DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Koks und Depression: Fury hilft nur «sinnlos betrinken, von Montag bis Sonntag»



epa05568183 (FILE) A file photograph showing British heavyweight boxing World Champion Tyson Fury (R) with German boxing Promoter Karl-Robin ·Kalle· Sauerland (C) and Nathalie Sauerland (L) in the audience during the Global Boxing Union (GBU) Intercontinental Super-Middleweight championship fight n the iBarclaycard-Arena, Hamburg, Germany, 07 May 2016.  Media reports on 03 October 2016 state that World heavyweight champion Tyson Fury says he has retired from boxing in a message on Twitter.  EPA/LUKAS SCHULZE *** Local Caption *** 52742971

Er da, er ist «depri»: Box-Promoter Karl-Robin Sauerland zeigt mit dem nackten Finger auf den angezogenen Tyson Fury. Bild: EPA/DPA FILE

Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury spricht in einem Interview des Magazins «Rolling Stone» über seinen Drogenmissbrauch wegen Depressionen. Er habe seit Mai nicht mehr trainiert.

Tyson Fury macht weiter Schlagzeilen. Der 28-jährige Brite, der im vergangenen November Wladimir Klitschko die erste Niederlage seit 2004 beigefügt und die WM-Titel der Verbände WBO und WBA gewonnen hatte, sprach in einem Interview offen über seine Drogenprobleme.

Er habe Depressionen, mit denen er nicht anders umgehen könne. «Das einzige, was mir hilft, ist mich sinnlos zu betrinken», erklärte er. «Von Montag bis Freitag bis Sonntag. Ich habe auch Kokain genommen. Viel Kokain. Warum auch nicht? Es ist schliesslich mein Leben. Und es ist kein leistungsförderndes Doping.» Bei ihm sei eine «manische Depression» diagnostiziert worden.

«Seit ich den Titel gewonnen habe, ist eine Hexenjagd im Gang. Wegen meines Hintergrundes, wegen dem, was ich bin und was ich tue. Es gibt einen Hass auf die Travellers und Fahrenden überall auf der Welt.»

Fury im «Rolling Stone». Der Boxer gehört zu den Irish Travellers alias Pavee, einer Gruppe von Fahrenden.

FILE - In this Nov. 29, 2015 file photo, Britain's new world champion Tyson Fury, celebrates with the WBA, IBF, WBO and IBO belts after winning the world heavyweight title fight against Ukraine's Wladimir Klitschko in Duesseldorf, western Germany. Tyson Fury's boxing career could be over after the reigning IBF, WBO and WBA heavyweight champion announced his retirement in a profanity-filled tweet on Monday Oct. 3, 2016. (AP Photo/Martin Meissner, File)

Fury nach dem Sieg gegen Klitscko im November 2015. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

ESPN hatte bereits berichtet, dass Fury mit Kokain in einer Kontrolle hängen geblieben sei. Zudem ist ein weiteres Doping-Vergehen ungeklärt. Im Frühjahr 2015 soll Fury die Einnahme des anabolen Steroids Nandrolon nachgewiesen worden sein, hatten britische Zeitungen vor Monaten berichtet. Dazu soll es am 4. November eine Anhörung geben.

Den Gebrauch von Doping streitet Fury aber vehement ab. «Ich habe nie unter Doping- oder Drogen-Einfluss geboxt.» Er habe auch erst in den letzten Monaten mit Kokain begonnen und am 1. Oktober damit aufgehört.

Fury liess einen ersten Rückkampf gegen Klitschko im Juli wegen einer Knöchelverletzung platzen, einen zweiten, für diesen Monat geplanten wegen einer nicht näher bezeichneten Verletzung. Nun ist der Grund klar. «Ich habe seit Mai nicht mehr trainiert», gibt der umstrittene Brite zu, der Anfang Woche via Twitter seinen Rücktritt bekanntgegeben, diesen aber wenige Stunden später widerrufen hatte.

(sda/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Die USA impfen im Eiltempo: «ein neuer Rekord»

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

«Kalulu war am Bananen pflücken» – FC Basel und SRF verurteilen rassistische Äusserung

Aufregung rund um das Super-League-Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Vaduz. In der 18. Spielminute ist über die Aussenmikrofone zu hören, wie jemand im Stadion FCB-Flügelspieler Aldo Kalulu rassistisch beleidigt. Der Satz «Ich glaube Kalulu war am Bananen pflücken» ist sowohl bei der Übertragung des Schweizer Fernsehens SRF als auch bei jener von «Blue Sport» deutlich zu hören. Noch ist unklar, wer die Äusserung getätigt hat.

Nur zwei Minuten zuvor hat der Franzose die sicher geglaubte …

Artikel lesen
Link zum Artikel