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Max Verstappen siegt in Imola überlegen.
Max Verstappen siegt in Imola überlegen.Bild: keystone

Red-Bull-Dominanz und Hamilton-Debakel – die Geschichten des GP von Imola

Ein enttäuschendes Ferrari-Heimrennen, Dominanz von Red Bull und eine Blamage für Lewis Hamilton. Der GP der Emilia-Romagna schrieb viele Geschichten.
25.04.2022, 13:3026.04.2022, 06:02

Dominanz von Red Bull

Gegen die roten Bullen war an diesem Wochenende in Imola kein Kraut gewachsen. Max Verstappen gewann den Grand Prix der Emilia-Romagna vor seinem Teamkollegen Sergio Perez. Der Niederländer krönte damit ein perfektes Wochenende. Verstappen holte sich nicht nur die Poleposition, er gewann auch das Sprint-Rennen vom Samstag und fuhr am Sonntag die schnellste Runde des Rennens.

Max Verstappen und Sergio Perez haben gut Lachen.
Max Verstappen und Sergio Perez haben gut Lachen.Bild: keystone

Es war der erste Red-Bull-Doppelsieg seit 2016, als in Malaysia Daniel Ricciardo vor Verstappen gewann.

Ein lachendes und ein weinendes Alfa-Auge

Erfolgreiches Wochenende für Alfa Romeo in Imola: Valtteri Bottas gewann für den Hinwiler Formel-1-Rennstall gleich zwölf WM-Punkte. Am Samstag klassierte sich der 32-jährige Finne im Sprintrennen im 7. Rang, am Sonntag steigerte sich der Nachfolger von Kimi Räikkönen noch und wurde gar Fünfter.

Und es hätte noch durchaus besser werden können: Auf George Russell im Mercedes auf Rang 4 fehlten nur gerade 0,675 Sekunden, aufs Podest zu Lando Norris im McLaren-Mercedes waren es gut acht Sekunden. Ungefähr genau soviel, wie Bottas beim missglückten Reifenstopp einbüsste, als das rechte Vorderrad blockierte.

Der missglückte Stopp von Bottas.Video: streamable

Bottas bescherte dem Hinwiler Rennstall das beste Ergebnis seit 2012. Damals war Kamui Kobayashi in Japan Dritter im BMW-Sauber geworden. In der Teamwertung verbesserte sich Alfa Romeo mit jetzt 25 Zählern in den 5. Rang, Bottas ist mit 24 Punkten WM-Achter. Zum Vergleich: 2020 holte Alfa Romeo nur acht, 2021 ebenfalls nur 13 WM-Punkte.

Weniger gut lief es in Imola Zhou Gangyu. Am Samstag im Sprintrennen schied der 22-jährige Chinese schon in der ersten Runde nach einer Kollision mit Pierre Gasly (Alpha Tauri-Honda) aus, am Sonntag reichte es nach dem Start aus der Boxengasse zu Rang 15.

Hamiltons Wochenende zum Vergessen

Lewis Hamilton erlebte einmal mehr ein Wochenende zum Vergessen. Der siebenfache Weltmeister blieb in Imola ausserhalb der Punkte und musste gar die Schmach über sich ergehen lassen, von Max Verstappen – aufgrund der Pace und nicht etwa wegen eines Crashs – überrundet zu werden.

Verstappen überrundet Hamilton.Video: streamable

Es war das erste Mal seit 2009, dass Hamilton überrundet wurde und das Rennen nicht in den Punkten beendete. Die Leistung war so schwach, dass sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen gezwungen sah, sich persönlich beim Briten zu entschuldigen.

Toto Wolff entschuldigt sich bei Hamilton.Video: streamable

Die Ernüchterung bei Hamilton ist so gross, dass er bereits jetzt sagt: «Ich bin raus aus der Weltmeisterschaft, das ist klar.»

Heim-Debakel für Ferrari

Nach dem guten Saisonstart hatte Ferrari grosse Hoffnungen für das Heimrennen in Imola, doch es wurde zur grossen Enttäuschung. Das Rennen von Carlos Sainz war noch in der ersten Runde beendet, als er von Daniel Ricciardo im McLaren berührt wurde und daraufhin im Kiesbett landete.

Sainz dreht sich kurz nach dem Start.Video: streamable

«Ich habe den Preis für Ricciardos Fehler bezahlt», sagte Sainz nach dem Rennen enttäuscht. Ricciardo sah das wohl ähnlich und suchte nach Rennschluss die Ferrari-Quartiere auf, um sich bei Sainz zu entschuldigen.

Ricciardo geht sich bei Ferrari entschuldigen.Video: streamable

Charles Leclerc lag derweil fast das ganze Rennen auf Podestkurs. Am Ende riskierte der Monegasse aber zu viel. In der Variante Alta fuhr der Ferrari-Pilot über die Bordsteine, hob ab, drehte sich und landete in der Wand. Leclerc konnte das Rennen nach einem zusätzlichen Boxenstopp zwar noch auf dem sechsten Rang beenden, aber das Podest war weg.

Der Crash von Leclerc.Video: streamable

Neuer SRF-Kommentator

Für Fans, die das Rennen von Imola beim Schweizer Fernsehen schauten, gab es eine Premiere: Erstmals kommentierte Nico Müller, selbst Rennfahrer in der DTM und der Formel-E, einen Formel-1-GP.

Ersten Reaktionen zufolge kam die Premiere beim Publikum sehr gut an. Twitter-User lobten die Kompetenz und Professionalität des 30-jährigen Berners.

Mit Material der Nachrichtenagentur keystone-sda.

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quelle: keystone / darko bandic
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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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HugiHans
25.04.2022 13:55registriert Juli 2018
Wenn ich Rennen schaue, sehe ich mir diese wegen des kompetenteren Kommentars auf ORF an. Da diese nicht mehr alle Rennen übertragen landete ich doch auf SRF ... und ja Nico Müller war echt top 👍. Fachkundig, kurzweilig bis unterhaltsam, immer das wesentliche im Blick und sogar neutral!
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shilll
25.04.2022 15:09registriert Juni 2020
Warum ist bei Mercedes das Auto schuld? Russell fuhr auf P4.
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25.04.2022 16:13registriert Dezember 2019
Nico Müller war gut, das habe ich daran bemerkt, dass er mir das ganze Rennen über nicht aufgefallen ist und mich dazu animiert hat, mehr Espressi zu trinken.
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