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Langnaus Raphael Kuonen jubelt waehrend dem Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen den SCL Tigers und Geneve-Servette HC, am Dienstag, 18. Oktober 2016, in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Raphaël Kuonen hat sich in Langnau zum Leistungsträger entwickelt. Bild: KEYSTONE

Sparen in Zeiten des Prassens – keine Lohnerhöhung für Langnaus Kuonen

Er spielt die Saison seines Lebens und der Vertrag läuft im Frühjahr aus. Beste Voraussetzungen, um mehr Geld zu verdienen. Aber nicht bei Langnaus Stürmer Raphaël Kuonen.



Tigers-Sportchef Marco Bayer spricht im Zusammenhang mit dem auslaufenden Vertrag von Raphaël Kuonen Klartext. «Es gibt keine Lohnerhöhung. Da bleiben wir hart. Er kann bei uns um ein Jahr verlängern und wenn er die Leistungen dieser Saison bestätigt, dann haben wir eine andere Situation.»

Tigers Sportchef Marco Bayer vor dem Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SCL Tigers und den SC Rapperswil-Jona Lakers, am Freitag 21. September 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Langnau-Sportchef Marco Bayer will Kuonen (noch) keine Lohnerhöhung geben. Bild: KEYSTONE

Auf den ersten Blick erstaunlich. Die unpolemische Statistik des Stürmers für seine Zeit in Langnau:

Keine Frage also: So gut wie diese Saison war Raphaël Kuonen noch nie. Eine Lohnerhöhung liesse sich durchaus rechtfertigen. Zumal er weniger als 200'000 Franken im Jahr verdient, fast 40'000 weniger als Teamkollege Benjamin Neukomm (diese Saison 16 Spiele, 4 Tore, 3 Assists). Er gehört zu den offensiven «Billigarbeitern» der Liga.

Aber es gibt eben auch noch eine andere Seite: Seit 2010 ist der ehemalige Junior des EHC Visp bei vier NLA-Anläufen in Davos, Rapperswil-Jona, Lugano und bei Gottéron gescheitert. Erst in Langnau ist er in der höchsten Liga angekommen. Hier kommt er immer wieder neben einem ausländischen Center zum Zuge. Raphaël Kuonen ist kein «Game Breaker», der das Spiel in allen drei Zonen dominiert. Er ist ein smarter Opportunist, der auf den Aussenbahnen nur mit den richtigen Nebenspielern funktioniert.

Was nun? Raphaël Kuonen gefällt es in Langnau. Er möchte im Emmental bleiben – und einen Markt gibt es für ihn eigentlich gar nicht. Selbst in Zeiten des Prassens bei den Löhnen ist in diesem Falle mit ziemlicher Sicherheit kein Sportchef zu einem viel besseren Angebot bereit.

Tigers Raphael Kuonen, Anton Gustafsson, und Topscorer Harry Pesonen, von links, jubeln, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem HC Lausanne am Dienstag, 23. Oktober 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Mit Anton Gustafsson und Harry Pesonen harmoniert Kuonen hervorragend.  Bild: KEYSTONE

Die Frage geht also an seinen Agenten Erich Wüthrich: Was nun? Er ist in der Sache nicht gesprächig und grummelt lediglich, man müsse sich die Sache überlegen. Immerhin bestätigt er, noch keine Offerten von anderen Klubs eingeholt zu haben.

Die Sportchefs jammern über die ausufernden Löhne der Mitläufer. Hier haben wir nun ein gutes Beispiel, wie es möglich wäre, den Lohn eines Mitläufers unter 200'000 Franken zu halten.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bullygoal45 13.11.2018 19:25
    Highlight Highlight Ich würde ihn wieder nehmen in Rappi 👍🏻
  • Bergler19 13.11.2018 18:43
    Highlight Highlight zeigt auch wieso es in Langnau seit dem Aufstieg für deren Verhältnisse gut läuft. Da wird vernünftig gearbeitet und Geld ausgegeben, nicht wie bei anderen Vereinen die alles zu überteuerten Preisen zukaufen (speziell LHC).
  • JtotheP 13.11.2018 17:31
    Highlight Highlight Erstmal abwarten bis der boy die saison mit dieser Leistung abschliesst... solche Momentaufnahmen rechtfertigen keine solche Lohnerhöhung. Zumal das Risiko zu recht besteht, dass er solche stats nicht bestätigen kann...

Nun ist es offiziell: Langenthal kann nicht in die höchste Liga aufsteigen

Liga-Direktor Denis Vaucher bestätigt, was bisher krampfhaft geheim gehalten worden ist: Wird der SC Langenthal Meister, kann er nicht aufsteigen und die Rapperswil-Jona Lakers bzw. Davos sind gerettet.

Auf die Frage, ob der SC Langenthal in seinem Kultstadion «Schoren» in der NL spielen dürfte, sagt Liga-Direktor Denis Vaucher klipp und klar: «Nein, der Schoren erfüllt die Anforderungen an ein Stadion in der höchsten Liga nicht und kann auch mit infrastrukturellen Anpassungen in der Sommerpause 2019 nicht National-League-tauglich gemacht werden.»

Päng! Das ist Klartext in der reinsten Form. Endlich wissen wir: das Thema Aufstieg ist für Langenthal ganz offiziell vom Tisch.

Da bleibt die Frage: …

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