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Extremistisch und kampfbereit – Zeugen erhärten Verdacht gegen Winterthurer Islamisten 

03.02.2017, 12:0003.02.2017, 12:46

Zeugenaussagen verschiedener Personen verdichten den Verdacht, dass der mutmassliche Dschihadist aus Winterthur den IS unterstützt hat. Dies geht aus einem Urteil des Bundesstrafgerichts hervor. Dieses hat deshalb die Verlängerung der Untersuchungshaft bestätigt.

Der Mann wurde Mitte Februar vergangenen Jahres festgenommen und in Untersuchungshaft versetzt. Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hat eine Beschwerde gegen die unterdessen dritte Haftverlängerung wiederum abgewiesen. Dies geht aus dem am Freitag publizierten Urteil hervor. Das Gericht geht von Fluchtgefahr aus.

Dem Winterthurer wird vorgeworfen, nach Syrien gereist zu sein. Dort soll er sich dem IS oder einer verwandten Organisation angeschlossen und auf deren Seite gekämpft haben. Seit 2012 soll er im Raum Winterthur zudem mehrere Personen mit salafistisch-extremistischem Gedankengut indoktriniert und für den Dschihad rekrutiert haben.

Auswertungen von Chat-Protokollen und die Aussagen verschiedener Zeugen, erhärten den Tatverdacht. Wie aus dem Entscheid des Bundesstrafgerichts hervor geht, wurde bestätigt, dass der Beschuldigte den kämpferischen Dschihad gutheisse. Er habe versucht, Personen zu radikalisieren und für den Kampf in Syrien zu gewinnen. Zudem habe der Winterthurer in seiner Kampfsportschule Leute für den Kampf in Syrien trainiert.

Der Beschuldigte ist verheiratet und hat eine vierjährige Tochter. Seine Eltern leben ebenfalls in Winterthur. Das Bundesstrafgericht geht nicht davon aus, dass diese familiären Bindungen ein Fluchthindernis darstellen. Das zeige sich auch daran, dass der Mann im Jahr 2013 in ein Camp nach Syrien gereist sei.

(sda)

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