Sport
Fussball

Champions League: YB gewinnt gegen Belgrad und überwintert europäisch

Lewin Blum tout
Der ehemalige YB-Junior Lewin Blum erzielte das 2:0 für die Berner. Bild: fxp-fr-sda-rtp

Es ist geschafft – YB schlägt Roter Stern und überwintert europäisch

Die Young Boys gewinnen das entscheidende Spiel der Champions-League-Gruppenphase um den 3. Platz und dürfen damit im nächsten Jahr in der K.o.-Runde der Europa League antreten.
28.11.2023, 23:47
Mehr «Sport»

In einer Gruppe mit Titelverteidiger Manchester City und dem starken Bundesligisten Leipzig war von Anfang an klar, dass für YB der 3. Rang, gleichbedeutend mit dem Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League, das höchste der Gefühle sein dürfte. Von daher kam den Duellen gegen Roter Stern eine besondere Bedeutung zu.

Im Hinspiel in Belgrad kassierten die Berner in der 88. Minute den Ausgleich zum 2:2. Schon die beiden Partien in den Playoffs für die Champions League 2019 hatten unentschieden geendet. Diesmal hatte der Schweizer Meister das nötige Wettkampfglück auf seiner Seite.

Das frühe 1:0 in der achten Minute kam auf äusserst glückliche Art und Weise zu Stande. Zunächst verlängert Mirko Ivanic einen Eckball von Filip Ugrinic auf den Fuss von Loris Benito, dessen Schuss aus naher Distanz Belgrads Goalie Omri Glazer zwar parierte, jedoch ans Bein von Kosta Nedeljkovic, von wo der Ball ins Tor ging.

In der 29. Minute erhöhte Lewin Blum, ein Eigengewächs, mit seinem ersten Tor in dieser Saison auf 2:0. Der 22-jährige Aussenverteidiger traf nach schöner Vorarbeit von Captain Ali Camara mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze, bei dem Glazer nicht die beste Figur machte. Den Ausgangspunkt des Treffers bildete wie beim 1:0 ein Eckball.

Die Berner waren mit dem 2:0 gut bedient. Denn sie begannen die Partie äusserst nervös. In der 4. Minute machte YB-Goalie Anthony Racioppi nach einem missglückten Pass seinen Fehler wieder gut, in dem er gegen den allein vor ihm zum Abschluss gekommenen Cherif Ndiaye die Oberhand behielt. Zwei Minuten später kam Ndiaye frei zum Kopfball, er konnte daraus aber keinen Nutzen ziehen.

Auch nach der Pause war der Auftritt der Berner alles andere als souverän. In der 57. Minute hatten sie erneut Glück, als ein Schuss von Hwang In-Beom an den Pfosten ging. Vier Minuten später traf Jovan Mijatovic aus bester Position das Tor nicht, und in der 63. Minute machte Racioppi eine weitere gute Chance der Gäste zu Nichte. Danach fing sich YB, so dass es beim 2:0 blieb.

YB's Loris Benito, Ulisses Garciam Goalkeeper Anthony Racioppi and Mohamed Ali Camara, from left to right, celebrate after winning 2-0 during the Champions League group G soccer match between Swi ...
YB konnte sich für die Niederlage gegen Belgrad in der Champions-League-Playoff 2019 revanchieren.Bild: keystone

Bei den ersten zwei Teilnahmen in der Königsklasse 2018 und 2021 waren die Young Boys nicht über den letzten Gruppenplatz hinausgekommen, obwohl sie vor zwei Jahren zum Auftakt Manchester United sensationell 2:1 bezwangen. Jedoch ist Roter Stern der schwächste Gegner, auf den die Berner in der Champions League bisher getroffen sind. Deshalb wäre es eine grosse Enttäuschung gewesen, wenn sie es nicht geschafft hätten, europäisch zu überwintern.

Das 2:0 bringt den Young Boys nicht nur Prämien in der Höhe von 3,3 Millionen Euro ein – 2,8 Millionen für den Sieg und 500'000 für das Erreichen der Sechzehntelfinals in der Europa League. Er ist auch wichtig für den Länderkoeffizienten der UEFA. In der Fünfjahreswertung, die darüber bestimmt, wie viele Plätze ein Land in den jeweiligen europäischen Wettbewerben erhält, belegt die Schweiz aktuell den 12. Rang. Nun können die Berner in dieser Saison nicht nur noch im letzten Gruppenspiel am 13. Dezember in Leipzig punkten, was wichtig ist.

Young Boys - Roter Stern Belgrad 2:0 (2:0)
SR Makkelie.
Tore: 8. Nedeljkovic (Eigentor) 1:0. 29. Blum 2:0.
Young Boys: Racioppi; Blum, Camara, Benito, Garcia; Males (46. Colley), Ugrinic, Niasse, Joël Monteiro (74. Chaiwa); Elia, Nsame (74. Ganvoula).
Roter Stern Belgrad: Glazer; Nedeljkovic, Djiga, Dragovic, Rodic; Mijailovic (83. Katai); Stamenic (59. Lucic), Ivanic (59. Krasso), Hwang In-Beom (90. Kanga); Bukari, Ndiaye (46. Jovan Mijatovic).

(kat/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Mehrfach-Torschützen in der Champions League
1 / 20
Die Mehrfach-Torschützen in der Champions League
5 Tore: Erling Haaland (Manchester City) beim 7:0 gegen Leipzig am 14. März 2023.
quelle: imago/pro sports images / imago images
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
24 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Liebu
28.11.2023 22:56registriert Oktober 2020
Ein internationales Spiel mit Schweizer Beteiligung, bei dem eine 2:0 Führung nicht versemmelt wurde gab es schon lange nicht mehr.
1236
Melden
Zum Kommentar
avatar
Ganjaflash
28.11.2023 22:55registriert Dezember 2015
Wichtiger Sieg Gratulation nach Bern.
495
Melden
Zum Kommentar
avatar
P.Rediger
28.11.2023 20:48registriert März 2018
Hopp YB!
529
Melden
Zum Kommentar
24
Leverkusen verrät das Meister-Rezept: «Das haben wir knallhart angesprochen»
Bayer Leverkusen ist Deutscher Meister – und das schon nach 29 Spieltagen. Wie konnte die Mannschaft so viel besser als die Konkurrenz sein?

Auch am 29. Spieltag blieb Bayer Leverkusen ungeschlagen. Gegen Werder Bremen feierte die «Werkself» einen 5:0-Sieg und holte sich den Meistertitel. Dabei war von Nervosität nichts zu spüren, Leverkusen war vollkommen ruhig und spielte wieder einmal eine dominante Partie.

Zur Story