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So viel bezahlte Bayern für seine Trainer – Spoiler: Es ist viel

Thomas Tuchels Zeit in Bayern ist schon wieder vorbei.
Thomas Tuchels Zeit in Bayern ist schon wieder vorbei.

So viel Geld setzte Bayern für seine letzten Trainer in den Sand – Spoiler: Es ist viel

Das Trainer-Drama in München hat wohl ein Ende: Der FC Bayern München soll kurz vor einer Einigung mit dem Belgier Vincent Kompany stehen. Für den 38-Jährigen greift man tief in die Tasche – wie schon für seine Vorgänger.
27.05.2024, 11:1227.05.2024, 15:11
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Die Saison 2023/24 war für den erfolgsverwöhnten FC Bayern München eine zum Vergessen. Zum ersten Mal seit 2012 blieb der deutsche Rekordmeister ohne Titel – in der Bundesliga resultierte der dritte Schlussrang, im DFB-Pokal scheiterte man früh am Drittligisten Saarbrücken und in der Champions League war im Halbfinal gegen Real Madrid Endstation.

Eine Folge der Erfolglosigkeit – zumindest für Ansprüche, wie sie eine Mannschaft wie der FC Bayern hat: Im Februar gab die Klubführung bekannt, dass man sich per Ende Saison vom Trainer Thomas Tuchel trennen wird. Nach einem Hin und Her – zeitweise stand zur Diskussion, dass Tuchel doch bleibt – und Absagen von Wunschkandidaten wie Xabi Alonso, Julian Nagelsmann oder Ralf Rangnick tut sich nun doch was an der Säbener Strasse. Burnley-Trainer Vincent Kompany soll für Tuchel übernehmen. Der 38-jährige ehemalige belgische Nationalspieler absolvierte mehr als 250 Spiele in der Premier League für Manchester City.

Burnley manager Vincent Kompany gestures on the touchline, during the English Premier League soccer match between Burnley and Newcastle United, at Turf Moor, in Burnley, England, Saturday, May 4, 2024 ...
Vincent Kompany soll Bayern zurück in die Spur führen. Bild: keystone

Über 62 Millionen in drei Jahren

Wie die Bild berichtet, kosten die Trainerwechsel – Kompany wäre der vierte Trainer seit 2021 – die Bayern aber nicht nur Nerven, sondern vor allem viel Geld. Seit Hansi Flick 2021 seines Amtes enthoben wurde, hat man in München 62,5 Millionen Euro für Übungsleiter ausgegeben – die Summe beinhaltet Ablösen, Abfindungen und Gehalt. Alleine für die Ablöse für Julian Nagelsmann bezahlte Bayern vor drei Jahren 20 Millionen. Für Kompany erhält Burnely laut der deutschen Tageszeitung 10,5 Millionen.

Eine Zahl, welche zusätzlich veranschaulicht, wie tief Bayern für seine Trainer in der jüngeren Vergangenheit in die Tasche griff: Alleine für Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel, die beide jeweils nur etwas mehr als eine Saison im Amt waren, wurden über 50 Millionen Euro ausgegeben. Mit diesen Wahnsinns-Ausgaben steht Bayern in der Bundesliga ziemlich alleine da – sie übersteigen laut der Bild gar die Summe, die viele andere Teams der Bundesliga in der gesamten Vereinshistorie für Trainer ausgegeben haben.

Dass für Trainer in München so viel Geld ausgegeben wird, war nicht immer so. Selbst Star-Trainer wie Pep Guardiola und Carlo Ancelotti waren weitaus günstiger. Der Spanier und der Italiener verdienten zwar rund 12,5 Millionen Euro pro Jahr, kosteten jedoch keine Ablöse. In München hofft man nun – aus sportlicher wie auch aus finanzieller Hinsicht –, im jungen Kompany eine längerfristige Lösung gefunden zu haben. (kat)

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Die teuersten Trainer-Transfers
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Die teuersten Trainer-Transfers
Julian Nagelsmann
Ablösesumme: 25 Millionen Euro
abgebender Verein: RB Leipzig
aufnehmender Verein: FC Bayern München
quelle: keystone / filip singer
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FC-Bayern-München-Spieler lesen Hasskommentare, um zu sensibilisieren
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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rumpelstilz aka Motzbrocken
27.05.2024 11:37registriert November 2023
Ich mag Kompany. Auch würde ich ihm persönlich den Erfolg mit Bayern wünschen. Leider ist der Club Bayern….. schade, Kompany hätte was besseres verdient. Immerhin stimmt die Bezahlung. Sorry, das Schmerzensgeld.
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goschi
27.05.2024 12:19registriert Januar 2014
Das Problem in bayern steht seit vielen jahren nicht am Spielfeldrand, sondern sitzt weiter oben auf einer Tribüne.

Dieses Problem ist unverändert und wird weiterhin das Problem bleiben.

Weder Nagelsmann, Tuchel, Kahn noch Brazzo waren das zentrale Problem, die hätten gut arbeiten können...
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Dieser ungarische Nationalspieler wusste lange nicht, dass er Ungar ist
Callum Styles tritt mit der ungarischen Nationalmannschaft gegen die Schweiz an. Sein Weg in das Nationalteam ist alles andere als gewöhnlich.

Wenn die Schweiz am Samstag auf Ungarn trifft (15 Uhr), wird bei den Osteuropäern ein Spieler im Kader stehen, der als Kind nicht einmal wusste, dass er überhaupt eine familiäre Verbindung zu Ungarn hat. Callum Styles, so sein Name, habe zwar viel Zeit bei seiner Grossmutter, die ursprünglich aus Ungarn stammte, verbracht, «als Kind interessiert man sich aber nicht sonderlich für die Herkunft», wie er gegenüber der New York Times erklärte.

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