSTONE

So ganz bedingungslos ist das Grundeinkommen allerdings nicht: Mitmachen kann nur, wer in Rheinau wohnt und älter als 25 ist. Es ist zudem kein Zusatzeinkommen, sondern soll vielmehr als Absicherung verstanden werden.

Wer also mehr als 2500 Franken Einkommen hat, muss das Grundeinkommen, das jeweils Anfang Monat aufs Konto kommt, zurückzahlen. Das Projekt bringt finanziell somit nur jenen etwas, die ohnehin weniger als 2500 Franken pro Monat einnehmen, also etwa Alleinerziehende, Studenten oder Rentner, die nur von der AHV leben.

Auswirkungen auf das Dorfleben

«Ich verdiene mehr als 2500 Franken. Weshalb soll ich denn mitmachen?», lautete am Freitag eine wichtige Frage. Wegen der Erfahrungen, antwortete Filmemacherin und Initiantin Rebecca Panian. Das sei zwar kein finanzieller Profit, aber dennoch wertvoll.

Lohnenswert könnte es hingegen für Familien werden, denn Kinder können auch dann angemeldet werden, wenn ihre Eltern mehr als 2500 Franken verdienen. Pro Kind würde es 625 Franken geben, wovon allerdings noch die Kinderzulage abgezogen würde.

Ein Wissenschaftsteam will das Projekt begleiten und die Veränderungen in der Gemeinde beobachten. Untersucht werden soll die Wirkung auf Familien, die Kaufkraft und das Dorfleben.

Drei bis fünf Millionen nötig

Doch auch wenn genügend Rheinauer mitmachen: Gesichert ist das Projekt auch dann noch nicht. Es müssten noch drei bis fünf Millionen Franken zusammenkommen. Weil die Gemeinde keine Steuergelder aufwenden will, müsste das Geld über eine Sammelaktion zusammenkommen. Gestartet wird diese, sobald die 650 Anmeldeformulare beisammen sind.

Was am Freitag in Rheinau gut ankam, hatte vor zwei Jahren auf Bundesebene keine Chance. Die Schweizer Stimmbevölkerung lehnte die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens wuchtig ab. Diese Abstimmung hatte die Filmemacherin Rebecca Panian aber dazu veranlasst, das Projekt zu starten. Auf Rheinau kam Panian, weil sich die Gemeinde nach einem Aufruf selber dafür auf der Projektwebsite angemeldet hatte. (sda)

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Bedinungsloses Grundeinkommen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wie Brot 01.09.2018 09:09
    Highlight Highlight Was oft vergessen wird: die 2500/Monat und auch die anderen Spielregeln wurden von der Filmemacherin und dem Team des Experiments bestimmt und nicht von Politikern. Falls es in der Schweiz eingeführt werden würde, würden bestimmt nicht dieselben Regeln gelten.
    • Flötist 01.09.2018 18:21
      Highlight Highlight Nein, die 2500 Franken müsste. Höher angesetzt sein. Mit 2500 kann keiner allein überleben.
  • Der Rückbauer 01.09.2018 08:46
    Highlight Highlight Das BGE in der vorgesehenen Form ist kein wirkliches BGE. Es ist eher Sozialbeihilfe. Fr. 2'500.-- liegen unter dem Existenzminimum. Die können sich direkt beim Sozialamt melden. Die Anzahl der BGE-Begünstigten wird der Anzahl Sozialhilfeempfänger entsprechen, weil ja alle anderen die Kohle wieder zurückschicken müssen (?!).
    Das BGE war und ist eine Spinnerei. Und wird eine bleiben.
    • Flötist 01.09.2018 18:24
      Highlight Highlight Du verstehst abscheinend nicht, dass die Arbeitswelt komplett im Umbruch ist und bald mehr Leute ihren Job verlieren werden, als neue Jobs entstehen werden. Daher braucht es diese Experimente, selbst wenn 90% davon nicht direkt zur Lösung führen werden. Aber eins muss dir klar sein: Was im Moment an Digitalisierung und Automatisierung abgeht, lässt beispielsweise die Industrialisierung wie einen Mückenfurtz aussehen.
    • Garp 01.09.2018 19:33
      Highlight Highlight Das Sozialamt gibt es dann aber nicht mehr, wenn das so eingeführt wird.
  • Garp 01.09.2018 08:40
    Highlight Highlight Wer also z.B. nur 2400.- verdient, bekommt 2500.- zusätzlich und kann alles behalten? Die Rentnerin mit sagen wir 2150.- Rente, bekommt auch 2500.- dazu, muss nichts zurückzahlen. Die Rentnerin die 2700.- Rente mit Zusatzleistung hat, muss dann wenn sie 2500.- bekommt, alles wieder zurückzahlen? Klingt nicht sehr gerecht. Wer zwischen 18 und 25 ist bekommt gar nichts, auch wenn er unter 2500.- verdient. 🤔

    Warum soll ich mir, bei z.B. 5000.- Einkommen 2500.- geben lasssen und die sogleich wieder zurückgeben?

    So habe ich mir das Grundeinkommen nie vorgestellt!

    • Flötist 01.09.2018 18:20
      Highlight Highlight Du hast das Experiment nicht verstande. Die Rentnerin mit 2100 muss nicht nichts zurückzahlen.
    • Garp 02.09.2018 18:19
      Highlight Highlight Dann erklär es mir doch Flötist. Mir erschliesst sich das ganze in der Form nicht. Es ist ja nicht bedingungslos, also darf man es auch nicht so nennen.
    • Flötist 03.09.2018 06:53
      Highlight Highlight Es steht im Artikel: Sie bezahlt die Differenz zurück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr.Ball 01.09.2018 08:30
    Highlight Highlight «Ich würde das Geld nutzen, um die Kinder mehr in die Betreuung zu geben. Dann könnte ich mehr arbeiten.»

    🤦‍♂️
  • Maracuja 01.09.2018 08:18
    Highlight Highlight <Wer also mehr als 2500 Franken Einkommen hat, muss das Grundeinkommen, das jeweils Anfang Monat aufs Konto kommt, zurückzahlen

    Was fällt denn alles unter Einkommen, neben Lohn, auch Renten, Ertrag aus selbstständiger Tätigkeit, Kapitalerträge? Offensichtlich herrscht da Unklarheit, sonst würde sich die im Bericht erwähnte selbstständige Schneiderin nicht bereits auf zusätzliche 2500 Franken freuen. Und so nebenbei wieviele Studenten über 25 gibt es denn in dieser Gemeinde (jüngere werden ja ausgeschlossen)?
    • p4trick 01.09.2018 09:25
      Highlight Highlight Pro Kind erhält sie zu den 2500 Grundlohn je 625 pro Kind das sind nach Abzug Kindergeld ca 1200 zusätzlich. Sie kann dadurch mehr ihrer Arbeit die sie liebt nachgehen und hat so mehr Geld zur Verfügung. Mehr Geld dass sie Dann wieder zurückgibt. Sehr schönes Beispiel dass es eben genau gar nicht mehr kostet für den Staat
  • Schneider Alex 01.09.2018 07:32
    Highlight Highlight Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE): Es gibt genügend sinnvolle Arbeit!

    Beim bedingungslosen Grundeinkommen besteht der Verdacht, es gebe nicht genügend Arbeit. Das ist natürlich ein Irrtum. Im Umwelt-, Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Sicherheitsbereich gibt es genügend sinnvolle Arbeit Die Eingliederung in den Arbeitsprozess ist insbesondere für die Jungen zentral und sollte nicht durch die Suggestion "free lunch" unterlaufen werden. Minimallöhne sind daher zweckmässiger als das bedingungslose Grundeinkommen.
  • derEchteElch 31.08.2018 23:31
    Highlight Highlight „..Wegen der Erfahrungen, antwortete Filmemacherin und Initiantin..“

    Was bitte bringt diese Erfahrung?
    Da verdient man z.B. 7000 CHF/Mt, bekommt 2500 CHF BGE dazu, wovon man alles zurück zahlt. Man weiss doch schon, wie es ist, mit 7000 CHF zu leben.

    Da kann man keine Erfahrungen sammeln!

    Das BGE ist unrealistisch!
    Der Staat muss mehr Geld einnehmen, wie als BGE ausbezahlt wird. D.h. die Steuern werden pro Monat (!) mehr Betragen, als per BGE pro Monat (!) ausbezahlt wird!

    Es werden Steuern gezahlt, nur um das gleiche Geld als BGE zu erhalten und gleich wieder als Steuern einzuzahlen!
    • pinguinpinguin 01.09.2018 00:08
      Highlight Highlight Ich stimme dir zu, dass die Versuchsanordnung nicht so richtig überzeugt.
      Was man hier ja gerade nicht kann, ist nämlich, die Arbeitstätigkeit von 7000 CHF auf 4500 CHF zurückzufahren und dafür für CHF 2500 etwas anderes zu machen.
      Bei der BGE-Abstimmung war das ja eines der Hauptargumente.

      Wo ich dir hingegen nur teilweise zustimme, ist der Realismus. Im Moment bringt die Hin- und Herverteilung durch Steuern wirklich nichts. Wenn aber zukünftig immer mehr Arbeit von Robotern geleistet wird, werden wir diese m.E. besteuern müssen, um den (arbeitslos gewordenen) Menschen ein BGE auszuzahlen.
    • Flötist 01.09.2018 06:23
      Highlight Highlight Unrealistisch? Es ist realistisch. Wenn viele Leute ihre Jobs verlieren, aber die Verteilung des Geldes weiterhin, wie bis anhin von unten nach oben geht in den Sozioökunomischen Schichten, dann muss es einen Mechanismus geben um das Geld wieder nach ubten zu bringen, wo es fehlt. Das BGE ist ein logischer Schritt. Ob dieses Experiment gut ist oder nicht, ich kenne die Details nicht. Aber es ist gut, dass unterschiedliche Länder, Städte und Gruppen Experimente Wagen. Denn einfach so auf irgendeine Form des BGE zu wechseln wäre, für Schweizer zumindest, ein zu grosses Risiko.
    • DonChaote 01.09.2018 06:42
      Highlight Highlight @elch
      Das bge funktioniert mit unserem heutigen system nicht. Richtig. Das heisst aber noch lange nicht, dass das bge unrealistisch ist.
      Wieso muss das gros der steuern denn von den bürgern kommen? Ist es für sie schon selbstverständlich, dass firmen da nichts beitragen? Die sparen ja durch das bge schlussendlich lohnkosten.
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