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Moscow's Maxim Mamin, left, fights for the puck against Dynamo's Nerijus Alisauskas, right, during the KHL World Games 2018 between Dinamo Riga and CSKA Moscow at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, on Wednesday, November 28, 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Am Mittwoch spielten ZSKA Moskau und Dinamo Riga im Hallenstadion. Bild: KEYSTONE

Ein bisschen Doktor Schiwago, ein wenig Rockkonzert und missmutige ZSC Lions

Das Gastspiel der grossrussischen KHL war mehr als einfach ein grandioses Spektakel. Es geht auch um internationales «Big Business». Was, wenn die Russen das Hallenstadion nach dem Auszug der ZSC Lions erobern und zum permanenten westlichen Schaufenster der KHL machen?



Der Chronist wollte eigentlich nur zum Spass zu einem Hockeyspiel und gar nicht chronisten. Eigentlich. Aber bald wird er ab dem Schauspiel melancholisch und am Schluss findet er sich in der internationalen Hockeypolitik wieder und chronistet doch.

Russland, das ewige, heilige Russland! Auf einmal sind die Reise-Bilder im Kopfkino wieder da. Der unendliche Himmel über der Taiga. Die ewigen Wälder Sibiriens. Die Einsamkeit der tagelangen Eisenbahnfahrten.

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Geigenspiel vor der Partie ZSKA Moskau gegen Dinamo Riga. Bild: screenshot twitter/hockeyfans_ch

Showelemente gehören heute zu jedem Hockeyspiel wie Flöhe zur rebellischen Hauskatze. Aber das hier sprengt jeden Rahmen und ist selbst in der NHL unerreicht.

Vor der Partie ZSKA Moskau gegen Dinamo Riga tritt ein Geigenspieler auf. Der Mann aus Lettland füllt mit dem Klang seines virtuosen Spiels, mit seiner wehmütigen Musik aus dem Niemandsland zwischen Blues und Softrock, das Hallenstadion akustisch aus.

Das ist es, das Russland Lew Tolstois und Fjodor Dostojewskis. Über die Soundanlage läuft eine Begleitmusik, die an fernes Donnergrollen mahnt. An die eiserne Faust, die seit den Zeiten Iwan des Schrecklichen ebenso zu Russland gehört. Ilja Ehrenburg ist eben auch ein russischer Dichter.

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Die russische Nationalhymne. Video: YouTube/Sebastian Willig

Ein wenig Doktor Schiwago, ein wenig Rockkonzert: allein diese Vorstellung vor dem ersten Puckeinwurf wäre das Eintrittsgeld bei weitem wert (Chronisten sind gratis da). Und natürlich wird die lettische (für Dinamo Riga) und die russische Hymne (für ZSKA Moskau) nicht einfach abgespielt. Ein Opernsänger trägt die russische, eine Opernsängerin die lettische Hymne vor. Ach, so viel Kultur ums Hockey. «Das ist bei uns in der KHL Standard» sagt KHL-Vizegeneral Gregory Kobylyanski mit berechtigtem Stolz.

Dinamo Riga spielt zweimal im Zürcher Hallenstadion. Am Montag gegen SKA St.Petersburg (1:3) und nun am Mittwoch gegen ZSKA Moskau.

Rigas General Manager Zigmars Priede hat im Rahmen der «KHL-Westoffensive» («KHL World Games Zürich») zwei Meisterschafts-Heimspiele ins Zürcher Hallenstadion verlegt. Mit etwas mehr als einer Hundertschaft ist das lettische KHL-Unternehmen nach Zürich geflogen und gefahren. Sogar die Cheerleaderinnen sind mitgereist, um im Hallenstadion die Beine zu schwingen.

Die Nummer-1-NHL-Drafts seit 1984 und was sie daraus machten:

Es ist eine hochstehende Hockey-Zirkusvorstellung. Zirkus? Ja. ZSKA Moskau wird nicht gefordert. ZSKA Moskau ist einfach zu gut. Wieder auferstanden. Einst war es die Mannschaft der Roten Armee mit den Stars im Offiziersrang.

Nach dem Untergang der Sowjetunion fielen in den wilden Jahren der Veränderung die staatlichen Zuschüsse weg. Zeitweise musste sich der Klub mit den Einnahmen aus verruchten Nachtklubs finanzieren. Gut, musste Marschall Georgi Schukow das nicht mehr erleben.

epa07035145 The huge graffiti portrait of the Marshal of the Soviet Union Georgy Zhukov with area 250 square meters is seen at the Arbat street in center Moscow, Russia, 20 September 2018. Arbat street is one of the famous streets in Moscow.  EPA/YURI KOCHETKOV

Porträt von Georgi Schukow auf einer Hausfassade in Moskau. Bild: EPA

Und nun erstrahlt Russlands ruhmreichste Mannschaft wieder in wunderbarem Glanz. Was damals die Armee, sind jetzt die Firmen der Oligarchen. Die Spieler sind Kapitalisten und Millionäre statt Majore und Obristen.

Eishockey so präzis, so schnell wie «The Big Red Machine» zu sowjetischen Zeiten. Welch eine Technik! Auch die Verteidiger Nummer fünf und sechs beherrschen die Kunst des Direktschusses wie bei uns lange Jahre nur Mark Streit.

epa06121372 Switzerland's Mark Streit poses with the Stanley Cup trophy in the parliament building in Bern, Switzerland, 02 August 2017. Streit won the trophy with the Pittsburgh Penguins in 2017.  EPA/PETER KLAUNZER

Mark Streit in Bern 2017. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Spielerleibchen und die Eisfläche sind nicht mit Werbung «zugepflastert» und beinahe so rein, klar und wahr wie zu sozialistischen Zeiten.

Der Hallenstadion-Speaker (er ist eigentlich mehr ein Animator und auch bei den ZSC-Heimspielen tätig), bringt es unbewusst bei seinen Ansagen auf den Punkt. Er sagt nicht «liebe Fans», wie bei den ZSC-Vorführungen. Er sagt: «Liebe Hockey-Experten.»

Ja, wir sind hier in der Hockey-Oper. Mit einem erlauchten Publikum. Unter Kennerinnen und Kennern.

Der Tabellenführer der KHL ist für Riga, die Nummer 14 der Liga, einfach eine Nummer zu gross. 5:0 heisst es am Ende. Der 14. Sieg in Serie. Auch ein 10:0 wäre möglich gewesen. ZSKA Moskau tanzt zeitweise, als wären sie die Harlem Globetrotter des Eishockeys.

CAPTION CORRECTION: VORNAME PETER ZAHNER --- ZSC Lions CEO Peter Zahner strahlt nach dem Ja des Stimmbuergers der Stadt Zuerich fuer ein neues Eishockeystadion der ZSC Lions im Zuercher Stadthaus am Sonntag, 25. September 2016. (KEYSTONE/Walter Bieri)

ZSC-Manager Peter Zahner. Bild: KEYSTONE

Aber eigentlich ist das Resultat unerheblich. Es geht hier um viel mehr. Die KHL ist wahrlich ein Premium-Produkt. So hochklassiges Hockey bietet kein helvetisches oder skandinavisches Ensemble. Aber weniger als 5000 Frauen, Männer und Kinder sind gekommen, um diesen «Cirque de Soleil» auf Kufen zu sehen. ZSC-Manager Peter Zahner ist froh.

Die ZSC Lions haben nämlich mit diesem ganzen Spektakel nichts zu tun. Dinamo Riga hat das Hallenstadion gemietet. Zigmars Priede rühmt die Zusammenarbeit mit dem Hallenstadion, mit unserem Hockeyverband, mit verschiedenen Firmen in Zürich und mit der Ochsner Hockey Academy. Sie organisierte am Dienstag ein Masterclass-Training der KHL-Stars mit Kindern.

Nur die ZSC Lions werden nicht gerühmt. Gregory Kobylyanski sagt, er habe ZSC-Manager Peter Zahner offeriert, ein paar seiner Junioren mit den Spielern in die Arena einlaufen zu lassen. «Wir dachten, das würde den Kindern Spass machen. Immerhin sind ja mehrere Olympiasieger mit dabei. Aber sie durften nicht.»

Der Chronist mag das nicht glauben. Schliesslich ist Peter Zahner ein grosser Hockey-Europäer. «Doch», sagt der Vize-Chef des KHL-Spielbetriebes, kramt sein Smartphone hervor und zeigt seine Text-Kommunikation mit dem ZSC-Manager. Und tatsächlich. Schriftlich hat Peter Zahner mitgeteilt, es gehe leider wegen Teamüberschneidungen nicht und man solle halt ein andermal viel früher anfragen.

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5:0 besiegt Moskau Riga.  Video: streamable

Peter Zahner präsidiert auch die Champions Hockey League, die bei uns einfach nicht funktionieren will und mit der KHL übers Kreuz liegt. Die KHL-Teams beteiligen sich nämlich nicht an der Champions Hockey League.

Nun geht dem Chronisten ein Licht auf, warum das alles so ist, wie es ist, und Peter Zahner die KHL nicht mag.

Die KHL ist ganz klar das bessere Produkt als die Champions Hockey League und kann mit dem paneuropäischen Wettbewerb nichts gewinnen. Sie will den europäischen Markt in Eigenregie erobern. Die KHL kann eine übermächtige Konkurrentin der Champions Hockey League werden. Mit der gewaltigen Finanzkraft der russischen Oligarchen im Rücken. Und sie bietet eine Werbeplattform für einen gewaltigen Markt von Riga bis Peking.

Alle Eishockey-Weltmeister:

Gregory Kobylyanski deckt die Karten nicht auf. Das tun wahre Russen nie. Aber er bestätigt das Interesse am westeuropäischen Markt. Und warum nicht Zürich? Natürlich nicht mit einem hier stationierten KHL-Team. Das ginge dann doch zu sehr ins Geld. Aber warum nicht jedes Jahr mit ein paar Gastspielen wie in dieser Woche?

2022 werden die ZSC Lions voraussichtlich das Hallenstadion für immer verlassen und in die eigene, nigelnagelneue Arena umziehen. Aber die Eisaufbereitungsanlage des Hallenstadions wird nicht ausgebaut. Eishockey kann dem werten Publikum weiterhin dargeboten werden.

Warum nicht neben «Disney on Ice» oder «Art on Ice» ein paar KHL-Spiele als fester Bestandteil des Winterprogrammes? Mit guter Vermarktung müsste es möglich sein, die aktuellen Zuschauerzahlen (4178 am Montag, 4698 am Mittwoch) mindestens zu verdoppeln.

An dieser Vermarktung haben die ZSC Lions natürlich kein Interesse. Gregory Kobylyanski sagt, es sei nicht einmal möglich gewesen, am letzten Sonntag im Rahmen des Spiels ZSC Lions gegen Davos Werbung für die beiden KHL-Partien zu machen. «Wir haben es vergeblich versucht.» Und Zigmars Priede ergänzt, man habe gespürt, dass man bei den Lions nicht willkommen sei.

Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden:

Ein Zaungast fragt Peter Zahner, warum er denn nicht 5000 Tickets als Weihnachtsgeschenk für die ZSC-Saisonkarteninhaber gekauft habe. Das wäre doch gerade zur Kundenbindung ein originelles Präsent gewesen. Er entgegnet freundlich, für solchen Unsinn könne man kein Geld ausgeben und empfiehlt dem Fragesteller, doch den Arbeitgeber zu fragen, ob der eventuell interessiert sei. Er verabschiedet sich nach zwei Dritteln und macht sich auf den Heimweg. Er wolle am Fernsehen noch ein wenig Champions League gucken. Natürlich nicht Partien der Champions Hockey League, die er präsidiert. Sondern der Champions League im Fussball.

Zürich für die KHL erobern? Das Zürcher Hallenstadion als «westliches Schaufenster» für die KHL? Zigmars Priede weiss um die Besonderheiten des helvetischen Hockeymarktes. Er weiss, dass die Fans eine emotionale Bindung an Spieler, an ein Team brauchen.

Er kann Weltklasse-Hockey und eine grandiose Show bieten – aber nicht diese Emotionen. Er wendet den Blick aus der Loge hinaus in die nicht ganz halb gefüllte Arena und antwortet auf die Frage, ob er nächstes Jahr zurückkehren werde, mit der Undurchschaubarkeit einer Sphinx: «Nun, das entscheidet der Markt…»

Jedes Jahr ein Stück Russland im Hallenstadion, mit Geigenspiel und Weltklassehockey. Ach, wie täte das der (Hockey-) Seele gut. Peter Zahner sollte unbesorgt sein und ein paar Tickets ordern. Seinen ZSC Lions würde deswegen kein Haar aus der Mähne fallen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oidaa 29.11.2018 23:37
    Highlight Highlight Demnach sollte nach jedem konzert der sänger noch werbung platzieren für die band die nächste woche in dem stadion spielt? Wieso muss ein schweizer team diesen kommerz KHL event unterstützen? Besteht da eine enge freundschaft zwischen den teams oder ligen?
  • Staal 29.11.2018 19:40
    Highlight Highlight Ja ja der Zahner. Ab 2022 gibt es keine SC Entschädigung mehr. Das einzige internationale Eishockey welches die Leute in Europa in die Stadion lockt ist der ach so böse und grümpige Spenglercup und die CHL ab Halbfinal.
    Trotz gutem Hockey interessiert die KHL doch niemand bei uns. Der Vorschlag von Langnau könnte stimmen. In Davos waren vor 7-8 Jahren am 23.12 auch 5000+ vor Ort. Aber in Züri? Nein...
  • Yotanke 29.11.2018 16:23
    Highlight Highlight Was KZ vergessen hat aufzuzählen in seine Betrachtung von Russland: despotisches Regime, welches Giftmorde im Ausland in Auftrag gibt, Ländereien der Nachbarn annektiert und gern den einen oder anderen kritischen Denker wegsperrt. Ich war gestern selber im Stadion. Stimmung kam eigentlich nie auf. Natürlich war es tolles Hockey. Aber halt keine Emotionen. In Bern füllt die NHL das Stadion. In Zürich die KHL knapp die Hälfte. Wenn der Markt entscheidet kommen die Russen bzw. die KHL nie mehr - und das ist gut so.
  • Meet The Mets 29.11.2018 11:22
    Highlight Highlight Über die Qualität auf dem Eis gibt es nichts zu diskutieren, die war sehr viel besser als was sonst in der Schweiz geboten wird. Meine grösste Enttäuschung waren die Fanartikel (25.- für einen Puck, 50.- für ein Cap, 95.- (!!!) für eine Wollmütze) und dass der Wettbewerb nur für Leute offen war, die auch ein ZSC Ticket vom Sonntag hatten. Der Anlass ist für alle Schweizer Hockeyfans gedacht, wieso soll man da noch an einen ZSC Match gehen?!
  • Bruno Wüthrich 29.11.2018 11:17
    Highlight Highlight Es gibt auch im Sport PR-Artikel. Um einen solchen handelt es sich hier, wenn auch selbstverständlich unbezahlt und in der Überzeugung geschrieben, einem (guten?) Produkt auf die Beine zu helfen.

    Wir sollten diese KHL-Offensive nicht überbewerten, aber auch nicht unterschätzen. Sie stellt einfach ein Anfang dar von etwas, das sowohl erfolgreich werden oder auch in der Versenkung verschwinden kann, Natürlich nicht beides gleichzeitig.
    Ich war (leider) nicht vor Ort. Wobei mich das Eishockey deutlich mehr interessiert hätte als der Stehgeiger, Letzteren hätten meine Ohren wohl nicht ertragen.
  • zsalizäme 29.11.2018 09:45
    Highlight Highlight Ich war am Montag im Stadion und hatte ein ganz anderes Erlebnis. Bei der russischen Hymne fiel mehrheitlich das Mikrofon aus, der Geiger vor Spielbeginn ist wohl Geschmacksache. Meinen Geschmack hat er nicht getroffen, was ja auch okay ist. Das Spiel war auch nicht wirklich berauschend, bis auf ein paar wenige Einzelaktionen. Zuschauer hatte es so wenige, dass alle Zuschauer auf den oberen Rängen ein neues Ticket auf den unteren Rängen erhielten und Stimmung gabs praktisch keine. Ich ging ans Spiel weil mich die KHL und Eishockey interessiert. Nächstes Jahr könnte ich aber darauf verzichten.
    • Cyril Brunner 29.11.2018 10:14
      Highlight Highlight das Spiel am Mittwoch war deutlich besser ;)
      Montag war wohl Hauptprobe
  • f303 29.11.2018 09:12
    Highlight Highlight Habe beide Spiele besucht und mir fällt echt schwer zu sehen, was KZ mit Pre-Show die ihresgleichen sucht meint. Das macht die NHL, ja sogar die DEL oft deutlich besser. (Ich habe bereits in 15 Ländern Hockeymatches besucht und es gab einiges besseres als das) Der Geiger, der auch in der 1. Pause nochmals auftrat war eher mühsam als Weltklasse Entertainment und eigentlich auch das einzige echte Showelement des ganzen Abends.
    Die spielerische Qualität der Moskauer ist hingegen unbestritten. Die sind Riga nur so um die Ohren gefahren. Das hat St. Petersburg am Montag nicht so zeigen können.
  • John McClane 29.11.2018 09:06
    Highlight Highlight Wieso sollte sich irgendein Manager eines Schweizer Vereins für die Promotion eines KHL-Spiels einsetzen. Sorry Herr Zaugg, da erschliesst sich mir der angeblich daraus generierte Mehrwert für das Schweizer Eishockey überhaupt nicht.
    Meiner Meinung nach hat sich Zahner da absolut korrekt verhalten. Man darf nicht vergessen, dass der ZSC auch nur ein zahlender Mieter im Hallenstadion ist...
  • Hayek1902 29.11.2018 08:09
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, gibt mir eine neue Perspektive auf die KHL Westoffensive. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich meine Erstmeinung überdenken: wenn sie die geduld haben und etwas mehr ins marketing buttern, könnte das durchaus erfolg haben.
  • marak 29.11.2018 08:03
    Highlight Highlight Ja, jeder verfolgt eben andere Interessen. So hat der arme russische Herr Kobylyanski unterschlagen (vermutlich war er aber gar nicht Zaungast), dass am Sonntag sehr wohl Werbung für die beiden Spiele gemacht wurde. Halt ohne Geigen und Frauenbeine. Aber der dauerschwafelnde Animateur hat dreimal ausführlich auf die Partien hingewiesen.
  • Muselbert Qrate 29.11.2018 07:22
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht warum man das in Zürich macht wo es sonst schon ein Überangebot an Unterhaltung gibt.. 4000 und 5000 Zuschauer... die Mehrheit wahrscheinlich gratis durch Sponsoren da..

    Warum macht man das nicht in der Provinz zB in Langnau? Dort hinten sind sie froh läuft mal was und eine Hockeyhalle hätten sie dort ja auch!
  • emptynetter 29.11.2018 06:42
    Highlight Highlight Peter Zahner ist Züri-Manager und als solcher macht er seinen Job 100%. Leider hat er die die gleiche Krankheit wie die meisten Manager: man denkt nur bis zum eigenen Tellerrrand. Schliesslich hat er zusammen mit Lüthi auch die CHF 800'000.-- durchgeboxt, die der HCD jährlich für den spenglercup abladen muss. Jä nu, jetzt ist es dann vielleicht bald soweit, und lüthi kann im halbleeren hallenstadion gegen olten spielen als vor ausverkauften Rängen gegen Davos. Immerhin kann er dadurch endlich endlich AdC nach Züri holen.
    • Züzi31 29.11.2018 07:27
      Highlight Highlight Immer die bösen Berner und Zürcher. Die Spenglercup-Entschädigung wollen die anderen Teams genauso. Und Lüthi ist in Bern angestellt, nicht in Zürich...
      Zum Artikel: Könnte es vielleicht auch sein, dass die Russen nicht in der CL mitspielen, weil sie Angst vorm verlieren haben und ihr Produkt eben doch nicht besser ist? Nach der Erstaustragung als hauptsponsor und Finalniederlage gegen Zürich, hatten sie auch gleich keine Lust mehr.
      Und es würde mich noch interessieren, ob Zaugg für dieses Riesenspektakel ein Ticket gekauft hat oder nicht.
    • Devante 29.11.2018 07:36
      Highlight Highlight So viel frust in einem posting 😂
    • Hayek1902 29.11.2018 09:02
      Highlight Highlight Dieser zahner hat eigenhändig den rekordmeister ins b versenkt. Was für ein teufelskerl von einem clubpräsidenten. Da hilft auch kein Import-NHL-Lottergoalie, der Zahner ist einfach zu stark.
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Arno Del Curto, die Schmach von 1993 und der SCB als letzte Herausforderung

Die Hockey-Götter haben eine Situation herbeigeführt, von der viele seit «ewigen Zeiten» träumen: Arno Del Curto (62) ist arbeitslos und die ZSC Lions und Lugano sind unter dem Strich klassiert.

Nicht einmal nach Ralph Kruegers Demission als nationaler Trainer (2010) sind in unserem Hockey so viele Psalmen gesungen worden wie in den letzten Tagen für Arno Del Curto.

Ja, General Henri Guisan nach der Demobilisierung der Armee und Bundesrat Adolf Ogi nach dem Adieu aus der Politik sind bei weitem nicht so gerühmt worden wie der «ewige» HCD-Trainer.

Das ist erfreulich. Arno Del Curto hat jeden Buchstaben der Lobeshymnen verdient. Aber zugleich sind diese Lobgesänge beunruhigend. …

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