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Switzerland's national team soccer player Michael Lang, right, and teamates are pictured at the airport in Belfast, Northern Ireland, Britain, Tuesday, November 7, 2017. Switzerland will face Northern Ireland on Thursday, November 9, for an 2018 Fifa World Cup play-offs first leg soccer match. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Nati ist gestern Abend in Belfast angekommen. Bild: KEYSTONE

Petkovics Problemzonen vor der WM-Barrage: 4 Fragezeichen, 4 Lösungen

Johan Djourou ist verletzt, der Einsatz von Aggressivleader Valon Behrami ist noch fraglich und einige Spieler der Schweizer Nationalmannschaft sind ausser Form – Gedanken zur Aufstellung der Schweizer gegen Nordirland.

Etienne Wuillemin / Nordwestschweiz



Der Empfang in Belfast gestern Abend ist kühl. Und doch viel wärmer als damals in der Türkei. In Nordirland ist nur das Wetter garstig. Auf dem Flughafen läuft alles nach Plan. Keine wütenden Nordiren, die provozieren. Keine Plakate mit der Aufschrift «Hurren Son» oder Ähnlichem. Keine Zollbeamte, die ewig in den Pässen der Schweizer blättern. Nur ein kleines, mit einem Lächeln garnierten «am Donnerstag werdet ihr verlieren».

Um 19:24 Uhr setzt sich der Schweizer Bus in Bewegung Richtung Hotel. Vladimir Petkovic und seine Equipe können sich ganz auf sich selbst konzentrieren. Auf die Antworten zu den diversen Fragezeichen, die dieses Team umschwirren.

Die Akte Mehmedi

Die ist eigentlich ziemlich schnell erzählt. Keiner der Stammspieler hat derzeit mehr Probleme als er. In Leverkusen seit Ende September überzählig, reicht seine Form kaum, um ihn bedenkenlos einzusetzen. Darum könnte Steven Zubers grosse Chance kommen.

epa06002048 Swiss midfielder Admir Mehmedi speaks during a press conference of the Swiss soccer national team at the Stadium Maladiere in Neuchatel, Switzerland, 31 May 2017. Switzerland will face Belarus in an international friendly soccer match on 01 June 2017.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Admir Mehmedi muss wohl über die Klinge springen. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Akte Dzemaili

Der Routinier war in Portugal ziemlich überfordert. Sein Wechsel in die MLS hat ihm zumindest nicht geholfen. Eine Rückkehr zu Bologna zeichnet sich ab. Nur: Was bedeutet das für die Barrage? Die Alternativen heissen Gavranovic und Frei. Wobei die beiden auch valable Einwechselspieler wären. Keine Option kann derzeit Embolo sein.

Für mehr als einen Jokereinsatz reicht sein Fitnesszustand kaum. Petkovic dürfte an Dzemaili festhalten. Klar ist aber: Nun muss er liefern. Die Frage ist einzig, ob ihm die Rolle als 10er wirklich behagt oder er in einem 4-3-3 als 8er nicht besser aufgehoben wäre.

Swiss midfielder Blerim Dzemaili, celebrates after scoring a goal during an international friendly test match between the national soccer teams of Switzerland and Moldova, at the Cornaredo stadium, in Lugano, Switzerland, Friday, June 3, 2016. Switzerland national soccer team prepare for the UEFA Euro 2016 that will take place from June 10 to July 10, 2016 in France. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Blerim Dzemaili muss in Belfast endlich liefern. Bild: KEYSTONE

Die Akte Behrami

Der Aggressivleader wird am Donnerstag im Hinspiel kaum auflaufen. Denis Zakaria stünde bereit. Mit seinem Punch und seiner Unerschrockenheit wäre dieser gewiss die bessere Lösung als Remo Freuler, der in Portugal schon neben den Schuhen stand, als das Team noch nicht taumelte.

Die Akte Innenverteidigung

Johan Djourou fehlt verletzt. Die Alternativen heissen Manuel Akanji und Nico Elvedi. Akanji, 20-jährig, vom FC Basel, imponiert mit Tempo und Kopfballstärke. Dazu hat er die Klasse, das Spiel mit klugen Pässen zu lancieren. Zusammen mit Fabian Schär ergäbe das eine interessante Kombination.

Gerade gegen ein Nordirland, das nicht viel von Ballbesitz hält und die Räume eng macht. Nur: Auch Akanji war in diesem Herbst nicht frei von Fehlern. Es gab Spiele, da liess er sich von der kollektiven Basler Desorientierung anstecken.

Die Schweizer Fussball Nationalspieler Johan Djourou, links, und Manuel Akanji bei einem oeffentlichen Training, am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Ist Manuel Akanji der Djourou-Ersatz? Bild: KEYSTONE

Elvedi hat im Gegensatz zu Akanji Erfahrung in der Bundesliga. Seit Sommer 2016 spielt er bei Borussia Mönchengladbach regelmässig. Das Problem: meistens als Rechtsverteidiger. Vor kurzem durfte er endlich in die Mitte wechseln. Hinterliess aber nicht immer einen sattelfesten Eindruck. Prognose: Vorteil Akanji.

Die mögliche Aufstellung im Hinspiel:

Sommer

Lichtsteiner – Schär – Akanji – Rodriguez


Xhaka – Zakaria

Shaqiri – Dzemaili – Zuber

Seferovic

Zufrieden? Oder wie würdest du die Nati für das Barrage-Hinspiel gegen Nordirland aufstellen! Diskutiere in der Kommentar-Spalte mit!

Die Rekordspieler der Schweizer Nati

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Die Rekordspieler der Schweizer Nati
quelle: imago / pressefoto baumann / imago / pressefoto baumann
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