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Der noch nicht explodierte Kopf des Boeoegg faellt zu Boden anlaesslich des traditionellen Sechselaeutens am Montag, 18. April 2016, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

The burning head of the

Bäng, bäng – hier fliegt der Kopf des Böögg!
Bild: KEYSTONE

Negativrekord: Der Böögg explodiert nach 43 Minuten und 36 Sekunden – am Boden

Erst fiel dem Böögg der Kopf ab, dann explodierte er nach 43 Minuten und 36 Sekunden am Boden. Noch nie brauchte der Schneemann länger, für den Sommer heisst das nichts Gutes.



Einen so schlechten Sommer sagte noch kein Böögg am Zürcher Sechseläuten voraus: Ganze 43 Minuten und 34 Sekunden hat es am Montag gedauert, bis der Kopf explodierte – und auch dies nur dank reichlich Brandbeschleuniger. Mit dieser Leistung knackte der Böögg sogar den bisherigen Negativrekord von 40 Minuten.

Der Volksmund sagt: Je schneller es geht, bis der Kopf explodiert, desto besser wird der Sommer. In diesem Jahr stand der Scheiterhaufen jedoch den ganzen Tag im Regen. Das Brennholz und der Böögg waren komplett durchnässt.

Der noch nicht explodierte Kopf des Boeoegg brennt auf dem Boden anlaesslich des traditionellen Sechselaeutens am Montag, 18. April 2016, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)


The head of the

Am Boden explodiert er, der Böögg.
Bild: KEYSTONE

Ohne reichlich Brandbeschleuniger hätte der Haufen nicht einmal Feuer gefangen. Bis die Kracher in der Figur explodierten, dauerte es bereits über 40 Minuten.

Gestell kippt zu Boden

Der Kopf, der für die Wettervorhersage ausschlaggebend ist, wollte sich aber nicht ans Drehbuch halten und kippte mitsamt dem Gestell vom Scheiterhaufen. Erst auf dem Boden ging er in die Luft. Menschen und Pferde kamen keine zu Schaden.

Qualmender Rauch steigt am Montag, 18. April 2016, auf dem Sechselaeutenplatz in Zuerich von dem verregneten

Grimmig schaut er auf uns herab ...
Bild: KEYSTONE

Ob diese Wettervorhersage etwas taugt, wird sich im Sommer zeigen. In den vergangenen Jahren erwies sich der Böögg in seiner Funktion als Wetterfrosch jeweils als nicht sehr verlässlich.

So sagte er etwa im vergangenen Jahr ebenfalls einen miesen Sommer voraus. Der Sommer 2015 ging dann aber als einer der heissesten in die Geschichte ein. Im Jahr zuvor war es genau umgekehrt.

Tropfnasse Zünfter

Das Wetter war das dominierende Thema des diesjährigen Sechseläutens. Regen und Kälte machten aus dem Frühlingsfest einen Härtetest für Regenschirme und Windjacken.

Während sich viele Umzugsgäste und Zuschauer mit Pelerinen und Schirmen vor dem Wetter zu schützen versuchten, kamen solche Hilfsmittel für viele der rund 3500 Zünfter aus Prinzip nicht in Frage. Lieber absolvierten sie den Umzug tropfnass, statt ihr historisches Kostüm mit Plastik zu verdecken.

Gut eingepackt beim traditionellen Umzug, dem

Auch die Zünfter und Zünfterinnen wurden deftig verschifft. Bild: KEYSTONE

Wetterbedingt standen in diesem Jahr deutlich weniger Schaulustige am Strassenrand als sonst. Viele hielten aber eisern durch, um einen Blick auf die zahlreichen Prominenten zu erhaschen.

Unter Pelerinen, Schirmen und Hüten gut versteckt zogen zahlreiche Bekannte aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness vorbei, unter anderem Bundesrat Ueli Maurer, Armee-Chef André Blattmann, Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam, Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, Rockmusiker Chris von Rohr, Moderatorin Christa Rigozzi und Fussballtrainer Gilbert Gress.

Als externer Gast war die Luzerner Zunft zu Safran dabei, die mit der Fritschifamilie etwas Fasnachtsstimmung verbreitete.

«Volkswurstbraten» für Wetterfeste

Wetterfeste Zuschauerinnen und Zuschauer versammelten sich nach dem offiziellen Teil um die Überreste des Böögg-Feuers – zum traditionellen «Volkswurstbraten». Die Zünfter begannen mit ihren gegenseitigen, feuchtfröhlichen Besuchen in den Zunftlokalen.

Stadtangestellte zuenden am Montag, 18. April 2016, auf dem Sechselaeutenplatz in Zuerich den verregneten

Da gab's nicht viel zu löschen.
Bild: KEYSTONE

Das Sechseläuten geht zurück auf einen jahrhundertealten Brauch: Wenn im alten Zürich die Abende wieder heller wurden und die Kirchenglocken erstmals wieder um 18 Uhr statt schon um 17 Uhr zum Feierabend läuteten, trafen sich die Jungen auf den Plätzen und zündeten Scheiterhaufen mit Strohmännern an. (sda)

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