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Eishockey-Nati: Das ist der neue Trainer Jan Cadieux

Assistant Coach Jan Cadieux beim Training der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft vor der Euro Hockey Tour, am Mittwoch, 10. Dezember 2025 in der Swiss Life Arena in Zuerich. (KEYSTONE/Andreas Beck ...
Einige Monate früher als gedacht ist Jan Cadieux der neue Schweizer Cheftrainer.Bild: keystone

Der unverhofft frühe Handkuss – das ist der neue Nati-Coach Jan Cadieux

Riesiger Knall im Schweizer Eishockey: Der bisherige Nati-Trainer Patrick Fischer wird per sofort entlassen. Nun kommt Jan Cadieux vorzeitig zum Handkuss.
16.04.2026, 08:2016.04.2026, 08:20

Jan Cadieux wird an der kommenden Heim-WM nicht als Assistent, sondern als Cheftrainer an der Bande stehen. Weil der bisherige Nati-Trainer Patrick Fischer nach seinem Fälschungsskandal entlassen wurde, liegt die Hauptverantwortung bereits jetzt bei Cadieux. Nach der WM im eigenen Land wäre der 46-Jährige ohnehin der neue Nati-Trainer geworden. Fischer kündigte bereits im Dezember 2025 an, dass er sein Amt nach der Weltmeisterschaft abgeben wird.

Für Cadieux steht nun bereits am Donnerstag das erste Spiel als Cheftrainer an. Dann findet im Rahmen der WM-Vorbereitung in der Slowakei ein erstes Testspiel statt. Bereits am Mittwochabend leitete Cadieux zum ersten Mal das Training.

Cadieux blickt bisher auf eine erfolgreiche Karriere als Spieler und auch als Trainer zurück. Seine Profilaufbahn in der Schweiz lancierte Cadieux beim HC Lugano und wurde mit den Tessinern im Jahr 2003 Schweizer Meister. Daraufhin wechselte Cadieux nach Genf und blieb den Grenats acht Saisons treu. Zum Ende seiner Spielerkarriere folgte noch ein zweijähriges Engagement bei Fribourg-Gottéron. In seiner letzten Saison stand Cadieux 2013 erneut in einem Playoff-Final, allerdings setzte sich Bern schlussendlich mit 4:2 Siegen durch.

Nur ein Jahr nach seinem Rücktritt startete er seine Trainerkarriere als Chefcoach der Elite-Junioren von Fribourg-Gottéron und war auch als Assistenztrainer der Schweizer U18- und U19-Junioren tätig. 2017 folgte für Cadieux dann der Aufstieg in die Swiss League, wo er das Traineramt bei den Ticino Rockets übernahm (heute Bellinzona Snakes).

Seine bisher erfolgreichste Zeit als Trainer startete dann bei Servette, wo er zunächst für zwei Jahre als Assistent amtete und dann im November 2021 zum Cheftrainer ernannt wurde. Mit Cadieux an der Bande war Servette so erfolgreich wie zuvor noch nie. Nicht nur feierten die Grenats 2023 den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte, sondern wurden ein Jahr später auch noch Champions-League-Sieger.

Die erfolgreiche Zeit mit Servette endete aber noch im selben Jahr. Ende 2024 musste Cadieux nach enttäuschenden Resultaten seinen Posten räumen. Lange blieb Cadieux nicht arbeitslos. Wenige Monate später engagierte ihn der Schweizer Verband als Trainer der U20-Nationalmannschaft und für den Trainerstab der A-Nati.

Geneve-Servette's head coach Jan Cadieux celebrates with the trophy after the Champions Hockey League Final game between Switzerland's Geneve-Servette HC and Sweden's Skelleftea AIK, at ...
Cadieux jubelt mit dem Champions-League-Pokal.Bild: keystone

Als Cadieux im Dezember 2025 als Nachfolger von Fischer vorgestellt wurde, erklärte er gegenüber watson: «Ich bin nicht der beste Trainer der Welt und werde nicht alles umstellen. Ich weiss, was die Basis dieser Mannschaft ist, und werde versuchen, sie mit meiner Energie und meinem Wissen weiterzubringen.»

Damals sprach er noch davon, dass es das grosse Ziel sei, als Assistent von Fischer die erste Schweizer Goldmedaille an einer WM zu gewinnen. Nun liegt es an Cadieux selbst, bei der Weltmeisterschaft die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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Die beliebtesten Kommentare
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Lee1
16.04.2026 07:24registriert Februar 2014
Alles Gute Jan! Er hätte dich wohl für seinen Start andere Umstände gewünscht.
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spalen
16.04.2026 08:06registriert November 2025
er kennt das team als assistent seit längerem bestens, er ist ein coach, der sein handwerk versteht und er wäre sowieso headcoach geworden: er wird diese heim-wm bestens meistern!
der moralische bankrott von fischi dürfte das team zudem eher anfeuern, als hemmen.
ich für mein teil bin froh, dass jetzt eine klare situation herrscht und freue mich sehr auf die heim-wm.
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