Sport
Formel 1

Formel 1: FIA setzt Michael Masi als Rennleiter ab

Michael Masi muss kurz vor dem Saisonstart seinen Hut nehmen.
Michael Masi muss kurz vor dem Saisonstart seinen Hut nehmen.bild: imago-images.de

Masi als Formel-1-Rennleiter abgesetzt – nun kommt der Videobeweis

17.02.2022, 15:1617.02.2022, 15:28

Formel-1-Rennleiter Michael Masi wird zwei Monate nach dem hochkontroversen Saisonfinale 2021 in Abu Dhabi abgesetzt. Das hat der neue FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem heute im Zuge struktureller Veränderungen erklärt. Zudem kündigte der 60-Jährige eine «virtuelle Rennleitung» an, die dem eigentlichen Rennleiter bei der Entscheidungsfindung helfen und «wie der Videobeweis im Fussball» funktionieren soll.

Die Aufgabe des Renndirektors übernehmen in der neuen Saison zwei Personen, die sich in dieser Funktion abwechseln: WEC-Rennleiter Eduardo Freitas und Ex-DTM-Rennleiter Niels Wittich. Unterstützt werden die beiden von Herbie Blash, der bis 2016 stellvertretender Renndirektor der Formel 1 war. Ausserdem werde keine Kommunikation zwischen Rennleitung und Teams mehr im Fernsehen übertragen, erklärte Ben Sulayem.

Mitte Dezember hatte ein Unfall des Kanadiers Nicholas Latifi im Williams beim Saisonfinale in Abu Dhabi die Neutralisation des Rennens durch den Safety-Car verursacht. Zwischen dem führenden Lewis Hamilton und dem späteren Weltmeister Max Verstappen im Red Bull lagen danach fünf überrundete Autos.

Die letzte Runde des Saisonfinales in Abu Dhabi.Video: YouTube/FORMULA 1

Die Rennleitung mit Masi als Chef meldete zunächst, dass sich die zwischen den beiden Titelkandidaten fahrenden überrundeten Fahrer nicht «zurückrunden» dürfen, kam dann aber auf ihren Entscheid zurück. Der Beschluss betraf allerdings nur diese fünf Fahrer, die restlichen Konkurrenten mit Rundenrückstand mussten ihre Positionen einhalten. Hätten auch sie die Runde wieder gutmachen dürfen, wäre die Zeit zu knapp bemessen gewesen, um das Rennen noch einmal freizugeben.

In der Chefetage von Mercedes wurde deshalb moniert, dass der Safety-Car erst in der Runde nach den «Rückrundungen» wieder an die Box hätte zurückfahren dürfen. Das Finale wäre so hinter dem Safety-Car zu Ende gegangen, und Hamilton wäre wieder Weltmeister geworden. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Unfallkosten verursachten die Formel-1-Fahrer 2021
1 / 23
Diese Unfallkosten verursachten die Formel-1-Fahrer 2021
Weltmeister Max Verstappen und die anderen 19 F1-Piloten sorgten 2021 mit ihren Unfällen für ganz teure Blechschäden. (Quelle: Sky).
quelle: keystone / darko bandic
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Australierin versenkt Auto – und landet damit einen viralen Hit
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Jetzt ist es endlich klar: Philipp Kurashev wechselt zu Lausanne
Der Poker um Philipp Kurashev ist vorbei. Wie der Lausanne HC bekanntgibt, hat der langjährige Schweizer NHL-Stürmer bei den Waadtländern einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben. Das Arbeitspapier beinhaltet eine Klausel, die ihm jederzeit einen Wechsel zurück in die NHL erlaubt sowie eine Option auf eine Verlängerung über die laufende Saison hinaus.
Zur Story