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Afrika-Cup 2017

Kleider in allen Farben und Grössen in unendlichen Gässchen. Richie (vorne) führt mich ortskundig durch den Markt. bild: watson

Hier gibt’s T-Shirts für 50 Rappen, Jeans für unter 2 Franken

Port-Gentil ist die Wirtschaftsmetropole Gabuns. Doch trotz des vielen Öls gibt es da nicht nur vermögende Einwohner. Die Hauptstrasse trennt die Stadt in arm und reich.

reto fehr, gabun



Der Boulevard Léon M’ba führt quer durch Port-Gentil. Auf der einen Seite wohnen die Total-Angestellten, die Büros des Öl-Giganten stehen hier und auch der einzige Supermarkt bietet seine Waren «europäisch geordnet» in langen Gestellen an. Auf der anderen Seite der Strasse ist das Grand Village, das «afrikanische Viertel».

Gefährlich ist es da tagsüber nicht. Ich will mir das Ganze vor den Afrika-Cup-Spielen im Stadion darum anschauen. Kaum bin ich unterwegs dorthin, spricht mich Richie an. Ein Gabuner, der eigentlich auf dem Weg zum Hafen ist. Wir plaudern kurz, dann sagt er: «Ich zeig' dir das Grand Village. So spazieren wir los. Bald überqueren wir die ‹Grenze›, den Boulevard Léon M'ba.»

Afrika-Cup 2017

Blick auf das Zentrum des Grand Villages vom zweiten Stock des Gemüsemarktes aus. bild: watson

Die Läden verkaufen hier von Waschmaschinen bis Babykram und Teigwaren alles in ihrer Auslage. Bald erreichen wir den Gemüsemarkt, daneben riecht man den Fischmarkt. Es herrscht ein heilloses Chaos und Stimmengewirr. Musik dröhnt aus einigen Hüttchen.

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Video: streamable

Richie zeigt mir die lokale Spezialität an einem Essensstand an der Strasse. Für 50 Rappen kaufen wir sechs Stück des Gebäcks. Weiter geht es bei einem Cousin Richies, der uns in seinem bescheidenen Restaurant Wasser anbietet. Denn wie praktisch jeden Tag ist es drückend heiss, der Schweiss läuft nur so an mir runter.

Richie gefällt meine Gabun-Mütze. Also versuchen wir eine solche für ihn zu finden. Wir schlendern durch den Kleidermarkt. Und biegen in eine Seitenstrasse ab. Hier ist die Armut jetzt deutlicher zu sehen. Die Strasse ist ungeteert, die Stände wirken ärmlicher.

Afrika-Cup 2017

Der tägliche Kleidermarkt in Port-Gentil. bild: watson

T-Shirts gibt es hier für 50 Rappen zu kaufen, Jeans für 1.80 Franken. Oft dürften es Klamotten aus einer Kleidersammlung sein. Wir sind nur wenige Meter vom reicheren Viertel entfernt, doch scheinen meilenweit in eine Parallelwelt abgetaucht zu sein.

watson am Afrika-Cup

Reto Fehr besucht für watson seinen dritten Afrika-Cup. Bis am 5. Februar wird es in den nächsten Wochen in unregelmässigen Abständen Berichte aus Gabun geben. Dabei soll der Fussball nicht immer im Vordergrund stehen. Hier geht es zur gesamten Story-Sammlung aus Gabun.

Vorbei an einem «Beautysalon» – erkennbar an den farbigen Nagellack-Fläschchen auf dem Sims – und der Bar Chez Benito finden wir nach langem Suchen endlich einen Cap-Händler, der keine Mondpreise verlangt.

Afrika-Cup 2017

Nagellack in allen Farben in der «Auslage» des Beauty-Salons. bild: watson

Denn bei den ersten Versuchen stand ich immer mit daneben, als Richie nach dem Preis fragte. Jetzt sagt er mir, ich solle hinter der Ecke warten – und schon sinkt der Preis auf ein vernünftiges Niveau.

Afrika-Cup 2017

Auf einen Drink bei Benito? Wir lassen die Bar heute aus. bild: watson

Richie freut sich endlos über die Mütze. Es ist immer wieder faszinierend, mit wie wenig die Leute hier zufrieden sind. Er lässt mich nicht gehen, ehe wir ein Selfie zusammen mit seinem neuen Besitz geschossen haben. Dann gehe ich zurück über den Boulevard Léon M’ba und verlasse die Parallelwelt wieder. Oder vermutlich tauche ich erst jetzt in sie ein.

Afrika-Cup 2017

Afrika-Cup 2017 in Gabun

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