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Champions League: Valverde-Hattrick und andere Szenen vom Mittwoch

Federico Valverde Real, MARCH 11, 2026 - Football / Soccer : Valverde celebrate after his 3rd goal during UEFA Champions League Round of 16 1st leg match between Real Madrid CF - Manchester City at th ...
Reals Federico Valverde war die grosse Figur am Mittwochabend.Bild: IMAGO/AFLOSPORT

Valverde-Show, Goalie-Patzer und ein Geist – diese Champions-League-Szenen willst du sehen

Der Mittwochabend in der Champions League gehörte voll und ganz Federico Valverde, der Real Madrid mit einem Hattrick zum Sieg gegen Manchester City schoss. Aber auch sonst gab es einige bemerkenswerte Szenen.
12.03.2026, 10:2212.03.2026, 10:22

Valverdes grosse Show

Plötzlich war da ein Hauch von Pelé im Santiago Bernabéu. Federico Valverde, bereits zwei Tore auf seinem Konto, wurde mit einem hohen Ball lanciert. Der Captain von Real Madrid brauchte nur eine Ballberührung, um ManCity-Verteidiger Marc Guéhi auszuspielen, übertölpelte diesen mit einem Lupfer und schloss dann volley ab. Der Hattrick ist perfekt.

Ein Hauch von Pelé, weil der Superstar Brasilien im WM-Final 1958 gegen Schweden mit einem sehr ähnlichen Tor zum Titel schoss.

Federico Valverde begeisterte so nicht nur Fussballfans auf der ganzen Welt, sondern auch seine eigenen Teamkollegen. Jude Bellingham konnte kaum fassen, was er zu sehen kriegte.

Kylian Mbappé hielt es nicht mehr auf seinem Stuhl. Er kletterte auf den Sitz und bejubelte Valverdes dritten Treffer ausgelassen. Die Superstars Bellingham und Mbappé verpassten den 3:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester City genauso verletzt wie Rodrygo, David Alaba und Eder Militao.

Valverde krönte sich so übrigens zum ersten Spieler seit Lionel Messi 2010 gegen Arsenal, der einem englischen Team in der Champions League noch vor der Pause einen Hattrick einschenkte.

Courtois wie Pirlo

Eingeleitet wurde die Valverde-Show von seinem Torhüter. In der 20. Minute hatte Real-Goalie Thibaut Courtois den Ball im eigenen Strafraum an seinem Fuss. Keine zehn Sekunden später lag der Ball auf der anderen Seite im Kasten von Gianluigi Donnarumma. Courtois lancierte Valverde mit einem perfekten langen Ball.

Valverde umspielte Donnarumma – wobei er auch davon profitierte, dass der ManCity-Goalie auf dem Weg zum Ball unerklärlicherweise zurückzog – und traf zum 1:0. Das war übrigens nicht die einzige brillante Szene von Courtois. In der 75. Minute leistete sich Reals Rookie Thiago Pitarch einen Patzer im eigenen Strafraum, aber Courtois bügelte den Fehler mit einer Glanzparade aus.

In Madrid spukt's

Doch wie ist eigentlich die schwache Leistung von ManCity in Madrid zu erklären? Bernardo Silva war wirkungslos, Erling Haaland gar unsichtbar. Vielleicht war der Grund die Tatsache, dass die Engländer gar nie physisch im Santiago Bernabéu ankamen. Es waren nur elf Geister von Manchester City auf dem Platz – anders lässt es sich nicht erklären, dass Jérémy Doku in dieser Szene einfach kurz verschwindet.

(Natürlich wissen wir, dass die digitalen Werbebanden der wahre Grund für Dokus Verschwinden sind, aber Geister sind die viel spannendere Erklärung.)

Penalty oder nicht?

Lange durfte Bayer Leverkusen zuhause vom Sieg gegen Premier-League-Leader Arsenal träumen. Die Deutschen gingen unmittelbar nach der Pause in Führung, als Robert Andrich nach einer Ecke per Kopf traf. Der Vorsprung hielt fast bis in die Nachspielzeit – doch dann fiel Noni Madueke im Leverkusener Strafraum. Schiedsrichter Halil Meler zeigte sofort auf den Punkt: Penalty für Arsenal.

Leverkusen protestierte lautstark. Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie sich Madueke nach einem minimalen Kontakt sofort fallen liess. Der VAR überprüfte die Situation standesgemäss, zitierte Meler aber nicht vor den Bildschirm. Der ehemalige Leverkusener Kai Havertz trat an und versenkte den Elfmeter souverän zum 1:1-Endstand.

War das Penalty?
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Wikinger-Märchen

Das Märchen von Bodö/Glimt geht immer weiter. Vor dieser Saison hatten die Norweger noch keinen einzigen Sieg in der Champions League vorzuweisen und nun fällen sie einen Giganten nach dem anderen. In der Ligaphase bezwangen sie zuerst Manchester City und dann auch noch Atlético Madrid. In den Playoffs schaltete Bodö Inter Mailand aus, in denen es ebenfalls zwei Siege feierte.

Und nun stehen die Norweger nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel zuhause gegen Sporting Lissabon vor dem Einzug in den Champions-League-Viertelfinal. Zur Erinnerung: Der Marktwert von Bodö/Glimts gesamtem Kader beträgt 57,1 Millionen Euro. Das ist achtmal weniger als jener des gestrigen Gegners Sporting.

Traumschlenzer

Paris Saint-Germain erspielte sich mit dem 5:2-Heimsieg gegen Chelsea ebenfalls eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Joker Chwitscha Kwarazchelia war mit zwei Toren und einem Assist die überragende Figur der Partie. Besonders sehenswert war das Tor des Georgiers zum 4:2. Für den Bruchteil eines Moments liessen Chelseas Verteidiger dem Flügelstürmer etwas zu viel Platz. Das reichte Kwarazchelia, um den Ball unhaltbar in die weite Ecke zu schlenzen.

Entnervter Schubser

So lief der Champions-League-Abend für Chelsea überhaupt nicht so, wie man sich das bei den «Blues» vorgestellt hatte, zumal man das Spiel bis zur 74. Minute ausgeglichen gestalten konnte. Doch am Ende gingen den Chelsea-Spielern offensichtlich die Nerven durch. Als ein PSG-Balljunge den Ball in der 90. Minute nicht sofort zurückgab, schubste Pedro Neto ihn einfach um.

Der Balljunge hat selbst aber offenbar auch einiges an Fussballerfahrung, anders lässt sich das theatralische Herumrollen auf dem Platz kaum erklären.

Nächster Goalie-Albtraum

Bereits am Dienstagabend stand ein in Orange gekleideter Goalie eines englischen Klubs wegen grober Schnitzer in den Schlagzeilen. Und am gestrigen Mittwoch wiederholte sich das. Chelsea-Goalie Filip Jörgensen war es, der die am Ende heftige Pleite seines Teams in Paris einleitete.

In der 74. Minute beim Stand von 2:2 spielte der dänische Keeper den Ball in die Füsse von Bradley Barcola. Am Ende war es Vitinha, der die Ruhe behielt und Jörgensen zum entscheidenden Treffer zum 3:2 überlupfte. Überhaupt war es nicht der Abend des Chelsea-Goalies. Am Ende kassierte er fünf Gegentore – obwohl sich Paris Saint-Germain nur 0,87 Expected Goals herausspielte. Chelseas Captain Enzo Fernandez liess dies den Dänen auch spüren. In den Spielen zuvor hatte Jörgensen die Nummer-1-Rolle erst gerade von Robert Sanchez übernommen.

Trost für Kinsky

Tottenhams Antonin Kinsky, der am Dienstagabend nach nur 16 Minuten mit zwei groben Patzern und insgesamt drei Gegentoren ausgewechselt wurde, meldete sich inzwischen erstmals wieder zu Wort. Der junge Tscheche postete in einer Instagram-Story, wie er sich die Szenen des Vorabends noch einmal anschaute, und schrieb dazu: «Danke für die Nachrichten. Vom Traum zum Albtraum und wieder zurück zum Traum.»

Antonin Kinsky meldet sich nach Mega-Patzer in der Champions League.
Bild: screenshot instagram

Der 22-Jährige erhielt seit seinem verhängnisvollen Auftritt viel Zuspruch und Trost von anderen Torhütergrössen. Nachdem ihn bereits Joe Hart und Paul Robinson verteidigt und die Kritik Tottenhams Trainer Igor Tudor zugeschoben hatten, gab es auch von Thibaut Courtois aufmunternde Worte. «Ich habe ihm eine Nachricht geschickt», sagte der Real-Keeper nach dem Sieg gegen Manchester City. Er habe früher bei Atlético und Chelsea auch solche Fehler gemacht. «Ich sagte ihm, er soll das als Lernmöglichkeit ansehen und weiter hart arbeiten. Er hat das Talent», sagte Courtois.

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