Olympia 2026: Die Looks im Style-Check
Winterliche Sportoutfits gelten selten als modisches Highlight. Doch bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina gab es echte Überraschungen. Welche Looks überzeugen konnten und welche nach Olympia besser wieder auf dem Dachboden landen, siehst du hier.
Frankreich in Le Coq Sportif
Die Outfits der französischen Sportlerinnen und Sportler enthalten zwar die Farben der Trikolore, jedoch in sanften, pastelligen Abstufungen. Durch diese Eiscremetöne entsteht ein eleganter und leichter Vintage-Look. Très chic!
Note: 9 / 10
USA in Ralph Lauren (und in ACG von Nike)
Auch wenn die USA derzeit eher mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam machen, können sich ihre Olympia-Looks durchaus sehen lassen. Der Vintage-Look von Ralph Lauren fällt unter anderem durch einen eleganten Dufflecoat auf. Dazu kommen Strickpullover und Mützen in den Farben der US-Flagge. Mit diesem unaufgeregten Auftritt könnte man glatt durch einen noblen Skiort flanieren. Und auch die Looks für die Medaillenvergabe von ACG können sich sehen lassen.
Punkte: 8 / 10
Deutschland in Adidas
Unsere deutschen Nachbarn könnten einem fast leidtun, denn das deutsche Outfit hat bereits im Vorfeld für viel Kritik gesorgt. Besonders der Poncho und der Fischerhut kamen nicht gut an. Begriffe wie Fledermaus, Fliegenfischen oder Karneval machten die Runde.
Ziel des Looks sei es eigentlich gewesen, allen Beteiligten «optimale Bedingungen zu bieten – unabhängig von Disziplin, Körperform oder Einsatzbereich». Nun ja, wenigstens beim Buffet kräftig zuschlagen kann man damit. Und auch an regnerischen Festivaltagen lässt sich das Outfit problemlos weiterverwenden.
Note: 4 / 10
Die Schweiz in Albright
Sie haben bereits einige Medaillen gewonnen und strahlen in den Kreationen von Albright entsprechend um die Wette. Den Modeolymp erklimmen von Allmen und Odermatt in diesem stabilen, aber auch ein wenig langweiligen Look jedoch nicht. Der Farbverlauf ist dennoch gelungen. Und weil es sich um die Schweiz handelt, gibt es ein kleines Sonderpünktchen.
Note: 7 / 10
Brasilien in Moncler
Die Looks von Moncler sind ein gutes Beispiel dafür, dass Mode Kunst ist und dass man mit Daunen eine Menge anstellen kann.
Note: 10 / 10
Haiti in Stella Jean
Bääm! Besser als Haiti kann man es nicht machen. DAS ist Mode! Die Outfits sind übrigens die einzigen aller Nationen, die handbemalt wurden.
Note: 10 / 10
Die engen Anzüge
Gefühlt 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Olympischen Spielen tragen einen hautengen Anzug. Das ist auch nötig, denn oft entscheiden Hundertstelsekunden – und jedes flatternde Stück Stoff erzeugt zusätzlichen Luftwiderstand. Sie können also nichts dafür. Stilpreise gewinnen diese Hightech-Zweiteiler aber wohl keine.
Note: 0 / 10
Florian Austin
Florian Austin trägt zwar ebenfalls einen der besagten ultraengen Anzüge, doch besonders sein Helm sorgt für Aufsehen. Er tritt mit einem Modell im Stil der Comicfigur Venom zu seinem Rennen an. Im Netz flippen die Leute aus. So heisst es etwa: «Mit einem Venom-Helm mit über 80 Meilen pro Stunde über das Eis zu rasen, ist einfach unreal – das ist echte main character energy.»
Note: 9 / 10
Julie Nistad Samsonsen
Ich weiss, Luftwiderstand und so, aber nein, einfach nein! Die Sportlerin sieht in dem Anzug aus wie ein Schlumpf.
Note: 0 / 10
Schwedens Curling-Team
Beim Curling zieht das Argument des Luftwiderstands nun wirklich nicht – hier dürfte es also ruhig etwas stylischer sein. Auch die schwedischen Farben hätten raffinierter eingesetzt werden können; so wirkt das Outfit leider ziemlich langweilig.
Note: 3 / 10
Riku Miura und Ryuichi Kihara
So, nun kommen wir endlich zum Eiskunstlauf. Diese Sportart ist an sich schon elegant und sinnlich, deshalb ist es hier noch etwas einfacher, einen gelungenen Look zu kreieren.
Das Paar aus Japan zeigt, wie es geht: Die Outfits sind farblich harmonisch abgestimmt. Die sanften Farben wirken unaufdringlich, während der Verlauf einen feenhaften Akzent setzt.
Note: 8 / 10
Piper Gilles und Paul Poirier
Eine Medaille würden Gilles und Poirier aus Kanada für diesen Look nicht bekommen. Vor allem das Kleid ist ein textiles Verbrechen. Abgesehen davon, dass es sackartig herunterhängt und keinen Ansatz von Figur zeigt, hat es auch eine sehr schwierige Länge – nichts Halbes und nichts Ganzes. Guido Maria Kretschmer würde sagen: «Das tut nichts für dich!» Auch der Print ist ziemlich schlimm.
Note: 1 / 10
Marjorie Lajoie und Zachary Lagha
Und nochmals ein Eiskunstlaufpaar aus Kanada. Hier wirken die Kostüme etwas raffinierter: Statt des klassischen Looks mit Kleidchen und passendem Hemd tragen beide ein sportlich aufeinander abgestimmtes Outfit.
Note: 8 / 10
Phebe Becker und James Hernandez
Je länger ich das Kleid anschaue, desto mehr schmerzen mir die Augen – für meinen Geschmack sind es einfach zu viele Farben. Wenigstens trägt Hernandez Schwarz, was den Look etwas beruhigt.
