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Fussball-EM, Frauen

Austria's forward Nina Burger, 2nd left, celebrates her goal with teammates forward Sarah Zadrazil, centre, midfielder Laura Feiersinger, 2nd right, and forward Nicole Billa, right, past Switzerland's midfielder Lia Waelti, left, after scoring the 1:0, during the UEFA Women's Euro 2017 group C preliminary round match between Austria and Switzerland, at the De Adelaarshorst stadium, in Deventer, The Netherlands, Tuesday, July 18, 2017. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die Österreicherinnen bejubeln den einzigen Treffer der Partie. Bild: KEYSTONE

«Nicht das, was wir uns vorgenommen haben»: Die Schweiz unterliegt Österreich zum Auftakt 

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft steht an der EM in den Niederlanden bereits nach dem ersten Spiel mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg verlor das wegweisende Auftaktspiel gegen Österreich 0:1.



Ein früher Treffer von Österreichs Captain Nina Burger nach einer Viertelstunde entschied das Duell der beiden EM-Debütanten vor knapp 5000 Zuschauern in Deventer. Die Stürmerin des SC Sand zeigte sich nach einem schwachen Abschlag der Schweizer Keeperin Gaëlle Thalmann und zwei schnellen direkten Pässen von Laura Feiersinger und Sarah Zadrazil kaltblütig im Abschluss und traf in die nahe Ecke.

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Nina Burger trifft zum 1:0. Video: streamable

Der Sieg der Österreicherinnen war verdient. Die ÖFB-Auswahl trat bei ihrer Premiere an einer Endrunde unerschrocken auf, spielte taktisch klug und war 70 Minuten lang das bessere Team. Die Schweizerinnen kamen nach einem lange Zeit schwachen Auftritt erst in der Schlussphase besser ins Spiel. Vanessa Bernauer mit einem schönen Weitschuss (74.) und Ramona Bachmann, deren abgelenkter Schuss knapp über das Tor flog (81.), hatten den Ausgleich auf dem Fuss.

«Heute hat nicht viel zusammengepasst. Überheblich waren wir sicher nicht, vielleicht konnten wir aber mit dem Druck nicht so gut umgehen.» 

Lia Wälti

Die Schweizerinnen hatten sehr nervös begonnen. Bereits in der 3. Minute bekundeten sie Glück, als der Ball im eigenen Strafraum an die Hand von Ana-Maria Crnogorcevic sprang, das Vergehen aber nicht als Penalty taxiert wurde. Ein haarsträubender Abspielfehler von Captain Caroline Abbé folgte zwei Minuten später, Nicole Billa wusste diesen aber nicht zu nutzen.

Die SFV-Auswahl kam nach der Pause besser ins Spiel und erarbeitete sich durch einen Kopfball von Rahel Kiwic auch eine erste Torchance (52.), nach einer Stunde folgte aber der nächste Rückschlag. Nach einem Prellball foulte Kiwic als letzte Frau die durchgebrochene Burger und sah zurecht die Rote Karte.

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Rahel Kiwic sieht ihren Kopfball auf der Linie geklärt.  Video: streamable

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Etwas später zerrt Kiwic Burger zu Boden und muss vorzeitig unter die Dusche. Video: streamable

Immer wieder versuchten die Schweizerinnen einen gepflegten Spielaufbau, womit sie sich selbst in die Bredouille brachten und den Österreicherinnen in die Karten spielten. Dabei hatte der SFV im Vorfeld das offensive Pressing und den schnellen Abschluss bei der ÖFB-Auswahl als deren Stärke ausgemacht.

«In Unterzahl hat es dann plötzlich irgendwie besser funktioniert, doch in der ersten Halbzeit sind wir nie an unsere Leistung herangekommen. Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben.»

Martina Voss-Tecklenburg

In der zweiten Partie der Vorrunde steht die Schweiz am Samstag in Doetinchem gegen Island unter Zugzwang. Und zum Abschluss trifft die SFV-Auswahl in Breda noch auf den Gruppenfavoriten Frankreich. Auch dort müssen die Schweizerinnen wohl punkten, wollen sie ihr Ziel, die Viertelfinals, noch erreichen. 

Switzerland's head coach Martina Voss-Tecklenburg, from Germany, talks to her players, during the UEFA Women's Euro 2017 group C preliminary round match between Austria and Switzerland, at the De Adelaarshorst stadium, in Deventer, The Netherlands, Tuesday, July 18, 2017. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Martina Voss-Tecklenburg muss mit ihrer Mannschaft einen Rückschlag hinnehmen. Bild: KEYSTONE

Frankreich startet mit Mini-Sieg gegen Island

Frankreich gewann gegen Island dank einem Penalty-Tor kurz vor Schluss mit 1:0.

Der grosse Favorit auf den Gruppensieg in der Gruppe C musste am Ende länger zittern als ihm lieb war. Erst durch einen Penaltytreffer von Eugénie Le Sommer in der 86. Minute konnten die Aussenseiterinnen aus Island bezwungen werden.

Die Favoritinnen aus Frankreich hatten es mehrmals verpasst, ihre Nerven frühzeitig zu beruhigen. Zwar hatte die Weltnummer 3 im Frauenfussball mehrheitlich den Ball in den eigenen Reihen gehalten, die aufsässigen Isländerinnen stemmten sich aber lange erfolgreich gegen den technisch überlegenen Gegner – ihre Defizite in den technischen Fertigkeiten kompensierten sie mit physischer Präsenz. (jsc/sda)

Das Telegramm

Österreich - Schweiz 1:0 (1:0)
Deventer. - 4781 Zuschauer. -
SR Steinhaus (GER). -
Tor: 15. Burger (Zadrazil) 1:0.
Österreich: Zinsberger; Schiechtl (77. Schnaderbeck), Kirchberger, Wenninger, Puntigam, Aschauer; Feiersinger, Zadrazil, Billa (83. Pinther), Makas (39. Prohaska); Burger.
Schweiz: Thalmann; Crnogorcevic, Abbé (57. Bernauer), Kiwic, Maritz; Wälti; Bachmann, Moser, Dickenmann; Reuteler (62. Brunner), Humm (57. Aigbogun). Bemerkungen: 60. Platzverweis Kiwic (Notbremse).
Verwarnungen: 19. Abbé (Foul). 55. Kirchberger (Foul). 71. Burger (Foul). (sda)

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