Schweiz
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Der Flugplatz Buochs, fotografiert am Montag, 20. November 2017. Die Nidwaldner Stimmberechtigten stimmen am 26. November ueber die Beteiligung des Kantons von 10 Millionen Franken an den Kosten fuer den Flugplatz Buochs ab. Der Kanton Nidwalden will den Flugplatz weiterhin zusammen mit den Pilatus Flugzeugwerke betreiben. Dazu soll auch der Flugzeugbauer Pilatus 10 Millionen Franken beisteuern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der Flugplatz von Buochs. Bild: KEYSTONE

Die Schäden sind zu gross: Jetzt schiesst Nidwalden Schwäne ab

Darauf hat die Nidwaldner Regierung gewartet: Nachdem andere Massnahmen nichts fruchteten, gibt der Bund grünes Licht für den Abschuss von Schwänen. Allerdings sind die Auflagen strikt.

Matthias Piazza / ch media



Der Kanton Nidwalden greift zum äussersten Mittel – zur Schusswaffe. Der Bund hat vor wenigen Tagen grünes Licht gegeben für die sogenannten Regulationsabschüsse von Schwänen, wie die zuständige Regierungsrätin Karin Kayser auf Anfrage bestätigte.

Die Auflagen dieser nicht anfechtbaren Verfügung sind allerdings strikt: So darf der Bestand von 15 Schwänen beim Flugplatz Buochs nicht unterschritten werden. Auch müssen die Abschüsse in einem sehr engen Zeitfenster stattfinden, nämlich am Ende des Winters, also vor der Brutzeit.

THEMENBILD ZUR FRUEHJAHRSSESSION: MOTION REGULIERUNG DER BESTAENDE HOECKRERSCHWAN -- Ein Schwan zeigt bei fruehlingshaften Temperaturen seine Federpracht, am Montag, 24. Februar 2014, auf dem Zuerichsee in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Lebt im Kanton Nidwalden gefährlich: der Höckerschwan. Bild: KEYSTONE

Der Wildhüter wird mit einem gezielten Schuss die Schwäne erlegen, so wie das auch bei anderen Wildtieren gemacht wird. Weiter stellt der Bund die Bedingung, dass auch andere Vergrämungsmassnahmen weitergeführt werden.

Eier stechen hat nicht getaugt

«Wir sind überzeugt, dass die Regulationsabschüsse die wirkungsvollste Methode sind, um die übermässige Schwanenpopulation in Buochs und Ennetbürgen in den Griff zu bekommen», sagt dazu Karin Kayser. «Denn ein erwachsener Schwan legt jährlich bis zu fünf Eier und kann bis 20 Jahre alt werden. Insofern trägt ein Abschuss eines Schwanes längerfristig sehr stark zur Bestandesregulierung bei.»

Die Schwäne geben insbesondere in Buochs und Ennetbürgen schon seit Jahren immer wieder zu reden. Landwirte beklagen sich, dass die Schwäne ihr Land verkoten.

Vor vier Jahren hat der Kanton darum Einzelabschüsse verordnet, um den Bestand zu regulieren. Nachdem diese Massnahme erfolglos geblieben war, begann man ein Jahr später, Eier zu stechen. Als Sofortmassnahme taugte dies nicht.

Piloten mussten wegen Schwänen Start abbrechen

Auch Vergrämungsschüsse, also Schüsse zur Abschreckung, beeindruckten die Schwäne nicht. Und ein Hag, wie bei anderen Flugplätzen üblich, ist beim Buochser Flugplatz laut Karin Kayser nicht möglich, wegen der mannigfaltigen Nutzung der nahen Allmend.

Mittlerweilen wurden die Schwäne gar zu einem Sicherheitsrisiko, da sie sich immer näher beim Flugplatz aufhielten. «Piloten mussten auf Weisung des Towers durchstarten oder den Start abbrechen, weil Schwäne über die Piste liefen», weiss die Regierungsrätin.

Das Problem sei auch, dass Piloten von Sportflugzeugen von ihrem Cockpit aus die Tiere gar nicht sähen, wenn sich das Flugzeug am Boden befinde. Zu einer Kollision sei es zwar noch nie gekommen. Von anderen Flugplätzen wisse man aber, dass Zusammenstösse sowohl für den Schwan wie auch für Flugzeug und Besatzung verheerende Folgen haben könnten.

«Wir wollen die Schwäne nicht ausrotten, sie sollen ihren Platz in unserer Region haben», betont Karin Kayser. «Aber wenn die Sicherheit des Flugbetriebes leidet, müssen wir handeln.»

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 22.01.2019 18:41
    Highlight Highlight Wie wärs mit Spiegelei?
  • Lichtblau550 21.01.2019 21:38
    Highlight Highlight Mir schwant Schreckliches: Wird man den Lärm der Fangschüsse auch bald im Zürcher Seefeld zu Hören kriegen?
  • Julian Roechelt 21.01.2019 18:01
    Highlight Highlight Wieso muss man in Nidwalden fliegen?
    Hat ja eh keinen Platz dafür.
  • JacquiO 21.01.2019 16:24
    Highlight Highlight Unfassbar.... für eine Landwirtschaft die ausser Tierleid und massive Folgeprobleme wie Milch-und Fleischüberschüsse, Antibiotika-Resistenzen, tote Seen und massenhaften Pestiziden im Grundwasser, viel zu viel Ammoniak in Luft und Boden usw. verantwortlich ist. Die heutige Massentierhaltung ist in den Industrieländern längst der Klimakiller Nr. 1 ! Und DAS notabene noch finanziert mit unseren Steuergeldern.. ein massives Umdenken punkto der heutigen Landwirtschaft wäre nötig!! Ich bin sprachlos!
    • Borki 21.01.2019 17:42
      Highlight Highlight Du zählst ein paar der grössten Probleme / Baustellen unserer Landwirtschaftspolitik auf (da bin ich ziemlich bei dir!) und bist dann wegen ein paar toten Schwänen sprachlos?

      Übrigens macht die Landwirtschaft nicht nur Probleme, sondern auch unsere Nahrung.
    • RedWing19 21.01.2019 18:10
      Highlight Highlight Was hat das mit dem Beitrag zu tun?
  • Evan 21.01.2019 12:08
    Highlight Highlight Und wer reguliert die übermässige Menschenpopulation?
    • Alnothur 21.01.2019 12:20
      Highlight Highlight Ich bin dafür, dass wir mit den Moralaposteln wie Evan starten!
    • karl_e 21.01.2019 12:31
      Highlight Highlight Wohl irgend ein mutiertes Bakterium oder ein ebensolches Virus, wenn nicht sogar Hunger und Elend wie es vor nicht allzu langer Zeit üblich war. Kurz, die Natur wird sich dieses Problems annehmen.
    • Remo85 21.01.2019 12:46
      Highlight Highlight Die Impfgegner, die Raucher, Drogenabhängige und Basejumper arbeiten daran.... ist allerdings nicht einfach...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhabarber 21.01.2019 12:00
    Highlight Highlight Bringt doch den Romantikern endlich bei, dass sie Wildtiere nicht füttern! Das sollte das Problem auch etwas begrenzen können.
    • H. L. 21.01.2019 12:21
      Highlight Highlight Eine undifferenzierte Forderung. Die Fütterung von (Sing-)Vögeln kann im Winter durchaus sinnvoll sein.
    • mulle 21.01.2019 13:15
      Highlight Highlight In LU und NW (im einen Kanton arbeite ich, im anderen wohne ich) wird schon lange gegen das Füttern von Enten, Tauben und Schwänen gewerbt. Wirklich aktiv mit vielen Plakaten. Auch in diversen Sprachen. Nützt leider nicht viel...
    • Andreas von Arx 21.01.2019 13:24
      Highlight Highlight #mulle du meinst geworben?
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