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In die Luft? Eher nicht!
In die Luft? Eher nicht!bild: screenshot youtube

Messi wehrt sich gegen Sperre: «Ich habe in die Luft gesprochen» – ja genau!

Nach der Sperre wegen Schiedsrichterbeleidigung meldet sich nun der sanktionierte Lionel Messi zu Wort – mit einer ziemlich abenteuerlichen Ausrede. In Argentinien suchen sie derzeit mit viel Fantasie nach einem Schuldigen.
30.03.2017, 11:4530.03.2017, 12:02

Argentiniens Superstar Lionel Messi will sich gegen die von der FIFA verhängte Vier-Spiele-Sperre wegen Schiedsrichterbeleidigung wehren. Der 29-jährige Stürmer gibt gegenüber der argentinischen Zeitung «La Nacion» zwar zu, während des WM-Quali-Spiels gegen Chile (1:0) vor einer Woche geflucht zu haben, seine Worte seien jedoch nicht an den Linienrichter gerichtet gewesen. «Ich habe in die Luft gesprochen und nicht zum Assistenten», so Messi. Das habe er der FIFA mitgeteilt.

Hmm, das ist allerdings nur ein faule Ausrede. Im Video ist ganz klar zu sehen, dass Messi die unflätigen Worte («¡Tomátela, la concha de tu madre!») zu Linienrichter Emerson Augusto de Carvalho sagte. Deshalb sperrte ihn die FIFA für vier WM-Qualifikationsspiele und belegte ihn mit einer Busse von 10'000 Franken.

Messi beleidigt den Schiedsrichter-Assistenten.Video: streamable

Der argentinische Verband kündigte bereits Berufung gegen das Urteil an. Für die «Albiceleste» wäre eine Milderung der Strafe im Kampf um die WM-Endrunde in Russland 2018 enorm wichtig. Ohne den gesperrten fünffachen Weltfussballer ging Argentinien am Dienstag in der WM-Qualifikation in Bolivien auf 3600 Meter über Meer sang- und klanglos 0:2 unter. Der zweifache Weltmeister muss nun fürchten, erstmals seit 1970 die sportliche Qualifikation für eine WM zu verpassen.

Auch der FC Barcelona hat sich mittlerweile in die Debatte eingeschaltet. In einer Mitteilung erklärten die Katalanen, dass sie die Sperre «als unfair und völlig unverhältnismässig» erachten. Die Verantwortlichen bekräftigten in dem Statement, dass ihr Superstar ein «vorbildlicher Spieler, sowohl auf wie auch ausserhalb des Platzes» sei.

Während an allen Fronten gegen die Messi-Sperre gekämpft wird, fragt sich ganz Argentinien, wie es überhaupt zur Sperre gekommen ist. Im Rapport von Schiedsrichter Sandro Ricci war Messis verbaler Ausrutscher nämlich nicht festgehalten. Die FIFA wurde von sich aus tätig und verurteilte den argentinischen Captain im Schnellverfahren innerhalb weniger Stunden.

Chile, Brasilien oder doch die FIFA?

Deswegen kursieren in Argentinien bereits die wildesten Gerüchte und Verschwörungstheorien. Chiles Verband soll bei der FIFA angerufen haben und eine Sperre gefordert haben, lautet eine. Schliesslich sei ihr Spielmacher Jorge Valdivia nach dem 0:3 gegen Uruguay wegen Schiedsrichter-Beleidigung ebenfalls für vier Spiele gesperrt haben.

Auch die Brasilianer könnten ihre Finger im Spiel haben, wird gemutmasst. Diese stellen im südamerikanischen Fussballverband mit Wilson Luis Selene derzeit den Präsidenten der Schiedsrichtervereinigung. Er soll die Messi-Sperre in die Wege geleitet haben.

Rächt sich die FIFA an Messi?
Rächt sich die FIFA an Messi?bild: mundo deportivo

Und natürlich keine Verschwörung ohne die FIFA: Der Weltverband wolle Messi dafür abstrafen, dass er im Januar nicht zur Weltfussballer-Gala nach Zürich reiste, so eine weitere Theorie. Und dann ist da auch noch Diego Maradona, der ja neuerdings Berater von FIFA-Boss Gianni Infantino ist. Sogar ihm wurde vorgeworfen, seine Finger im Spiel zu haben.

Der «Goldjunge» dementierte aber sofort: «Ich habe und hatte nichts mit der Sanktion gegen Messi zu tun.» Und der Weltmeister von 1986 sagte auch gleich, was er von den Verschwörungstheorien hält: «Die Fernsehaufnahmen zeigen uns allen, dass Leo den Assistenten schikaniert hat.» Und wenn's Maradona sagt, dann stimmt's auch. (pre)

Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit

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Vom Hobbit zum Hipster: Lionel Messi im Wandel der Zeit
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