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Nashville Predators defenseman Roman Josi (59), of Switzerland, argues a call with referee Jean Hebert (15) during the first period in Game 2 of an NHL hockey first-round playoff series between the Predators and the Colorado Avalanche Saturday, April 14, 2018, in Nashville, Tenn. (AP Photo/Mark Humphrey)

Muss Roman Josi weiterhin so oft mit den Schiris diskutieren? Bild: AP/AP

Dieser harte Brocken wartet jetzt auf Josis Predators – Spoiler: Die Schiris sind es nicht

Kaum sind die Conference-Viertelfinals vorbei, geht es bereits weiter mit der nächsten Runde in den Stanley-Cup-Playoffs. Nashville-Fans dürfen sich auf eine packende Serie freuen. Aber auch sonst wartet extrem viel Spitzen-Eishockey auf dich.



Da waren's nur noch acht. Die erste Runde der NHL-Playoffs ist vorbei. Acht Teams dürfen weiterhin vom Titel träumen. Schweizer sind nur noch in der Western Conference dabei. Dafür dürfen sich dort gleich alle gewisse Chancen auf den berühmten Stanley Cup ausrechnen. Wir sagen dir, worauf du dich bei den einzelnen Serien freuen kannst. 

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Der Playoff-Baum im Stanley-Cup-Rennen. bild: nhl.com

Nashville – Winnipeg

Spektakel ist garantiert in dieser Serie, die sich viele eigentlich als Conference-Final gewünscht hätten. Nicht weniger als 42 Tore fielen in den fünf Duellen der Regular Season – mehr als acht Treffer pro Spiel! Beide Teams können schnelles, direktes Eishockey zeigen, beide können aber auch das Körperspiel auspacken. 

Winnipeg verfügt über eine unglaubliche Center-Dichte. Das Trio mit Mark Scheifele, Paul Stastny und Bryan Little sucht in der NHL seinesgleichen. Und auch die Flügel mit Patrik Laine, Nikolaj Ehlers, Blake Wheeler und Mathieu Perreault können sich sehen lassen. Zuletzt hatten die Kanadier aber einige angeschlagene Spieler, darunter auch Ehlers und Perreault. Verletzungen könnten für die Jets zum Problem werden.

Winnipeg Jets fans cheer as the team hits the ice for Game 2 of an NHL hockey first-round playoff series against the Minnesota Wild on Friday, April 13, 2018, in Winnipeg, Manitoba. (John Woods/The Canadian Press)

Winnipeg kann in den Playoffs auf grossartige Unterstützung zählen.  Bild: AP/The Canadian Press

Wenn man bei den Predators eine Schwäche suchen will, wird man bei der Disziplin fündig. Nashville war in der Regular Season und nun auch in der ersten Playoff-Runde das meistbestrafte Team. Das könnte sich angesichts von Winnipegs Stärke im Powerplay als fatal erweisen.

Auch die zweite Linie mit dem Schweizer Kevin Fiala muss man kritisieren: Von ihm und seinen Kollegen kam gegen Colorado noch sehr wenig. Das Prunkstück Nashvilles ist und bleibt die Verteidigung. Und Roman Josi hat gute Erinnerungen an Winnipeg: Im dritten Saison-Duell gegen die Kanadier gab er gleich fünf Assists in einem Spiel.

In den fünf Duell der Regular Season verliessen die «Preds» das Eis dreimal als Sieger, einmal verloren sie nach Penaltyschiessen, ein weiteres Mal nach 60 Minuten. 

Spielplan:
Spiel 1: 27. April, 2 Uhr
Spiel 2: 29. April, 1 Uhr
Spiel 3: 1. Mai, 2 Uhr
Spiel 4: 3. Mai, 3.30 Uhr
Spiel 5: 5. Mai (evtl.)
Spiel 6: 7. Mai (evtl.)
Spiel 7: 10. Mai (evtl.)​

Mein Tipp: Nashville in 6 Spielen

Las Vegas – San Jose

Ritter gegen Haie – das dürfte zu einem äusserst ausgeglichenen Duell werden. Sowohl die Vegas Golden Knights als auch die San Jose Sharks kugelten ihre Gegner in der ersten Runde mit einem «Sweep» (Serie ohne Niederlage) raus. Beide Teams sind also in Topform.

Vegas kann sich auf einen äusserst starken Torhüter verlassen. Marc-André Fleury hat in bislang vier Playoff-Spielen gerade mal drei Gegentore zugelassen. Das ist die perfekte Ausgangslage für das schnelle Umschaltspiel der Golden Knights. Sie haben schon die ganze Saison bewiesen, dass sie mit ihrem Tempo den Gegner überfordern können. Ob der Zuger Luca Sbisa zum Einsatz kommt ist unklar. Der Verteidiger ist nach einer Verletzung auf dem Weg zurück.

Auch die Sharks können sich auf einen grossartigen Rückhalt verlassen. Martin Jones bewegte sich in der Serie gegen Anaheim auf ähnlichem Niveau wie Fleury. Auch die Offensivproduktion funktioniert wunderbar. In der ersten Runde haben die Kalifornier vier Tore pro Spiel erzielt. Der Herisauer Timo Meier dürfte in San Joses dritter Linie auflaufen. Trainer Peter DeBoer sagte vorausblickend auf die Serie gegen Vegas: «Wir haben gerade vier Mal in Serie gewonnen. Ich wäre ein Idiot, wenn ich die Linien umstellen würde.»

San Jose Sharks' Joel Ward, right, celebrates a teammate's goal against the Vegas Golden Knights during the second period of an NHL preseason hockey game Sunday, Oct. 1, 2017, in Las Vegas. Vegas Golden Knights' Luca Sbisa is on the left. (AP Photo/John Locher)

Kommt Luca Sbisa gegen San José zu seinem ersten Playoff-Einsatz? Bild: AP/AP

In der Regular Season gewannen die Golden Knights drei der vier Duelle – einmal davon nach Verlängerung. Der einzige Sieg der Sharks kam ebenfalls in der Verlängerung zustande.

Spielplan:
Spiel 1: 26. April, 4 Uhr
Spiel 2: 28. April, 2 Uhr
Spiel 3: 30. April, 4 Uhr
Spiel 4: 2. Mai, 4 Uhr
Spiel 5: 4. Mai, 4 Uhr
Spiel 6: 6. Mai (evtl.)
Spiel 7: 8. Mai (evtl.)

Mein Tipp: San José in 7 Spielen

Tampa – Boston

Das Duell zwischen Tampa und Boston ist auch die Affiche zwischen dem drittbesten und dem viertbesten Team der Regular Season. So darf denn auch eine ausgeglichene Serie erwartet werden.

Boston Bruins center Patrice Bergeron (37) joins the celebration of a goal by right wing David Pastrnak, second from left, along with defenseman Charlie McAvoy (73) and left wing Brad Marchand (63) during the second period of Game 1 of an NHL hockey first-round playoff series against the Toronto Maple Leafs, Thursday, April 12, 2018, in Boston. (AP Photo/Elise Amendola)

David Pastrnak, Patrice Bergeron und Brad Marchand wirbeln auch in den Playoffs. Bild: AP/AP

Die Bruins-Reihe mit Patrice Bergeron, David Pastrnak und Brad Marchand ist etwas vom besten, was das Eishockey aktuell zu bieten hat. Die drei Stürmer überforderten Toronto in der ersten Runde komplett. Allerdings kam von den anderen Sturmtrios noch etwas wenig: Wenn die Paradelinie aber nicht performte, war Flaute angesagt. Zudem zeigte sich Torhüter Tuukka Rask in der ersten Runde nicht immer stilsicher.

Die Tampa Bay Lightning hatten gegen die New Jersey Devils mit Nico Hischier mehr Mühe, als es das Resultat vielleicht vermuten lässt. Die Topline um Steven Stamkos, Nikita Kutscherow und T.J. Miller ist über jeden Zweifel erhaben und schiesst Tor um Tor. Doch gerade defensiv zeigte der Stanley-Cup-Sieger von 2004 wie eigentlich schon die ganze Saison durch einige Mängel. Die Lightning lassen so viele Schüsse auf das eigene Tor zu, wie kaum ein anderes Playoff-Team. Umso wichtiger ist, dass Torhüter Andrei Vasilevskiy seine gute Form aus der ersten Runde konservieren kann.

Spielplan:
Spiel 1: 28. April, 21 Uhr
Spiel 2: 30. April, 1 Uhr
Spiel 3: 2. Mai, 1 Uhr
Spiel 4: 4. Mai, 1 Uhr
Spiel 5: 6. Mai (evtl.)
Spiel 6: 8. Mai (evtl.)
Spiel 7: 10. Mai (evtl.)

Mein Tipp: Boston in 6 Spielen

Washington – Pittsburgh

Bereits zum zehnten Mal kommt es zur Playoff-Begegnung zwischen den Washington Capitals und den Pittsburgh Penguins – nur einmal setzten sich die «Caps» durch. Besonders schmerzhaft waren die Niederlagen in den letzten beiden Jahren. Washington unterlag jeweils als Qualifikationssieger.

Das Duell der Ausnahmekönner

FILE - In this Feb. 4, 2018, file photo, Washington Capitals left wing Alex Ovechkin (8), from Russia, skates in the second period of an NHL hockey game against the Vegas Golden Knights, in Washington. Ovechkin's 49 goals led the league for the seventh time. Game 1 of the Capitals and Columbus Blue Jackets first found playoff series is Thursday, April 12, 2018. (AP Photo/Alex Brandon, File)

Alex Owetschkin gegen ... Bild: AP/AP

Pittsburgh Penguins' Sidney Crosby skates during the second period of an NHL hockey game against the St. Louis Blues, Sunday, Feb. 11, 2018, in St. Louis. (AP Photo/Billy Hurst)

... Sidney Crosby Bild: AP/FR171248 AP

Auch in diesem Jahr treten die Capitals mit dem Heimvorteil an und zählen auf die Impulse von Alexander Owetschkin, der zum 6:3 gegen Columbus zwei Tore beitrug. Der Russe erzielte in den laufenden Playoffs bislang fünf Tore, eines weniger als Sidney Crosby, der Starspieler der Penguins. In den Playoff-Direktduellen lag es bislang nicht am Russen, dass es für die «Caps» nicht reichte. Owetschkin gelangen in den 20 Partien gegen Pittsburgh 12 Tore und 14 Assists.

Capitals-Schreck Crosby wird auch in dieser Serie wieder eine äusserst wichtige Rolle zukommen. In 19 Playoff-Partien gegen Washington hat «The next one» 22 Punkte (10 Tore, 12 Assists) erzielt. Ein Fragezeichen steht hinter Jewgeni Malkin. Der Center ist angeschlagen und seine Situation soll jeden Tag neu beurteilt werden. Fällt er aus, fehlt den Penguins ein wichtiges Puzzleteil für einen erfolgreichen Auftritt im Conference-Halbfinal.

In der Regular Season gewannen beide Teams je zwei Duelle. Davon jeweils eines zuhause und eines auswärts.

Spielplan:
Spiel 1: 26. April, 1 Uhr
Spiel 2: 29. April, 21 Uhr
Spiel 3: 1, Mai, 1.30 Uhr
Spiel 4: 3. Mai, 1 Uhr
Spiel 5: 5. Mai (evtl.)
Spiel 6: 7. Mai (evtl.)
Spiel 7: 9. Mai (evtl.)

Mein Tipp: Washington in 7 Spielen

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