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DavosÕ Cheftrainer Arno Del Curto waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Davos am Samstag, 4. Februar 2017, in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bandengeneral, der auch gerne mal zuvorderst steht: Arno Del Curto. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Arno Del Curto: «So sind wir noch nie ins Schwimmen geraten»

Der HC Davos ist in Lausanne früh 0:3 in Rückstand geraten. Arno Del Curto erklärt, warum sein HCD doch noch 5:3 gewonnen hat und was in dieser Serie die Differenz machen wird.



3:0 nach einem Drittel für Lausanne. Was ist passiert?
Arno Del Curto: Lausanne hat wie verrückt losgelegt. Als Zuschauer wäre ich begeistert gewesen. Als Trainer war ich es weniger. So sind wir noch nie ins Schwimmen geraten.

Was war los?
Ich ziehe den Hut vor Lausanne. Aber dass wir so untergegangen sind, hat auch mit unserer Leistung zu tun.

Wer kommt weiter: Lausanne oder Davos?

Wir haben im ersten Drittel nicht den wahren HCD gesehen?
So ist es.

Was war das Problem?
Wir sind zu spät angereist.

Sind Sie mit dem Mannschaftsbus im Stau stecken geblieben?
Nein, nein. Die Anreise war ganz normal. Wir sind rechtzeitig in Lausanne angekommen und konnten uns wie gewohnt einlaufen. Wie bei einem Qualifikationsspiel auch. Und das war das Problem. Wir waren gedanklich nicht auf die Ausnahmesituation Playoffs vorbereitet. Wir waren noch im Qualifikationsmodus.

Les lausannois, de gauche a droite au centre, Yannick Herren, Harri Pesonen et Etienne Froidevaux celebrent le deuxieme but devant le gardien davosiens Gilles Senn, gauche, et le defenseur davosiens Noah Schneeberger, droite, lors du 1er match du quart de finale de play off du championnat suisse de hockey sur glace de National League LNA, entre le Lausanne Hockey Club et le HC Davos ce samedi 4 mars 2017 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Lausanner kamen vor den Davosern in den Playoffs an. Bild: KEYSTONE

Welche Konsequenzen ziehen Sie aus dieser Erkenntnis?
Ich überlege mir ernsthaft, für das Spiel am Donnerstag bereits am Mittwoch anzureisen und in der Nähe von Lausanne zu übernachten. Beispielsweise in Yverdon und auch dort das Aufwärmtraining zu machen. Wie ich gehört habe, macht das Lausanne für das Spiel am Dienstag bei uns auch so.

Wie haben sie es geschafft, das Spiel nach dem 0:3 noch zu wenden?
Ich hoffte, dass wir mit einem Gegentor Lausanne erst einmal etwas den Wind aus den Segeln nehmen können. Das war dann der Fall. So gegen Spielmitte waren wir dann in den Playoffs angekommen und kontrollierten die Partie. Von da an war ich zuversichtlich, dass wir das Spiel doch noch gewinnen können. Notfalls halt erst in der Verlängerung.

Torhüter Gilles Senn hat die Playoff-Feuerprobe bestanden. Wird er auch am Dienstag spielen?
Ja, er wird auch am Dienstag im Tor stehen. Eine Beurteilung einer Leistung nehmen wir erst nach der Saison vor.

Le gardien davosiens Gilles Senn, gauche, lutte pour le puck avec l'attaquant lausannois Benjamin Antonietti, droite, lors du 1er match du quart de finale de play off du championnat suisse de hockey sur glace de National League LNA, entre le Lausanne Hockey Club et le HC Davos, ce samedi 4 mars 2017 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Gilles Senn (l.) vor Benjamin Antonietti an der Scheibe. Bild: KEYSTONE

Eigentlich spielt Lausanne «Arno-Hockey».
Es ist richtig, dass Lausanne ähnlich spielt wie wir. Aber «Arno-Hockey»? Nein, jede Mannschaft hat ihren eigenen Stil.

Was ist bei der ähnlichen Spielweise der Unterschied?
Ich denke, Lausanne hat in dieser ersten Partie taktisch disziplinierter gespielt als wir.

Was wird in dieser Serie den Unterschied machen?
Es ist sehr gut möglich, dass diese Serie über sieben Spiele gehen wird. Am Ende wird die Mannschaft mit dem stärkeren Siegeswillen gewinnen.

Kann es denn sein, dass eine andere Mannschaft mehr will als der HCD des Arno Del Curto?
Es ist eine Serie auf hohem Niveau. Aber einer muss ja gewinnen. Sie können doch dem Verlierer dann nicht fehlenden Willen vorwerfen. Millimeter können entscheiden.

Weil es ein unberechenbares Spiel auf einer rutschigen Unterlage ist?
Sie sagen es.

Noch eine ganz andere Frage: Verteidigungsminister Beat Forster wechselt auf nächste Saison nach Biel. Durch wen werden Sie ihn ersetzen?
Wir werden keinen Transfer machen.

Le defenseur davosiens Beat Forster, gauche, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League LNA, entre le EHC Biel Bienne et le HC Davos ce vendredi, 24 fevrier 2017 a la Tissot Arena de Bienne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Verteidiger Beat Forster (l.) wird Davos nach Saisonabschluss verlassen. Bild: KEYSTONE

Aber Sie haben ja jetzt das Salär von Beat Forster nicht mehr in der Lohnbuchhaltung.
Aber wir haben diese Saison das Budget überschritten. Wenn Beat Forster unsere Offerte für einen Einjahresvertrag angenommen hätte, dann hätten wir uns von einem Spieler trennen müssen.

Von wem?
Da Beat Forster nicht geblieben ist, mache ich mir darüber keine Gedanken.

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3 Kommentare
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Pegi9999
06.03.2017 09:26registriert November 2016
The Man The Myth The Legend
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Eismeister Zaugg

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