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Analyse

EM 2020:So standen die Schweizer bei den drei Italien-Treffern Spalier

Die Schweizer lassen den Italienern auch beim 0:2 durch Locatelli viel zu viel Platz.
Die Schweizer lassen den Italienern auch beim 0:2 durch Locatelli viel zu viel Platz.bild: screenshot srf
Analyse

Viel zu weit vom Gegner weg – so stand die Nati bei den drei Italien-Treffern Spalier

16.06.2021, 23:2116.06.2021, 23:21

Absolut chancenlos: Die Schweizer Fussball-Nati hat in ihrem zweiten EM-Gruppenspiel gegen den vierfachen Weltmeister Italien kein Stich und verliert diskussionslos mit 3:0. Die «Squadra Azzurra» legt dabei Tugenden an den Tag, die den Schweizern komplett abgehen: Leidenschaft, Feuer, Einsatzbereitschaft und Wille.

Augenscheinlich wird das vor allem bei den Toren der Italiener, bei denen die Schweizer mehrheitlich zu sehen.

26. Minute: Das 1:0 durch Locatelli

Nur 20 Sekunden brauchen die Italiener beim 1:0 durch Manuel Locatelli, um das komplette Spielfeld und alle Schweizer Feldspieler zu überwinden. Eingeleitet wurde der Treffer durch Torhüter Gianluigi Donnarumma. Es folgen zwei Pässe, ein gewonnenes Kopfballduell im Zentrum und ein weiter Ball auf den Flügel. Dort lässt Domenico Berardi seinen Gegenspieler Ricardo Rodriguez stehen wie einen Schuljungen und nach seiner flachen Hereingabe kann Manuel Locatelli ungehindert einschieben. Während Granit Xhaka und Remo Freuler nur langsam traben und dann zuschauen, sprintete der defensive Mittelfeldspieler von Sassuolo mit vollem Elan in den Strafraum.

Locatelli kann beim 1:0 völlig unbedrängt einschieben. Die Schweizer stehen nur Spalier.
Locatelli kann beim 1:0 völlig unbedrängt einschieben. Die Schweizer stehen nur Spalier.screenshot: srf

52. Minute: Das 2:0 durch Locatelli

Noch dilettantischer stellen sich die Schweizer beim zweiten Gegentreffer an. Zunächst fahren die Italiener einen schnellen Konter, mit drei schnellen Pässen in die Tiefe kommen sie problemlos in den Schweizer Strafraum. Dort kann Rodriguez den Ball zwar vorerst abfangen, doch sogleich folgt die zweite Angriffswelle der «Azzurri». Dabei schauen die Schweizer nur zu: Nicolo Barella kann an der Strafraumgrenze unbehelligt auf Locatelli passen, der unbedrängt abziehen kann und Sommer zum 2:0 bezwingt.

Keine Gegenwehr auch beim 2:0 durch Locatelli.
Keine Gegenwehr auch beim 2:0 durch Locatelli.screenshot: srf

89. Minute: Das 3:0 durch Immobile

Das 3:0 für Italien durch Immobile.Video: streamable

Die Geschichte des 3:0 ist schnell erzählt: Der eingewechselte Mario Gavranovic verliert in der Vorwärtsbewegung gegen aggressivere Italiener den Ball, Ciro Immobile wird nicht angegriffen und fackelt nicht lange. Seinen Schuss müsste Keeper Yann Sommer halten, doch zu guter Letzt patzt auch noch er.

Immobile geniesst seine Freiheiten und trifft aus der Distanz zum 3:0.
Immobile geniesst seine Freiheiten und trifft aus der Distanz zum 3:0.screenshot: streamable
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