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In der Kritik: Ueli Schwarz, der Direktor der National League.
Bild: Urs Lindt/freshfocus

National League ermittelt nach Antrag des SC Bern gegen Liga-Direktor Ueli Schwarz

31.03.2016, 20:3701.04.2016, 14:55

Der SC Bern hat ein Verfahren gegen Ueli Schwarz, den Direktor der National League, beantragt. Der Playoff-Finalist wirft ihm vor, sich in ein laufendes Verfahren der Verbandsjustiz eingemischt zu haben. Schwarz habe aktiv Einfluss auf deren Entscheidungsfindung genommen. SCB-Geschäftsführer stützt sich dabei auf Aussagen von watson-Eismeister Klaus Zaugg, welche dieser in einem TV-Talk gemacht hatte.

Gemäss einem Communiqué von Swiss Ice Hockey kritisiert der SC Bern die Rolle von Schwarz im «Fall Scherwey». Der SCB-Stürmer war nach einem Check von Einzelrichter Reto Steinmann für ein Spiel gesperrt worden; die Sperre wurde nach einem Rekurs der Berner annulliert.

Ursprung der Debatte: Der Check von Scherwey gegen Heldner.
swiss ice hockey

«Der Sachverhalt ist umstritten»

Gemäss dem SC Bern hat sich Ueli Schwarz aktiv in Steinmanns Urteilfindung eingemischt. Der Einzelrichter sei eine unabhängige Instanz und dürfe nicht beeinflusst werden, argumentiert der Klub. Swiss Ice Hockey und Ueli Schwarz würden keine grundlegende Differenz zur rechtlichen Auffassung des SCB sehen, insbesondere was die Gewaltenteilung betreffe, schreibt der Verband, «der Sachverhalt indessen ist umstritten.»

Im Rahmen eines Rechtspflegeverfahrens wird nun eine Untersuchung von einer (in der Mitteilung nicht genannten) unbeteiligten Stelle durchgeführt. Der in den bisherigen Prozess involvierte Einzelrichter Reto Steinmann sowie sein Vertreter Oliver Krüger sind in den Ausstand getreten. Weitere Details veröffentlichte der Verband nicht. Man wolle «keine Vorverurteilungen schüren», meldete die Kommunikations-Abteilung und reichte 75 Minuten später eine beschwichtigende Passage nach: «Der Antrag des SCB will eine Abklärung, ob und inwieweit sich Ueli Schwarz in die Belange des Einzelrichters eingemischt hat.»

Noch ist die Tragweite der (nach wie vor) schweren Vorwürfe nicht absehbar, mit einer raschen Klärung ist kaum zu rechnen. Entscheidend im Verfahren wird die Zeugenaussage Steinmanns sein. Schon bei früheren Fällen wurde vermutet, die Ligaführung soll sich beim Einzelrichter in die Urteilsfindung eingemischt haben. (ram/sda)

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