Ihr kennt es. Da freut man sich auf den Herbst, auf Spaziergänge im farbenprächtigen Wald, auf das warme, fast goldene Sonnenlicht – und dann begrüsst er einen mit Nebel und Regen.
Danke dafür, Herbst.
Zeit also, euch ein paar Schlechtwetter-Ausflüge vorzustellen, damit ihr nicht tagelang ideenlos zuhause sitzt und vor euren Bildschirmen allmählich verödet.
Weil das Alpamare ja jeder kennt, kommt hier mal ein Geheimtipp, der mit der Publikation dieses Artikels gar nicht mehr so geheim ist. Also nicht gleich alle auf einmal hingehen!
Das Hallenbad in Opfikon ZH wurde vor ein paar Jahren total saniert und bietet alles, was man an regnerischen, kalten Tagen braucht: Ein grosses Indoor-Bad (warm!) für Kids und zum Chillen für die Eltern und ein noch wärmeres Aussenbad mit Sprudel, da regnet es herrlich auf den Kopf, und ab und zu fliegt ein Flugzeug vom nahe gelegenen Flughafen Zürich direkt über die Köpfe hinweg. Plus: Separat dazu buchbarer Wellness-Bereich, klein aber fein, mit Passionsfrucht- und Pfefferminz-Nieselregen-Dusche.
Ja, es ist so geil, wie es tönt.
Aber Achtung: Wegen einer dreiwöchigen Revision ist das Hallenbad Opfikon bis am 18. Oktober 2024 geschlossen.
Wer in der Realität und mit dem eigenen Körper an einem Spiel teilnehmen will, statt zuhause vor dem Computer in andere Welten einzutauchen, der geht zu Boda Borg. Und nimmt dazu gleich seine Freunde mit.
Sofern ihr alle zwischen 7 und 70 Jahre alt seid, verspricht der Veranstalter allen Spass bei den 5 sogenannten Quests, die Körper und Geist gleichermassen herausfordern.
Was genau eine Quest ist, wird auf der Homepage nicht einfach erklärt. Man muss dort schon die Informationen im Taschenlampen-Modus zusammensammeln, um ein bisschen etwas zu erfahren: Quests sind so was wie völlig verschiedene Challenges: Du musst zum Beispiel eine Stadt vor der Zerstörung retten, dann wieder sollst du mit deinen Freunden tanzen, aus dem Gefängnis ausbrechen, ein verlassenes UFO reparieren und in einem Geisterhaus überleben.
Oder, wie eine Stimme in unserer Redaktion das Ganze zusammenfasst:
Also, viel Glück euch Suchenden!
Denjenigen, die dazu neigen, die Sauwetter-Stimmung gleich in sich aufzunehmen, sei dieses besondere Museum ans Herz gelegt. Mundbirnen, Daumenschrauben, Richtschwerter und Streckbänke, hier gibt es Strafvollzug vergangener Zeiten auf drei Stockwerken. Auch das Gnadengesuch von Paul Irniger kann man hier sehen, dem vorletzten in der Schweiz hingerichteten Mörder.
Das Henkermuseum befindet sich in einem kleinen roten Häuschen, dem ehemaligen Gefängnis mitten im Dorfkern von Sissach. Offen hat es nur jeden 1. und 3. Sonntag im Monat. Durch die schummrig beleuchteten Räume kann man sich auch vom Museumsgründer und -leiter Guido Varesi führen lassen, der, wenn er seinen Gästen nicht gerade seine Hühner- und Menschenguillotinen vorführt, ein Tattoo-Studio betreibt.
Für Menschen, die fürs Spielen lieber an einem Tisch sitzen: Organisiert einen Spiele-Abend mit euren Freunden, packt euer «Tabu», die Jasskarten und «Das verrückte Labyrinth» ein und hockt euch in die Bar oder Wohnung eures Vertrauens.
Wenn's draussen nasskalt ist, ist es Zeit, schamlos in alten und neuen Büchern zu schmökern, um dann gleich mit der Beute nach Hause zu fahren und sie sich einzuverleiben.
Gegen das Wetter kann man nichts ausrichten, aber vielleicht gegen deine beste Freundin?
Im Battlepark kannst du deine Ohnmachtsgefühle umwandeln in reinste Wettkampf-Kraft: Messe dich im Wasserpistolen-Duell, hüpf ins Böllelibad (mit leuchtenden Bällen!), versuch dich im Lügen-Raum und spiel Bienchen und Blümchen (ein roboterisiertes Strategiespiel, was denkst du denn!).
Ein Indoorspass für das Kind in dir.
Wenn dich das Wetter schon nicht verzaubert, dann ganz sicher dieser Ort hier. Nein, nicht Degersheim, schon eher die dortige Dreamfactory. Das ist eine Erlebniswelt auf sagenhaften 4500 Quadratmetern, randvoll mit Jukeboxen, Zauberkästen, Wachs- und Legofiguren, Barbies, sprechenden, kochenden und tötenden Puppen, Spielautomaten, Oldtimern, Piraten und Vampiren. Irgendwie alles aus der Film-, Musik- und Zaubergeschichte.
Schwierig, das alles zusammenzufassen. Geh am besten selbst hin, die warten schon auf dich:
Sie war einst das bestgehütete Geheimnis der Schweiz, heimlich ausgebaut, um im Zweiten Weltkrieg den Nazis zu trotzen, eine Festung für den Fall eines Angriffs, in die sich die Schweizer Armee zurückziehen sollte, um die Hochalpen, besonders das Gotthardmassiv, zu verteidigen.
Von 1941 bis 1945 flossen also 657 Millionen Franken, in heutiger Kaufkraft rund acht Milliarden Franken, in den Ausbau des alpinen Festungsgürtels, der sich von St. Maurice im Wallis bis zu den Sarganser Bergen erstrecken wird.
Der Ernstfall trat nicht ein, doch der Mythos der wehrhaften und von allen Seiten eingeschlossenen Schweiz lebte weiter: Das Verteidigungswerk, die Sasso San Gottardo mit ihren kilometerlangen unterirdischen Gängen, wurde zum steingewordenen Ausdruck der Geistigen Landesverteidigung.
Bis im Juni 2011 die Festungsartillerieabteilung 13 schliesslich aufgehoben wurde und man die Bison-Geschütze zurückbaute. Das Geheimnis war gelüftet, und die in den Fels getriebene Bergfestung wurde mitsamt ihrem Stollensystem zum Museum, in dem man historische Ausstellungen über General Guisan oder den Kalten Krieg, die Kristallkaverne, eine Lichtshow an der Wasserscheide Gotthard oder die Truppenunterkunft besuchen kann. Auch eine Fahrt mit der Metro del Sasso wird angeboten.
Und wer besonders abenteuerlich gestimmt ist, kann sich abseits des Besucherrundgangs eigenständig mit Helm und Lampe auf Erkundungstour machen.
Ihr müsst euch allerdings ein bisschen sputen, die diesjährige Saison endet am 13. Oktober.
Dinos gehen immer, selbst wenn das Wetter schön ist. Das Sauriermuseum in Aathal hat nämlich auch einen grandiosen Aussen-Spielplatz, den DinoGiardino, auf dem die Kinder Knochen aus dem Sand buddeln oder neben einem Triceratops vertilgenden T-Rex die Rutsche hinabsausen können.
Hier gibt's jede Menge echte Dinosaurierskelette, ja auch der 67 Millionen alte und 4,8 Millionen teure Tyrannosaurus Rex namens Trinity ist bis im Januar 2025 noch da.
Diejenigen, die nicht so viel Geld und Platz haben, sich gleich ein ganzes Skelett zu kaufen, können sich nach ihrem Museumsbesuch im Dino- oder Rock-Shop mit Stoff- und Plastiksauriern, mit echten fossilen Megalodon-Zähnen oder einem Stück Meteorit eindecken.
Es ist wieder Zeit für die Winterreifen, nicht vergessen!
JUST DO IT.
Falls du ein Auto besitzt.
Minigolf ist der Sport, der die einen in den Wahnsinn treibt und bei den anderen für einen nicht enden wollenden Spassestaumel sorgt. Für die Letzteren wurde Fantasy-Golf erfunden, Minigolf auf Steroiden quasi. Oder auf LSD. Denn die 500 Quadratmeter grosse Halle und ihre 18 Bahnen werden mittels Schwarzlicht (UV-Strahlung) zum Leuchten gebracht.
Durch deine Lieblingsbars oder wahlweise auch durch besonders ominöse Absteigen zu tingeln, das geht natürlich am allerbesten, wenn einem das Wetter den Grund liefert.
Prost!
(rof)