Schweiz
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People demonstrate against racism after the worldwide movement of the Black Lives Matter (BLM) protest against the recent death of George Floyd in Bern, Switzerland, Saturday, 13 June 2020. Floyd, a 46-year-old African-American man, died on 25 May after being detained by police officers in Minneapolis (Minnesota), USA. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

In der Schweiz gehen seit Wochen Tausende Menschen auf die Strasse, um gegen die Corona-Massnahmen, Rassismus oder für die Gleichberechtigung zu demonstrieren. Bild: keystone

Interview

Herr Epidemiologe, wie gefährlich sind eigentlich Demonstrationen?

Hält man die Hygiene- und Distanzregeln ein, könnten auch wieder mehr Zuschauer in ein Fussballstadion. Epidemiologe Marcel Tanner, Mitglied der Task Force Covid-19 und Präsident Akademien der Wissenschaften Schweiz, zu Risiken an Demonstrationen.

Bruno Knellwolf / ch media



Die Infektionszahlen sind tief, wie gefährlich sind Massenansammlungen wie Demonstrationen noch?
Marcel Tanner:
Es braucht im Prinzip immer nur eine Person, um andere anzustecken. Eine, die infektiös und insbesondere auch mobil ist. Da spielt es keine Rolle, ob die an einem Massenprotest teilnimmt oder sonst irgendwo. Entscheidend ist die Übertragungssituation und nicht die Anzahl der anwesenden Menschen. Was immer zählt und hilft, sind die Hygiene- und Distanzmassnahmen. Die könnten im Prinzip auch an einem Protestzug eingehalten werden so wie auch an einem Konzert. Entscheidend ist überall, dass man nicht vergisst, was die Grundmassnahmen sind.

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Diese wurden bei den Protesten aber nicht eingehalten.
An einem Protestzug und in einem Club sind die Grundmassnahmen sicher am schwierigsten einzuhalten. Der Protestzug hat immerhin den Vorteil, dass er draussen stattfindet. Im Club bewegen sich die Besucher auch sehr und das in meistens nicht am besten durchlüfteten Räumen.

Nach Ansicht von Marcel Tanner (rechts), Präsident der Akademien der Wissenschaften und ehemaliger Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts, muss eine zweite Welle von Coronafällen unbedingt verhindert werden. (Archivbild)

Professor Marcel Tanner, Präsident der Akademien Schweiz und früherer Direktor des mit der Universität Basel assoziierten Tropeninstiuts Bild: KEYSTONE

Es wirkt von aussen gesehen absurd, wenn man keine Zuschauer in ein Fussballstadion lässt, aber Bilder von Massenprotesten sieht.
Sicher. Aber es geht nicht um Massenproteste. Wenn der Fussball vorweisen kann, dass die Zuschauer zwei Meter auseinander sitzen und registriert sind, könnten auch im Stadion mehr Menschen zusammenkommen. Das hat Daniel Koch vom BAG schon vor zwei Wochen gesagt. Die Grundmassnahmen sind das Rückgrat der Strategie, werden diese nicht eingehalten, bricht es. Es geht nicht um Absurdität, sondern um Kohärenz an allen Orten. Die muss man erreichen, indem man mit den Verantwortlichen zusammenarbeitet, um die richtigen Konzepte zu finden. Daniel Koch hat für den Fussball einen Vorschlag gemacht, den viele nicht für machbar hielten. Dann muss man gemeinsam nach dem Machbaren weitersuchen.

Im Zusammenhang mit Menschenansammlungen fürchtet man sich vor den Superspreadern. Zu Recht?
Ein Superspreader trägt Viren auf sich und zeigt kaum oder keine Symptome, ist also nicht krank. Er ist fit, mobil und aktiv in einer Gruppe und kann samit über das normale Verhältnis hinaus viele Leute anstecken. Die sind selten, aber theoretisch könnte am Samstag in einem Protestzug einer dabei gewesen sein.

Die Menschen verlieren die Angst vor dem Virus. Ist es da nicht schwierig, die Grundmassnahmen weiterhin durchzusetzen.
Das ist auf Dauer so, da braucht es keine soziologischen Untersuchungen. So funktionieren wir. Wenn man zudem noch individualistisch organisiert ist wie wir, umso mehr. Das Infektionsrisiko ist sehr klein im Moment, aber trotzdem kann man in einer Menschenmenge zufällig auf Infizierte oder gar einen Superspreader treffen, dann ändert sich das Risiko punktuell plötzlich.

«Wir fahren mit dem Feuerwehrauto nicht erst los, wenn Vollbrand ist, sondern beim kleinsten Räuchlein.»

Die Runde machen Meldungen von einem zweiten chinesischen Virus, das mutiert sei.
Da weiss man nichts wissenschaftlich Fundiertes und muss entspannt bleiben und keine Verschwörungstheorien kreieren. Erst müssen die Daten analysiert werden. Wichtig ist generell, dass man bei allen neu entdeckten Fällen, das Virus sofort sequenziert. Das gehört zur Schweizer Strategie. Wenn wir nur noch kleine Ansteckungsherde haben, ist es wichtig, dass man weiss, wie diese zusammenhängen. Das gilt vor allem auch in Bezug auf die Grenzen, die jetzt wieder geöffnet werden.

Sind die Grenzöffnungen noch ein Risiko?
Das System von Testen, Kontakte verfolgen, Isolation und Quarantäne ist etabliert, so dass wir davon ausgehen, dass es keine flächendeckende zweite Welle mehr geben wird, sondern vereinzelte Übertragungsnester. Darauf muss man in Grenzregionen besonders achten, damit man solche Nester und Einzelfälle früh entdeckt und gezielt Massnahmen ergreifen kann. Das Infektionsrisiko hat auch in den umliegenden Ländern stark abgenommen, auch da gibt es weniger Fälle. Deshalb kann man die Grenzöffnungen nun gut verantworten. In der Schweiz haben wir ein gutes System, mit dem man aufflackernde Nester schnell erkennen kann. Wir fahren mit dem Feuerwehrauto nicht erst los, wenn Vollbrand ist, sondern beim kleinsten Räuchlein.

Wann werden wir wieder um die Welt reisen können?
Eigentlich kann man das jetzt schon und das wird auch wieder vermehrt vorkommen. Dann braucht es Massnahmen, wie zum Beispiel die Leute zu beobachten, die am Flughafen ankommen. Wir empfehlen das Fiebermessen, um Kranke sofort isolieren zu können und deren Kontakte zu finden und zu testen. Menschen, die in die Schweiz reisen, empfehlen wir auch die Swiss Contact App runterzuladen. Gibt es in der Nachbarschaft wieder mehr Infektionen, müsste man sich in Intercity-Zügen und Flix-Bussen die Maskenpflicht überlegen.

Und in heikle Weltregionen?
Das Reisen in Weltregionen, wo die Ansteckungen aufsteigend oder konstant hoch sind wie in Latein- und Nordamerika ist nicht verboten. Aber wir empfehlen, ohne triftige Gründe nicht zu reisen. Jenen, die aus Krisengebieten kommen, raten wir nach der Rückkehr zu einer Selbstisolation.

Die Lockerungen sind jetzt schon eine Weile her, die Infektionszahlen sind trotzdem tief geblieben.
Die Lockerungen sind gut verlaufen. Dafür muss man den Leuten erstens zu ihrer Disziplin gratulieren. Zweitens zeigt sich, dass es richtig war, schrittweise zu öffnen.

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fairness 17.06.2020 18:25
    Highlight Highlight Prof. Tanner ist da also schon etwas sehr sorglos. Möglicherweise sind wir da schlecht beraten. Kann gut sein, dass die Maskenpflicht dann in ÖV und Läden wegen zj viel Sorglosigkeit doch noch kommt.
  • koks 16.06.2020 23:53
    Highlight Highlight Nennen wirs doch beim Namen: Doppelmoral.
    Aufgrund politischer Gesinnung irgendwelche Events mit tausenden Teilnehmern reinwaschen, aber KMUs und Läden mit strengsten Auflagen gängeln.
    Meint ihr die Menschen merken nicht wie ihr sie da verarscht?
  • Skip Bo 16.06.2020 20:46
    Highlight Highlight Betrachten wir die Demos mal als grosses Coronaexperiment.
    Wenn die Fallzahlen bis in drei Wochen nicht steigen, so wäre der Beweis erbracht, dass die Vorschriften zum Zeitpunkt der Demo übertrieben waren und unverzüglich abgeschafft werden müssen.
    Wenn die Fallzahlen steigen, so wäre der Beweis erbracht, dass die Duldung vom Nichteinhalten der Vorschriften ein schwerer Fehler war und Konsequenzen folgen sollten.
  • Chey123 16.06.2020 19:43
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe, wieso gibt es z.B. in der Bäckerei so strenge Massnahmen, wo kaum Kontakt besteht ausser übers Brötchen etc (da herrschen ja sowieso strenge Hygienevorschriften), gleichzeitig aber dürfen Swingerclubs etc. öffnen, wo Menschen drunter und drüber Körperkontakt austauschen, was für Bedingungen kann es da schon geben, die tatsächlich was bringen?!? Wo bei allen durchgezogen werden kann?!? Wie im Artikel erwähnt, es braucht nur einen Infizierten!
    Und Nein, ich habe nichts gegen solche Einrichtungen, auch wenn ich aktuell nicht freiwillig hingehen würde: Risikopatientin
  • Hofer Ernst 16.06.2020 19:03
    Highlight Highlight Demonstrationen über 300 Personen sind momentan verboten und dies muss auch durchgesetzt werden.
  • Schönbächler 16.06.2020 16:26
    Highlight Highlight Grossveranstaltungen sind untersagt, Nachtclubs mit weniger als 300 Besucher und genügend Abstand müssen um Mitternacht schliessen. Der ganze Gastronomie und Unterhaltungssektor wird komplett kontrolliert und reguliert (ausgenommen Casinos da diese ja genügend Lobbyismus betreiben) aber Massendemonstrationen sind ok weil der Trend gerade wiedermal von den Amis zu uns rüberschwappt...
    Muss ehrlich gesagt zugeben das ich mich als braver Bürger gerade ziemlich verarscht vorkomme.
  • Ökonometriker 16.06.2020 16:07
    Highlight Highlight Mich stört, dass Massendemos ok sein sollen,aber kleine Läden weiterhin genau schauen müssen, dass ja nicht zu viele Leute durch die Ladentür kommen. Müsste man nicht zuerst die Kleinen wieder effizient arbeiten lassen, bevor man Grossereignisse zulässt?
    • Merida 16.06.2020 16:32
      Highlight Highlight Ein wesentlicher Unterschied ist, dass man irgendwann Lebensmittel einkaufen muss, Grossveranstaltungen aber freiwillig sind. Wenn sich jemand selber schützen will, geht die Person einfach nicht an die Veranstaltung. Einkaufen muss sie trotzdem und da hilft die Solidarität.
    • Peter R. 16.06.2020 16:51
      Highlight Highlight Oekonometriker@ Das ist genau der Punkt.
      Doch Herr Prof. Tanner es geht um die Absurdität. Wir sollten es endlich einsehen, dass hier mit 2 Ellen gemessen wird. Inhaber von Restaurants, Bars, Läden werden gebüsst wenn sie die Corona-Regeln nicht einhalten jedoch bei Tausenden von Demonstrierenden schaut man aktiv weg.
    • Für bessere Tage 16.06.2020 19:01
      Highlight Highlight Stellt euch vor, die Polizei würde die Demos auflösen. Das würde eskalieren. Die schauen nicht einfach so zu, sie versuchen "Schadensbegrenzung" zu machen, sich solidarisch zu zeigen und all dies in der Hoffnung, dass es bald aufhört (je netter sie sind, desto schneller geht es). Sie wollen die Demonstranten nicht reizen und alle hoffen, dass es keine Super-Spreader drunter hat. Es sind meistens sehr junge Leute an den Demos. Fussball-Spiel in Lausanne am Auffahrtswochenende auch ganz junge Leute. Aber gut finden, tut das keiner. Man tut nur so als ob.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stinkstiefel 16.06.2020 16:06
    Highlight Highlight Das Fiebermessen ist sozusagen die Krönung der Symbolpolitik. Besonders wenn es mit Laserpistole auf der Stirn gemacht wird. Wartet mal bis wir 30° Aussentemperatur haben, da kommt keiner mehr durch diese Kontrolle.
    • Kruk 16.06.2020 19:33
      Highlight Highlight aber warum ist es auch in sehr heissen Ländern so verbreitet, vielleicht um mehr Menschen nach Hause jagen zu können.
    • Ökonometriker 16.06.2020 23:54
      Highlight Highlight Hier in Hong Kong hat es immer um die 30 Grad, jedes Geschäft misst und ich blieb noch nie hängen. Die Messungen sind sogar erstaunlich genau.
      Wir Nacktaffen sind offenbar ziemlich gut darin, unsere Oberflächentemperatur konstant zu halten.

      Wenn aber jemand Fieber hat dürfte es schwierig werden herauszufinden, wen er in den letzten zwei Wochen alles im ÖV getroffen hat...
    • Stinkstiefel 17.06.2020 11:33
      Highlight Highlight Bei immer um die 30° kann man das auch tiptop kalibrieren. Ich wurde hier (bei 10°) von der Sekretärin in einer Praxis gemessen und sie hat laut überlegt, ob ich mit dieser Stirntemperatur (zu tief) nicht bald ins Spital müsse.

      Item. Der eigentliche Punkt ist, dass man schon ziemlich Glück haben muss, einen Coronainfizierten in der "Fieberphase" zu erwischen und DANN muss man noch richtig messen.

      https://thorax.bmj.com/content/thoraxjnl/early/2020/05/27/thoraxjnl-2020-215091.full.pdf

      In dieser Studie haben von 128 infizierten 16 Fieber gezeigt. Dementsprechend sinnlos ist das Unterfangen.
  • reactor 16.06.2020 16:05
    Highlight Highlight Ich finde die hier permanentenVergleiche von Demonstrationen mit Fussball spielen, Konzerten, mit Freunden ein Bier trinken unsäglich. Das eine ist sich proaktiv mit der Welt, dem Leben, der Menschlichkeit und Unmenschlichkeit auseinander und einzusetzen. Was glaubt ihr denn, dass wir von der Leibeigenschaft zu heute über den Hedonismus gekommen sind? Wenn es nicht immer Menschen gegeben hätte welche sich für bessere Bedingungen eingesetzt hätten, dann wären wir noch immer im finstersten Mittelalter. Ja ich weiss, es ist unbequem, man muss dabei denken, fühlen, handeln, sich exponieren
    • Füdlifingerfritz 16.06.2020 18:36
      Highlight Highlight Nope. Es geht hier um ein Virus, dem es egal ist aus welchem Grund viele Leute auf engem Raum zusammen stehen.
    • RedCloud 16.06.2020 22:01
      Highlight Highlight also nur demos können die welt verändern? und es ist völlig ok, wenn mit solchen demos eine zweite coronawelle bewusst in kauf genommen wird? eine welle, der unschuldige zum opfer fallen werden? ist das die welt, welche du mit der demo erreichen willst? oder vielmehr die befriedigung für dich selbst, dass du der welt in DEINER vorstellung was gutes getan hast? damit du dich über andere menschen erheben kannst, weil du ein guter bist? weltverbesserer und die anderen sind alle deppen die belehrt werden müssen?
  • Rundlauf 16.06.2020 15:51
    Highlight Highlight Ou man. Der Epidemiologe weist auf Superspreader und deren Eigenschaften hin, danach wird hier in der Kommentarspalte nach vollen Stadien und Openair-Festivals gefordert.

    Ganz konsequent ist es zwar nicht, dass man das Risiko der Superspreader kennt, aber Grossdemos dennoch okay findet von offizieller Seite her. Der Charakter eines Festivals mit lauter Betrunkenen und in anderen Sphären schwebenden Menschen ist aber schon noch deutlich anders als an einer Demo mit lauter "woke" Teilnehmern.
    • Stinkstiefel 16.06.2020 16:01
      Highlight Highlight Sicher, die "woke" Teilnehmer sind schliesslich bekannt dafür, dass sie niemals Rauschmittel zu sich nehmen.
    • PeteZahad 16.06.2020 20:05
      Highlight Highlight Die "woke" Teilnehmer an den Demos standen aber ziemlich nah beieinander, für dass diese so "woke" waren.
  • Fiction42 16.06.2020 15:33
    Highlight Highlight "Wenn die 2 Meter Abstand im Stadion eingehalten werden"

    Bei den Massenprotesten vom Wochenende wurden diese über mehrere Stunden nicht eingehalten, alle dicht gedrängt aufeinander (aber viele wenigstens mit Maske). Im Stadion wären es ja nur max. 2h wo man nebeneinander sitzt (mit Maske). Des Weiteren kann man die Hygiene vorschriften auch sehr gut umsetzten und kontrollieren. Eine Idee wäre zum Beispiel, bei jedem Eingang zu den Tribünen Desinfektionsmittel (und eine Pflicht zur Benutzung)! Also los, auf die Stadion ;)
    • MeinSenf 16.06.2020 16:25
      Highlight Highlight wir werden die antwort in zwei wochen haben...
    • ManInBlack 16.06.2020 17:46
      Highlight Highlight @mein Senf, ja genau, wie zwei Wochen nach Ostern, und zwei Wochen nach Auffahrt und zwei Wochen nach Pfingsten...
    • MeinSenf 16.06.2020 23:59
      Highlight Highlight @maninblack: ganz genau. ist doch toll, dass die antwort bisher positiv ausgefallen ist, oder? hoffen wir das beste
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bivio 16.06.2020 15:04
    Highlight Highlight Wenn die Politik sagt, dass Massendemos OK sind bzw. toleriert werden, dann muss sie auch JA sagen zu anderen Grossereignissen. Es spielt doch keine Rolle bezüglich Ansteckung ob ich an eine BLM Demo gehe, ein Spiel der Superleague im Stadion anschaue oder an eine Konzert gehe.
    • The Rogue 16.06.2020 15:18
      Highlight Highlight hast du das Interview auch gelesen oder nur die Schlagzeile?
    • Das etwas 16.06.2020 15:27
      Highlight Highlight naja der unterschied könnten der konsum von bewusstseins verändernde/erweiternde substanzen sein bei den verschidnen arten die die hemmschwelle der zu wahrenden distanz herabsetzen.

      bei demos kenne ich jetzt weniger das die dafür bekannt sind das man sich massig bier oder drogen konsumiert.
      hingegen beim fussball trinken die zuschauer sehr gernen 1 oder 2 oder mehr bierchen.
      und bei konzerten jeh nach styl und art werden teils bis zu sehr harte drogen konsumiert.

      daher erstmal mit demos sehen obs da läuft, dan steigern ob sport auch funktioniert und als letzte stufe dan mit konzerten.
    • Bivio 16.06.2020 15:41
      Highlight Highlight @Das etwas
      Was haben Drogen damit zu tun? Es kann ja durchaus sein, dass auch an den Demos Leute betrunken oder auf Drogen sind.


    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 16.06.2020 15:03
    Highlight Highlight Wenn die Zahlen bis in 14 -16 Tagen so tief bleiben -bei Demos mit über 10'000 Leuten - könnte man die Openair Saison eigentlich unter speziellen Schutzmassnahmen durchführen und ab 4.Juli auch Fussballspiele mit 5'000 Zuschauern.
    • Pukelsheim 16.06.2020 15:36
      Highlight Highlight Im Ausland zeigt sich aber, wie schnell es gehen kann. Dann hatten wir einfach Glück, dass niemand den Virus hatte.
    • Rookie 16.06.2020 15:42
      Highlight Highlight Ohne Begrenzung der Zuschauerzahlen. Beda Stadler hat heute im Radio klartext gesptochen...
    • Merida 16.06.2020 16:36
      Highlight Highlight Zum Glück hat Beda Stadler noch nie was falsches prognostiziert... 🤦‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bratansauce 16.06.2020 14:53
    Highlight Highlight Also wenn eine Demonstration mit 10'000 Leuten jetzt ohne grössere Probleme möglich ist, frage ich mich schon, was das ganze in den letzten paar Monaten eigentlich sollte.
    Hätte ich vor einem Monat eine Busse bekommen, weil ich mich mit 5 Freunden auf dem Pausenplatz zum Bier getroffen habe, käme ich mir ziemlich verarscht vor..
    • Der_Kommentator 16.06.2020 15:40
      Highlight Highlight @Bratansauce
      Was "das ganze in den letzten Monaten eigentlich sollte", sieht man gut an den Beispielen USA, Schweden, oder Brasilien um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Länder/Regierungen fanden es nicht notwendig strengere Massnahmen zu verfügen. Das Resultat davon sieht man an traurig hohen Todeszahlen. Die Massnahmen in der Schweiz waren sehr sinnvoll um Zustände wie in diesen Ländern zu verhindern.
    • Rundlauf 16.06.2020 16:01
      Highlight Highlight Bei Kommentaren wie dem von Bratan muss ich immer lachen, wenn ich mir all diese visionären Ergüsse von Philosophen, Soziologen und Zukunftsforschern von ca. Ende März in Erinnerung rufe. Was wurde dort doch von Langzeiteffekten und einschneidenden Veränderungen, von neuen Realitäten und alternativen Zukünften geredet.

      Und dann wird man seit einigen Tagen nicht mehr wegen der Abstandsregel gebüsst und alles verpufft.
    • Thomas Oetjen 16.06.2020 16:10
      Highlight Highlight Na hör mal. Wenn wir das nicht gemacht hätten, sähe es jetzt ganz anders aus. Ist wohl ein Unterschied ob nur 15 Leute täglich neu erkranken, als wenn es ein paar hunderte sind.
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