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Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte: Aus AMERICA wurde bei Trump «ME».
bild: via BarbraStreisand

Die besten Karikaturen, die 4 Jahre Trump-Chaos treffend beschreiben

Diese Trump-Karikaturen lassen die vier Jahre unter Präsident Donald Trump nochmals Revue passieren.



Rückblende zum 9. November 2016: Als wir vor vier Jahren aufwachten und unseren Augen nicht trauten

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bild: Facebook/Paul Kirby

Der Präsident der «alternativen Fakten» von Amerika

Die «Washington Post» führt eine Datenbank, die Trumps Lügen fein säuberlich dokumentiert: In seiner Amtszeit hat er demnach mehr als 22'000 irreführende oder falsche Behauptungen verbreitet.

Bereits Trumps Vereidigung begann mit einer Lüge: «Das war das grösste Publikum, das je bei einer Inauguration anwesend war», sagte Trumps damaliger Pressesprecher Sean Spicer bei seinem ersten Auftritt. Das war offensichtlich gelogen. Zu Barack Obamas Vereidigung kamen weit mehr Menschen, wie man auf Luftaufnahmen unschwer erkennt. Kurz darauf stellte sich Trumps Top-Beraterin Kellyanne Conway den Medien und sagte, die Journalisten sollen nicht so «übertrieben dramatisch» tun, der Pressesprecher habe doch lediglich «alternative Fakten» präsentiert. Es war grotesk, aber nur ein Vorgeschmack auf das, was folgen sollte.

Im Weissen Haus setzte Trump alles daran, die Einwanderungsgesetze zu verschärfen

«Sie sind also aus Frankreich eingewandert ...»

Donald Trump wollte Barack Obamas «Dreamer»-Programm für junge Immigranten schnellstmöglich kippen, das Hunderttausende Söhne und Töchter illegaler Einwanderer vor Abschiebung schützte. Sein Entscheid hat selbst in der eigenen Partei massive Kritik ausgelöst. Im Juni 2020 bestätigte der Supreme Court (Oberster Gerichtshof) den Schutz für Dreamer vor einer Abschiebung. Trump zog zumindest in diesem Einwanderungsstreit den Kürzeren.

Nach 100 Tagen im Amt rühmte er seine Präsidentschaft bereits als «historisch»

Einmal im Amt, änderte Donald Trump seine Meinungen fast täglich, was ihn völlig unberechenbar machte – für seine politischen Gegner, aber auch für seine eigenen Mitarbeiter.

Der Rattenfänger

Trump verseht instinktiv, was die konservative Wählerbasis bewegt und bietet den Menschen einfache Lösungen für komplexe Probleme, verpackt in Fake News und meist mit der Botschaft serviert, alle anderen seien schuld an den Problemen.

Bereits mit Sarah Palin fanden Fremdenfeindlichkeit, Anti-Intellektualismus und paranoide Verschwörungstheorien ihren Weg ins Scheinwerferlicht. Unter Trump gelangten diese dunklen Geister am Rand der republikanischen Partei ins Machtzentrum der Vereinigten Staaten.

Der unheimliche Einflüsterer

Steve Bannon, ein ehemaliger Marineoffizier und Investmentbanker, war Chef des «News»-Portals Breitbart und machte es zum Sprachrohr der rechtsextremen Alt-Right-Bewegung. Bannon war Trumps Einflüsterer und einer der «Architekten» seiner nationalistischen «America First»-Politik. Die «New York Times» bezeichnet Bannon gar als «De-Facto-Präsident». Später feuerte Trump seinen Chefstrategen, der in den Verdacht geraten war, vertrauliche Details aus dem Weissen Haus an Medien weitergegeben zu haben.

Anfang November hat Twitter Bannon gesperrt, nachdem dieser über die Enthauptung des FBI-Chefs Christopher Wray und des Corona-Experten Anthony Fauci fantasiert hatte. In seinem Podcast sagte Bannon: «Ich würde sie an zwei Ecken des Weissen Hauses positionieren, als Warnung an die Bürokraten der Bundesregierung.»

Apropos Köpfe:

Unter Trump rollen die Köpfe in atemberaubendem Tempo

Donald Trump wurde nicht zuletzt mit der TV-Reality-Show «The Apprentice» bekannt, die von 2004 bis 2017 ausgestrahlt wurde. Die Kandidaten kämpften um einen mit 250'000 US-Dollar dotierten Einjahresvertrag in einem der Unternehmen von Trump. Wöchentlich wurde ein Verlierer von Trump, der die TV-Show moderierte, mit einem «You’re fired!» (Du bist gefeuert!) verabschiedet.

Auch als US-Präsident feuerte er Dutzende ranghohe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Darunter Sicherheitsberater John Bolton, Chefstratege Steve Bannon, Kommunikationschef Anthony Scaramucci und natürlich FBI-Direktor James Comey. Das FBI ermittelte zu den mutmasslichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps im US-Wahlkampf 2016.

Die NZZ hat zum Köpferollen unter Trump eine eindrückliche Übersicht erstellt.

Rücktritte und Entlassungen unter Trump

Trump, ein Präsident von Putins Gnaden?

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bild: cagle

Während des Wahlkampfs 2016 waren die Demokraten wiederholt das Ziel ausländischer Hackerangriffe. Die halbe Welt fragte sich: Hat sich Putin zugunsten von Trump in die US-Wahl 2016 eingemischt? Gab es gar Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau?

Die «New York Times» berichtete im Juli 2017, dass sich Trumps Sohn, sein Schwiegersohn sowie sein damaliger Kampagnenchef im Juni 2016 im Trump Tower mit einer russischen Anwältin mit Verbindungen zum Kreml getroffen hatten. Donald Jr. veröffentlichte E-Mails, aus denen hervorgeht, dass er sich vom Treffen kompromittierende Informationen über Hillary Clinton erhoffte.

Sonderermittler Robert Mueller ermittelte ab 2017 zur Russland-Affäre, ob es geheime Absprachen zwischen dem Trump-Lager und Russland gab – und ob Trump mit der Entlassung von FBI-Chef James Comey die Justiz behindert hatte.

Muellers Bericht kam 2019 zum Schluss, dass Russland zwar versucht hat, den Wahlkampf zu beeinflussen, es habe aber keine geheime Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau gegeben.

Wie Trump funktioniert

Eine bereits 2016 erschienen Karikatur dampft Trump auf diese fünf Punkte ein:

Die Bromance zwischen dem «kleinen Raketenmann» und dem «verrückten Alten»

Einst bezeichnete Trump den nordkoreanischen Herrscher Kim Jong-Un als «kleinen Raketenmann». Kim schlug verbal zurück und bezeichnete Trump als «geistig verwirrten US-Senilen». Dann aber wollte Trump sich als Verhandlungsgenie und «Dealmaker» inszenieren und ging mit Kim auf Schmusekurs. Trumps Besuch in Nordkorea war ein historischer Moment. Kein US-Präsident vor ihm hat je das Land betreten. Doch nach zwei absurd inszenierten Treffen versandeten die Verhandlungen erfolglos auf diplomatischer Ebene.

Die besten Karikaturen zum Trump-Kim-Gipfel

Was ihm noch fehlt

Ein Enthüllungsbuch des Journalisten Bob Woodward bietet einen faszinierenden Einblick in die Kommunikation zwischen Trump und dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-Un. Woodward erhielt Zugang zu 25 noch nie zuvor gesehenen Briefen, die Trump mit Kim ausgetauscht hatte. Trump hat sie als «Liebesbriefe» bezeichnet.

Wenn Donald auf Angela trifft

Das Verhältnis zwischen den USA und Europa hat sich mit Trump deutlich abgekühlt. Nichts symbolisiert das besser als der Besuch von Angela Merkel. Trump verweigert ihr 2017 im Weissen Haus den Handschlag.

Ende 2019 kündigt Trump das Klimaabkommen

Die USA verlassen unter Trump das Pariser Klimaabkommen. Joe Biden will den Entscheid umgehend rückgängig machen.

Wie man Trump vom Klimawandel überzeugen könnte

Übrigens: Als die Aktivistin Greta Thunberg 2019 vom «Time Magazine» zur «Person des Jahres» gekürt wird (Trump war auch nominiert), twittert er: «Lächerlich. Greta soll erst mal ihr Wutproblem in den Griff bekommen. Chill, Greta, Chill!»

Nach den US-Wahlen 2020 und Trumps wütenden Tweets, das Ergebnis sei manipuliert, folgte die Retourkutsche. Thunberg twitterte: «So lächerlich. Donald muss an seinem Wutbewältigungsproblem arbeiten, dann geh mit einem Freund in einen guten altmodischen Film! Beruhige dich, Donald, beruhige dich!»

Nach dem Schulmassaker in Florida wollte Trump Lehrer bewaffnen

Nach jedem Amoklauf werden die Rufe nach Massnahmen gegen die grassierende Waffen-Epidemie in den USA lauter. Jedes Mal verstummen sie rasch wieder. Trump stärkte der mächtigen Waffenlobby NRA den Rücken und schlug vor, Lehrer zu bewaffnen. Nicht Waffen seien das Problem, sondern «grausame Videospiele».

Warum Europa mit Trump nie warm wurde

Trumps grosses Wahlversprechen: Die Grenzmauer zu Mexiko

Gebaut auf «gebrochenen Versprechen».

Das Bollwerk soll einst 3200 km lang werden

Trump hat mehr als 260 mal versprochen, die Mauer zu Mexiko sei bald fertig. Die Realität: Unter Trump wurden an der 3145 Kilometer langen Grenze bisher knapp 29 Kilometer mit einer neuen Mauer gesichert. Auf einer Länge von 560 Kilometer wurden lediglich bestehende Barrieren erneuert. Trump versprach zudem: «Mexiko wird für die Mauer bezahlen.» Die Kosten in Milliardenhöhe trägt bislang vollumfänglich der US-Steuerzahler.

«Die Mauer, die Amerika wieder sicher machen würde»

Trumps Wirtschaftskrieg gegen China

Auslöser des Handelskriegs war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Trump erliess Strafzölle auf chinesische Produkte. China reagierte mit Gegenzöllen. Der Handelskrieg dürfte auch unter Joe Biden weitergehen, da die Demokraten Chinas wirtschaftlichen Einfluss ebenfalls eindämmen wollen.

Wie Trumps Twitter-Account gehackt wurde 😉

Trump kündigt den Atomdeal mit dem Iran

Im Mai 2018 hat Trump das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und neue Sanktionen beschlossen. Der zuvor von den UN-Vetomächten ausgehandelte Deal sollte Teheran davon abbringen, eine Atomstreitmacht aufzubauen. Im Gegenzug wurden einige Sanktionen gegen das Land ausgesetzt.

Den USA ginge es längst nicht nur um das iranische Nuklearprogramm, sagte Professor Richard Nephew von der Columbia-Universität in New York, der Autor des Buches «The Art of Sanctions» («Die Kunst der Sanktionen»). Trump wolle auch Teherans Einfluss im Nahen Osten zurückdrängen. Mit den neuen Sanktionen soll die Unzufriedenheit im iranischen Volk geschürt werden, so dass die Regierung in Teheran zu Zugeständnissen gezwungen werde.

Trumps Spiel mit den Kurden

Jahrelang verrichteten die Kurden für den Westen die «Drecksarbeit» am Boden im Kampf gegen die Terrormiliz IS. 2019 ordnete Trump einen weiteren Truppenrückzug aus Syrien an, die Kurden wurden sich selbst überlassen. Die US-Demokraten und natürlich die Kurden selbst sprachen von Verrat. Trump aber löste so eines seiner Wahlversprechen, die Truppen nach Hause zu holen, teilweise ein.

Die Türkei betrachtet die Kurden-Milizen als Terrororganisation. Der türkische Präsident Recep Erdogan sah die Zeit gekommen, um eine Pufferzone im Norden Syriens durchzusetzen. Die Region stürzte erneut ins Chaos.

Das Amtsenthebungsverfahren, das für die Demokraten zum Rohrkrepierer wurde

Trump soll den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen demokratischen Rivalen Joe Biden gedrängt haben, um die US-Präsidentenwahl 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Die Demokraten wollten daher ein Impeachment-Verfahren. Der republikanisch dominierte Senat sprach den Präsidenten in allen Anklagepunkten frei. Das Urteil war ein Befreiungsschlag für Trump zu Beginn des Wahljahres, doch dann kam Covid-19 und änderte alles.

Trumps Probleme mit der Wissenschaft

Virusexperte Anthony Fauci sollte die Trump-Regierung in der Corona-Krise beraten. Ein fast unmöglicher Job, der Präsident macht bekanntlich seine eigene Corona-Politik.

Wie man in den USA den Kindern Social Distancing erklärt

Trump hat das Virus zunächst als «Schwindel» bezeichnet und verharmlost Covid-19 nach wie vor

Am 11. November 2020 meldeten US-Forscher einen neuen Rekord bei den Corona-Infektionen in den USA an einem Tag. Binnen 24 Stunden infizierten sich rund 136'325 Menschen. Mehr als 242’000 Menschen starben bislang in den Vereinigen Staaten nach einer Infektion.

«Hört auf zu zählen!»

In den USA sterben derzeit täglich über 1000 Menschen an Covid-19.

Die Realität in den USA sieht so aus:

Die Corona-Fallzahlen erleben derzeit einen dramatischen Anstieg. Stand 13. November 2020 gibt es 242’860 Todesfälle.

Wenn du jeden Tag einen neuen Sündenbock präsentierst

Der ganz normale Rassismus in den USA

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«Ich kann nicht atmen!» bild: James Zhang

George Floyds Tod führte in den USA und weiteren Ländern zu den grössten Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus seit vielen Jahren. Ein weisser Polizist hatte sieben Minuten lang sein Knie auf Floyds Nacken gedrückt und dabei dessen flehende Worte, er könne nicht atmen, wiederholt ignoriert. Als es zu Ausschreitungen kam, sagte Trump: «Terroristen verbrennen unsere Städte.» Er setzte die Nationalgarde gegen die eigene Bevölkerung ein und versuchte durch das Schüren von Angst vor der «Black Lives Matter»-Bewegung seine Anhänger im Wahlkampf zu mobilisieren.

Warum es viele Amerikaner vor weiteren vier Jahren mit Trump gegraust hat

Wenn sich Trump selbst Noten gibt

Die US-Wahlen 2020 in einer Karikatur zusammengefasst

Trump hat verloren, aber der Trumpismus wird weiterleben

USA-Kenner sind sich weitgehend einig: Trumps Nationalismus und Konservatismus werden insbesondere im ländlichen Amerika nicht so schnell verblassen. Der Trumpismus wird auch ohne Präsident Trump weiterhin einen beträchtlichen Einfluss auf die US-Politik haben. Gut möglich, dass Trump 2024 wieder antreten wird ...

Wie es endet

Warum der Spuk für Biden noch lange nicht vorbei ist

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA.

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