Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die zwei Chinesischen Eishockey Spieler Ji Teng, links, und Guo Luyang, rechts, posiern in einem Zimmer im Grand Hotel Magglingen anlaesslich einer Medienkonferenz zum Projekt China - Eishockey-Knowhow und Kulturaustausch zwischen Swiss Ice Hockey Federation und der Chinese Ice Hockey Association vom Donnerstag, 11. Oktober 2018 in Magglingen. Die Chinesischen Eishockey Junioren werden bis Maerz 2019 in Magglingen Ausgebildet. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Karges Leben: zwei chinesische Hockeyspieler in Magglingen. Bild: KEYSTONE

«Müssen ihnen das Hockey-ABC beibringen» – Schweizer Entwicklungshilfe für China

Ein halbes Jahr lang bildet der Schweizer Eishockeyverband junge Chinesen aus. Rund 40 Teenager im Alter von 15 bis 20 Jahren befinden sich seit einer kurzen Zeit in Magglingen.



Unter den Trainern Köbi Kölliker und Alex Reinhard wollen die jungen Chinesen in der Schweiz ihre Fertigkeiten auf dem Eis verbessern. «Wir leisten Entwicklungshilfe auf dem Eisfeld» sagt Swiss-Ice-Hockey-CEO Florian Kohler zum Projekt. Entstanden ist es aus der seit 2007 bestehenden Zusammenarbeit zwischen der Eidgenössischen Hochschule für Sport und der Sportuniversität Peking, die bereits einen Studenten- und Dozentenaustausch sowie Wissenschaftsaustausch pflegen.

Der CEO von Swiss Ice Hockey Federation, Florian Kohler, anlaesslich einer Medienkonferenz zum Projekt China - Eishockey-Knowhow und Kulturaustausch zwischen Swiss Ice Hockey Federation und der Chinese Ice Hockey Association vom Donnerstag, 11. Oktober 2018 in Magglingen. Die Chinesischen Eishockey Junioren werden bis Maerz 2019 in Magglingen Ausgebildet. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Verbands-CEO Kohler. Bild: KEYSTONE

Es sei an der Zeit, dass der Schweizer Verband auch anderen Ländern etwas weitergebe, sagte Kohler. «Früher waren wir auch auf die grossen Nationen wie Kanada angewiesen, um weiterzukommen, nun sollen andere von uns profitieren.» Er hofft aber, dass aus diesem Projekt eine Win-win-Situation wird. «Wir wollen in China dabei sein», so Kohler. Auch im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking erhofft man sich für die Schweizer Teams in der Vorbereitung gewisse Vorteile. Und Kohler wagt einen noch weiteren Blick voraus: «Wer weiss, ob nicht um 2030 herum in China einmal eine WM stattfindet?»

Lange Tage, aber viel Freude

Doch vorläufig geht es für Kölliker und Reinhard darum, das erste Team – «darunter hat es drei bis vier Spieler mit Elite-A-Junioren-Niveau» – spieltaktisch zu verbessern. «Individuell mit der Scheibe sind sie gut, aber das Spiel ohne Scheibe und die Mannschaftstaktik müssen sie noch lernen», so Kölliker.

Der Head Coach der Chinesischen Auswahl von der Swiss Ice Hockey Federation, Koebi Koelliker, links, mit einem Teil der Chinesischen Delegation anlaesslich einer Medienkonferenz zum Projekt China - Eishockey-Knowhow und Kulturaustausch zwischen Swiss Ice Hockey Federation und der Chinese Ice Hockey Association vom Donnerstag, 11. Oktober 2018 in Magglingen. Die Chinesischen Eishockey Junioren werden bis Maerz 2019 in Magglingen Ausgebildet. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Hockey-Legende Kölliker ist der Headcoach des Projekts. Bild: KEYSTONE

Dem Alt-Internationalen und langjährigen Trainer und Sportchef macht die Arbeit mit Jungen auch im Alter von 65 Jahren noch grosse Freude. «Auch wenn Alex und ich lange Tage haben, alles selber organisieren, den Staff ausbilden, Spiele organisieren müssen und dem zweiten Team das Eishockey-ABC noch beibringen müssen, ist es eine sehr interessante Aufgabe.»

Eis- statt Uni- oder Landhockey

Während das erste Team aus Spielern besteht, die in China in Academys von Privattrainern den Eishockeysport erlernten, sind jene aus der zweiten Mannschaft Quereinsteiger aus den Sparten Landhockey und Unihockey. Was allen fehlt, ist die Spielpraxis. Deshalb versuchen Kölliker und Reinhard, möglichst viele Spiele auszutragen. Die ersten zwei gegen Zuchwil (4. Liga) und Meinisberg (2. Liga) gingen 1:6 respektive 1:11 verloren.

Obwohl die Spieler am Bundesamt für Sport in Magglingen wohnen, dort trainieren und im Sportzentrum Zuchwil pro Tag zweimal auf dem Eis stehen, kostet das Projekt den Schweizer Steuerzahler nichts. «Es wird von der China Sports Administration und chinesischen Sponsoren getragen», so Walter Mengisen, stellvertretender BASPO-Direktor. Ob das Projekt länger als sechs Monate dauern wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Eine Delegation des Eishockeyverbands und Mengisen reisen nächstens für Verhandlungen nach China. (ram/sda)

Das sind die Bachelor-Kandidatinnen 2018

«High-Waist-Jeans machen keinen guten Arsch»

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Für Horror-Check an Suri: Vier Spielsperren und Busse gegen Adam Almquist

Der SC Bern muss im Playoff-Final gegen den EV Zug drei weitere Spiele auf seinen schwedischen Verteidiger Adam Almquist verzichten. Almquist wurde wegen eines Checks gegen den Kopf von Zugs Stürmer Reto Suri im ersten Finalspiel für vier Spiele gesperrt und mit 6230 Franken gebüsst. Eine Spielsperre hat der Schwede bereits verbüsst.

Damit wäre Almquist bei einem möglichen sechsten Finalspiel wieder einsatzberechtigt. (abu/sda)

Artikel lesen
Link zum Artikel