Stransky und Knak schiessen Davos zum Sieg – Fribourg gewinnt Spiel 1 gegen Servette
Davos – ZSC 4:2
Serie 1:0
Der HC Davos gewinnt etwas glückhaft die erste Halbfinalpartie gegen die ZSC Lions. Die abgeklärten Bündner gewinnen dank zwei Goals in den letzten 209 Sekunden gegen die Zürcher mit 4:2. Das wichtigste Tor des Abends gelang Simon Knak in der 57. Minute. Nach Vorarbeit von Tino Kessler überraschte Knak den Zürcher Goalie Simon Hrubec mit einem Direktschuss zum 3:2. Der tschechische Torhüter sah bei diesem Gegentreffer nicht gut aus.
Die übrigen Davoser Goals gingen auf das Konto der überragenden Tschechen Matej Stransky (1:0 und 4:2) und Filip Zadina (2:0). Zadina verwertete einen Penalty auf brillante Art und Weise.
Wieder beanspruchte der souveräne Qualifikationssieger, der HC Davos, im ersten Spiel einer Serie eine Portion Glück: Im Viertelfinal gegen Zug lagen die Bündner in Spiel 1 bis zur 54. Minute mit 1:3 zurück, ehe sie sich noch mit 4:3 durchsetzten. Auch im ersten Halbfinal vergaben die ZSC Lions eine vorzügliche Chance auf ein frühes «Break». Der ZSC holte dank zwei Goals von Chris Baltisberger den 0:2-Rückstand auf und dominierte im Schlussabschnitt. 17:7 Torschüsse verzeichneten die Zürcher in den letzten 20 Minuten – und auch insgesamt kamen sie auf viel mehr Abschlüsse als Davos (42:29).
Aber: Erstmals seit drei Jahren, seit dem April 2023, als die Lions die Halbfinalserie gegen Biel mit 0:4 Siegen verloren, liegen sie in einer Playoff-Serie wieder zurück. In den letzten beiden (Meister-)Jahren gerieten die ZSC Lions nie in Rückstand.
Davos - ZSC Lions 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
6547 Zuschauer (ausverkauft). - SR Borga/Stricker, Schlegel/Bachelut.
Tore: 6. Stransky (Tambellini, Fora) 1:0. 25. Zadina 2:0 (Penalty). 40. (39:51) Baltisberger (Kukan/Powerplaytor) 2:1. 43. Baltisberger (Sigrist, Marti) 2:2. 57. Knak (Kessler, Egli) 3:2. 60. (59:27) Stransky (Ryfors) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Malgin.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Guebey, Gross; Stransky, Ryfors, Tambellini; Aebli, Asplund, Zadina; Frehner, Waidacher, Kessler; Knak, Egli, Parrée.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Balcers, Malgin, Schreiber; Frödén, Lammikko, Denis Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Gruber.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Gredig, Luca Hollenstein, Nussbaumer (alle verletzt), Claesson, Lemieux und Taponen (alle überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Andrighetto, Bader (beide verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:28 bis 59:27 ohne Torhüter. (abu/sda)
Fribourg – Servette 3:1
Serie 1:0
Der HC Fribourg-Gottéron legt in der Westschweizer Halbfinalserie vor. Die Freiburger gewinnen den ersten Halbfinal gegen Genève-Servette nach Rückstand mit 3:1.
Das entscheidende Tor gelang Christoph Bertschy in der 49. Minute. Bertschy profitierte von einem Stockfehler von Roger Karrer und zog mit viel Tempo auf und davon. Und schliesslich schloss er seinen Sololauf technisch perfekt zum 2:1 ab. Das siegsichernde 3:1 erzielte Nathan Marchon in der 58. Minute ins leere Tor.
Gottéron verdiente sich den Sieg. Sie dominierten in der ausverkauften heimischen Arena das erste Spiel (38:21 Torschüsse). Und sie bewahrten die Ruhe, als Servette nach 75 Sekunden des zweiten Abschnitts durch Jesse Puljujärvi entgegen des Spielverlaufs in Führung ging. Nur 4:44 Minuten später gelang Attilio Biasca per Nachschuss der Ausgleich.
Biasca verpasste verletzungshalber in der Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers fünf der sieben Partien. In den zwei Partien, in denen er zuletzt wieder mitmachen konnte, gelangen ihm indes zwei sehr wichtige Tore.
Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kaukokari/Wiegand, Steenstra/Humair.
Tore: 22. Puljujärvi (Saarijärvi, Granlund) 0:1. 26. Biasca (Bertschy, Borgström) 1:1. 49. Bertschy 2:1. 58. Marchon (De la Rose) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: je 2mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Borgström; Granlund.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Arola; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Dorthe, Wallmark, De la Rose; Sprunger, Walser, Marchon; Reber, Ljunggren, Gerber; Nicolet.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Bozon, Jooris, Vesey; Praplan, Pouliot, Ignatavicius; Miranda, Verboon, Noah Rod; Hischier.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Richard (verletzt) und Brassard (überzähliger Ausländer). Genève-Servette von 57:37 bis 57:52 und ab 58:12 ohne Torhüter. (abu/sda)
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La Chaux-de-Fonds – Sierre 0:5
Serie 1:3
Das wird den HC Ajoie freuen: Der HC Sierre gewinnt in La Chaux-de-Fonds mit 5:0 und führt im Playoff-Final der Eishockey-Swiss-League mit 3:1 Siegen. Dem HC Siders fehlt bloss noch ein Sieg zum Titel.
Weil der HC Sierre für diese Saison kein Aufstiegsgesuch für die National League einreichte, verbleibt der HC Ajoie in der obersten Liga, wenn die Walliser die Swiss-League-Meisterschaft gewinnen. Siders will sich in naher Zukunft in Richtung National League orientieren, muss aber dafür noch ein Stadion-Projekt vorantreiben.
Sierre liess vor 5225 Zuschauern in der ausverkauften Les-Mélèzes-Eishalle in Spiel 4 nichts anbrennen, nachdem es die erste Finalpartie im Neuenburger Jura nach einer Führung bis kurz vor Schluss noch mit 4:5 nach Verlängerung verloren hatte. Roberts Cjunskis brachte Sierre in Unterzahl schon im ersten Abschnitt in Führung; Jayden Halbgewachs erhöhte mit zwei Goals bis zur 28. Minute auf 3:0.
La Chaux-de-Fonds - Sierre 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
5225 Zuschauer (ausverkauft). - SR Arpagaus/Blasbalg, Muggli/Dufner.
Tore: 15. (14:47) Cjunskis (Asselin/Unterzahltor!) 0:1. 16. (15:37) Halbgewachs (Powerplaytor) 0:2. 28. Halbgewachs (Asselin, Fuhrer) 0:3. 31. Völlmin (Asselin, Patry) 0:4. 41. (40:58) Fuhrer (Arnaud Montandon, Halbgewachs/Powerplaytor) 0:5.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 3mal 2 Minuten gegen Sierre. (abu/sda)
