Den ZSC Lions gelingt im Playoff-Viertelfinal gegen den HC Davos das Break. Die Zürcher feiern einen glückhaften 3:2-Auswärtssieg nach Verlängerung und führen in der Best-of-7-Serie 3:1.
Nach 84:15 Minuten erzielte Sven Andrighetto das Siegtor für die Lions, die zuvor knapp davor gestanden waren, schon nach 60 Spielminuten die Heimreise ins Unterland antreten zu können. Doch Leon Bristedt rettete den HCD mit seinem Goal 55 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit in extremis in die Verlängerung.
Der ZSC war mit dem Resultat nach 60 Minuten mehr als gut bedient. Nachdem die Zürcher durch ein kurioses Schlittschuh-Tor von Willy Riedi zum dritten Mal in dieser Serie 1:0 in Führung gegangen waren, schalteten die Davoser mit Beginn des Mitteldrittels einen Gang höher, vergaben insgsamt aber zu viele Grosschancen, oder bekundeten mit einem Pfosten- und Lattenschuss auch Pech.
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26 Sekunden vor der zweiten Pause gleicht Dennis Rasmussen aus, dank diesem Pass von Enzo Corvi.
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Erst, als das Heimteam in der 40. Minute in doppelter Überzahl agieren konnte, liess sich der stark aufspielende Simon Hrubec im ZSC-Tor ein erstes Mal bezwingen. Enzo Corvi legte herrlich für Dennis Rasmussen auf, der zum 1:1 traf. Danach wäre mit Nicolas Baechler beinahe ein Teenager zum Matchwinner für die Lions geworden. Der 19-jährige Viertlinienstürmer traf in der 47. Minute zum 2:1 und verbuchte damit in seinem elften Match in der National League den ersten Skorerpunkt.
Zu reden gab auserdem ein Check von ZSC-Verteidiger Phil Baltisberger gegen den Kopf von Joakim Nordström, der mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung in der 9. Minute in die HCD-Kabine verschwand. Ob der Schwede in Spiel 5 in Zürich wieder einsatzfähig ist, scheint mehr als unsicher. Der ZSC kann am Freitag mit einem Heimsieg den Halbfinaleinzug perfekt machen.
War da ein Ellbogen im Spiel oder nicht? Joakim Nordström muss nach einem Check von Phil Baltisberger bereits im ersten Drittel vom Eis 🤕 #NationalLeague | #IchbinFan pic.twitter.com/usnpMbDm51
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Davos - ZSC Lions 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.2.V.
5174 Zuschauer. SR Stolc (SVK)/Hürlimann, Wolf/Urfer.
Tore: 12. Riedi (Kukan) 0:1. 40. (39:34) Rasmussen (Corvi, Dominik Egli/bei 5 gegen 3) 1:1. 47. Baechler (Sigrist, Lehtonen) 1:2. 60. (59:05) Bristedt (Fora, Irving) 2:2 (ohne Torhüter). 85. Andrighetto (Azevedo) 2:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Wieser; Kukan.
Davos: Aeschlimann; Fora, Dahlbeck; Dominik Egli, Jung; Irving, Barandun; Paschoud; Stransky, Corvi, Nussbaumer; Schmutz, Nordström, Bristedt; Wieser, Rasmussen, Ambühl; Frehner, Chris Egli, Knak; Sturny.
ZSC Lions: Hrubec; Weber, Marti; Geering, Lehtonen; Kukan, Phil Baltisberger; Trutmann; Chris Baltisberger, Lammikko, Texier; Bodenmann, Wallmark, Andrighetto; Azevedo, Sigrist, Bachofner; Riedi, Schäppi, Baechler; Sopa.
Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Prassl und Wellinger (alle verletzt), ZSC Lions ohne Hollenstein, Leone und Waeber (alle verletzt). Nordström in der 9. Minute nach einem Check von Phil Baltisberger mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgeschieden. Davos von 57:35 bis 58:39 und 58:46 bis 59:05 ohne Torhüter.
Titelverteidiger EV Zug gewinnt mit 3:0 auch das zweite Heimspiel der Viertelfinalserie gegen die Rapperswil-Jona Lakers und geht in der Best-of-7-Serie 3:1 in Führung.
In der 51. Minute stiess der Zuger Jan Kovar den Rapperswiler Topskorer Jeremy Wick in den Rücken, dieser rächte sich mit einem Stockschlag und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Ihr zweites Powerplay in dieser Partie nutzten die Zentralschweizer zum 2:0 (52.). Dafür verantwortlich zeichnete Dario Simion. Es war für den EVZ bereits der vierte Treffer in Überzahl in dieser Serie, und dies bei neun Gelegenheiten. Das ist einer der Hauptgründe, dass der EVZ mit 3:1 Siegen führt.
Die Lakers ersetzten bereits 4:43 Minuten vor dem Ende Torhüter Melvin Nyffeler durch einen sechsten Feldspieler, 57 Sekunden später schoss Justin Abdelkader das 3:0. Leonardo Genoni benötigte 22 Paraden für seinen fünften Shutout in dieser Saison.
Das einzige Tor in den ersten zwei Dritteln erzielte Gregory Hofmann in der 19. Minute nach einer haarsträubenden Auslösung des Rapperswiler Verteidigers Leandro Profico, der sich zudem noch zu leicht ausspielen liess. Für den nach einer zweimonatigen Verletzungspause auf den Playoff-Start hin zurückgekehrten Hofmann war es der dritte Treffer in dieser Serie.
Im ersten Drittel spielten beide Teams sehr diszipliniert, danach ging es intensiver zu und her. In der 34. Minute scheiterte der Zuger Stürmer Dario Allenspach am Pfosten, kurz darauf vergab Sandro Forrer nach einer 2-0-Situation die goldene Chance zum 2:0 – Genoni rettete mirakulös. In dieser Phase wogte die Partie hin und her. Kurz vor der zweiten Pause besass Hofmann eine gute Möglichkeit zum 2:0. Am Ende spielte das für den EVZ keine Rolle.
Zug - Rapperswil-Jona Lakers 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)
7200 Zuschauer. SR Hebeisen/Kaukokari (FIN), Schlegel/Kehrli.
Tore: 19. Hofmann 1:0. 52. Simion (Abdelkader/Powerplaytor) 2:0. 57. Abdelkader (Simion) 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Wick.
Zug: Genoni; Gross, Djoos; Schlumpf, Geisser; Hansson, Kreis; Vogel; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, O'Neill, Herzog; Klingberg, Senteler, Allenspach; Abdelkader, Leuenberger, Suri; Zehnder.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (51.-51. Meyer); Aebischer, Profico; Noreau, Maier; Vouardoux, Jordan; Baragano; Moy, Albrecht, Lammer; Wick, Dünner, Forrer; Aberg, Rowe, Cervenka; Zangger, Wetter, Eggenberger; Cajka.
Bemerkungen: Zug ohne Stadler (verletzt), Almquist und Camper (beide überzählige Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Djuse, Elsener, Jensen und Schroeder (alle verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 55:17 bis 55:52 und 55:57 bis 56:54 ohne Torhüter.
(nih/sda)