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Petkovics Problemzonen vor der WM-Barrage: 4 Fragezeichen, 4 Lösungen

Switzerland's national team soccer player Michael Lang, right, and teamates are pictured at the airport in Belfast, Northern Ireland, Britain, Tuesday, November 7, 2017. Switzerland will face Northern ...
Die Nati ist gestern Abend in Belfast angekommen.Bild: KEYSTONE

Petkovics Problemzonen vor der WM-Barrage: 4 Fragezeichen, 4 Lösungen

Johan Djourou ist verletzt, der Einsatz von Aggressivleader Valon Behrami ist noch fraglich und einige Spieler der Schweizer Nationalmannschaft sind ausser Form – Gedanken zur Aufstellung der Schweizer gegen Nordirland.
08.11.2017, 08:5208.11.2017, 08:59
Etienne Wuillemin / Nordwestschweiz

Der Empfang in Belfast gestern Abend ist kühl. Und doch viel wärmer als damals in der Türkei. In Nordirland ist nur das Wetter garstig. Auf dem Flughafen läuft alles nach Plan. Keine wütenden Nordiren, die provozieren. Keine Plakate mit der Aufschrift «Hurren Son» oder Ähnlichem. Keine Zollbeamte, die ewig in den Pässen der Schweizer blättern. Nur ein kleines, mit einem Lächeln garnierten «am Donnerstag werdet ihr verlieren».

Um 19:24 Uhr setzt sich der Schweizer Bus in Bewegung Richtung Hotel. Vladimir Petkovic und seine Equipe können sich ganz auf sich selbst konzentrieren. Auf die Antworten zu den diversen Fragezeichen, die dieses Team umschwirren.

Die Akte Mehmedi

Die ist eigentlich ziemlich schnell erzählt. Keiner der Stammspieler hat derzeit mehr Probleme als er. In Leverkusen seit Ende September überzählig, reicht seine Form kaum, um ihn bedenkenlos einzusetzen. Darum könnte Steven Zubers grosse Chance kommen.

epa06002048 Swiss midfielder Admir Mehmedi speaks during a press conference of the Swiss soccer national team at the Stadium Maladiere in Neuchatel, Switzerland, 31 May 2017. Switzerland will face Bel ...
Admir Mehmedi muss wohl über die Klinge springen.Bild: EPA/KEYSTONE

Die Akte Dzemaili

Der Routinier war in Portugal ziemlich überfordert. Sein Wechsel in die MLS hat ihm zumindest nicht geholfen. Eine Rückkehr zu Bologna zeichnet sich ab. Nur: Was bedeutet das für die Barrage? Die Alternativen heissen Gavranovic und Frei. Wobei die beiden auch valable Einwechselspieler wären. Keine Option kann derzeit Embolo sein.

Für mehr als einen Jokereinsatz reicht sein Fitnesszustand kaum. Petkovic dürfte an Dzemaili festhalten. Klar ist aber: Nun muss er liefern. Die Frage ist einzig, ob ihm die Rolle als 10er wirklich behagt oder er in einem 4-3-3 als 8er nicht besser aufgehoben wäre.

Swiss midfielder Blerim Dzemaili, celebrates after scoring a goal during an international friendly test match between the national soccer teams of Switzerland and Moldova, at the Cornaredo stadium, in ...
Blerim Dzemaili muss in Belfast endlich liefern.Bild: KEYSTONE

Die Akte Behrami

Der Aggressivleader wird am Donnerstag im Hinspiel kaum auflaufen. Denis Zakaria stünde bereit. Mit seinem Punch und seiner Unerschrockenheit wäre dieser gewiss die bessere Lösung als Remo Freuler, der in Portugal schon neben den Schuhen stand, als das Team noch nicht taumelte.

Udinese wollte Behrami gar nicht zur Nati gehen lassen:

Die Akte Innenverteidigung

Johan Djourou fehlt verletzt. Die Alternativen heissen Manuel Akanji und Nico Elvedi. Akanji, 20-jährig, vom FC Basel, imponiert mit Tempo und Kopfballstärke. Dazu hat er die Klasse, das Spiel mit klugen Pässen zu lancieren. Zusammen mit Fabian Schär ergäbe das eine interessante Kombination.

Jetzt auf

Gerade gegen ein Nordirland, das nicht viel von Ballbesitz hält und die Räume eng macht. Nur: Auch Akanji war in diesem Herbst nicht frei von Fehlern. Es gab Spiele, da liess er sich von der kollektiven Basler Desorientierung anstecken.

Die Schweizer Fussball Nationalspieler Johan Djourou, links, und Manuel Akanji bei einem oeffentlichen Training, am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneid ...
Ist Manuel Akanji der Djourou-Ersatz?Bild: KEYSTONE

Elvedi hat im Gegensatz zu Akanji Erfahrung in der Bundesliga. Seit Sommer 2016 spielt er bei Borussia Mönchengladbach regelmässig. Das Problem: meistens als Rechtsverteidiger. Vor kurzem durfte er endlich in die Mitte wechseln. Hinterliess aber nicht immer einen sattelfesten Eindruck. Prognose: Vorteil Akanji.

Die mögliche Aufstellung im Hinspiel:
Sommer

Lichtsteiner – Schär – Akanji – Rodriguez


Xhaka – Zakaria

Shaqiri – Dzemaili – Zuber

Seferovic

Zufrieden? Oder wie würdest du die Nati für das Barrage-Hinspiel gegen Nordirland aufstellen! Diskutiere in der Kommentar-Spalte mit!

Die Rekordspieler der Schweizer Nati

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Die Rekordspieler der Schweizer Nati
quelle: epa/keystone / walter bieri
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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Army Neilstrong
08.11.2017 10:52registriert April 2017
Ich bin kein Basel-Fan, aber ich finde ein Renato Steffen oder Luca Zuffi hätten dem Aufgebot gut getan.
Beide erfahren und spielen regelmäßig.

So könnte Shaqiri beispielsweise auf der 10 auflaufen (was er ja sowieso mag) und außen hätte man mit Zuber und Steffen schnelle und agile Flügelspieler, die den Mann aus Sursee füttern könnten.
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Luca Brasi
08.11.2017 10:05registriert November 2015
Ich finde, dass Freuler sehr schlecht wegkommt in diesem Artikel. Ich denke, dass seine Leistungen in Bergamo für sich sprechen. Gegen Portugal war er nicht so toll, aber auch Zakaria hat dort nicht geglänzt.
Dzemaili hat mir gegen Portugal überhaupt nicht gefallen und mit Frei und Gavranovic hätte man auch Alternativen.
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demian
08.11.2017 09:58registriert November 2016
Am meisten Sorgen macht Dzemaili, der sich an das MLS Niveau angepasst hat. Für die anderen Positionen stehen gute Alternativen bereit.

Behrami kann vielleicht nicht von der Mentalität ersetzt werden, aber das ist der Moment wo Xhaka in die Bresche springen muss.
Falls es in Belfast noch nicht reicht um vorzulegen, bin ich mir sicher wird Behrami im Rückspiel auflaufen.

Mehmedi muss im Winter wechseln um regelmässig zu spielen, ansonsten macht eine Nomination kein Sinn.
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