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Champions League, Halbfinal, Rückspiel

AS Rom – Liverpool 4:2 (1:2), Hinspiel: 2:5

epa06707500 Liverpool's Georgino Wijnaldum (L) celebrates after scoring the 2-1 lead next to Roma's Aleksandar Kolarov (R) during the UEFA Champions League semi final, second leg soccer match between AS Roma and Liverpool FC at the Olimpico stadium in Rome, Italy, 02 May 2018.  EPA/RICCARDO ANTIMIANI

Liverpool zieht in den Champions-League-Final ein – Rom bleibt die Enttäuschung. Bild: EPA/ANSA

6 Tore und Penalty-Fragezeichen – so lief das Rückspiel zwischen Roma und Liverpool

Der FC Liverpool steht erstmals seit elf Jahren wieder im Champions-League-Final. Die Engländer setzten sich gegen die AS Roma mit dem Gesamtskore von 7:6 durch. Das 2:4 in Rom brachte sie nicht mehr in Bedrängnis.



Roms Hoffnungen auf eine neuerliche «rimonta», eine zweite Wende nach jener in der Runde zuvor gegen den FC Barcelona, zerschlugen sich früh. Nach nicht einmal zehn Minuten versetzte Sadio Mané den Italienern mit dem 0:1 einen Dämpfer.

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Mané trifft zum 0:1. Video: streamable

Ein Eigentor der Engländer – Dejan Lovren schoss bei einem Klärungsversuch James Milner an – führte zwar wenig später zum Ausgleich, als Georginio Wijnaldum aber in der 25. Minute zum 2:1 für Liverpool traf, war die Situation der Römer fast aussichtslos.

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Ein Slapstick-Eigentor bringt Roma den Ausgleich. Video: streamable

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Wijnaldum trifft zum 2:1 für Liverpool. Video: streamable

Vier Treffer hätten die unterlegenen Gastgeber in der verbleibenden Spielzeit benötigt, um sich in die Verlängerung zu retten – es gelangen ihnen nur noch drei, zwei davon in den Schlussminuten durch Radja Nainggolan mit einem Distanzschuss (86.) und einem (geschenkten) Handspenalty (94.). Davor hatte Edin Dzeko zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielt.

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Dzeko macht das 2:2. Video: streamable

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Nainggolan trifft wuchtig zum 3:2 ... Video: streamable

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... und per Penalty zum 4:2 Video: streamable

Doch die Engländer hatten auch etwas Glück zu beanspruchen. Zwei Mal wurde den Römern ein Penalty unterschlagen. Einmal nach einem Handspiel im Strafraum, ein anderes Mal, als Karius Dzeko von den Beinen holte und zuvor fälschlicherweise eine Abseitsposition gepfiffen worden war. 

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Die strittige Hands-Situation im Video. Video: streamable

Liverpools Champions-League-Märchen geht damit in die finale Runde. Als erster englischer Finalist seit 2012 (Chelsea) treffen die im laufenden Wettbewerb erstmals bezwungenen Reds am 26. Mai in Kiew auf Real Madrid, das den Titelhattrick anpeilt.

Die erste Niederlage in der laufenden Kampagne ist selbstredend leicht zu verkraften. Auf dem Weg ins erste Endspiel seit elf Jahren stellte Liverpool diverse Bestmarken auf. In spektakulärer Sturm-und-Drang-Manier erzielte das Team von Trainer Jürgen Klopp in den 14 Spielen inklusive Qualifikation 46 Tore und damit eines mehr als der FC Barcelona 1999/2000 in 16 Spielen. Die 22 Auswärtstore bedeuten ebenso Rekord wie die 29 Treffer der drei Stürmer Mohamed Salah (10), Roberto Firmino (10) und Sadio Mané (9). 

Telegramm

AS Roma - Liverpool 4:2 (1:2)
61'889 Zuschauer. - SR Skomina (SLO).
Tore: 9. Mané 0:1. 15. Milner (Eigentor) 1:1. 25. Wijnaldum 1:2. 52. Dzeko 2:2. 86. Nainggolan 3:2. 94. Nainggolan 4:2 (Handspenalty).
AS Roma: Alisson; Florenzi, Manolas, Fazio, Kolarov; Pellegrini (53. Ünder), De Rossi (69. Gonalons), Nainggolan; Schick, Dzeko, El Shaarawy (75. Antonucci).
Liverpool: Karius; Alexander-Arnold (92. Clyne), Van Dijk, Lovren, Robertson; Wijnaldum, Henderson, Milner; Salah, Firmino (87. Solanke), Mané (83. Klavan).
Bemerkungen: AS Roma ohne Defrel, Karsdorp, Perotti und Strootman; Liverpool ohne Can, Gomez, Lallana, Matip und Oxlade-Chamberlain (alle verletzt). 35. Abgelenkter Schuss von El Shaarawy an den Pfosten.
Verwarnungen: 44. Lovren (Foul). 76. Florenzi (Foul). 84. Manolas (Unsportlichkeit). 85. Robertson (Unsportlichkeit). 90. Solanke (Unsportlichkeit). (abu/sda)

Ticker: 02.05.2018: Roma – Liverpool

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 03.05.2018 09:25
    Highlight Highlight Die Lieder vor und nach den Spielen der Roma erinnern an eine Disco in Rimini, als man endlich mit der hübschen Holländerin etc. näher kommen konnte :-)
  • greeZH 03.05.2018 08:46
    Highlight Highlight Mal eine Frage. Ist dieser Sport schlicht zu schwierig zu pfeifen? In einer langen Saison mit Hin- und Rückrunde kein Problem, aber in diesen KO-Spielen sind die Schiedsrichter fast schon vorprogrammiert.
  • piedone lo sbirro 03.05.2018 08:03
    Highlight Highlight der final liverpool vs real verspricht attraktiven fussball.

    den gleichen final gab es schon 1981. die spanier haben zwar mehr erfahrung und sind favorit, aber in nur einem spiel kann es auch ganz anders kommen.
    • Duscholux 03.05.2018 09:18
      Highlight Highlight Ja die Erfahrung ändert wohl nicht viel. Am Schluss ist es auch einfach nur ein Fussballmatch.
  • GenerationY 03.05.2018 07:37
    Highlight Highlight Ohne die Leistung der beiden Finalteams schmälern zu wollen. Aber wenn wir das mal nüchtern betrachten stehen nun die beiden Mannschaften im Final, die am meisten von den Fehlentscheiden der Unparteiischen profitiert haben. Das kann ja wohl nicht der Anspruch der Uefa sein.

    Es ist offensichtlich, dass der Fussball massiv schneller geworden ist und die Richtige Einschätzung gewisser Situationen ohne technische Hilfsmittel gar nicht mehr möglich ist.

    Weshalb die CL ohne Videobeweis bleibt, kann ich nicht verstehen.
  • BetterTrap 03.05.2018 07:18
    Highlight Highlight Lächerlich wie der klare Penalty für Liverpool (Mane) und die eigentliche Rote Karte gegen Nainggolan, nie Penalty im Hinspiel gegen Milner und nie Penalty gegen Klavan von niemandem erwähnt werden. Wird wohl nur das erwähnt was die eigene Bias stützt. Alles in allem,
    ausgeglichen was die Fehlentscheide betrifft und Liverpool klar verdient weiter.
    • Staedy 03.05.2018 08:27
      Highlight Highlight Dann nehmen wir auch das Offside zum 1:0 in Liverpool wir wollen ja ehrlich bleiben. Es hilft dir eben mehr wenn du das Spiel danke Fehlentscheid in die richtige Bahnen lenken kannst, als ein geschenkter Elfmeter in der 93' wenn es nur noch um Resultatkosmetik geht. Was wie ausgegangen wäre kann niemand wissen, denn ein Spiel hätte sich nie gleich entwickelt. Fakt bleibt, solch eklatante Fehler wie das Handspiel des Liverpoolspieler oder von Marcelo am Dienstag sollten auf dem Niveau nicht übersehen werden. Es hat genug Augen. Ob es mit Video-SR besser wird bezweifle ich.
  • Kunibert der Fiese 02.05.2018 23:35
    Highlight Highlight Geil. Dann kann liverpool endlich meine etwas vermurksten 20. Geburtstag wiedergut machen 😉😎
  • jw123 02.05.2018 22:57
    Highlight Highlight Jetzt kann die Penalty Diskussion weiter gehen

    Ich würde mir lieber das Spiel um Platz drei anschauen. Und die Leidenschaft und Aufopferung von Bayer und Roma nochmals sehen
    • amaslow 03.05.2018 07:38
      Highlight Highlight liverpool spielt ja bekanntlich völlig ohne leidenschaft ;)
  • lars but not least 02.05.2018 22:46
    Highlight Highlight Kommt jetz Sandro Zapellas Kommentar 2.0 über die Schirientscheide in diesem Match? ;-)
  • Jol Bear 02.05.2018 22:17
    Highlight Highlight Der Reporter auf SF2 sagt, Klar, es sei keine Absicht gewesen, aber klarer Penalty. Die Regeln dazu:
    "Ein Handspiel liegt vor, wenn ein Spieler den Ball mit seiner Hand oder seinem Arm absichtlich berührt. Der Schiedsrichter achtet bei der Beurteilung der Situation auf:
    die Bewegung der Hand zum Ball (nicht des Balls zur Hand),
    die Entfernung zwischen Gegner und Ball (unerwartetes Zuspiel),
    die Position der Hand (Das Berühren des Balls an sich ist noch kein Vergehen.)...."
    Kommentar überflüssig...
    • Joe Smith 02.05.2018 23:49
      Highlight Highlight @Yogi Bear: Wenn schon zitieren, dann bitte korrekt. Die Regel heisst: «Ein Spieler verursacht einen direkten Freistoss für das gegnerische Team, wenn er (…) den Ball absichtlich mit der Hand spielt.» Alles andere wie Hand zum Ball etc. wird zwar immer wieder behauptet, es steht aber nicht in den Regeln.

      Beim «absichtlich» ist zu beachten, dass Eventualvorsatz genügt. Das heisst, der Spieler muss es nicht unbedingt direkt wollen, es genügt, wenn er es (Fachausdruck) «in Kauf nimmt». Es genügt also, wenn er den Arm einfach irgendwie unnatürlich oder unnötig rausgestreckt hält.
    • Staedy 03.05.2018 08:42
      Highlight Highlight @jol und @zettie: Nicht nur den Teil aus den Regeln nehmen der euch hilft sondern das Ganze. Dann steht ihr mit euren Aussagen halt falsch. Aus Erfahrung tippe ich auf regionale Fussballkicker, die kenne die Regeln meistens vom hören sagen. Der klare nicht Penalty in der Nachspielzeit diente nur zur Resultatkosmetik, einer in der 60' kann hingegen vieles im Spiel beeinflussen.
  • Loe 02.05.2018 22:11
    Highlight Highlight Wie lange müssen wir uns solch deutliche Fehlentscheidungen noch ansehen?? (Es geht mir ums Prinzip...(
    • w'ever 02.05.2018 23:31
      Highlight Highlight und es geht auch um sehr sehr viel geld
  • jellyshoot 02.05.2018 21:34
    Highlight Highlight oh man ... ich dachte es sei schon die hölle den ruefer hören zu müssen. jetzt muss man ihn auch noch ansehen ... 🙈

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