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epa06820662 Serbian national soccer team player Luka Milivojevic speaks during a press conference in Svetlogorsk, Russia, 19 June 2018. Serbia will face Switzerland in the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match on 22 June 2018.  EPA/ARMANDO BABANI

Serbiens Luka Milivojevic muss Fragen über angeblich provozierende Schweiz-Albaner beantworten. Bild: EPA/EPA

Angebliche Shaqiri-Provokationen – das Vorgeplänkel auf Schweiz vs. Serbien hat begonnen

Das serbische Team bereitet sich eigentlich in aller Ruhe im Ostseebad Swetlogorsk auf die nächste WM-Aufgabe gegen die Schweiz vor. Vor dem Spiel vom Freitag stören einzig die von einzelnen Medien transportierten angeblichen Provokationen aus dem schweizerisch-albanischen Lager.

19.06.18, 23:19 19.06.18, 23:37


Vor dem wegweisenden Gruppenspiel gegen die Schweiz kommen allfällige Störfeuer aus Sicht der Serben bloss vom Gegner. Es ist von Trash-Talk und verbalen Provokationen von Seiten der albanisch-stämmigen Schweizer Nationalspieler die Rede.

Gemeint ist beispielsweise die Kosovo-Flagge auf den Fussball-Schuhen von Xherdan Shaqiri oder seine harmlose Aussage, dass die Petkovic-Elf mehr Respekt verdient habe. Doch auch über Provokationen von albanischer Seite ärgert man sich in Serbien.

Provokation aus Albanien:

Die Schweizer Flagge kurzerhand etwas abgeändert. bild: twitter

So reagieren die serbischen Medien:

bild: screenshot kurir.rs

bild: screenshot blic.rs

Viele von den serbischen Medien transportierten Aussagen sollen teilweise erfunden oder zugespitzt sein, stossen aber offenbar auf offene Ohren in Serbien. Die harte Gangart der Schweizer im Spiel gegen Brasilien soll bei Teilen der Öffentlichkeit das Bild eines provokanten und aggressiven Teams bestätigt haben.

Bei der serbischen Mannschaft sind sie bemüht, die Debatte nicht weiter zu befeuern. «Wir sind nicht so naiv, uns auf irgendwelche Provokationen einzulassen – von wo auch immer sie kommen», erklärt Mittelfeldspieler Luka Milivojevic. «Das Spiel gegen die Schweiz wird das härteste sein. Wir sind dank unserem Startsieg leicht im Vorteil, aber ich möchte noch nicht rechnen», sagt Captain Aleksandar Kolarov.

Milivojevic an der Pressekonferenz. Video: streamable

Und dass ein paar Schweizer den albanischen Adler auf der Wade tätowiert oder auf dem Fussballschuh aufgenäht haben, wollte ein Reporter wissen. Schulterzucken! Wäre auch zu schade, würden Halbwahrheiten und erfundene Provokationen die idyllische Sommerfrische der Serben in in Swetlogorsk stören. 

Espresso schlürfen im Café

Die Serben müssen sich derzeit nämlich vorkommen wie im Paradies. In Swetlogorsk an der Ostsee, nur 30 km entfernt von Kaliningrad, wo am Freitag das Spiel gegen die Schweiz ausgetragen wird, finden sie idyllische Bedingungen vor. Der Ort ist hübsch und für die prominenten Gäste aus Serbien herausgeputzt.

Einige Touristen sind jetzt schon hier, auch wenn die jährlich rund 80'000 Urlauber vor allem im Juli und August hierher kommen. Swetlogorsk liegt in der russischen Exklave zwischen Litauen und Polen, in einem Gebiet, welches bis 1945 zum Deutschen Reich gehörte und schon damals ein bekanntes Seebad war.

Die Serben werden von Autogrammjägern belagert:

Die serbischen Spieler mischen sich gerne unter die Touristen. Auf der Strandpromenade flanieren Branislav Ivanovic, Alexander Kolarov und Alexander Prijovic. Andere Spieler sitzen am frühen Abend in einem der zahlreichen Cafés und schlürfen einen Espresso oder geniessen ein Glacé.

Die sportliche Ausgangslage vor dem Spiel gegen die Schweiz sorgt ebenfalls für eine entspannte Atmosphäre. Der 1:0-Sieg vom letzten Sonntag gegen Costa Rica hat die Serben in eine komfortable Ausgangslage gebracht. Ein Erfolg gegen die Schweiz bringt sie frühzeitig in die Achtelfinals. «Mit dem Sieg im ersten Spiel ist viel Druck von uns abgefallen. Wir können ein grosses Resultat erreichen, das macht uns stark», sagt Milivojevic. Erstmals seit 18 Jahren und der EM in den Niederlanden und Belgien (damals noch als Jugoslawien und Montenegro) können sich die Fussballer vom Balkan für die K.o.-Runde qualifizieren. (pre/sda)

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37
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Qui-Gon 21.06.2018 16:50
    Highlight Hat der wirklich die Kosovoflagge auf dem Schuh? Würde ich als CH-Natispieler jetzt nicht machen...

    Ansonsten viel unbeholfener Blödsinn. Und wenn schon ist Albanien unser B-Team, sicher nicht umgekehrt.
    5 0 Melden
  • CZBG 20.06.2018 17:25
    Highlight Eine Frage an die Albaner: würdet ihr weiterhin so für die Schweiz fahnen, wenn 7-8 Serben für die Nati spielen?

    Das Spiel idt wie jedes andere auch und muss nicht hochgepusht werden. SPeziell für die Serben die hier leben, ansonsten nichts besonderes!
    5 0 Melden
  • Radiochopf 20.06.2018 13:17
    Highlight Was ist der Unterschied zwischen Blick und Watson? anscheinend gibt es den bald nicht mehr.. viel Tam tam und Blabla und wenig Inhalt.. viel Trump, viele unwichtige Storys, viele unnötige Breaking News.. Back to the roots Watson oder ihr seit bald beim Einheitsbrei angelangt, denn ihr selber nie sein wolltet..
    12 1 Melden
    • Qui-Gon 21.06.2018 16:52
      Highlight Watson hat die besseren Quellen. Twitter...
      2 0 Melden
  • MrNiceGuy 20.06.2018 10:34
    Highlight Der Müll kommt von der serbischen Zeitung Blic (Blitz) die dem Ringier-Verlag gehört quelle surprise! Blick und Blic forcieren das Ganze künstlich.

    In dem Sinne auf ein friedliches und tolles Fussballspiel, möge der bessere gewinnen.
    31 1 Melden
  • Chili5000 20.06.2018 08:08
    Highlight Ich lach mich schlapp. Ich stamme zwar aus dem Kosovo aber das hier ist so ein laues Lüftchen das wohl nur Neymar umhaut und sonst keinen...
    130 5 Melden
  • rodolofo 20.06.2018 06:58
    Highlight Ja, diese Serbisch-Albanischen Rivalitäten Bingen schon etwas Zündstoff, was aber nur gut ist für unseren Neu-Schweizerischen "Afro-Balkan-Turbo"!
    Das Fussballspiel sollte aber in erster Linie ein "Tanz mit dem Ball" sein und ein "Sportliches Fest" und ganz sicher keine Fortsetzung der fürchterlichen Balkan-Kriege, in denen plötzlich Menschen und Kulturen übereinander herfielen, die einander doch im Grunde so ähnlich sind, und die Europa und der Welt so viel zu bieten haben!
    Ob Serben, oder Albaner, Bosnier, Bosniaken, Slowenen, Nord-Macedonier, Montenegriner...
    Wen habe ich vergessen?
    42 12 Melden
    • boexu 20.06.2018 07:10
      Highlight Kosovaren?
      19 12 Melden
    • rodolofo 20.06.2018 07:21
      Highlight @ boexu
      Das gibt eine "Ungenügend" in Betragen!
      8 11 Melden
  • DerDude 20.06.2018 05:50
    Highlight Echt jetzt? Solcher Müll kriegt man sonst im Blick eingetrichtert ... es gibt Gründe wieso ich Watson Leser bin.
    166 8 Melden
  • Rumbel the Sumbel 20.06.2018 05:32
    Highlight Gewinnen wird die Mannschaft, wer die Nerven besser im Griff hat. Serbien sehe ich körperlich im Vorteil, die Schweiz technisch. Zudem schien mir, dass die Serben leicht behäbig wirkten. Wir werden es sehen.
    25 5 Melden
  • Gooner1886 20.06.2018 00:48
    Highlight Ganz tiefes Niveau gewisser Medien. Schade das man so etwas auch noch eine Bühne bietet.
    Der Krieg ist vorbei und um Politik geht es auch nicht also lasst diese schei..e sein. Es gibt genügend andere Sachen über die man schreiben kann. Es ist echt traurig das die Herkunft von Spielern schon als Provokation angesehen bzw. dazu missbraucht wird.
    Wenn euch die WM zu öde ist, kauft mir ein Ticket und ich setz ein Haufen auf den 11m-Punkt.

    PS: Die Kritik geht nur zu einem kleinen Teil an watson. Ich hätte mir zwar von euch gewünscht das man so ein Thema ignoriert, denn das ist Blick Niveau.
    127 4 Melden
  • Rukfash 19.06.2018 23:56
    Highlight Eins muss man den Medien aus Serbien lassen, diese machen die beste Propaganda auf der ganzen Balkanhalbinsel.
    24 53 Melden
    • midgo 20.06.2018 11:56
      Highlight Der Balkan ist ne Halbinsel?
      10 1 Melden
  • Lindaa 19.06.2018 23:46
    Highlight Hoffentlich wird es ein friedlicher Match und noch friedlichere public viewings geben...

    Hopp schwiiz! ❤️
    103 6 Melden
  • Vincent2255 19.06.2018 23:32
    Highlight Ich fühle mich als gebürtiger Kosovo-Albaner in der Schweiz sehr gut integriert. Wegen solchen Berichten muss ich aber sagen, dass mir das Zugehörigkeitsgefühl weggenommen wurde. Sorry watson, aber ein Twitter-Account mit so wenigen Followern soll DIE Provokation schlechthin sein von den Albanern? Die Serben und Albaner haben den Konflikt nie in der Schweiz ausgetragen und sehr friedlich miteinander gelebt. Passt euch dieser Schweizer Integrationserfolg nicht? Und was ist mit Seferovic, Gavra und Drmic? Ziemlich gleiche Geschichte. Naja. Ihr tut mir weh.
    446 52 Melden
    • PRE 19.06.2018 23:35
      Highlight Der Tweet wurde von den serbischen Medien aufgenommen. Darum taucht er auch in unserer Story auf. Und nebenbei: Wir freuen uns sehr über den Integrationserfolg in der Nati.
      65 83 Melden
    • Silent_Revolution 20.06.2018 00:19
      Highlight Den Konflikt auf kriegerischer Basis in der Schweiz fortzuführen, wäre auch überhaupt nicht möglich gewesen.

      Zu behaupten Serben und Albaner hätten hier friedlich miteinander gelebt ist allerdings völlig realitätsfremd. Der Hass ist heute noch, gerade in den älteren Generationen beidseits spürbar, nicht selten wurde er auch an die hier aufgewachsenen Kinder übertragen.
      71 11 Melden
    • Menü 1 mit Suppe 20.06.2018 09:50
      Highlight @Silent: Vielleicht bei der älteren Generation, aber bei den Secondos ist das in meinem Umfeld nicht mehr spürbar. Da ist kein Hass vorhanden, es sind alle froh hier zu leben und zu arbeiten. Die schütteln alle den Kopf, wenn sie Meldungen wie z.bsp. über den Propaganda-Zug der Serben lesen. Und glaube mir, ich denke ich kann dies objektiv beurteilen. Ich bin täglich auf Baustellen unterwegs und in meiner Firma sind fast alle Balkan-Nationen vereint.
      21 2 Melden
    • Chili5000 20.06.2018 10:09
      Highlight @Silent_Revolution Ich bin zwar aus dem Kosovo und habe viele serbische bekannte und freunde, aber ich lass mich von dir auch eines Besseren belehren...
      18 2 Melden
    • Fulehung1950 20.06.2018 11:08
      Highlight @Silent 1. verallgemeinern Sie in gefährlicher Art. Nicht jeder Serbe der älteren Generation hätte Hass auf die Albaner und umgekehrt ist ein starkes Stück!

      2. Wenn aufgrund von schlimmen Erlenissen ausKriegen gegenseitig Ängste, ev. Ablehnung besteht, ist das verständlich. Dass die Eltern allerdings ihre Kinder dazu erziehen sollen, die jeweils anderen zu hassen, kommt keinem vernünftigen Menschen in den Sinn.

      3. ich glaube nicht der Hetze der Medien, ich glaube den Menschen, die hier unter einander gut auskommen.
      7 1 Melden
    • midgo 20.06.2018 11:54
      Highlight Bin 'nur Schweizer' (soweit ich zurückschauen kann) sehe es aber gena so wie du. Total unnötige 'Berichterstattung' welch von Provokateuren lanciert wird. Lediglich mit dem Ziel unfrieden zu stiften. Die einzige Haltung dazu wäre es solches zu ignorieren und sein an sich gutes Leben weiter zu leben. Wünsche dir / uns, alles Gute!
      9 1 Melden
    • Vincent2255 20.06.2018 13:42
      Highlight @midgo Danke vielmals für deine Worte. Wünsche dir auch alles Gute! :)
      4 0 Melden
    • Qui-Gon 21.06.2018 16:51
      Highlight twitter->watson->relevante News?
      0 0 Melden
  • pun 19.06.2018 23:30
    Highlight Eh, nichts gegen unsere Shvippis!

    (Wer hätte gedacht, dass die Schweizer Nati mal als aggressive Pitbulls gefürchtet sein würde? :-D )
    309 32 Melden
    • Neruda 19.06.2018 23:49
      Highlight Vieleicht bringt das Multikultiteam ja die längst vergangene blutrünstige Mentalität der Eidgenossen wieder hervor ;)
      68 7 Melden
    • leu84 20.06.2018 06:14
      Highlight Das hat schon ein Burgunder König miterleben müssen
      26 2 Melden
    • pun 20.06.2018 07:44
      Highlight @Howard: Shippis waren nach den pubertären Pausenplatzgeplänkeln schon immer OK, es leitet sich ja einfach von der albanischen Selbstbezeichnung "shiptar" ab! Ich habe aber bewusst "ShVippi" geschrieben, um die Verbundenheit nochmal stärker zu betonen.
      17 6 Melden
    • Raembe 20.06.2018 09:24
      Highlight @Howard: Selten so ein Seich gelesen... Eig alle sind ja Stammspieler im Ausland
      13 5 Melden
    • Nonqi 20.06.2018 09:46
      Highlight @Howard Marks
      Nein das ist nicht der einzige Grund. Ein weiterer Grund ist, dass sich Leute wie du, sich über sie aufregen können weil sie die Schweiz vertreten...
      21 4 Melden
  • Nosgar 19.06.2018 23:30
    Highlight Bitte kommt nicht auch noch mit diesem Unsinn. Der Blick wird sich leider sicher darum kümmern.

    Behrami hat dazu alles gesagt: "Ich habe in kosovarischen Zeitungen gelesen, dass Serbien an der WM nun gegen «unsere» Kosovo-Spieler antreten müsse. Was soll das?! Ich spiele für die Schweiz."
    564 11 Melden
    • schwuppdiwupp 19.06.2018 23:44
      Highlight #wahrerKrieger
      41 5 Melden
    • Balabar 20.06.2018 00:11
      Highlight Genau, man kann es nicht genug wiederholen. "Schulterzucken" und Behramis Aussage sind die einzig richtigen Antworten, clickbait hin oder her.
      75 1 Melden
    • leu84 20.06.2018 06:11
      Highlight In einem Interview mit Trainer Krstajic hat diese Zeitung mit den grossen weissen Buchstaben jene und ähnliche Fragen stellen wollen. Der Pressechef soll 2-3 mal eingegriffen haben.
      29 3 Melden

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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