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EM 2024: Ungarns Kritik nach Varga-Unfall – die UEFA reagiert

23.06.2024, Baden-W
Dauerte es zu lange bis zur medizinischen Versorgung von Ungarns Varga? Die UEFA widerspricht.Bild: keystone

UEFA reagiert auf Kritik aus Ungarn: «Es gab keine Verzögerung der Behandlung»

Beim Spiel zwischen Schottland und Ungarn kam es zu einer schweren Verletzung. Nun äussert sich die UEFA zur Kritik an der medizinischen Versorgung.
24.06.2024, 17:50
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Ein Artikel von
t-online

Die Europäische Fussball-Union UEFA hat sich gegen die Vorwürfe einiger ungarischer Spieler gewehrt, wonach die medizinische Versorgung des schwer im Gesicht verletzten Angreifers Barnabas Varga mit Verzögerung begonnen habe. «Die Koordination zwischen dem gesamten medizinischen Personal vor Ort war professionell, alles geschah in Übereinstimmung mit den geltenden medizinischen Abläufen», teilte der Verband am Montag auf Nachfrage von t-online mit. «Es gab keine Verzögerung bei der Behandlung und Betreuung des Spielers.»

Varga war beim späten 1:0-Sieg der «Magyaren» in der 68. Minute mit Schottlands Torhüter Angus Gunn zusammengeprallt. Dabei zog er sich nach Angaben des ungarischen Verbandes mehrere Gesichtsfrakturen und eine Gehirnerschütterung zu. Zunächst war er beinahe regungslos auf dem Rasen liegen geblieben.

«Natürlich prüfen wir das»

Unter anderem hatte Mitspieler und Kapitän Dominik Szoboszlai nach Abpfiff bemängelt, dass die Sanitäter zu lange gebraucht hätten, um Varga zu versorgen. «Ich habe keine Ahnung, was mit dem Protokoll ist – ob die Leute nicht auf den Platz laufen dürfen, wenn jemand Hilfe braucht», rätselte der 23-Jährige nach dem Spiel.

Der frühere deutsche Nationalspieler und Turnierdirektor Philipp Lahm sagte in Leipzig: «Natürlich prüfen wir das und schauen uns das an – das auf jeden Fall.» Zudem kündigte er Gespräche nach dem Vorfall an. Man müsse immer wieder Dinge anpassen.

«Wir möchten klarstellen, dass der Mannschaftsarzt innerhalb von 15 Sekunden nach dem Vorfall eingegriffen hat. Unmittelbar danach nahm ein zweiter Arzt eine erste Beurteilung vor, um eine angemessene Behandlung gemäss den üblichen medizinischen Verfahren durchzuführen», hiess es in dem UEFA-Statement. «Das Notfallteam wartete vorschriftsmäßig am Spielfeldrand und traf mit der Trage ein, nachdem es von den Sanitätern angefordert worden war, um den Spieler abzutransportieren.» (abu/t-online.de)

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3 Kommentare
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Nordkantonler
24.06.2024 18:14registriert September 2020
Also alles halb so wild - die Trage macht den Patienten schliesslich nicht gesund, sondern kommt erst zum Einsatz, wenn der (schnell anwesende) Arzt den Spieler für transportfähig hält.
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