Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
11.02.2015; Ittigen; Eishockey - Swiss Ice Hockey Federation National League Versammlung; 
Marc Luethi, CEO SC Bern und Peter Zahner CEO ZSC Lions
(Urs Lindt/freshfocus)

SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi und und ZSC-Boss Peter Zahner setzten im Schweizer Hockey zuletzt immer öfter ihre kapitalistischen Interessen durch. Bild: freshfocus

Eismeister Zaugg

Die Macht der Klubbosse schwindet – das kann für unser Hockey nur gut sein

Hockey-Verbandspräsident Michael Rindlisbacher stellt sich offen gegen SCB-General Marc Lüthi, seinen Förderer und Freund. Das kann unserem Hockey nur gut tun.



Eigentlich ist der ehemalige SCB-Verwaltungsrat Michael Rindlisbacher «nur» ein SIHF-Präsident von Marc Lüthis Gnaden. Eigentlich ist Raeto Raffainer «nur» ein Verbands-Sportdirektor von Peter Zahners Gnaden.

Eigentlich. Aber nun sind beide ein Beispiel dafür, dass man sehr wohl im Amt wachsen und sich von seinen Förderern emanzipieren kann. Was sich für unser Hockey als Glücksfall erweist.

Michael Rindlisbacher und Raeto Raffainer obliegt es, die sportlichen Gesamtinteressen unseres Hockeys gegen die Klubinteressen zu verteidigen. Diese «Balance of Power» zwischen den sportlichen Romantikern (wie Rindlisbacher und Raffainer) und den sportlichen Kapitalisten (wie Zahner und Lüthi) ist ein Erfolgsgeheimnis unseres Hockeys. Jahrelang war Peter Zahner als Verbands-Sportdirektor der Verteidiger der sportlichen Interessen, ehe er 2007 die Fronten wechselte und ein tüchtiger Manager beim ZSC wurde.

Bild

SIHF-Präsident Rindlisbacher mit CEO Florian Kohler am Deutschland-Cup in Krefeld.  bild: twitter

Die Machtverhältnisse hatten sich in den letzten Jahren zugunsten der «Sport-Kapitalisten» verändert. Angeführt von den «grossen Bossen» Marc Lüthi und Peter Zahner ist es den Klubs immer besser gelungen, kapitalistische Interessen in der Liga und im Verband durchzusetzen. Deshalb haben wir beispielsweise eine höchste Spielklasse mit zwölf Teams (statt mit zehn, was dem Spielerpotenzial entsprechen würde), keinen direkten Auf- und Abstieg zwischen den beiden höchsten Ligen und auch deshalb muss sich der HC Davos die Spengler-Cup-Pause mit 800'000 Franken pro Saison erkaufen.

Der Einfluss des Präsidenten

Der Antrag von Marc Lüthi, ab nächster Saison in der höchsten Liga mit sechs statt wie bisher vier Ausländern zu spielen, hätte sehr starke Auswirkungen auf die sportliche Gesamtentwicklung unseres Hockeys.

Aber noch vor zehn Tagen wagte es Michael Rindlisbacher nicht, öffentlich gegen dieses Ansinnen zu reden, wie es seine Pflicht als sportlicher Gralshüter unseres Hockeys wäre. Er war loyal zu seinem Freund und Förderer Marc Lüthi und versteckte sich hinter einem internen Strategie-Papier. Was ihm Kritik eingetragen hat.

Doch nun hat er sein Herz in beide Hände genommen und stellt sich doch mutig und öffentlich gegen das Projekt «Sechs Ausländer». Er sagt: «Ja, es stimmt, dass ich vorerst nur intern, aber nicht öffentlich gegen diesen Antrag war. Aber nach Abwägen der Risiken und Chancen bin ich gegen die Erhöhung auf sechs Ausländer.»

Die präsidiale Stellungnahme wird am Mittwoch, wenn über den Antrag abgestimmt wird, wichtig sein. Michael Rindlisbacher leitet die Liga-Versammlung. Er hat dabei kein Stimmrecht. Aber wer eine Versammlung geschickt führt – und das kann Rindlisbacher – hat Einfluss. Es genügt, wenn sechs Klubs gegen den Antrag sind. Für sechs Ausländer sind nur der SCB, Davos, Lausanne und Servette. Aber hier geht es um Politik und Meinungen wechseln schnell.

Marc Lüthi nimmt die Opposition seines einstigen Weggefährten übrigens gelassen. Er habe damit überhaupt kein Problem: «So ist Demokratie. Jeder darf seine Meinung haben.» Hat er denn nicht versucht, Einfluss zu nehmen? «Ich habe meine Argumente vorgebracht. Nun werden wir sehen.»

Der SCB-Manager betont noch einmal, dass er den Entscheid der Liga-Versammlung ohne «Wenn und Aber» akzeptieren werde. «Wir werden auch keinen neuen Antrag stellen.» Eine Kompromisslösung mit fünf Ausländern mache gar keinen Sinn.

SCB CEO Marc Luethi praesentiert die Bilanz  der SCB-Eishockey AG der vergangenen Meistersaison am Dienstag, 29. August 2017 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

SCB-Boss Marc Lüthi kämpft für sechs Ausländer pro Klub. Bild: KEYSTONE

Allerdings ist Marc Lüthi nicht ganz sicher, ob sich alle Befürworter seiner Idee einem negativen Entscheid der Ligaversammlung beugen werden. «Es gibt unberechenbare Klubs.» Man könne nicht einmal einen Gang vor ein Gericht ausschliessen, wenn die Ausländerzahl nicht erhöht werde. Auf die Frage, ob er damit Lausanne meine, sagt er: «Das haben Sie gesagt.» Natürlich meint er Lausanne.

Auch Raffainer gegen sechs Ausländer

Im Amt gewachsen ist auch Raeto Raffainer. Im Februar 2015 wechselte er direkt als Spieler der GCK Lions – also aus dem Hoheitsgebiet von Peter Zahner – zum Verband ins Amt eines Sportdirektors. Im Alter von 33 Jahren.

Er übernahm eine fast unlösbare Aufgabe: die Umsetzung des «Projekt Swissness». Also die Rückkehr zu einheimischem Schaffen rund um die Nationalmannschaften. Seit der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger im Herbst 1997 Nationaltrainer geworden war, hatten Ausländer das Nationalteam geführt (Ralph Krueger, Sean Simpson, Glen Hanlon).

Raeto Raffainer, center, Director of National Teams of the Swiss Ice Hockey, looks the Switzerland's players, during a Swiss team training optional session of the IIHF 2018 World Championship, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Friday, May 18, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Raeto Raffeiner – aus dem «Zauberlehrling» ist ein charismatischer Kämpfer für das sportliche Wohl unseres Hockeys geworden.  Bild: KEYSTONE

Raeto Raffainer behielt im Chaos des Herbstes 2015 – Glen Hanlon trat zurück, Felix Hollenstein sagte ab – die Nerven. Er setzte sich mit der Lösung Patrick Fischer durch, auch nach einer spielerisch wilden und sportlich missglückten WM 2016 in Moskau («Pausenplatz-Hockey») und justierte die Schwachstellen im Sommer 2016 mit dem Engagement des schwedischen Taktiklehrers Tommy Albelin als Assistent von Patrick Fischer.

Inzwischen funktionieren die Nationalmannschaften (U18, U20, Nationalteam) unter der Führung von Schweizern (Thierry Paterlini, Christian Wohlwend, Patrick Fischer). Gerade beim Deutschland Cup während des vergangenen Wochenendes überzeugten die Schweizer mit einer im Herbst so noch nie gesehenen Winner-Mentalität. Das «Projekt Swissness» ist eine Erfolgsgeschichte.

Inzwischen ist aus dem «Zauberlehrling» Raeto Raffainer ein charismatischer Kämpfer für das sportliche Wohl unseres Hockeys geworden. Hohe fachliche Kompetenz, durchsetzungsstark und kommunikativ begabt. Auch er stellt sich nun – sowie sein Präsident – öffentlich gegen die Aufstockung von vier auf sechs Ausländer.

Die Macht der Klubbosse schwindet, ist aber nach wie vor gross genug, um die administrativen Auswüchse in den Verbandsbüros unter Kontrolle zu halten. Wie jede Verwaltung neigt auch unser Hockey-Verband dazu, eine Dynamik zur unnötigen Vergrösserung und Bürokratisierung zu entwickeln. Aber die «Verbandsgeneräle» haben wieder den Mut, die sportlichen Gesamtinteressen engagiert zu verteidigen.

Im Herbst 2018 zeichnet sich ab, dass die «Balance of Power» wieder ins Lot kommt. Das kann für unser Hockey nur gut sein.

Der 1000er-Klub des Schweizer Eishockeys

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • beaetel 13.11.2018 11:36
    Highlight Highlight Dieser Lüthi ... scheinbar nur Geld im Kopf ...
    • Coffey 13.11.2018 14:53
      Highlight Highlight Lüthi ist CEO einer AG. Da ist es wohl legitim, Geld im Kopf zu haben, denn der finanzielle Erfolg ist ein zentraler Punkt bei einem solchen Job.
    • beaetel 14.11.2018 08:53
      Highlight Highlight Genau das ist das Problem. Sobald man einer Anonymen Gesellschaft (AG) vorsteht, ist die Gefahr gross, dass man alles nur noch durch die Finanzbrille sieht. Das wiederum reduziert das Bewusstsein auf ein paar Einsen und Nullen. Diese beschränkte oder beschränkende Optik führt dann genau zu diesen Umständen und Entscheiden, welche beispielsweise die Post, aber auch pseudoprivatisierte Spitäler (auf Kosten des Steuerzahlers) ins Rampenlicht bringen. Mehr Ausländer zu wollen, auf Kosten einheimischer Talente finde ich jedenfalls abartig, egal wie legitim dass für einen Buchhalter auch sein mag.
    • Coffey 14.11.2018 09:45
      Highlight Highlight Deshalb kann er jan nicht alleine entscheiden und es wird abgestimmt. Ich bin auch nicht dafür, sehe aber keinen Grund wegen diesem Antrag so ein Theater vom Stapel zu lassen und Lüthi zu diffamieren. Er hat seine Begründung, weshalb er glaubt, dass es funktionert, kommuniziert. Jetzt kann man einfach dafür oder dagegen sein. Ihm irgend etwas vorwerfen, weil er Ideen hat, ist absurd.
  • Richu 8 13.11.2018 10:58
    Highlight Highlight Bei aller Swissness vernachlässigt der Verband die Unterligateams sträflich. Das Bewusstsein, dass viele Talente bei Clubs wie Uzwil gross werden, scheint nicht vorhanden. Mit unsäglichen Vorgaben bringt man die Amateurvereine ans Limit. Es darf doch einfach nicht sein, dass Clubs wie Solothurn-Zuchwil von der Bildfläche verschwinden! Andere 1.Liga Teams freiwillig in die 3.Liga absteigen. Man brüstet sich mit neuen "Produkten" wie die mySports League. Nimmt hierdurch in Kauf, dass die seit Jahrzehnten attraktive 1.Liga Gruppe Zentral verschwindet. All proud nach einer WM mit Zweitklassteams?
    • henry76 13.11.2018 15:54
      Highlight Highlight WORD *klugscheiss-modus ein* zu Zuchwil-Regio: afaik wollten die ja freiwillig in die 2. Liga absteigen, aber der Verband sagte Njet, ihr müsst zu unterst wieder anfangen... nun darf ZR die 4. Liga (mit einem 2. Liga-Team) rocken...*klugscheiss-modus ein*
      Solche Sachen gehen auf keine Kuhhaut ! :-(
    • Pax Mauer 13.11.2018 22:43
      Highlight Highlight Absolut richtig. Die MSL ist der grösste Witz seit Jahrzehnten. Der Liga geb ich max. noch zwei Jahre.
  • marak 13.11.2018 09:47
    Highlight Highlight Ja gut. Nach dem Niederschmettern des Antrags sollten mal sich alle mehr oder weniger einflussreichen Protaginisten an einen runden Tisch setzten, der diesen Namen verident. Ein wenig hirnen könnte man schon und man fände auch in verschiedenen Bereichen einen Konsens. Ohne gute Junioren (v. a. U18 und jünger verlieren den Anschluss) wird das nix mit dem Klubglück. Und es braucht eine gute Liga um Junioren ins Hockey zu locken. Da sollte man eine gemeinsame Basis finden.
  • geistfrei 13.11.2018 09:23
    Highlight Highlight Wenn wir schon über die Förderung von CH-Spieler sprechen: Was oft vergessen wird, wenn wir über den Spengler Cup reden: Wie viele heutige Profis sind von diesem von „Cüpli-Cup“ hockeysozialisiert worden? Klar, die Stadien wären voll zwischen Weihnachten und Neujahr, aber voll von Hockeyfans. Der SC hat jahrelang nicht hockeyaffine Familien vor den TV geholt und viele Kinder dazu animiert, ihre Eltern zu nerven, bis diese ihnen eine Hockeyaustrüstung für ein paar 100 Franken gekauft haben. So sichert man sich eben auch eine Hockey-Zukunft.
    Mir grauts vom HCD am SC.
  • Bruno Wüthrich 13.11.2018 09:07
    Highlight Highlight "...und auch deshalb muss sich der HC Davos die Spengler-Cup-Pause mit 800'000 Franken pro Saison erkaufen."

    Es ist nicht alles schlecht, was die Klub-Bosse beschliessen. Obwohl: Die Spengler Cup - Pause in der Altjahrswoche hätte man auch abschaffen können. Oder der Chronist hätte schreiben können:
    Auch deshalb wird zur Wahrung der Interessen eines einzelnen Klubs in der Altjahrswoche die Meisterschaft unterbrochen.
    Übrigens: Ob ein direkter Auf-/Abstieg im Interesse unseres Eishockeys wäre, ist nicht ganz einfach zu beurteilen. Zumindest gibt es da verschiedene Meinungen.
    • MARC AUREL 13.11.2018 09:26
      Highlight Highlight Ein direkter Auf/ Abstieg würde das Niveau der Spiele erhöhen und für mehr Spannung sorgen da jedes Spiel für die Schwanzklubs von Bedeutung wäre!
    • Bruno Wüthrich 13.11.2018 09:37
      Highlight Highlight Für die Schwanzklubs ist auch heute jedes Spiel von Bedeutung. Die Ligaqualifikation will sich keine Mannschaft antun.
      Die zwei zusätzliche Serien (Playout-Final und Ligaqualifikation) sind auch aus finanzieller Sicht nicht zu verachten. Sie dürten jedoch vom Verband noch besser vermarktet werden.
      An diesen Serien ist doch sportlich und und auch aus dramaturgischer Sicht deutlich mehr Speck am Knochen als am Spengler Cup. Nur scheint dies derzeit im Verband und bei den Klub-Bossen niemand wahrnehmen zu wollen.
    • mukeleven 13.11.2018 13:49
      Highlight Highlight ach herr wüthrich! ich schlage vor sie bleiben ihrem tigerli-blogg treu und schreiben weniger ueber davos und denn SC.
      und ein kleiner gratis-tipp noch fuer ihren copy/paste blogg: davos liegt nicht im engadin, die einzigen engadiner in davos sind rizzi, gianola und arno.

  • kanu 13.11.2018 08:21
    Highlight Highlight Kosten sind in jeder Situation ein Thema, was mich etwas wundert sind die jeweiligen Vergleiche mit anderen Ligasalären. In jeder Liga gibt es Riesenunterschiede bezüglich auch den Einnahmen. Als Kosument kostet mich das Eishockey in vielen Länder in Europa einiges weniger, es ist eben so, dass wir höhere Lebenskosten haben.
    2 Teams weniger in der NLA, direkter Auf-/Abstieg zur NLB in welcher ohne Ausländer und mit nur 20 Spieler auf dem Blatt spielen darf
  • chandler 13.11.2018 08:02
    Highlight Highlight Lausanne will 6 Ausländer, Lausanne will jeden freien Spieler unter Vertrag nehmen (wird jedenfalls in den Verhandlungen immer erwähnt), Lausanne droht, Lausanne will vor Gericht...
    Will Lausanne eine Liga ohne Gegner? Oder was genau ist ihr Ziel?
    • egemek 13.11.2018 08:46
      Highlight Highlight Keine Angst, in 2-3 Jahren ist der Spuk vorbei. Die Investoren ziehen sich zurück weil es mit dem Titel nicht geklappt hat und übrig bleibt ein Scherbenhaufen wie damals in Kloten. 😉
    • hockeyaner 13.11.2018 09:24
      Highlight Highlight Sehe ich auch so....jedem Nati Spieler habe Die mit Bestimmtheit schon ein Angebot gemacht.....frage mich wollen Die mit 5 Linien spielen?
      Wie schon gesagt wurde 2-4 Jahre und es heißt Bay Bay Lausanne 👋🤪

Die Schweiz spielt an der Heim-WM 2020 in Zürich – ein grober Fehler

Die Schweiz trägt ihre Gruppenspiele in Zürich und nicht in Lausanne aus. Eine Respektlosigkeit sondergleichen gegenüber der welschen Eishockey-Kultur.

Alles in Zürich. Zürich ist der Nabel der Schweiz. Der Verband («Swiss Ice Hockey») hat den Sitz in Zürich. Also trägt die Schweiz bei der Heim-WM vom 8. bis 24. Mai 2020 ihre sieben Gruppenspiele gegen Russland, Finnland, die USA, Lettland, Norwegen und Italien in Zürich aus. Das ist bequemer und entspricht dem Selbstverständnis und der Arroganz der Deutschschweizer und Zürcher. Alles logisch? Alles klar?

Nein. Die erfolgreichen Organisatoren der letzten beiden WM-Turniere in Dänemark (2018) …

Artikel lesen
Link zum Artikel