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Playoff-Halbfinal im Liveticker: Davos empfängt die ZSC Lions in Spiel 1

PostFinance Top Scorer Matej Stransky (HCD) vor den Fans beim ersten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League zwischen HC Davos (HCD) und ZSC Lions (ZSC), am Samstag, 4. April 2026, in der ...
Matej Stransky ist mit zwei Toren eine der entscheidenden Figuren bei Davos.Bild: keystone

Stransky und Knak schiessen Davos zum Sieg – Fribourg gewinnt Spiel 1 gegen Servette

04.04.2026, 18:4004.04.2026, 23:03

Davos – ZSC 4:2

Serie 1:0

Der HC Davos gewinnt etwas glückhaft die erste Halbfinalpartie gegen die ZSC Lions. Die abgeklärten Bündner gewinnen dank zwei Goals in den letzten 209 Sekunden gegen die Zürcher mit 4:2. Das wichtigste Tor des Abends gelang Simon Knak in der 57. Minute. Nach Vorarbeit von Tino Kessler überraschte Knak den Zürcher Goalie Simon Hrubec mit einem Direktschuss zum 3:2. Der tschechische Torhüter sah bei diesem Gegentreffer nicht gut aus.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/HC Davos

Die übrigen Davoser Goals gingen auf das Konto der überragenden Tschechen Matej Stransky (1:0 und 4:2) und Filip Zadina (2:0). Zadina verwertete einen Penalty auf brillante Art und Weise.

«Wir wollen immer auf dem Eis stehen und in diesen Situationen Vollgas geben. Heute konnten wir es zum Glück noch in unsere Richtung lenken. Es darf nicht sein, dass wir das 2:0 hinschenken, das müssen wir souveräner runterspielen. Die dummen Strafen müssen wir abstellen. Auch die Puckverluste in der Offensivzone müssen wir vermeiden, die haben ihnen Momentum gegeben.»
HCD-Siegtorschütze Simon Knak.

Wieder beanspruchte der souveräne Qualifikationssieger, der HC Davos, im ersten Spiel einer Serie eine Portion Glück: Im Viertelfinal gegen Zug lagen die Bündner in Spiel 1 bis zur 54. Minute mit 1:3 zurück, ehe sie sich noch mit 4:3 durchsetzten. Auch im ersten Halbfinal vergaben die ZSC Lions eine vorzügliche Chance auf ein frühes «Break». Der ZSC holte dank zwei Goals von Chris Baltisberger den 0:2-Rückstand auf und dominierte im Schlussabschnitt. 17:7 Torschüsse verzeichneten die Zürcher in den letzten 20 Minuten – und auch insgesamt kamen sie auf viel mehr Abschlüsse als Davos (42:29).

«Wir wollten einen anderen Start. Die Pässe waren ungenau, die Beine haben wir nicht gut bewegt. Aber je länger das Spiel dauerte, desto besser waren wir im Spiel. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, können wir dieses Spiel gewinnen.»
ZSC-Stürmer Chris Baltisberger

Aber: Erstmals seit drei Jahren, seit dem April 2023, als die Lions die Halbfinalserie gegen Biel mit 0:4 Siegen verloren, liegen sie in einer Playoff-Serie wieder zurück. In den letzten beiden (Meister-)Jahren gerieten die ZSC Lions nie in Rückstand.

Enttaeuschte Zuercher beim ersten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League zwischen HC Davos (HCD) und ZSC Lions (ZSC), am Samstag, 4. April 2026, in der zondacrypto-Arena in Davos. (PostF ...
Die ZSC Lions werden für einen guten Auftritt schlecht belohnt.Bild: keystone

Davos - ZSC Lions 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
6547 Zuschauer (ausverkauft). - SR Borga/Stricker, Schlegel/Bachelut.
Tore: 6. Stransky (Tambellini, Fora) 1:0. 25. Zadina 2:0 (Penalty). 40. (39:51) Baltisberger (Kukan/Powerplaytor) 2:1. 43. Baltisberger (Sigrist, Marti) 2:2. 57. Knak (Kessler, Egli) 3:2. 60. (59:27) Stransky (Ryfors) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Malgin.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Guebey, Gross; Stransky, Ryfors, Tambellini; Aebli, Asplund, Zadina; Frehner, Waidacher, Kessler; Knak, Egli, Parrée.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Balcers, Malgin, Schreiber; Frödén, Lammikko, Denis Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Gruber.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Gredig, Luca Hollenstein, Nussbaumer (alle verletzt), Claesson, Lemieux und Taponen (alle überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Andrighetto, Bader (beide verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:28 bis 59:27 ohne Torhüter. (abu/sda)

Fribourg – Servette 3:1

Serie 1:0

Der HC Fribourg-Gottéron legt in der Westschweizer Halbfinalserie vor. Die Freiburger gewinnen den ersten Halbfinal gegen Genève-Servette nach Rückstand mit 3:1.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/HC Fribourg-Gottéron

Das entscheidende Tor gelang Christoph Bertschy in der 49. Minute. Bertschy profitierte von einem Stockfehler von Roger Karrer und zog mit viel Tempo auf und davon. Und schliesslich schloss er seinen Sololauf technisch perfekt zum 2:1 ab. Das siegsichernde 3:1 erzielte Nathan Marchon in der 58. Minute ins leere Tor.

«Sie hatten nicht viele Chancen. In der eigenen Zone müssen wir noch aggressiver sein, damit wir noch besser rauskommen.»
Fribourg-Stürmer Attilio Biasca

Gottéron verdiente sich den Sieg. Sie dominierten in der ausverkauften heimischen Arena das erste Spiel (38:21 Torschüsse). Und sie bewahrten die Ruhe, als Servette nach 75 Sekunden des zweiten Abschnitts durch Jesse Puljujärvi entgegen des Spielverlaufs in Führung ging. Nur 4:44 Minuten später gelang Attilio Biasca per Nachschuss der Ausgleich.

Biasca verpasste verletzungshalber in der Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers fünf der sieben Partien. In den zwei Partien, in denen er zuletzt wieder mitmachen konnte, gelangen ihm indes zwei sehr wichtige Tore.

Christoph Bertschy (HCFG), rechts, schiesst ein Tor zum 2-1 gegen Torhueter Stephane Charlin (GSHC), links, im ersten Playoff-Halbfinalspiel der National League zwischen dem HC Fribourg Gotteron und d ...
Christoph Bertschy lässt Stéphane Charlin aussteigen.Bild: keystone

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kaukokari/Wiegand, Steenstra/Humair.
Tore: 22. Puljujärvi (Saarijärvi, Granlund) 0:1. 26. Biasca (Bertschy, Borgström) 1:1. 49. Bertschy 2:1. 58. Marchon (De la Rose) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: je 2mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Borgström; Granlund.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Arola; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Dorthe, Wallmark, De la Rose; Sprunger, Walser, Marchon; Reber, Ljunggren, Gerber; Nicolet.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Bozon, Jooris, Vesey; Praplan, Pouliot, Ignatavicius; Miranda, Verboon, Noah Rod; Hischier.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Richard (verletzt) und Brassard (überzähliger Ausländer). Genève-Servette von 57:37 bis 57:52 und ab 58:12 ohne Torhüter. (abu/sda)

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La Chaux-de-Fonds – Sierre 0:5

Serie 1:3

Das wird den HC Ajoie freuen: Der HC Sierre gewinnt in La Chaux-de-Fonds mit 5:0 und führt im Playoff-Final der Eishockey-Swiss-League mit 3:1 Siegen. Dem HC Siders fehlt bloss noch ein Sieg zum Titel.

Weil der HC Sierre für diese Saison kein Aufstiegsgesuch für die National League einreichte, verbleibt der HC Ajoie in der obersten Liga, wenn die Walliser die Swiss-League-Meisterschaft gewinnen. Siders will sich in naher Zukunft in Richtung National League orientieren, muss aber dafür noch ein Stadion-Projekt vorantreiben.

Sierre liess vor 5225 Zuschauern in der ausverkauften Les-Mélèzes-Eishalle in Spiel 4 nichts anbrennen, nachdem es die erste Finalpartie im Neuenburger Jura nach einer Führung bis kurz vor Schluss noch mit 4:5 nach Verlängerung verloren hatte. Roberts Cjunskis brachte Sierre in Unterzahl schon im ersten Abschnitt in Führung; Jayden Halbgewachs erhöhte mit zwei Goals bis zur 28. Minute auf 3:0.

La Chaux-de-Fonds - Sierre 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
5225 Zuschauer (ausverkauft). - SR Arpagaus/Blasbalg, Muggli/Dufner.
Tore: 15. (14:47) Cjunskis (Asselin/Unterzahltor!) 0:1. 16. (15:37) Halbgewachs (Powerplaytor) 0:2. 28. Halbgewachs (Asselin, Fuhrer) 0:3. 31. Völlmin (Asselin, Patry) 0:4. 41. (40:58) Fuhrer (Arnaud Montandon, Halbgewachs/Powerplaytor) 0:5.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 3mal 2 Minuten gegen Sierre. (abu/sda)

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HCD, SCB, ZSC und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Hockey-Meister
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HCD, SCB, ZSC und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Hockey-Meister
HC Davos: 31 Titel, 6 seit 1986; zuletzt Meister: 2015.
quelle: keystone / ennio leanza
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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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rogoo7
04.04.2026 22:36registriert Oktober 2019
Davos findet sich immer wieder ein Weg zum Sieg. Schon für den EVZ war es brutal. Jetzt hat es auch der ZSC erfahren müssen. Zürich hat am Montag bestimmt eine Antwort bereit. Ich freue mich auf einen tollen Hockey-Abend am Montag. Frohe Ostern allerseits!
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Pacha Mama
04.04.2026 22:25registriert Dezember 2018
Tja, wenigstens hat Gottéron heute viele Basher und Hater hier lügen gestraft. Das war schon 2 Klassen besser als gegen Rappi. Und der Schwalben-Vizekönig schiesst den Gamewinner😜👍✌️
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