HCD nimmt Zug auseinander und steht vor Halbfinal-Einzug – Fribourg siegt erstmals
Davos – Zug 7:3
Serie 3:0
Die ersten beiden Partien dieses Duells hätten gerade so gut auch die Zuger gewinnen können. Im ersten Spiel (3:4) führten sie in der 54. Minute 3:1, bei der 0:2-Heimniederlage betrieben sie Chancenwucher. Diesmal aber sorgten die Davoser schon früh für klare Verhältnisse. Sie durften in den ersten neun Minuten dreimal Powerplay spielen – und sie trafen jedes Mal: Die Tore erzielten Valentin Nussbaumer (4.), Matej Stransky (6.) und Yannick Frehner (9.).
In der 14. Minute erhöhte Simon Ryfors gar noch auf 4:0. Damit war der Arbeitstag des Zuger Torhüters Leonardo Genoni bereits zu Ende. Der siebenfache Meistergoalie wurde bereits im Vorjahr im Viertelfinal gegen Davos ausgewechselt – damals im zweiten Spiel beim Stand von 0:5. 2025 gewannen die Bündner die Serie mit 4:0 Siegen. Nun droht den Zentralschweizern der dritte Sweep in Serie: Schon 2024 blieben sie im Halbfinal gegen die ZSC Lions ohne Sieg.
Im Mitteldrittel fielen dann sogar fünf Tore. Nach dem 0:5 durch Klas Dahlbeck (25.) kamen die Zuger dank Colin Lindemann (30.) und Elia Riva auf 2:5 (34.) heran. Letzteren Treffer überprüften die Schiedsrichter nach einer Coach's Challenge der Davoser, die eine Torhüterbehinderung gesehen hatten, lange. Weil das Tor zählte, gab es eine Strafe gegen den HCD. Doch statt weiter zu verkürzen, kassierten die Gäste 14 Sekunden nach dem 2:5 einen Shorthander durch Ryfors, der nun in dieser Serie je drei Treffer und Assists erzielt hat. Das passte zum insgesamt gebrauchten Abend der Zuger.
Davos - Zug 7:3 (4:0, 3:2, 0:1)
6006 Zuschauer. SR Stolc (SVK)/Dipietro, Urfer/Meusy.
Tore: 4. (4:00) Nussbaumer (Andersson/Powerplaytor) 1:0. 6. (5:34) Stransky (Nussbaumer/Powerplaytor) 2:0. 9. Frehner (Asplund, Ryfors/Powerplaytor) 3:0. 15. Ryfors (Waidacher, Frehner) 4:0. 25. Dahlbeck (Zadina, Lemieux) 5:0. 30. Lindemann (Leuenberger, Eggenberger) 5:1. 34. (33:26) Riva 5:2. 34. (33:41) Ryfors (Unterzahltor!) 6:2. 39. Zadina (Fora, Lemieux) 7:2. 57. Wingerli (Bengtsson, Hofmann) 7:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Kubalik.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Gross; Zadina, Asplund, Lemieux; Waidacher, Ryfors, Frehner; Stransky, Nussbaumer, Kessler; Knak, Egli, Parrée; Aebli.
Zug: Genoni (15. Wolf); Bengtsson, Tobias Geisser; Diaz, Sklenicka; Stadler, Riva; Guerra; Herzog, Kovar, Kubalik; Künzle, Senteler, Tatar; Truog, Wingerli, Hofmann; Lindemann, Leuenberger, Eggenberger; Wey.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Claesson, Tambellini und Taponen (alle überzählige Ausländer), Zug ohne Balestra, Martschini (beide verletzt), Lilja und Vozenilek (beide überzählige Ausländer).
Fribourg – Rapperswil-Jona 4:0
Serie 1:2
Das wichtige 1:0 schoss Fribourgs Topskorer Henrik Borgström in der 10. Minute in Unterzahl nach einem schönen Pass von Jeremi Gerber. Davor hatte der Rapperswiler Malte Strömwall im gegnerischen Drittel den Puck verloren. Hatte Gottéron zwei Tage zuvor in Rapperswil-Jona nach einer 1:0-Führung zur ersten Pause noch 1:2 verloren, machte es die Mannschaft diesmal besser: Jacob de la Rose (31.) und Maximilian Streule (39.) erhöhten im Mittelabschnitt auf 3:0. Nach dem 4:0 von Jeremi Gerber (52.) gab es über den Ausgang der Partie keine Zweifel mehr.
Zudem muss Fribourg trotz des Sieges im Powerplay über die Bücher. In den drei Viertelfinalspielen gegen die Rapperswiler brachten sie während 32:49 Minuten in Überzahl nichts Zählbares zustande und kassierten bei der 2:5-Niederlage im ersten Heimspiel sogar einen Shorthander.
Fribourg-Gottéron - Rapperswil-Jona Lakers 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
9372 Zuschauer. SR Tscherrig/Ruprecht, Cattaneo/Bürgy.
Tore: 10. Borgström (Gerber/Unterzahltor!) 1:0. 31. De la Rose (Wallmark, Nemeth) 2:0. 39. Streule (Nicolet, Borgström) 3:0. 52. Gerber (Nicolet, Reber) 4:0.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 7mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Borgström; Moy.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Glauser, Streule; Jecker, Nemeth; Seiler; Rau, Wallmark, De la Rose; Bertschy, Borgström, Dorthe; Sprunger, Walser, Marchon; Nicolet, Reber, Gerber; Rod.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Capaul, Larsson; Dufner, Jelovac; Henauer; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Fritz, Moy, Jensen; Hofer, Albrecht, Dünner; Graf.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Sörensen, Schmid, Biasca (alle verletzt), Ljunggren, Arola, Rattie (alle überzählige Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers ohne Maillet und Honka (beide überzählige Ausländer). 28. Glauser mit Fussverletzung ausgeschieden.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
-
Er kann
-
Erwarte
Ajoie – Ambri 3:6
Serie 0:2
Ambri-Piotta setzt sich im Playout gegen Ajoie auch im zweiten Spiel durch: Nach dem 5:3-Heimsieg gewinnen die Leventiner auch auswärts mit 6:3 und benötigen noch zwei Siege zum Ligaerhalt.
Im ersten Spiel dieser Serie lag Ambri nach zwei Dritteln 1:2 zurück. Diesmal legten die Tessiner in den ersten 40 Minuten den Grundstein zum Sieg. Sie gingen dank Toren von Alex Formenton (12.) sowie einem Doppelschlag des erst 19-jährigen Nathan Borradori (24./36.) mit 3:0 in Führung. Zwar verkürzten Anttoni Honka nach nur 53 Sekunden im Schlussabschnitt und Philip-Michael Devos auf 2:3 (50.) für Ajoie, doch schlugen die Gäste mit einem Doppelschlag innerhalb von 78 Sekunden durch Tommaso De Luca (54.) und Manix Landry (56.) zum 5:2 zurück.
Ambri-Piotta bezahlte den Sieg möglicherweise teuer. In der 12. Minute schied der finnische Verteidiger Jesse Virtanen nach einer Verletzung aus. Die Bilder lassen nichts Gutes erahnen. Virtanen war in der Qualifikation von den regelmässig eingesetzten Spielern im Schnitt am meisten im Einsatz (24:08 Minuten).
Ajoie - Ambri-Piotta 3:6 (0:1, 0:2, 3:3)
3570 Zuschauer. SR Borga/Stricker, Gnemmi/Huguet.
Tore: 12. Formenton (Manix Landry, Dario Wüthrich) 0:1. 24. Borradori (Heed) 0:2. 36. Borradori (Tierney, Isacco Dotti) 0:3. 41. (40:53) Honka (Reunanen) 1:3. 50. Devos (Honka) 2:3. 54. De Luca (Heim, Zwerger) 2:4. 56. Manix Landry (Müller) 2:5. 58. Devos (Reunanen/Powerplaytor) 3:5 (ohne Torhüter). 60. (59:26) Tierney (Heed/Unterzahltor!) 3:6 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ajoie, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Honka; Joly.
Ajoie: Keller; Honka, Reunanen; Nussbaumer, Fey; Berthoud, Pilet; Thiry; Turkulainen, Gauthier, Nättinen; Wick, Devos, Mottet; Sopa, Romanenghi, Pedretti; Robin, Schläpfer, Cavalleri; Pouilly.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Dario Wüthrich, Virtanen; Heed, Bachmann; Zgraggen, Zaccheo Dotti; Isacco Dotti; Joly, Manix Landry, Formenton; Zwerger, Heim, De Luca; Bürgler, Tierney, Borradori; Grassi, Kostner, Müller; Lukas Landry.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bozon, Conz, Fischer, Friman, Garessus, Patenaude (alle verletzt), Bellemare, Hazen und Stukel (alle überzählige Ausländer). Ajoie von 57:36 bis 57:56 und 58:34 bis 59:26 ohne Torhüter. (nih/sda)
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